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 Kyosho 28.10.2012 
 
Inferno NEO ST RS
1:8 Verbrenner Off Road


Der Inferno NEO ST Race Spec zählt laut Kyosho zu einem neuen Qualitätsniveau im Segment der Ready-Sets. So soll er mit einer modernen und gut ausgestatteten 2,4 GHz RC-Anlage und einem hochwertigen Rennmotor eine deutliche Marke in diesem Segment setzen. Mit dem NEO ST Race Spec sollen neben anspruchsvollen Freizeit-Piloten auch professionelle Wettbewerbsfahrer auf ihre Kosten kommen. Der NEO ST bietet ausgefeilte Technik und maximale Performance zum fairen Preis. In der Inferno-Serie steckt laut Kyosho die Erfahrung von acht WM-Titeln.

Lieferumfang

• Inferno NEO ST Race Spec mit montierten Rädern
• Lexan-Karosse lackiert und geschnitten
• Werkzeug (Radmuttern- und Kreuzschlüssel,
Sechskantschlüssel 3/2,5/2/1,5)
• 2 Kabelbinder für den Luftfilter
• Betriebsanleitung und Wartungsanleitung zum Inferno
• Anleitung zur RC-Anlage Syncro
• 2 Dekorbögen mit den nicht verklebten Dekorbildern
• Antennenröhrchen kurz

Anleitungen

Auf 31 Seiten wird der Umgang mit dem Modell und der RC-Anlage erklärt. Das mitgelieferte Zubehör wird ebenso aufgeführt wie noch benötigtes. Die Computer-RC-Anlage wird zusammen mit den Funktionen am Modell beschrieben. Es folgen Hinweise zur Vergasereinstellung, zum Motor sowie eine Explosionszeichnung des KE25.

Die Syncro KT-201 RC-Anlage wird in einer separaten Anleitung nochmal auf 16 Seiten detailliert beschrieben. Alle Funktionen werden erklärt, auch Binding und Fail Safe.

Bei der 48-seitigen Wartungs-Anleitung zum Inferno NEO ST Race Spec handelt es sich um eine Bauanleitung mit bebilderten und genau beschriebenen Baugruppen sowie Explosionszeichnungen und Teilelisten, teilweise bebildert. Für Wartungs- und Reparatur-Arbeiten eine wichtige Hilfe.

Karosserie

Die Haube, tiefgezogen aus ca. 0,8 mm Polykarbonat-Folie entspricht der Standard-Qualität. Die Karosse ist fertig bedruckt und geschnitten und das Dekor sauber aufgeklebt.
Dach und Heck der Haube sind so geformt, dass der Kühlkopf des Motors optimal mit Luft umströmt wird, das garantiert optimale Kühlung. Der Gesamteindruck ist sehr ansprechend.
Der Inferno NEO ST Race Spec ist mit rot/blauer und gelb/schwarzer Karosse erhältlich.

TIPP: Die Aufkleber mit einem Fön erwärmen und die Ränder mit einem weichen Tuch andrücken. Nach dieser Prozedur haften die Dekor-Aufkleber noch besser, da Staub nicht so leicht unter die Ränder gelangt.

Chassis

Die 3 mm dicke Bodenplatte aus gehärtetem und eloxierten 6063 Aluminium bildet die Basis des Inferno NEO ST Race Spec. Die Platte ist zur Versteifung seitlich abgekantet und vorne um ca. 6° Kickup abgewinkelt.
Alle Schraublöcher der Chassisplatte sind an der Unterseite angesenkt, alle Schrauben sitzen bündig, somit ist die Unterseite glatt und bietet keine Angriffsfläche.
Für die Motorbefestigung sind ovale Löcher ausgefräst mit verschraubten Gegenplatten die als Aufnahme für die Motorböcke dienen, so stehen auch die großen Sechskantschrauben nicht über das Bodenblech hinaus.

