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 LRP / HPI 28.08.2012 
 
Nitro RS4 Evo+
1:10 Verbrenner Glattbahn


RS4 Evo+ der Dauerbrenner von HPI

Der RS4 Evo bereichert schon seit vielen Jahren die Angebotspalette von HPI für Modell-Autos und er erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit. Nach dem Moto auch Bewährtes lässt sich verbessern, kommt der RS4 3 Evo+ auch in der aktuellen Version nicht altbacken daher.
Der RS4 Evo findet seine Fans in den Zielgruppen Einsteiger und Fortgeschrittene. Das Konzept des Evos lässt sich beschreiben mit unkomplizierte Technik, einfache Handhabung, schnell beherrschbar, leichte Pflege, Ready To Run oder kurz gesagt – schnell viel Spaß haben. Den RS4 3 Evo+ gibt es heute in zwei Varianten, als BMW M3 GT2 und wie unser Testmuster als Porsche 911 GT3 RS


Lieferumfang

• RS4 3 Evo mit montierten Rädern und Karosse
• Steuersender in aktueller 2,4 GHz Technik
• Werkzeugset
(Gabelschlüssel, 2/2,5 mm Inbus, 5,5/7 mm Kreuzschlüssel)
• Diverse Ersatzteile
(Plastikteile, Schrauben, Splinte, Dichtung)
• Bauanleitung, Sicherheitshinweise, Garantiehinweise
• HPI-DVD
• Dekorbogen
• Antennenröhrchen mit Kappe
• HPI-News-Magazin

Dokumentation

HPI ist bekannt für ihre guten Dokumentationen und so lässt auch die Anleitung zum RS4 3 Evo nichts zu wünschen übrig. Das Handbuch startet mit dem Lieferumfang, den zusätzlich benötigten Teilen und der Vorbereitung des Modells zum Betrieb.
Ab Seite 10 geht es mit der Erklärung der Ansteuerungen weiter und ab Seite 14 wird beschrieben, wie der Verbrennungsmotor gestartet und eingestellt wird. Tipps zur Fehlersuche und zur Wartung gibt es auf den Seiten 23 und 24.
Die nächsten Seiten bis 31 widmen sich dem Aufbau des Modells mit vielen Bildern und Details zu den Bauschritten. Die Seiten 32 bis 36 handeln die RC-Anlage ab und anschließend geht es bis zur Seite 41 um den Motor.
Im Anschluss finden sich noch zahlreiche Seiten mit Listen zu bebilderten Ersatz- und Tuning-Teilen sowie einer zweiseitigen Explosionszeichnung.

Karosserie

Unser Testmuster ist mit der HPI Porsche 911 GT3 RS Karosse bestückt. Die Haube ist aus der gewohnt guten HPI Lexan-Qualität gezogen und sehr detailliert.
Die nötigen Ausschnitte sind bereits werksseitig sauber ausgeführt, hier muss nicht mehr Hand angelegt werden. Alle Aufkleber sitzen präzise und sauber verklebt.
Die Löcher für die Karosseriehalter sind genau gebohrt und die Radkästen gut ausgeschnitten, dadurch sitzt die Haube perfekt auf dem Chassis und vermittelt dem RS4 zusammen mit den Speichenfelgen ein sehr realistisches Aussehen.

Chassis

Der RS4 ist auf eine 2,5 mm dicke Bodenplatte aus grau eloxiertem Aluminium aufgebaut. An der Seite ist die sonst plane Chassisplatte zur Versteifung abgekantet, die Unterseite ist glatt, alle Kreuzschlitzschrauben verschwinden in den angesenkten Löchern.
Auch an optionale Motorhalter wurde gedacht, dafür sind versenkte Löcher für die Schrauben bereits vorhanden. Die Ausschnitte unter dem Getriebe und dem Schwungrad sind groß genug um den Schaltpunkt des Getriebes bequem einstellen zu können bzw. den Motor über eine Starterbox anzuwerfen.
Je 4 Schrauben halten Vorder- bzw. Hinterachse an der Bodenplatte, in der Mitte sorgen 8 Schrauben für einen festen Sitz des 2-Gang Hauptgetriebes inklusive Überrollbügel.
Die RC-Einheit nimmt den kompletten Platz auf der linken Chassis Seite ein, wogegen der Raum rechts hinten vom T3.0 Motor und rechts vorne vom Tank beansprucht wird.
Den Abschluss bildet rechts das Resonanzabgasrohr, welches zum größten Teil aber schon außerhalb der Grundplatte hängt.

