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 Ansmann Racing 05.02.2011 
 
Virus 2
1:8 Verbrenner Off Road


Mit dem Virus 2.0 im Maßstab 1:8 folgt Ansmann Racing einem bewährten Buggy-Konzept und das Ergebnis ist ein robuster Verbrenner Buggy mit guter Ausstattung für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Chassis
Der Virus 2.0 ist auf einer 3 mm dicken, eloxierten Aluminium-Bodenplatte aufgebaut. Die Platte ist seitlich etwas abgewinkelt, was die Steifigkeit erhöht und vor der Vorderachse ca. 7 Grad (Kickup) hochgezogen.
Im verjüngten Bereich der Achsen ist noch viel Material vorhanden um die Chassisplatte sehr stabil zu halten. Die Unterseite ist völlig glatt, alle Kreuzschlitz-Schrauben sind sauber versenkt.
Der Motor ist auf zwei massiven Alu-Trägern montiert, welche auf 3 mm dicken Alu-Platten verschraubt sind. Durch diese Konstruktion kann der justierte Motor schnell aus- und eingebaut werden.

Die Motorschrauben könnten eine größere Auflagefläche haben, der Motor würde damit fester sitzen und die Platten der Befestigung würden weniger in Mitleidenschaft gezogen.
Vorder- und Hinterachse werden durch Plastik-Streben zur Bodenplatte hin abgestützt. Die Abdeckungen der Lenkung und der Bremse sind aus 3 mm Alu-Material und die Radioplatte aus 2,5 mm Alu gefertigt.
Das Getriebe sitzt mittig und verbindet beide Achsen über Kardan-Steckachsen. Vor dem längs montierten Motor ist der Tank aufgehängt. Er liegt leider an den Bremsbacken der Front-Bremse an und kann dadurch nicht frei schwingen, was die Vibrationen ungedämpft auf den Tankinhalt überträgt.
Rechts vom Motor sitzt die geräumige RC-Box und davor die Alu-Radioplatte mit den Servos. Beide Achsen sind mit Differentialen, Alu-Dämpferbrücken und Doppelquerlenkern aufgebaut. Das hintere Differential trägt den Anbau für den 3-fach in der Neigung verstellbaren Heckflügel.

Fahrwerk
Alle Räder sind einzeln an Trapez-Querlenkern aufgehängt. Die oberen Querlenker sind hinten als Schubstangen und vorne als schmale Dreiecks-Querlenker ausgeführt. Die Stangen können hinten an 4 und die Dreieckslenker an 2 verschiedenen Bohrungen an der Dämpferbrücke befestigt werden.
Die vorderen Achsschenkel sind an je einer Pivotschraube an den Querlenkern aufgehängt, die hinteren Achsträger hängen mit 2 Pivotschrauben am unteren Querlenker und werden oben über die Schubstangen an der Dämpferbrücke fixiert. Der Ausfederweg kann an allen unteren Querlenkern über Wurmschrauben begrenzt werden.

Die Big-Bore Öldruck-Stoßdämpfer sind mit 18 mm Alu-Gehäusen und 3,5 mm dicken Kolbenstangen aufgebaut, die Stangen werden durch Gummi-Shock-Boots geschützt und die Federvorspannung kann über Rändelschrauben einfach eingestellt werden. Die Dämpfer können hinten und vorne an 5 verschiedenen Positionen befestigt werden.
Über das Pivot-System kann der Sturz an allen Rädern und die Spur an der Hinterachse einfach eingestellt werden, zusammen mit den zahlreichen Dämpferpositionen erhält man damit einen weiten Bereich der Fahrwerksabstimmung.

Lenkung
Die Lenkstangen können über Links-/Rechtsgewinde einfach justiert werden. Eine 3 mm dicke Alu-Platte mit verstellbarem Ackermann-Effekt verbindet die beiden Lenkhebel.
Die Lenkung ist mit Kugellagern ausgestattet und leichtgängig. Der Federdruck des Servosavers ist über eine Rändelschraube verstellbar. Das liegende Lenk-Servo könnte deutlich stärker sein.

Antrieb / Bremse
Über eine 3-Backen Kupplung erfolgt die Kraftübertragung vom Motor auf die Stahlglocke die mit dem 13 Zähne Stahlritzel das 46 Zähne Stahlzahnrad des Mitteldifferentials antreibt. Die geschlitzten Stahlbremsscheiben sitzen auf den Wellenaufnahmen des Mitteldifferentials, eine für hinten und eine für vorne und werden unabhängig voneinander angesteuert.
Stählerne Kardan-Steckwellen verbinden das Mitteldifferential mit den Differentialen der Achsen. Alle Ausgleichsgetriebe sind mit 4 Satelliten Kegelrädern und 2 Tellerrädern aufgebaut.
Stahl-Gelenkwellen drehen die Vorderräder über 17 mm Sechskant-Felgenmitnehmern aus Alu, die Hinterräder werden über Kardan-Steckwellen angetrieben. Der komplette Antrieb ist kugelgelagert.