Im Bereich der Achsbefestigungen ist die Bodenplatte breit genug um ausreichend Stabilität zu gewährleisten. Zwei feste Plastikstreben stützen die Chassisplatte für zusätzliche Versteifung zu den beiden Achsgetriebekästen ab.
Je 4 Kreuzschlitz-Schrauben halten die beiden Achskonstruktionen an der Bodenplatte. An der hinteren Dämpferbrücke aus 3 mm Aluminium und dem Differentialgehäuse ist das Gestell für den High-Downforce Heckspoiler verschraubt.

Auf die Plastikwannen an den beiden Längsseiten des Chassis hat Kyosho beim NEO ST verzichtet. In der Chassismitte, leicht nach rechts versetzt und ebenfalls von vier Schrauben gehalten, befindet sich das Mitteldifferential mit der Doppelscheiben-Bremsanlage. Diese Anordnung ermöglicht eine dichtere Positionierung des Motors zur Chassis-Mitte hin, was sich positiv auf die Balance auswirkt.
Vor dem Motor ist der 125 ml Tank angebracht, rechts neben dem Motor bildet die geräumige RC-Box das Gegengewicht. Im Anschluss an die RC-Box versteift das 2 mm Servo-Deck aus Alu das Chassis zusätzlich und nimmt die stehenden Servos für die Lenkung sowie Gas und Bremse auf.

Fahrwerk

Die vorderen C-Hubs und die hinteren Achsböcke hängen über Drehachsen an langen Trapez-Querlenkern. Die oberen Querlenker bestehen hinten aus Links/Rechts-Gewindestangen mit Kugelpfannen und vorne aus schmalen Trapezquerlenkern aus Plastik, mit kurzer L/R-Gewindestange und Kugelpfannen am Ende.
Die unteren Querlenker drehen sich auf 4 mm dicken Stahl-Achsen. Die Drehachsen lagern in den Querlenkerhaltern, die an den Differentialgehäusen verschraubt sind.
Die vorderen, in C-Hub drehbar gelagerten Alu-Achsschenkel nehmen die Radachsen auf. Die hinteren Achsen drehen sich in kippbar gelagerten Radböcken.

Vorne und hinten sorgen Bügelstabilisatoren für den nötigen Lastausgleich in Kurven. Die vorderen Radachsen werden über CVD-Gelenkwellen aus Stahl gedreht, die hintern über Kardan-Steckwellen.
Die Alu-Felgenmitnehmer mit 17 mm Sechskant sorgen für einen sicheren Antrieb der Felgen. Der Radsturz kann vorne und hinten über Gewindestangen mit L/R Gewinde einfach eingestellt werden. Die Spur kann vorne stufenlos über die Gewinde-Spurstangen verstellt werden, jedoch ohne L/R-Gewinde, hinten wird die Spur vom äußeren Querlenkerhalter vorgegeben.

Für den nötigen Bodenkontakt sorgen die großvolumigen Öldruck-Stoßdämpfer mit langen Federwegen und 3,5 mm dicken Kolbenstangen. 4/6 Befestigungslöcher an den Alu-Dämpferbrücken und 3/5 an den unteren Querlenkern vorne bzw. hinten bieten reichlich Kombinationsmöglichkeiten zur Montage für eine optimale Abstimmung.
Die Bodenfreiheit kann über die Federvorspannung der Dämpfer einfach über Rändelschrauben eingestellt werden. In den unteren Querlenkern befinden sich Löcher zur Aufnahme von Madenschrauben um den Ausfederweg zu begrenzen, die Schrauben sind jedoch nicht im Lieferumfang.
An den hinteren Querlenkern verhindern Schilde, dass sich Schmutz im Antrieb und im Querlenker ansammelt.

