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 Krick 06.08.2012 
 
Himoto Mega E8
1:8 Elektro Off Road


In der Elektro-Buggy Szene sind seit einiger Zeit die großen 1:8 Modelle verstärkt im Kommen, stellen sie doch mittlerweile eine echte Alternative zu den seit langem gebräuchlichen Nitro-Modellen im gleichen Maßstab dar. Die Firma Krick Modelltechnik hat schon seit geraumer Zeit Offroader des Herstellers Himoto im Programm.Beim vorliegenden Fahrzeug handelt es sich um den Elektrobuggy MegaE8 4WD in der RTR-Ausführung.

Ready-to-Run

RTR heißt, dass man nach Auspacken des Autos aus dem Karton praktisch sofort losfahren kann, lediglich Batterien sind noch in den Sender einzulegen. Außerdem wird noch ein Fahrakku benötigt, es können hier wahlweise ein 4S oder auch 2 x 2S LiPos eingelegt werden.
Anschluss ans Bordnetz wird über Goldkontaktstecker hergestellt. Die Fixierung des Akkus erfolgt mit drei Klettbändern.

Fernsteuerung

Die Fernsteuerung besteht aus einem Empfänger sowie dem Himoto Zweikanal-Sender. Die Fernsteuerungskomponenten arbeiten wie mittlerweile überall üblich, im 2,4 GHz Modus, alles andere wäre auch nicht mehr zeitgemäß.
Alle normalen Funktionen können mit diesem Sender beeinflusst werden, das sind Trimmung von Lenkung und Gas/Bremse, Servo Reverse, Lenk- und Gas/Bremsweg -Begrenzung. und Dual Rate.
Eine Bindung von Sender/ Empfänger ist hier nicht mehr erforderlich, da dieser an sich unkomplizierte Vorgang bereits ab Werk erledigt wurde. Der vorhandene Reststrom wird allerdings nur durch das Aufleuchten von LED´s angezeigt, ein Display ist nicht vorhanden.

Anleitung

Das ebenfalls im Set enthaltene Anleitungsheft ist lediglich in Englisch abgefasst. Aus diesem Grunde wurde für den deutschsprachigen Markt eine eigene Kopie gefertigt, welche über deutsche Texte verfügt.
Es handelt sich allerdings hier nicht um eine Bauanleitung, da das Fahrzeug ja bereits fertig montiert kommt. Vielmehr wird auf den ersten zehn Seiten sehr umfangreich auf die erste Inbetriebnahme und auf evtl. notwendige Überprüfungen nach dem Fahrbetrieb eingegangen.
Einiges an Praxistipps ist dort ebenfalls enthalten. Auf weiteren fünf Seiten findet man Fotos aller Einzelteile sowie die zugehörigen Ersatzteilnummern, falls mal was nachbestellt werden muss. Die deutschsprachige Version bezieht sich auf die beiden Varianten Buggy und Shortcourse.

Aufbau

Das Chassis ist ähnlich dem eines Verbrenners aufgebaut, man kann hier deutlich feststellen, welchen Ursprung der Buggy hat. Die Chassiswanne macht einen verwindungsfesten Eindruck.
An ihrer Vorderseite ist eine leicht nach oben abgekanntete Aluplatte angeschraubt, welche zur Aufnahme der Vorderachse dient.
An zentraler Stelle im Chassis befindet sich die Aufnahme für das ebenso zentrale Mitteldiff. Auf diesem befindet sich das Hauptzahnrad, über welches der rechts hinten im Fahrzeug liegende, längs zur Fahrtrichtung positionierte Brushless-Motor seine Antriebskraft zur Verfügung stellt.
Die Motorhalterung besteht in diesem Falle aus ca. 7mm starkem Aluminium, das spricht für Haltbarkeit und eine gute Wärmeableitung. Von dort geht’s per Antriebsknochen jeweils zu dem vorderen und hinteren Kegeldifferenzial.

Differentiale und Antrieb

Alle drei Diffs sind als 4-Spider-Ausführung mit widerstandsfähigem Stahl-Innenleben ausgelegt. Vorne und hinten sind sie in je einem Getriebegehäuse untergebracht, mit Hilfe eines Winkeltriebes wird hier die Antriebskraft auf die entsprechenden Räder verteilt, vorne per Kardan und hinten durch Antriebsknochen.
Beim gesamten Antriebsstrang kann man davon ausgehen, dass von vorne bis hinten alles in hochwertigen Kugellagern läuft. Während die Differenziale an Vorder- und Hinterachse geschützt in ihren Getriebegehäusen ruhen, verrichtet das Mitteldiff relativ offen seinen Dienst.
Man muss sich jedoch auch hier, bedingt durch die zentrale Anordnung mitten im Chassis sowie durch die Grobverzahnung keine wirklichen Sorgen um Beschädigungen durch Fremdkörper machen.