Der Aufbau ist sehr aufgeräumt und übersichtlich, wobei die abnehmbare Radio-Einheit wesentlich zur Wartungsfreundlichkeit beiträgt. Über das Mittelgetriebe spannt sich ein Überrollbügel, der gut geeignet ist, das Modell zu tragen, den Motor kann er jedoch nicht schützen, da er zu niedrig ist.
Ein Rammschutz aus festem Schaumstoff schützt den RS4 vorne vor Schäden bei einem leichten Aufprall. Die zweiteiligen Karosseriehalter funktionieren wie ein Teleskop und sind sehr praktisch.

Fahrwerk

Die Einzelradaufhängung, bestehend aus Trapez-Querlenkern unten und Verbindungsstangen oben, zählen an beiden Achsen zur Grundausstattung des RS4.
Öldruckstoßdämpfer aus Kunststoff mit Alu-Kappen und progressiven Federn verbinden die Radaufhängungen mit der Dämpferbrücke. Je 2 Aufhängungspunkte an den Brücken und unteren Querlenkern ermöglichen die Einstellung der Wirkungsweise der Dämpfer.
An den Achsböcken bieten 4 Befestigungspunkte zusammen mit weiteren 2 an der Dämpferbrücke für zahlreiche Set-Ups des hinteren Rollzentrums, auch vorne stehen 4 Befestigungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Spur wird hinten durch die Querlenker und vorne durch die starren Spurstangen fest vorgegeben. Die Bodenfreiheit des RS4 kann über Dämpferklipse eingestellt werden.

TUNING TIPP: Für eine stufenlose Einstellung von Radsturz und Rollzentrum können die oberen, starren Verbindungsstangen gegen Gewindestangen mit Kugelpfannen getauscht werden. Auch die Spur an der Vorderachse kann mit solchen Gewindestangen stufenlos verändert werden.

Lenkung

Der direkte Servosaver am Lenkservo kann nicht eingestellt werden. Die Spurstangen sind ebenfalls nicht einstellbar. Die Lenkung ist präzise und leichtgängig.

TUNING TIPP: Optional sind passende Servosaver mit unterschiedlich harten Metallfedern erhältlich, damit lässt sich die Lenkung auch bei hohen Geschwindigkeiten noch sehr direkt gestalten (härtere Saver gehen zu Lasten des Lenkservos).

Antrieb und Bremse

Der Kraftschluss erfolgt über die 2-Backen Kupplung auf die Stahlglocke mit verschraubten Ritzeln aus Aluminium. Das 2-Gang Klinken-Schaltgetriebe treibt die Achs-Differentiale über Kardan-Steckwellen an. Die Differentiale bestehen aus einem Tellerzahnrad und 2 Satelliten Kegelzahnrädern.
Für die zuverlässige Verzögerung des Hauptantriebsstranges sorgt eine Scheibenbremsanlage bestehend aus zwei Stahlbacken und einer belüfteten Kunststoffscheibe. Die Stellschrauben der Bremsbacken sind gut zugänglich und können unkompliziert mit einem Kreuzschliz-Schraubendreher eingestellt werden.
Die Kraftverteilung auf alle 4 Räder erfolgt über Kardansteckachsen. Der Kardan-Allradantrieb ist nahezu wartungsfrei und sehr robust, also optimal für den Parkplatzfahrer. Der leichtgängige Antrieb ist komplett mit Kugellagern ausgestattet.

Anlenkungen der Servos

Die Anlenkung des Vergasers und der Bremse funktioniert in gleicher Richtung d.h. erst wird der Vergaser geschlossen und wenn sich das Servohorn weiter bewegt, wird die Bremse betätigt, dies funktioniert über eine Art Servosaver mit zwei Hörnern sehr gut.
Auch die Anlenkung der Lenkung erfolgt über einen Servosaver, hier hat er allerdings die Aufgabe, das Servo vor Beschädigung zu Schützen. Alle Anlenkungen laufen präzise und ohne zu haken.