Lenkung

Spurstangen aus 3,5 mm Stahl verbinden die Achsschenkel über Kugelköpfe und Kugelpfannen mit der Lenkplatte aus 3 mm Alu. Die Lenkplatte verbindet die Lenkmechanik mit dem Servo-Saver mit verstellbarer Druckfeder.
Platte und Lenkhebel sind mit wartungsfreien Metall-Gleitlagern ausgestattet. Die Lenkabdeckung ist aus einer 2,5 mm dicken Alu-Platte gefertigt und wird über eine Plastikstrebe mit der Bodenplatte verbunden.

Die Anlenkung des stehenden Lenkservos erfolgt parallel über eine Gewindestange mit L/R-Gewinde mit Kugelpfannen. Die Lenkplatte bietet 2 Befestigungslöcher für unterschiedlichen Ackermann.
Im komplett ausgefederten Zustand schlagen die Stoppmuttern am oberen Querlenker an, sonst ist die Lenkung jedoch leichtgängig und präzise. Der Servo-Saver ist zu weich eingestellt, kann jedoch über eine Rändelschraube einfach eingestellt werden.

TIPP: Die Schrauben in der Lenkplatte umdrehen, befindet sich die Stoppmutter auf der Unterseite der Lenkplatte, läuft die Lenkung auch im ausgefederten Zustand ohne anzuschlagen.

Antrieb und Bremse

Über eine 3-Backen Kupplung (Alu-Backen und Stahlglocke) erfolgt die Kraftübertragung vom Motor auf die gehärtete Stahlglocke die mit dem 15 Zähne Stahlritzel das 48 Zähne Stahlzahnrad des Mitteldifferentials antreibt.
Die beiden gelochten Stahlbremsscheiben sitzen auf den Mitnehmern der Ausgänge des Mitteldifferentials, je eine für hinten und vorne und werden unabhängig voneinander angesteuert. Für die optimale Verzögerung sorgen die Bremsbacken aus Stahl mit Bremsbelag.

Stählerne Kardan-Steckwellen verbinden das Mitteldifferential mit den Achs-Differentialen und das hintere Getriebe mit den Radachsen. Die vorderen Räder werden über CVD Gelenkwellen angetrieben.
Alle Ausgleichsgetriebe sind gefettet und enthalten 2 Satelliten Kegelzahnräder und 2 Tellerzahnräder. Über 17 mm Sechskant-Felgenmitnehmer aus Alu werden die Speichen-Felgen mit den fertig verklebten Micro-Pin Reifen angetrieben und liefern hohe Traktion.

Motor

Der Inferno NEO ST Racespec ist mit dem KE-25 Glühzünder Verbrennungsmotor bestückt. Der 4,10 ccm KE-25 Xtreme-Power-Motor kann über den eingebauten Seilzug oder eine Startbox angeworfen werden.
Das Kühlsystem des KE-25 besteht aus dem 54 x 44 mm großen Kühlkopf mit seinen 10 Kühlrippen, dem Kurbelgehäuse mit Kühlrippen und den massiven Motorträgern mit großen Auflageflächen.
Der Brennraum für kurze Standard-Glühkerzen ist beim KE-25 getrennt vom Kühlkopf. Die ABC-Laufgarnitur besteht aus der verchromten Büchse mit 5 Überstrom- und einem Auslass-Fenster und dem Kolben mit einem soliden Pleuel.

Der Pleuel ist nicht messerförmig ausgebildet und hat keine Schmiernut auf der Vorderseite, dafür aber 3 Bohrungen am unteren Pleuelauge.
Der Steuerdurchbruch an der Kurbelwange ist beim KE-25 zur Optimierung der Frischgas-Zufuhr rund ausgefräst, auch die Zunge an der Kurbelwange dient zur besseren Gas-Führung.
Backplate und Seilzugstarter werden von Kreuzschlitzschrauben gehalten, was für Motoren dieser Größe eher ungewöhnlich ist, Sechskant-Schrauben bieten einen deutlich besseren Kraftschluss.
Am Heckauslass des KE-25 ist ein Abgassystem, bestehend aus einem Alu-Krümmer und einem 2-Kammer Resonanzrohr aus Alu, über eine Krümmer-Dichtung angesteckt. Der Krümmer wird von einer kräftigen Spiralfeder am Kurbelgehäuse gehalten.

