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 LRP 17.08.2013 
 
S10 Blast TX2 BL
1:10 Elektro Truggy


Bereits seit Jahren gibt es die S10 Blast-Serie von LRP in allen erdenklichen Ausführungen. Allen diesen Modellen war zu Eigen, dass sie absolut anfängerfreundlich ausgelegt waren, durch geeignete Tuningmaßnahmen aber auch für höhere Aufgaben durchaus eine Eignung aufwiesen.
LRP hat jetzt die Blast-Reihe aufgewertet. Nimmt man einen typischen Vertreter, den Blast TX, so hat man jetzt den Blast TX 2 in der Brushless Ausführung. Dieser Blast ist als Ready to Run, auch kurz RTR genannt, erhältlich. Die Bezeichnung steht für Auspacken-Einschalten-Losfahren.


Ready-to-Run

In der Tat ist das Set nahezu komplett: Das Auto selbst wird in fahrfertigem Zustand geliefert. Die Karosserie ist ausgeschnitten, angepasst und farbig bedruckt. Von Hand lackiert wird in der Großserie heutzutage nicht mehr.
Die VTEC High-Grip Reifen mit dem Pin-Profil sind ordentlich mit den Felgen verklebt, die Verklebung macht einen zuverlässigen Eindruck. Auch das wichtigste, die gesamte Bordelektronik, ist eingebaut, aufeinander abgestimmt und funktioniert. Das schließt auch den Sender, einen A2 STX pro, welcher im 2,4 GHz Bereich arbeitet, mit ein.

Man braucht lediglich noch die Mignon-Zellen für den Sender erwerben und in den Senderfuß einzulegen und einen Fahrakku einzusetzen.
In diesem Falle hatte LRP einen fertig im Hardcase konfektionierten 2S LiPo-Pack mit 3800 MAh und einer Entladerate von 30C beigefügt. Da die Bordelektronik über einen Deans-Stecker, der Akku hingegen über 4mm Anschlußbuchsen verfügte, war hier ein Adapter erforderlich. Da der Elektrofahrer von Format so etwas in seiner Kabelbox hat, trat hier keinerlei Verzögerung bei der Inbetriebnahme ein, ansonsten wäre eine kurze Löt-Session vonnöten gewesen.

Chassis und Antrieb

Die Basis des Truggy bildet genau wie bei den anderen Modellen aus der Blast Reihe ein Wannenchassis aus Kunststoff, vermutlich faserverstärkt. Hinten rechts, längs zur Fahrtrichtung ist der Motor installiert, vormals ein Dosenmotor, jetzt ein zukunftsorientierter Brushless.
Dieser gibt seine Antriebskraft auf ein Hauptzahnrad weiter, welches auf der zentralen blau eloxierten Aluminium-Kardanwelle, quasi das Markenzeichen der S10 Blast Modelle sitzt und durch einen Slipper bezüglich der Anfahrkräfte feinfühlig dosiert werden kann.
Vorne und hinten wird die Kraft über Kegeldifferenziale mit Stahl-Innenleben an die Räder weitergeleitet, wobei dies hinten über stählerne Antriebsknochen, vorne hingegen durch CVD-Kardans bewerkstelligt wird.
Zur Steifigkeit des Chassis trägt nicht unwesentlich das profilierte Oberdeck bei. Vorne und hinten wird die Torsionsfestigkeit des Chassis noch durch je zwei blaue Aluminium-Pfosten unterstützt. Man könnte diese ohne weiteres auch weglassen, wenn man sich mehr Chassisflex wünscht.

Radaufhängungen

Die Radaufhängungen bestehen aus solide dimensionierten Schwingen, der Kunststoff scheint auch hier faserverstärkt zu sein, genau wie die Chassiswanne, was einen hohen Festigkeitsgrad ergibt.
Die Lenkhebel vorne und Radträger hinten bestehen ebenfalls aus diesem Material. Zur Sturzverstellung sowie an der Lenkung gibt es sehr stabile Rechts/Links-Gewindestangen mit großem Sechskant, was die Einstellung äußerst einfach macht.
Löblich ist nach wie vor, dass LRP die Autos dieser Serie auch weiterhin mit Kugellagern ausstattet, was dem Leichtlauf des Antriebsstranges sehr dienlich ist. Dies ist längst nicht bei allen Mitbewerbern der Fall.
Genauso verhält es sich mit den serienmäßigen Stabis an beiden Achsen. In manchem anderen Falle müssen diese als teure Tuningteile nachgerüstet werden.