Motor und Tank

Der RS4 3 Evo+ wird von einem HPI T3.0 Glühzünder-Motor befeuert. Dieses Triebwerk verfügt über einen Seilzugstarter und einen Seitenauslass.
Die Abgasanlage bestehend aus einem Alu-Krümmer und einem 2-Kammer Resonanzrohr ist verantwortlich für die optimale Versorgung des T3.0 mit Frischgasen und bringt eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber einfachen Abgasanlagen.
Der für ein 1/10 Modell ungewöhnliche 3 ccm Motor leistet laut HPI 2,2 PS bei 31.000 UPM und verleiht dem RS4 in Verbindung mit dem 2-Gang Getriebe beachtliche Beschleunigung und Endgeschwindigkeit.
Der große zweistufige Luftfilter ist bereits geölt und damit einsatzbereit, er schützt den Motor auch in staubiger Umgebung.

Für die Positionierung des T3.0 im Modell, ist der Seitenauslass erforderlich, auch der Drehschieber-Vergaser ist nötig, um die heckseitige Anordnung des Servos zu ermöglichen.
Der Brennraum des T3.0 ist für kurze Standard-Glühkerzen ausgelegt, neben den original HPI Glühkerzen können z.B. auch OS Kerzen verwendet werden.
Der T3.0 Motor wird aus einem 75 ccm fassenden Tank mit Treibstoff versorgt. Der Tank verfügt über einen Diffusor im Tankdeckel und eine eingebaute Treibstoffpumpe. Die über O-Ringe gedämpfte Aufhängung verhindert zu starkes Aufschäumen des Sprits.

RC-Einheit

Das RC-Modul des RS4 ist komplett abnehmbar, nachdem 3 Splinte entfernt und die Anlenkungen von den Servos geschraubt sind. Die Stromversorgung übernimmt ein Batteriekasten für 4 AA-Zellen, auch ein 6-Volt Hump-Pack passt in das Akkufach der RC-Einheit.
Der Deckel des Akkufaches wird durch einen Splint sicher und praktisch verschlossen. Der 2,4 GHz Empfänger ist über dem liegenden Lenkservo untergebracht und wird von einer verschraubten Plastikhaube geschützt.

RC-Anlage

Der RS4 3 Evo+ ist mit zwei wasserdichten SF-10W Servos ausgerüstet, daher besteht kein Grund zur Panik, wenn sie mal etwas Wasser abbekommen. Die Servos, der Empfänger und die Batteriebox finden im abnehmbaren RC-Modul des Modells Platz.
Der RF-40 Empfänger bietet 3 Steuerkanäle und einen Batterieanschluss. Der Anschluss für Kanal 3 kann im RS4 für die Stromversorgung eines Transponders genutzt werden.
Der RF-40 ist in moderner 2,4 GHz Technik ausgeführt, daher sind für einen Kanalwechsel keine Steckquarze mehr nötig und einen freien Kanal suchen sich Empfänger und Sender automatisch.
2,4 GHz Empfänger bieten üblicherweise ein Failsafe, auch im RF-40 steht so eine Schutzschaltung zur Verfügung, sie kann über einen Set-UP Knopf aktiviert werden. Dieser Knopf wird auch für das Binding von Sender und Empfänger verwendet. Werkseitig sind Empfänger und Sender bereits gebunden und am Empfänger ist das Failsafe aktiviert.

Der 2,4 Ghz TF-40 Drehknopf-Sender ist leicht und handlich, auch für Linkshänder liegt er noch gut in der Hand. Die Lenkung wird über das griffige Steuerrad bedient, Gas und Bremse über den Pistolenabzug.
Für Kanal 3 steht ein rastender Druckknopf zur Verfügung. Für die Kanäle 1 und 2 gibt es Drehregler (Potentiometer) zum Einstellen des Servo-Nullpunktes (Trimmung) und des Endausschlages (EPA). Das Werkzeug für diese versenkten Regler steckt im Batteriefach.
Über ein weiteres Poti kann das Dual-Rate (Lenkweg-Begrenzung) der Lenkung justiert werden. An den Stirnseiten des Senders finden sich Schiebeschalter zur Umkehr der Servo-Laufrichtung und zum Ein- bzw. Ausschalten des Senders.