Der Schiebevergaser des KE-25 kann über 3 Schlitzschrauben eingestellt werden (Standgas, Hauptdüse und Gemisch). Der Venturi förmige Einlass am Vergaserhals ist mit 8 mm Durchmesser mehr auf Leistung als auf sparsamen Verbrauch ausgelegt.
Der Schieber ist mit einer Spiralfeder gesichert, bei Stromausfall wird das Küken zu gezogen und die Treibstoffzufuhr damit unterbrochen. Der 1-stufige Luftfilter ist in einem Regengehäuse untergebracht und bereits betriebsfertig eingeölt.
Leistungsmerkmale des KE-25 sind die 5-Kanal Garnitur, der große Einlass am Vergaser, die optimierte Kurbelwelle sowie die Resonanzabgasanlage.
Kyosho nennt den KE-25 einen hochwertigen Rennmotor, der KE-25 ist solide und leistungsfähig, mit hochpreisigen Rennmotoren kann er aber nicht mithalten.

Anlenkung der Servos

Die Lenkung wird von einem stehenden Lenkservo parallel über eine L/R-Gewindestange mit Kugelpfannen angesteuert.
Der Schieber des Vergasers wird von einer Stange über ein Gelenk am Servohorn bewegt, die beiden Bremsen über zwei gekröpfte Stangen, die einfach in die Löcher im Horn gesteckt sind.
Über Stellringe können Bremsen und Gas justiert werden. Alle Anlenkungen funktionieren zuverlässig und präzise.

Elektrik

Bei den beiden Kyosho Syncro KS-200 Servos handelt es sich um High-Torque Servos mit Metallgetriebe, genaue Daten liegen leider nicht vor.
In der geräumigen RC-Box mit zwei Deckeln sind ein Batteriekasten für 4 AA Batterien bzw. Akkus und der Empfänger gut zugänglich untergebracht.
Auf der Rückseite der Box befindet sich, gut erreichbar, aber geschützt gegen ungewollte Betätigung, ein Ein/Aus-Schalter, geschützt durch eine Gummi-Haube.

RC-Anlage

Der Inferno NEO ST Race Spec wird über eine moderne 2,4 GHz FHSS Computer Anlage gesteuert. Die Steuerung besteht aus dem 3-Kanal Syncro Sender KT-201 und dem 4-Kanal Empfänger KT-200.
Der Computer Drehknopf-Sender KT-201 liegt sowohl für Rechtshänder als auch für Linkshänder sehr gut in der Hand, der Bedienknopf für den 3. Kanal wird von Linkshändern allerdings durch den Zeigefinger verdeckt, was für den Inferno NEO ST jedoch kein Nachteil ist, da er den 3. Steuerkanal nicht benötigt.

Der Sender kann trotz des geringen Gewichtes sicher abgestellt werden, dies verdankt er dem breiten Fuß, der die 4 AA-Zellen aufnimmt. Das Lenkrad mit Moosgummi-Ummantelung bietet einen angenehmen Widerstand.
Hinter dem Lenkrad sind zwei Zweiwege-Taster für die Trimmung der Lenkung sowie Gas/Bremse gut erreichbar angeordnet. Für Rechtshänder ist der 3-stufige Schiebeschalter für den 3. Kanal mit dem Daumen gut bedienbar am Griff angebracht.
Gas und Bremse werden über den Pistolenabzug bedient. Auf der hinteren Stirnseite des K-201 findet sich der Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten.