Stoßdämpfer

Bei den Stoßdämpfern hat man, wie auch schon bei den Blast-Vorgängermodellen auf Kunststoffgehäuse mit Alu-Rändelmuttern zur Einstellung der Bodenfreiheit vertraut. Die Dämpfer haben BigBore-Abmessungen und sprechen sensibel an. Ordentlich und blasenfrei befüllt sind sie ebenfalls.
Sowohl an den Schwingen als auch an den Dämpferbrücken gibt es verschiedene Befestigungspunkte zur Änderung der Dämpfungscharakteristik. Es sind schwarze Standardfedern mit linearer Kennung aufgezogen.

Elektromotor

Entscheidendes hat sich beim neuen Blast in puncto Motorenbestückung getan: Wo vorher noch ein sogenannter Standard-Dosenmotor, der LRP Blast 10 werkelte, fällt das Auge nun auf einen Brushless-Triebling, nämlich den aktuellen LRP Vektor K7 mit 4300kv Leistung.
Der Einbau ist so erfolgt, dass man ein richtig eingestelltes Zahnflankenspiel vorfindet. Konnte man dies beim Vorgängermodell noch einfach so feststellen, stößt man nun auf eine Abdeckung, welche den Antrieb vor Steinchen und Schmutz wirksam schützt. Um alles zu überprüfen, muss man diese natürlich abbauen.

Fahrtenregler

War für die Leistungsdosierung bisher der 1000fach bewährte A1 Runner Reverse zuständig, so erfordert die neue Brushless Technik nun auch einen Brushless Fahrtenregler. Man hat sich in diesem Falle für den LRP Spin Pro RTR Regler entschieden.
Dieser harmoniert bestens mit dem Motor und verfügt zudem über Sensor-Technologie, beide Komponenten sind über ein Sensorkabel miteinander verbunden.
Man kann hier auf folgende Features zurückgreifen: 5 Powerprogramm-Profile, Boost „0“ Modus, wenn gewünscht, LiPo Cut-Off und Auto-Brake-Einstellung sind nur einige davon.
Er verfügt über ein getaktetes BEC und der Einsatz von 2 - 4S LiPo´s ist mit ihm möglich, wobei aus Platzgründen bei diesem Modell nur 2S LiPo´s zum Einsatz kommen können.
Powerkondensator und Ein/Aus-Schalter sind im Gehäuse integriert und ein Lüfter ist bereits oben auf dem blau eloxierten Alu- Kühlkörper angebracht. Spritzwassergeschützt ist der Spin Pro obendrein auch noch.

Fernsteuerung

Genauso wassergeschützt wie der Fahrtenregler ist auch das Lenkservo des Blast TX. War bisher ein R-7020 Servo für die Umsetzung der Lenkbefehle zuständig, so kommt nun das neuere R-7103 WP zum Einsatz.
Neben der Wasserdichtigkeit verfügt es außerdem noch über ein Teil-Alugehäuse. Der Schutz des Servo´s wird durch den linksseitig in der Lenkung eingebauten Servosaver sichergestellt.

Wurde beim Test des letzten TX noch auf die 2,4 GHz-Fernsteuerung A2 STX pro anstatt der damals verwendeten 27 MHz AM-Anlage hingewiesen, so ist diesem Wunsche von LRP mittlerweile bei allen RTR-Sets entsprochen worden.
Man muss auf diese Anlage nicht mehr gesondert eingehen, zu oft schon ist sie besprochen worden. Nur wenige Worte sind noch nötig: zuverlässig, störungsfrei, leicht bedienbar und userfreundlich verfügt sie über alle Basics, die nötig sind.
Um die Wasserdichtigkeit abzurunden, sollte noch erwähnt werden, dass der zugehörige Miniempfänger absolut wasserdicht in einer entsprechenden Empfängerbox auf dem Oberdeck untergebracht ist.

Praxis und Fazit

Vor Inbetriebnahme sollte man sich, dies ist vor allem für den Neueinsteiger gedacht, noch einmal mit Tipps aus dem sehr ausführlichen Begleitheft versorgen, und was ganz wichtig ist, man sollte die Hinweise ernst nehmen.
Der erfahrenere Benutzer ist hingegen nicht mehr auf die Lektüre des Heftes angewiesen. Wenn man anschließend den Sender mit Strom aus den Mignons versorgt und den fertig geladenen Fahrakku angeschlossen hat, kann der Blast TX zum Leben erweckt werden. Die Akkuhalterung ist übrigens sowohl für LiPo-Packs als auch für die früher gebräuchlichen NiMh´s ausgelegt.