Dämpfer

Die Dämpferbrücken bestehen aus 4mm starken verwindungsfestem Alu-Material. Jeweils vier verschiedene Befestigungspunkte für jeden Dämpfer sind hier vorgesehen, unten an den Schwingen gibt es je zwei Möglichkeiten.
Die Dämpfer selbst sind voluminös und ausreichend für ein Fahrzeug dieses Kalibers dimensioniert. Vorne sind sie kürzer als hinten, was üblich im Offroad-Bereich ist. Es handelt sich zweifelsohne um BigBore Dämpfer.
Beim Aufbau ergeben sich keine exotischen Lösungen. Auf den Dämpfergehäusen aus Kunststoff finden sich jedoch Rändelmuttern mit Feingewinde zur Einstellung der Bodenfreiheit. Es kommen schwarze Federn mit linearer Kennung zum Einsatz.

Aufhängung und Lenkung

Beide Achseinheiten stützen sich mit dicken Kunststoffstreben gegen das Chassis ab. So bleibt der Verwindung kaum eine Chance. Ein Stabiset für Vorder- und Hinterachse gehört außerdem zur Serien-Ausstattung.
Die Lenkung ist als Zweipfosten-Ausführung mit integriertem Servosaver ausgelegt. Es gibt hier auch die Möglichkeit, den Ackermann Winkel dreifach zu variieren.
Bei der Radaufhängung hat man sich vorne für eine C-Hub Ausführung entschieden. Die Lenkhebel vorne sowie die hinteren Achsschenkel bestehen aus sehr widerstandsfähigem Kunststoff. Das gilt auch für die oberen und unteren Querlenker.
Die Vorspur kann vermittels verschiedener Einsätze in den Wellenhaltern angepasst werden. Der Ausfederweg lässt sich an allen Rädern vermittels Madenschrauben einstellen.
Das Material der Schwingen wirkt sehr fest, verfügt aber trotzdem über die notwendige Flexibilität, um auch Rempler und Feindberührungen wegstecken zu können.

Spoiler und Räder

Die verstellbare Halterung für den Heckspoiler weist den gleichen Kunststoff auf, der Spoiler selbst ist aus weißem, sehr flexiblen Kunststoff gefertigt.
Auf den stählernen Radachsen sind Alusechskante mit den in dieser Klasse üblichen 17 mm angebracht. Es können später also alle handelsüblichen Felgen bzw. Kompletträder aufgezogen werden. Zunächst einmal sind die beiliegenden Kompletträder mir Minipin-Profil völlig ausreichend.

Elektronik


Außer der ganzen Mechanik verfügt der Mega E8 natürlich über alle elektronischen Komponenten, damit der entsprechende Vortrieb gesichert ist.
Da wäre zunächst der bereits erwähnte Brushless-Motor anzuführen. Er ist geschlossen, arbeitet sensorlos und als Leistung sind 2075 KV angegeben.
Die Strommenge wird über einen RC-Car 80A Fahrtenregler dosiert. Er verfügt über einen permanent mitlaufenden Lüfter und kann LiPo´s bis 4S vertragen. Wenn man sich die beiliegende Anleitung durchliest, erfährt man mehr über die Möglichkeiten des voll programmierbaren Reglers.

Werksseitig sind bereits folgende Parameter voreingestellt:
- Fahrmodus: Vorwärts/Rückwärts/Bremse
- Handbremse: 0%
- LiPo Cutoff: 3,0V pro Zelle
- Punch: Level 5 (von 9)
- Bremsleistung: 50 %
Die Werte können durchaus so belassen werden. Sicherheits-Freaks könnten zur Schonung der wertvollen LiPo´s den Cutoff-Wert evtl. etwas anheben, aber es geht auch so.
Der 2,4 GHz-Empfänger ist spritzwassergeschützt in einer RC-Box untergebracht, während das Lenkservo mit 9 kg Stellkraft und teilweisem Metallgehäuse über keine weiteren Schutzmaßnahmen verfügt. Dies ist aber auch nicht unbedingt erforderlich.Durch die fertig lackierte und angepasste Karosse werden die gröbsten Umwelteinflüsse ohnehin von Innenleben ferngehalten.