Nach dem Einschalten des Senders leuchtet auf der Oberseite ein großes LCD-Display blau auf, es ist durch die Hintergrundbeleuchtung bei allen Lichtverhältnissen gut ablesbar.
Die kurze 2,4 GHz Antenne ist an der vorderen Stirnseite des Gehäuses eingebaut, zu erkennen an dem kurzen Höcker.
Das Dual-Rate der Lenkung ist direkt über 2 Taster anzuwählen und einzustellen. Die Funktionen EPA, REV und TRM (für alle Kanäle) und ABS sowie Modellname und Modellspeicher werden über runden Taster ausgewählt und eingestellt.
Der Sender verfügt über 15 Modellspeicher. Auf der Rückseite des Senders befinden sich eine Ladebuchse um die Akkus im Gerät laden zu können.

Der Empfänger KT-200 ist mit 5 Steckplätzen ausgestattet: Stromversorgung mit B/C-System, Steuerkanäle 1-4. Die Ports 3 und 4 können beim Inferno Neo ST zur Stromversorgung eines Transponders verwendet werden, eine entsprechende Halterung ist am RC-Deck schon angebracht.
Auf der Oberseite des Empfängers ermöglicht je ein Taster das Paaren von Sender und Empfänger und die Aktivierung des Fail-Safes.

Die Einstellung des Fail-Safes ist in der Syncro Dokumentation nicht korrekt beschrieben, so funktioniert es richtig: Einmal gedrückt wird die Fail-Safe Einstellung gestartet, die rote LED blinkt schnell, jetzt muss der Pistolenabzug in die gewünschte Bremsposition gebracht und gehalten werden, nach erneutem Drücken des Tasters brennt die LED permanent und die Einstellung ist gespeichert. So steht es auch in der Betriebsanleitung zum Inferno NEO ST.

Die Subtrim Funktion ist in beiden Anleitungen nicht dokumentiert, sie ermöglicht eine Voreinstellung der Trimmung die gespeichert wird, sobald das Einstellmenü verlassen wird. Die Einstellung über die beiden Direkt-Taster hinter dem Lenkrad wird nach dem Ausschalten des Senders verworfen.

DR Dual Rate – Begrenzung des Lenkausschlages
EPA Endpoint-Adjustment – Begrenzung des Servo-Endausschlages
REV Revers – Servoweg Umkehrung
TRM Subtrim – Servo Nullpunkt-Voreinstellung
TRM Temptrim – Servo Nullpunkt-Einstellung über Taster (wird nicht gespeichert)
ABS Antilock Braking System - Stotterbremse

Tuning

Kyosho bietet für den Inferno NEO ST zahlreiche Tuningteile an, z.B. Stabilisatoren, Kardanantriebswellen oder Querlenker-Halter, leider sind manche Teile unverhältnismäßig teuer.

Eindrücke aus der Praxis

Für den Betrieb des Inferno NEO ST benötigen wir noch folgende optionale Artikel:

• Modellbautreibstoff
• Tankflasche
• Kerzenglüher
• Schlitzschraubendreher
• Infrarotthermometer
• 8 AA Akkus für Sender und Empfänger

Als Treibstoff verwenden wir eine für Offroad geeignete Mischung von Topsprit: 25% Nitro, 3% Rizinus-Öl, 9% Synthetik-Öl und 63% Methanol. Diese Mischung garantiert eine hohe Motorleistung und eine sehr gute Kühlung.
Für den Fun-Fahrer ist auch folgende Mischung gut geeignet: 25% Nitromethan, 5% Rizinusöl, 10% Synthetiköl, 60% Methanol. Diese Mischung ist etwas schonender für den Motor, bringt aber auch weniger Leistung.

In der Anleitung finden wir keine Vorgaben bezüglich der Treibstoffmischung. Der Motor könnte z.B. auch mit einer Mischung aus 16% Nitromethan mit 12-15% Öl gefahren werden. Sender und Empfänger werden mit je 4 voll aufgeladenen AA NiMH Mignon-Akkus bestückt. Das kurze Antennenkabel wird durch das im Set enthaltene Antennenröhrchen geschützt.
Nach der Funktionskontrolle der RC-Anlage und Überprüfung bzw. Justierung der Anlenkungen kann es los gehen. Beim Testmuster mussten alle Einstellungen angepasst werden.