Zunächst wurde damit begonnen, den Blast TX auf Asphalt zu bewegen. Fuhr der alte Blast mit seiner Brushed-Motorisierung eher gemächlich seine Runden, so ist nun mit dem 4300 kv-Triebling ein deutliches Leistungsplus festzustellen.
Es muss aber betont werden, dass das Fahrwerk auch dieses problemlos beherrscht. Es sind sogar noch Reserven da. Ein Anfänger sollte sich hier allerdings etwas in Zurückhaltung üben, für den Fortgeschrittenen hingegen fängt jetzt der Spaß erst an.
Das setzte sich fort auf einer kurz geschnittenen Rasenfläche sowie dem benachbarten Feldweg. Die Fahrwerksauslegung und die Materialbeschaffenheit des Blast TX können hier mithalten.

Man kann sogar noch einen draufsetzen: Da von LRP zu Testzwecken noch ein brandneuer X20 Stock Spec-Motor mit 17,5 Turns mitgeliefert worden war, lag es nahe, diesen in den Blast einzubauen, zumal der Spin Pro Regler auch hierfür ausgelegt war.
Und auch der nochmalige Leistungsschub durch den X20 konnte den Truggy nicht wirklich aus der Ruhe bringen. Man sieht, dass hier ein ganz ausgezeichnetes Fahrwerk zu einem moderaten Preis angeboten wird.

Nach den Testfahrten war übrigens nur eine Säuberung des kompletten Fahrzeuges vonnöten. Beschädigungen hatten nicht stattgefunden und ein Verschleiß war trotz der starken Motorisierung durch den X20 Motor mit bloßem Auge nicht feststellbar.
Man kann sagen, dass der Blast TX sowohl einen hohen Spaßfaktor bietet, gleichzeitig aber auch wettbewerbsfähig ist, und das alles muss nicht einmal teuer sein.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt LRP S10 Blast TX2 BL

• Wannenchassis mit 4WD-Kardanantrieb und Slipper
• 4 BigBore-Öldruckstoßdämpfer
• Wasserdichte Elektronik
• Brushless-Set mit 4300 kv, sensorgesteuert
• Aufgeklebte VTEC-Highgrip-Reifen mit Pin-Profil

Technische Daten

Radstand: 300 mm
Länge: 425 mm
Breite: 325 mm
Höhe: 160 mm
UPE: 249,- Euro



Bildverzeichnis LRP S10 Blast TX2 BL

Bild 2 und 4: Der Truggy kommt als komplett fahrfertiges
Modell aus dem Karton.

Bild 6: Wie es sich beim Offroader gehört, steht an der
Unterseite nichts hervor.

Bild 7: Alle Elektrokomponenten sind bei diesem Modell
wasserdicht.

Bild 8: Der Akkuhalter ist für alle Arten von Akkupacks ausgelegt.

Bild 9: Lange Schwingen und C-Hub-Technik
kennzeichnen die Vorderradaufhängung.

Bild 10: Der Erwerber kann sich über Rechts-Links
Gewindestangen freuen.

Bild 11: Die Stoßdämpfer besitzen BigBore-Format.

Bild 12: An der Vorderachse kommen CVD-Kardans zum Einsatz.

Bild 13: Rändelmuttern mit Feingewinde stehen für
einfachste Regulierung der Bodenfreiheit.

Bild 14: Stabi an der Vorderachse ist serienmäßig.

Bild 15: Links auf der Lenkung befindet sich der
einstellbare Servosaver.

Bild 16: Die Einstellung des Slippers erfolgt ganz einfach.

Bild 17: Mittlerweile hat Brushlesstechnik den Weg zu den
Modellen der Blast-Reihe gefunden.

Bild 18 und 19: Das Hauptzahnrad befindet sich geschützt
hinter der Alu-Motorhalterung.

Bild 20: Bei der geschützten RC-Box hat Wasser keine Chance.

Bild 21: Neueste Technik findet sich auch in Form des
Spin-Reglers.

Bild 22: Auch an der Hinterachse vertraut man auf lange
Schwingen.

Bild 23: Statt Kardans hat man hinten Antriebsknochen bevorzugt.

Bild 24: Auch an der Hinterachse verrichtet ein Stabi seine Arbeit.

Bild 25: Die Karosseriestützen sind direkt an der
Heckbrücke angebracht.

Bild 26: Mittlerweile 1000fach bewährt hat sich der
A2 STX Pro–Sender.

Bild 27: Den 3800er LiPo-Pack im Hardcase gibt es
optional für noch längere Fahrzeiten.

Bild 28: Leistungszuwachs:
Der nagelneue X20 Stock-Spec Triebling macht´s möglich.



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