Eine Leuchtdiode zeigt den Ladezustand der Batterien oder Akkus an, sie leuchtet rot wenn der Sender eingeschaltet ist bzw. blinkt, sobald die Betriebsspannung zu niedrig ist.
Auf der Rückseite kann über eine Öffnung ein sehr kleiner Schiebeschalter erreicht werden, über den der Frequenzbereich für den Betrieb in Frankreich geändert werden kann.
Der TF-40 Sender wird aus 4 AA-Zellen mit Strom versorgt, was zum geringen Gewicht beiträgt. Die kurze Sendeantenne kann zum Transport in den praktischen Tragegriff geklappt werden. Eine Ladebuchse gibt es am Sender traditionell nicht.

Der HPI RS4 3 Evo+ in der Praxis

Zum Betreiben des Modells werden folgende optionale Artikel benötigt:

• 4 Stück AA Mignon-Zellen Batterien, besser Akkus für den Sender
• 4 Stück AA Mignon-Zellen für den Empfänger,
besser ein 6 Volt Hump-Pack Akku
• Modellbautreibstoff mit 16-25% Nitromethan
und 12-15% Ölanteil
• Glühkerzenstecker zum Starten des Motors
• Glühkerzenschlüssel zum Wechseln der Glühkerze
• Schlitz-Schraubendreher zum Einstellen des Vergasers
• Dünner Draht oder Büroklammer zum Bedienen des
Set-Up Knopfes am Empfänger
• Tankflasche für sicheres Betanken
• Infrarot-Thermometer zum Kontrollieren der Motortemperatur
(empfehlenswert)
• 1-2 Glühkerzen

Vor der Kür kommt die Pflicht, der Motor muss erst eingefahren werden, bevor er richtig belastet werden darf. Zum Einfahren und auch für den späteren Betrieb verwenden wir Modellbautreibstoff von Topsprit in der Mischung aus 25% Nitromethan, 9% Synthetik-Öl, 3% Rizinus-Öl und 63% Methanol.
Beim Einfahren mit fetter Gemischeinstellung und auch im späteren Betrieb kann es immer passieren, dass eine Glühkerze bricht oder durchbrennt, daher ist es ratsam, immer eine in Reserve zu haben, damit der Fahrspaß kein überraschendes Ende findet.
Wir wollen den RS4 3 Evo+ auf Herz und Nieren testen und dazu fahren wir den Evo auf unserer Hausstrecke des MACN Nürnberg. Die Strecke ist 235 Meter lang und die Fahrbahn in 0,8 mm Körnung bietet guten Gripp.
Die meisten Hobbyfahrer werden Ihren RS4 vermutlich auf Parkplätzen bewegen, aber nur eine Rennstrecke kann die Stärken und Schwächen eines Nitro-Cars schnell zu Tage bringen.

Den Motor fahren wir gemütlich auf der Zielgeraden ein. Der T3.0 startet ohne Probleme nach wenigen Zügen, die Vergasereinstellung wird nach jeder Tankfüllung optimiert.
Die Karosse setzen wir beim Einfahren noch nicht auf, der Motor wird so besser gekühlt und Einstellungen können so schnell verändert werden.

TIPP: Mit einem Infrarotthermometer kann die Motortemperatur an der Kerze gemessen werden und mit diesen Werten kann der Motor sehr präzise eingestellt werden. Ein Muss für jeden, der die optimale Leistung aus seinem Motor holen, ihn aber nicht beschädigen will.

Mit fertig eingelaufenem Motor und aufgesetzter Karosse wird es nun ernst für den RS4, er muss nun ganze Runden fahren, mit engen und weiten Kurven, einigen Unebenheiten in der Fahrbahn und einer langen Zielgeraden mit anschließender Links- und Haarnadel-Kurve.

Unter dem Gesichtspunkt dass der RS4 von HPI als Modell für Anfänger- bzw. Fortgeschrittene angeboten wird, meistert er die Runden recht ordentlich. Auf der Zielgeraden erreichen wir Geschwindigkeiten jenseits der 60 km Marke (nicht gemessen, aber aus Erfahrung geschätzt), das klingt nicht viel aber das wird meistens völlig falsch eingeschätzt.
Mit der Serien-Bereifung sind die Grenzen recht schnell erreicht. Sobald die Reifen auf Temperatur sind, werden auch die Felgen weich, das Fahrzeug bricht aus und rutscht beim Bremsen.
Wir ziehen einen Satz Moosgummi-Räder auf mit 42 Shore, vorne 24 und hinten 30 mm breit. Mit dieser Bereifung bringen wir den RS4 an die Grenze seiner Möglichkeiten, Toppspeed und in den Kurven kurz vor dem Rollen. Nach insgesamt ca. 30 Minuten Testfahrt ergeben sich folgende Fakten:

Karosse: sehr haltbar (Banden-Kontakt und ein seitlicher Überschlag), jedoch zu spröde Lackierung, sie platzt sofort ab. Der große Heckflügel liefert guten Downforce für den nötigen Anpressdruck.