Vor der Kür kommt die Pflicht, der Motor muss eingefahren werden, dazu eignet sich gut ein asphaltiertes Gelände (bitte die Vorschriften beachten).
Der KE-25 des Testmusters startet sofort, läuft aber so fett, dass er nur auf eine Temperatur von 45° kommt, das ist viel zu wenig. Ich stelle die Hauptdüsennadel deutlich magerer und auch die Gemischnadel wird etwas magerer eingestellt, außerdem das Standgas etwas gesenkt. Diese Erfahrung ist abhängig vom verwendeten Treibstoff, der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit, die Einstellung kann also stark abweichen.
Der Motor erreicht jetzt 89°, die Vergasereinstellung wird nach jeder Tankfüllung abgemagert. Nach 4 Tankfüllungen läuft der Motor sehr kultiviert, er dreht schön aus, die Drehzahl fällt sofort ab, wenn ich vom Gas gehe und die Temperatur geht nicht über 110 Grad. Bis jetzt zeigt sich der KE-25 als unkompliziert und zuverlässig.

Auch der Inferno NEO ST Racespec macht auf dem Parkplatz eine gute Figur. Das Kurvenverhalten ist Dank der gut abgestimmten Dämpfer und der Bügelstabilisatoren sehr gut, Bodenwellen (Wasserrinnen) schluckt das Fahrwerk ohne Probleme.
Ich habe beim Testmuster den Servo-Saver deutlich härter gedreht, trotzdem könnte die Lenkung in schnell gefahrenen Kurven direkter sein, das könnte aber auch an dem etwas langsamen Lenk-Servo liegen. Bis hier hin kann ich dem NEO ST eine gute Gesamtnote geben.

Für den Parkplatz ist der NEO ST sehr gut geeignet, aber sein Wirkungskreis ist ja eigentlich das Gelände, daher fahren wir den Inferno NEO ST Racespec. auf der Offroad-Strecke der Offroad Minicar Crew in Röthenbach.
Der NEO ST wird dazu mit einem offenen, 2-lagigen Luftfilter versehen, das ist aber auch schon die einzige Änderung am Serienzustand. Das Geläuf der Bahn ist mit lehmigem Material angelegt und sehr griffig.

Die Offroad-Strecke meistert der Inferno NEO ST Racespec. mit der serienmäßigen Fahrwerkseinstellung recht ordentlich. Der Motor läuft auch hier sehr kultiviert und ohne Kühlprobleme. Die Sprunghügel nimmt der NEO ST sehr gelassen und fliegt dank des ausgewogenen Chassis gut kontrollierbar.
Er geht gut durch die Kurven, dafür sorgen auch die Stabilisatoren vorne und hinten, in engen Kurven würde ich mir jedoch ein schnelleres Lenk-Servo wünschen, die Bremsanlage hingegen verzögert den Truggy auch aus hoher Geschwindigkeit schnell und zuverlässig.

Nach 4 Tankfüllungen sind am Truggy keinerlei Schäden oder Verschleißspuren erkennbar.

PRAXIS-TIPPS: Die Servos liefern ausreichend Kraft und die Metallgetriebe halten auch hohen Belastungen stand, das Lenk-Servo dürfte jedoch etwas schneller laufen.
Der Regenluftfilter könnte gegen einen großen 2-lagigen, offenen Filter getauscht werden, damit der Motor besser atmen kann und optimal gegen Staub geschützt wird.
Statt des 4er Batteriekastens würde ein Akkupack aus 5 NiMH Akkus eine bessere Stromversorgung liefern und mit den 6 Volt Nennspannung würden die Servos schneller laufen. Ein Kabelbinder am Tankdeckel erleichtert das Betanken.