Praxis und Fazit

Der Hersteller verspricht für den Mega E8 eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 80 Km/h. Das ist ein gigantischer Wert und so wurden zunächst einmal vorsichtshalber Glattbahn-Kompletträder von Ansmann aufgezogen.
Nach kurzem Rollout und Anpassen der Fernsteuerung erfolgte der Highspeed-Versuch auf einer nicht frequentierten Spielstraße, allerdings erst nach warmfahren der Bereifung.
Nach Durchziehen des Gashebels kommt der Mega E8 ohne Umschweife zur Sache, die Beschleunigung ist brutal und nach kurzer Zeit hat man die Höchstgeschwindigkeit erreicht, wobei das Fahrzeug vorne ganz leicht wird. Eine ruhige Lenkhand ist hier angesagt.
Gefühlt wird die Geschwindigkeitsangabe vermutlich noch übertroffen. Jedenfalls ist sowohl die Beschleunigung als auch die Geschwindigkeit beeindruckend.
Anzumerken ist, dass auch nach mehreren Versuchen die Temperatur von Akku und Regler nur handwarm war, der Motor ein wenig wärmer.

Der gute Eindruck setzt sich später mit der originalen Minipin-Bereifung im Gelände fort. Je nach Untergrund drehen alle Räder derart durch, dass der Dreck nur so fliegt.
Man kann durch die hohe Leistung auch tolle Drifts hinlegen, ohne die Kontrolle zu verlieren. Bei Sprüngen lässt es sich zudem gut korrigieren falls erforderlich.
Nach einem Testnachmittag wurde der Mega E8 gesäubert und mit Preßluft abgeblasen. Verschleiß an den Antriebsteilen war mit bloßem Auge quasi nicht festzustellen.
Trotz der starken Antriebsquelle war alles noch in Ordnung, auch wenn einige Überschläge zu verzeichnen waren.
Im Vergleich mit einem Verbrenner steht der Mega E8 auf keinen Fall schlechter da und die wesentlich einfachere Handhabung lässt ihn ebenfalls punkten.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Krick Himoto Mega E8 4WD

Maßstab 1:8
Länge: 490 mm
Breite: 305 mm
Höhe: 205 mm
Radstand: 326 mm +/-2
Gewicht: 3250 g
Motor: Brushless 2075 KV
Untersetzung 11,3 :1
Fahrtenregler : 80 A, sensorlos, programmierbar
Lenkservo: 9kg
Himoto 2 Kanal Sender u. Empf. mit 2,4 GHz - Technik
UPE des RTR-Sets: 329,- Euro ohne Akkus



Bildverzeichnis Krick Himoto Mega E8 4WD

Bild 3: Bis auf die Stromquelle ist der MegaE8 komplett fahrbereit.

Bild 32: Im RTR Bereich haben die 2,4 GHz Fernsteuerungen
die alten AM-Teile abgelöst.

Bild 5 und 7: Alle erforderlichen Komponenten sind eingebaut
und komplett justiert.

Bild 9: Die Unterseite ist komplett geglättet, es steht nichts hervor.

Bild 10: Die Aluplatte für die Vorderachse ist vorne mit dem
Chassis verschraubt.

Bild 11: Durch geschlitzte Bohrungen lässt sich die
Motorhalterung verschieben.

Bild 12: Für alle Bauteile ist auf dem Chassis ausreichend
Platz vorhanden.

Bild 13: Die Nase der Karosserie ist separat über dem
Frontrammer angebracht.

Bild 14: Durch die langen Schwingen sind ausreichende
Federwege zu realisieren.

Bild 15: Die Weiterleitung der Antriebskraft erfolgt über Kardans.

Bild 16: An den Rechts/Linksgewinden wurde nicht gespart.

Bild 17: Die Lenkung ist Bestandteil der vorderen
Achskonstruktion.

Bild 18: Das stehend montiere Lenkservo verfügt über 9 kg
Stellkraft.

Bild 19: Die Federvorspannung der BigBore Dämpfer ist über
Rändelmuttern zu verstellen.

Bild 20: Ein echter Brummer: Das Brushless Kraftpaket von
Himoto.

Bild 21: Motor und Mitteldiff teilen sich eine Halterung.

Bild 22: Für´s Grobe: Grobverzahnung Modul 1 ist beim 1:8er
der Standard.

Bild 23 und 24: Der Himoto Regler kann 80 A und hat einen
integrierten Lüfter.

Bild 25: Beide Achskonstruktionen werden durch Streben
gegen das Chassis abgestützt.

Bild 26: Auch hinten werden sehr lange Federwege möglich
gemacht.

Bild 27: Die Felgenaufnahme aus Aluminium entspricht mit
17mm der gängigen Norm.

Bild 28: Beide Dämpferbrücken sind aus Alu und sehr robust,
da sie ausreichend dick sind.

Bild 29: Vorne und hinten sind Stabis serienmäßig.

Bild 30: Die Halterung für den Heckspoiler ist neigungsverstellbar.

Bild 31: Mit drei Klettverschlüssen lässt sich der Akku
bombenfest sichern.

Bild 32: Im RTR Bereich haben die 2,4 GHz Fernsteuerungen
die alten AM-Teile abgelöst.



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