Räder: guter Gripp bei Temperatur aber nicht ausreichend für die Rennstrecke, der Gripp lässt nach, da die Felgen weich werden.

Fahrwerk: in den Kurven wird schnell klar, es fehlen die Stabilisatoren, die Ausfederweg-Begrenzung und die Einstellmöglichkeiten an Sturz und Spur.

Motor: nach einigen Tankfüllungen hat sich beim Testmuster der Krümmer gelockert und die Dichtung ist verschwunden, dadurch ist keine zuverlässige Vergasereinstellung mehr möglich. Die Dichtung kann einfach und schnell ersetzt werden. Der T3.0 dreht schön aus, wobei er ja nicht sehr hoch dreht mit 31.000 UPM.

TIPP: Die Schrauben am Krümmer regelmäßig fest ziehen. Sollten sich trotzdem Blasen bilden, muss die Krümmer-Dichtung kontrolliert werden. Nur bei einem dichten Motor lässt sich eine optimale Vergasereinstellung finden.

Glühkerze: Die Serienkerze kommt mit der Belastung nicht klar und brennt durch, was aber nichts Besonderes ist, sie war ja schon durch den Einlaufvorgang stark belastet. Wir verwenden ein kalte OS-Glühkerze die dann auch den restlichen Test in gutem Zustand übersteht.

Treibstoff: Mit dem von uns verwendeten Treibstoff mit 25% Nitromethan läuft der Motor sehr gut. Eine Mischung mit gleichen Ölanteilen aber nur 16% Nitromethan sollte ebenfalls gut funktionieren (preisgünstiger und schont den Motor).

Getriebe: Der Schaltpunkt ist zu früh eingestellt, schon nach 6 bis 10 Metern schaltet es in den zweiten Gang und verhindert eine optimale Beschleunigung. Der Schaltpunkt kann am besten durch die große Öffnung im Chassisboden eingestellt werden. Vorsicht, es ist die seitlich versetzte Öffnung!

Bremse: Die Bremse muss nach einigen Runden kräftig nachgestellt werden. Die Kunststoffscheibe kann den RS4 aber zuverlässig verzögern und die engen Kurven fordern die Bremse schon sehr.

Stabilität: Der RS4 musste einige leichte Bandenberührungen und einen seitlichen Überschlag hinnehmen, dabei wurde nichts beschädigt.

RC-Anlage: Die moderne 2,4 GHz Anlage arbeitet tadellos, auch zusammen mit 1:5 Tourenwagen gibt es keinerlei Störungen. Beim Einstellen vermissen wir eine digitale Anzeige, aber das kann man in der Preisklasse nicht erwarten.

Haltbarkeit:Die Durchsicht nach der 30 Minuten langen Testfahrt ergab keinen erkennbaren Verschleiß am Antrieb.

Fazit

Der HPI RS4 3 Evo+ entspricht durch die wasserdichten Servos und die 2,4 GHz Technik der RC-Anlage dem heutigen Stand der Technik bei RTR Einsteiger-Modellen und kann dadurch seine lange Erfolgsgeschichte fortsetzen.
Der RS4 ist für schnellen Fahrspaß für den Einsteiger und Fortgeschrittenen konzipiert und kann diese Erwartung sehr gut erfüllen.
Gute Verarbeitung und Qualität gepaart mit guter Ausstattung und unkompliziertem Handling garantieren ungetrübten Fahrspaß von der ersten Minute an.
Der harte Praxistest lässt einige Defizite erkennen, die wir aber in dieser Preisklasse auch erwartet haben. Für die RTR-Einsteiger-Klasse hat sich der RS4 beim Streckentest jedoch befriedigend geschlagen.
Es muss jedem Einsteiger klar sein, dass er sich mit der Funktionsweise eines Glühzünders bzw. des Vergasers vertraut machen muss. Einen Glühzünder der immer auf Knopfdruck läuft, gibt es nicht.
Für den RS4 stehen zahlreiche HPI Tuningteile zur Verfügung.