Fazit

Der Inferno NEO ST Racespec. Truggy von Kyosho bringt alles mit, was er braucht: z.B. die Big-Bore Öldruckdämpfer mit langen Federwegen, die Stabilisatoren vorne und hinten, die Metallbremsscheiben, ein großer Heckflügel, eine praktische RC-Box und das sind lange nicht alle Ausstattungsmerkmale.
Der drehmomentstarke KE25 Motor mit seinem Resonanzabgassystem aus Alu und der Kupplung mit 3 Alu-Backen sowie der High-Grip Bereifung garantieren mächtigen Vortrieb. Besondere Erwähnung verdient auch die Syncro FHSS RC-Anlage mit sehr guter Ausstattung.

Der Inferno NEO ST bietet trotz guter Ausstattung noch Raum für Verbesserungen bzw. Tuning. Ansatzpunkte wären z.B. die Dämpfer mit Kunststoffgehäusen, die Chassisstreben aus Kunststoff, die vorderen Spurstangen ohne L/R-Gewinde, die Anlenkung der Bremsanlage, das Abgassystem mit Silikonverbinder, die Kreuzschlitzschrauben oder das etwas langsame Lenkservo.
Welche Tuning-Maßnahme am sinnvollsten ist, muss der Fahrer von Fall zu Fall entscheiden. Einsteiger und Fortgeschrittene werden mit der guten RTR Serienausstattung sicher zufrieden sein.

Bericht: Edgar Reichler
Fotos: Klaus-D. Nowack
Praxis Fotos: Edgar Reichler




Querschnitt Kyosho Inferno NEO ST Race Spec

Allgemein

• Truggy
• Maßstab 1:8
• Ready To Run
• Wettbewerbs Truggy Karosserie
• EVP 489 Euro

Teile aus Auminium

• 2,5 mm Abdeckung Lenkung
• 2,5 mm Servo-Platte
• 3 mm Bodenplatte
• 3 mm Lenkplatte
• 3 mm Abdeckung Mitteldifferential
• 5 mm Dämpferbrücken
• 5 mm Querlenker-Halter
• Felgen-Mitnehmer
• Stoßdämpfer

Motor

• KE-25 Xtrem Power Motor – 4,10 ccm
• Großer 1-lagiger Luftfilter
• Tank mit Diffusor und internem Filter

Antrieb

• 4WD Kardanantrieb
• Kardan-Gelenkwellen vorne
• Kardan-Steckwellen hinten und mittig
• 3 Kegelraddifferentiale
• V/H getrennt einstellbare Bremsen mit
2 Stahl-Bremsscheiben und Bremsbelägen
• Differential Tellerräder 43 Zähne
• Stahl-Hauptzahnrad 48 Zähne
• Stahl-Glocke mit Ritzel 15 Zähne
• Kupplung mit 3 Alu-Backen
• Dicht-Kugellager kpl. Antrieb

Fahrwerk

• Kickup (Anti-Dive) von ca 6°
• Einzelradaufhängung v/h
• Bügelstabilisatoren v/h
• Spur vorne stufenlos über Spurstangen einstellbar
• Spur hinten über Querlenkerhalter und Einsätze einstellbar
• Sturz vorne und hinten stufenlos einstellbar
• Rollzentrum hinten einstellbar
• Öldruckdämpfer mit Kunststoff-Gehäusen
• 3,5 mm Kolbenstangen
• Federvorspannung über Rändelschrauben stufenlos einstellbar
• Zahlreiche Dämpferpositionen zur Feinabstimmung
• Ausfederwegbegrenzung mit optionalen Madenschrauben möglich
• 17 mm Alu-Radmitnehmer

Lenkung

• Lenkung mit wartungsfreien Metall-Gleitlagern
• Einstellbare Lenkungsgeometrie (Ackermann)
• Servo-Saver mit einstellbarer Druckfeder

Abmessungen

• Länge 550 mm
• Breite 427 mm
• Höhe ca. 225 mm
• Radstand 355 mm
• Spurbreite 289 mm
• Treibstofftank 150 ccm mit eingebautem Filter
• Gewicht ca. 3750 Gramm