Motor
Der 3,50 ccm AR21R Motor arbeitet mit einer 3-Kanal ABC Laufgarnitur. Der Schiebevergaser wird über Haupt- und Gemischnadel sowie eine Schraube für den Leerlauf eingestellt. Der separate Brennraum ist für Standard-Kerzen mit kurzem Gewinde ausgelegt.
Der große Kühlkopf mit seinen 11 Kühlrippen sorgt für ausreichende Kühlung des Motors. Gestartet wird die Maschine über einen Seilzug.
Für eine gute Leistungsausbeute sorgt ein Resonanzrohr aus Aluminium. Der Motor erreicht keine Spitzendrehzahlen, punktet dafür aber mit einfacher Handhabung.

Servo-Anlenkung
Die Anlenkung für das liegende Lenkservo besteht aus einer Gewindestange mit Kugelpfannen. Die Bremsgestänge sind über Stellringe einzeln einzustellen, das Gasgestänge kann ebenfalls über Stellringe justiert werden. Alle Anlenkungen funktionieren präzise und ohne zu haken.

Elektrik
Unser Testmuster funktioniert mit den eingebauten Komponenten gut. Für Gas und Bremse ist das 3 Kg Standard-Servo ausreichend, für die Lenkung ist das 3 Kg Power-Servo ausreichend schnell, aber deutlich zu schwach, selbst an 6 Volt.
Für die Stromversorgung steht ein Batteriekasten für 4 AA-Zellen zur Verfügung. Die Empfangsanlage kann über einen Schiebeschalter ein- und ausgeschaltet werden.
Die RC-Anlage besteht aus dem W4 Drehknopf-Sender in 40 MHz FM 2-Kanal Technik und dem 3-Kanal Empfänger R4. Die Anlage des Testmusters ist mit Kanal 50 (40.665 MHz) ausgerüstet.
Der Sender bietet folgende Merkmale: Servo-Weg Umkehr und Trimmung für beide Kanäle, Dual-Rate für die Lenkung, verstellbarer Gas-/Brems-Hebel, Ein-/Aus-Schalter mit Kontroll-LED.

Handbuch
Im deutschsprachigen Handbuch befinden sich eine gut bebilderte Bauanleitung, Explosionszeichnungen und Abbildungen der Ersatzteile-Sets mit Bestellnummern. Die RC-Anlage wird in einer separaten Anleitung ausreichend erklärt.
Hinweise bzw. Anleitungen zum Einfahren des Motors, Einstellen der Servo-Anlenkungen und zum Betrieb des Modells fehlten allerdings beim Testmuster.

Karosserie
Die attraktive Haube ist aus ca. 0,8 mm Material gefertigt und stabil, sie ist lackiert und beklebt, Ausschnitte für den Kühlkopf des Motors, das Antennenröhrchen und zum Betanken sind bereits vorhanden.

TIPP: Die Aufkleber halten länger, wenn sie mit einem Fön erwärmt und mit einem weichen Tuch angedrückt werden, besonders im Kantenbereich.

Für den ersten Start sind noch optionale Teile nötig:
- 4 AA Akkus oder 6 V Pack für den Empfänger
- 8 AA Akkus für den Sender
- Modelbausprit (z.B. 25% Nitro mit 15% Öl)
- Kerzenanglüher
- Standard Kerze mit kurzem Gewinde
- Luftfilteröl

Zum Einfahren verwende ich Topsprit in der Mischung mit 25% Nitromethan und 15% Ölanteil (davon 5% Rizinus). Als Kerze kommt eine OS R5 (kalt) zum Einsatz. Der Luftfilter muss noch eingeölt werden. Zur Stromversorgung der Bord-Elektronik verwende ich ein 6 Volt Akku-Pack mit 1400 mAh.

Der Virus 2.0 in der Praxis
Der AR21R springt schon nach 2 Versuchen mit dem Seilzug an. Das Treibstoffgemisch muss beim Testmuster zum Einfahren deutlich fetter eingestellt werden.
Der Einfahrvorgang ist völlig unkompliziert, der Motor läuft zuverlässig und ist immer leicht zu starten und die Betriebstemperatur liegt dabei immer um die 100 Grad. Nach dem Einlaufen wird der Motor auf Vollgas belastet und erreicht dabei ca. 110 Grad.

Auf der Piste macht der Virus 2.0 eine gute Figur. Das Fahrwerk kann Unebenheiten gut ausgleichen, die Dämpfer leisten gute Arbeit. Kurvenfahrten sind Dank der Bügelstabilisatoren gut zu meistern, nur das schwache Lenk-Servo behindert die Agilität in den Kurven.
Der Virus 2.0 ist in der Achse gut ausgewogen, aber er ist deutlich hecklastig; beim Springen ist dies jedoch gut kontrollierbar. Der Motor läuft ohne Temperaturprobleme bis der Tank leer ist und liefert dabei gute Leistungswerte.

Fazit
Der Virus 2.0 von Ansmann Racing ist ein gut ausgestatteter 4WD Buggy der den Anfänger durch einfache Handhabung und problemloses Einfahren und Einstellen begeistern dürfte, der fortgeschrittene Fahrer wird sich über die guten Fahreigenschaften freuen.
Die unter Minus angegebenen Dinge sind bis auf den Servo-Saver für kleines Geld zu beheben und mindern den Fahrspaß nicht.
Der Motor ist unkompliziert und bringt gute Leistungen. Insgesamt ist mit dem Virus 2.0 ein attraktiver RTR Buggy mit guten Einsteiger-Merkmalen und guter Basis-Ausstattung gelungen.

Bericht: Edgar Reichler
Fotos: Klaus D. Nowack


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