Bericht: Edgar Reichler
Fotos: Klaus-D. Nowack
Praxis Fotos: Edgar Reichler




Querschnitt LRP / HPI RS4 3 Evo+

Allgemein
• Maßstab 1:10
• HPI RS4 3 Evo+ Nitro Tourenwagen
• Karosse Porsche 911 GT3 RS
• Speichen-Felgen

Abmessungen
• 75 ccm Treibstofftank mit Diffusor und Pumpe
• Länge 440 mm
• Breite 200 mm
• Höhe ca. 120 mm
• Radstand 258 mm

Chassisteile aus Aluminium
• 2,5 mm Bodenplatte
• Querlenkerhalter vorne und hinten

Antrieb
• 4WD über Kardan Steckwellen
• 2 Kegelraddifferenziale
• Alle Kardanwellen, Wellenaufnahmen und Radachsen aus Stahl
• Einstellbare Bremse mit belüfteter Kunststoff-Bremsscheibe
• Automatisches 2-Gang Klinken-Getriebe 43/47 Zähne
• Stahl-Glocke mit verschraubten Alu-Ritzeln 18/22 Zähne
• 2-Backen Kupplung
• Kugellager gesamter Antrieb

Fahrwerk
• Einzelradaufhängung vorne und hinten
• Öldruckdämpfer mit Alu-Kappen
• Rollzentren einstellbar v/h
• 12 mm Kunststoff-Radmitnehmer



Bildverzeichnis LRP / HPI RS4 3 Evo+

Bild 3: Praktisches RC-Modul mit gut zugänglicher
Empfänger- und Batteriebox.
Bild 5: Speichenfelgen mit griffigen Profilreifen aus Gummi.
Bild 7: Aufgeräumtes Chassis mit wartungsfreundlichem Aufbau.
Bild 9: Niedrige Dämpferbrücke und neutrale Spur vorne.
Bild 10: Hinterachse mit Vorspur für guten Geradeauslauf.
Bild 11: Niedriger Schwerpunkt durch flachen Aufbau.
Bild 12: Glatter Unterboden mit großen Öffnungen für
Schwungrad und Getriebe.
Bild 13: Ein klassischer Frontrammer aus festem
Schaumstoff verhindert Schäden bei einem leichten Aufprall.
Bild 14: Die Spur ist durch die starren Lenkstangen
nicht verstellbar.
Bild 15: Servosaver am Lenkservo.
Bild 16: Gekapselte Achs-Differentiale vorne und hinten.
Bild 17: Vorderes Fahrwerk bestehend aus Doppelquerlenker
und Lenkhebel mit C-Hub.
Bild 18: Die rechte Chassisseite wird vom 3 ccm T3.0 Motor
mit großem Luftfilter dominiert.
Bild 19: Geräumiges RC-Modul mit den zwei wasserdichten Servos.
Bild 20: 2-Kammer Alu-Resonanz-Abgasanlage für optimale
Leistungsausbeute.
Bild 21: 75 ccm Treibstoff-Tank mit Diffusor und Pumpe.
Bild 22: Gut funktionierendes Gas-/Brems-Gestänge.
Bild 23: T3.0 Motor mit 2-Nadel Drehschieber-Vergaser.
Bild 24: 2-Gang Automatikgetriebe mit Abdeckung.
Bild 25: Seitlich angebrachter Ein-/Aus-Schiebeschalter.
Bild 26: Überroll- bzw. Tragebügel.
Bild 27: 2-Gang Klinkengetriebe mit Scheibenbremse und
Center-Wellen.
Bild 28: Für einfache Wartung, das abnehmbare RC-Modul.
Bild 29: Öldruckstoßdämpfer mit Alu-Verschlusskappen und
progressiven Federn.
Bild 30: HPI T3.0 mit 2-Backen Kupplung und verschraubten
Ritzeln.
Bild 31: HPI T3.0 Motor mit Seilzugstarter und Alu-Resonanzrohr.
Bild 32: HPI TF-40 2,4 GHz Drehknopf-Sender.
Bild 33: Die wichtigsten Regler auf der Frontseite.
Bild 34: Schalter zu Servo-Revers auf der vorderen Stirnseite.
Bild 35: Praktischer Tragebügel und ergonomischer Handgriff.




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