Bildverzeichnis Kyosho Inferno NEO ST RS

Bild 3: Inferno NEO ST Racespec – ein gut ausgestatteter
und ausgereifter Truggy.
Bild 5: Niedriger Schwerpunkt und gute Gewichtsverteilung.
Bild 8: Glatter Unterboden durch versenkte Schrauben.
Bild 7: High-Grip Bereifung auf Speichenfelgen für gute Traktion.
Bild 9: Lange Vorderachs-Schwingen mit langen Federwegen.
Bild 10: Lenkhebel und Felgenaufnahmen aus Aluminium.
Bild 11: Transponderhalter und Verstellbarer Servo-Saver.
Bild 12: 2-Kammer Resonanz-Abgasanlage aus Alu zur
optimalen Leistungsausbeute.
Bild 13: Vorder- und Hinterachse über Streben zur
Bodenplatte verstrebt.
Bild 14: Steifes RC-Deck aus Aluminium.
Bild 15: Schiebevergaser mit Rückholfeder.
Bild 16: KE-25 Big-Block Glühzünder und Schiebevergaser
mit 8 mm Venturi-Einlass.
Bild 17: Großer 150 ml Tank mit Diffusor im Deckel und
eingebautem Filter.
Bild 18: KE-25 mit Heckauslass und Seilzugstarter.
Bild 19: Geschlossene Box mit geschützt angebrachten
Ein/Aus Schalter.
Bild 20: Eine Schaumstoffmatte und ein Schaumstoffklotz
schützen Empfänger und Batteriekasten.
Bild 21: Geräumige, zweigeteilte RC-Box.
Bild 22: Lange Hinterachs-Schwingen mit oberen
Querlenkern aus L/R Gewindestangen.
Bild 23: Schmutzschilde an den unteren Querlenkern hinten
vermeiden Behinderung durch Schmutzansammlung.
Bild 24: Bügelstabilisatoren und Big-Bore Öldruckdämpfer
sorgen für guten Bodenkontakt.
Bild 25: Heckausleger für den Heck-Spoiler.
Bild 26: Aluminium Dämpferbrücken mit zahlreichen Bohrungen für die Dämpfer-Aufhängung.
Bild 27: Fertig lackierte und geschnittene Karosserie.
Bild 28: Ergonomisch geformter Pistolengriff Computer-Sender.
Bild 29: Großes LCD-Display mit blauer Hintergrundbeleuchtung.
Bild 35: Teilzerlegter KE-25 Glühzünder Motor.
Bild 36: Motorböcke und Trägerplatten ermöglichen die
schnelle Motormontage ohne Justierung.
Bild 37: Blick auf die Trägerplatten der Motorböcke.
Bild 38: Kupplung mit 3 Alu-Backen für optimalen Kraftschluss.
Bild 39: Blick auf die bearbeitete Wange der Kurbelwelle.
Bild 40: Brennraumdeckel für Standard-Glühkerzen.
Bild 41: Laufbüchse mit 5 Überstrom-Fenstern.
Bild 42: Kolben und Pleuel mit 3 Schmier-Bohrungen.
Bild 43: Großer Kühlkopf mit 10 Kühlrippen.
Bild 44: Blick in den Vergaserhals auf Nadel und Düsenstock
zur Luft/Treibstoff Mischung.
Bild 45: Ausgebauter Seilzug und Backplate mit
Mitnehmer-Mechanik.
Bild 46: Vergaser mit Hauptdüsenstock, Einstellschraube für die
Gemischbereitung und die Leerlauf-Einstellschraube (mit Feder).
Bild 47: Blick in den geöffneten Regenluftfilter mit geöltem
Schaumstoff-Einsatz.
Bild 48: Blick auf den rund ausgefrästen Steuerdurchbruch
der Kurbelwelle.



 BILDERSERIE 
 



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