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 XRAY 30.06.2011 
 
XB808 2010
1:8 Verbrenner Off Road


Seit April 2008 hat sich der XB808 in zahlreichen Rennen bewährt und kann inzwischen auf eine stolze Zahl an nationalen und internationalen Erfolgen blicken. Die konsequenten Verbesserungen resultieren aus der Rennerfahrung, daher startet XRAY mit einer neuen Version des 808 in die Saison 2010.

Wesentliche Änderungen zum XB808
• Größerer Tank und Schlauchklammern zum Anschrauben
• Flacher, ovaler Luftfilter
• Niedrigere Karosserie
• Verstärkte Kugelpfannen
• Servosaver Rändelschraube mit O-Ring
• Verstärkte Differential-Gehäuse
• Verstärkte Differential-Kugellager durch Alu-Distanzringe
• Unterer Verschluss der Stoßdämpfer mit Nut für
  Schockboots
• Faltenbälge für Öldruckdämpfer

Änderungen zum XB808 2009 Specs
• Bodenplatte um ca. 3 mm länger
• Verbesserte Gewichtsverteilung
• Bodenplatte an der Hinterachse von 46,5 auf 58 mm
   verbreitert
• Center-Welle hinten verlängert
• Neue Radioplatte, Material-Schwachstellen
   wurden beseitigt
• Empfänger-Box nach vorne und außen versetzt
• Neue Differential-Bulkheads für größere Kugellager,
   statt 13x19x4 jetzt 13x20x4 mm
• Neue gehärtete Bremsscheiben (ohne Lüftungsschlitze)
   und Bremsbacken
• Stärkere Kugellager an den Differential-Ausgängen, statt
   8x14x4 mm mit Staubschutz-Abdeckung werden jetzt
   8x16x5 mm ohne Abdeckung verwendet

Lieferumfang XRAY XB808 2010 Specs
• Anleitung zum Registrieren in den XRAY Foren
• Anleitung zum Lackieren der Karosse
• Echtheits-Zertifikat mit Seriennummer
• Ersatzteilliste mit Explosionszeichnung
• Blatt mit Standard-Setup und leeres Setup-Formular
• Dekorbogen und Scheibenmasken für die Karosse
• Bauanleitung XB808 und Off-Road Set-Up Book
• Buggy-Karosse und Heck-Flügel
• Bodenplatte, 2 Seitenwannen, Tank, Antennenröhrchen
• Beutel mit 5 Fläschchen Öl, Graphitfett und Luftfilteröl
• 17 Folienbeutel mit Bauteilen und XRAY Katalog

Chassis
Alle Teile werden auf eine 3 mm dicke Bodenplatte aus hart eloxiertem T6 7075 Flugzeug-Aluminium aufgebaut. Die Platte ist an der Oberseite an den unkritischen Stellen ausgefräst um Gewicht zu sparen, auf der Unterseite sind alle Bohrungen sauber angesenkt und für die Motor-Schrauben sind Ausfräsungen angebracht.
Die Bodenplatte ist zur Versteifung seitlich leicht und vorne um 10° für den Kickup der Vorderachse abgewinkelt. Beide Achsen sind zur Bodenplatte mit Kunststoff-Streben abgestützt.

Die Composite Chassis-Streben sind für maximale Stabilität bei ausreichender Flexibilität ausgelegt, damit wird optimale Traktion der Räder erreicht.
Die hohen Dämpferbrücken aus 3,5 bzw. 4 mm Kohlefaser sind auf den Differentialgehäusen montiert und bieten zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten für die Big Bore Öldruckdämpfer.

Die Abdeckungen der Lenkeinheit und des Mitteldifferentials sind aus Kunststoff, die Lenkplatte aus Kohlefaser gefertigt, zusammen mit der neuen Kohlefaser-Radioplatte steifen diese Komponenten das Chassis weiter aus.
Der Flügel ist an der Dämpferbrücke an stabilen Doppel-Trägern aus Kunststoff verstellbar montiert. Die Anordnung auf der Bodenplatte ist zur Mitte und zur Achse hin ausgerichtet, XRAY hat damit eine optimale Gewichts-Balance erzielt.

Das Mitteldifferential mit Bremsen und Hauptzahnrad ist nach rechts aus der Mitte gerückt um den Motor näher zur Achse zu bringen.
Die Steuer-Einheit mit der neuen Radioplatte und der RC-Box schmiegt sich auf der rechten Seite um das Mittelgetriebe, wobei das Gas-Servo eng am Getriebe steht, das Lenk-Servo ist liegend eingebaut.
Der jetzt 123 ml fassende Tank mit Spritzwand füllt den Platz links, zwischen Motor und Lenkung aus. Seitliche Plastik-Wannen schützen vor Schmutz und Beschädigung und schließen nach oben mit der neuen Low-Profile Karosse ab.

Fahrwerk
Die Einzelradaufhängung an beiden Achsen ist mit massiven, langen Trapez-Querlenkern mit Bügel-Stabilisatoren aufgebaut. Die Fahrwerksteile mit optimierter Geometrie ermöglichen sehr einfaches Handling und sind für die Montage von Schmutzschilden vorbereitet.
Das Gewinde an den Enden der Querlenker-Drehachsen nimmt die Stoppmuttern zur Sicherung auf. Alle Achsträger sind oben an Querlenkern aus Gewindestangen mit Kugelpfannen aufgehängt, die L/R-Gewinde ermöglichen einfaches Einstellen des Radsturzes.

Die vorderen Achsschenkel sind drehbar in den C-Hub Trägern gelagert, die hinteren in Drehachsen an den unteren Querlenkern.
Die Lenkhebel sind mit eingegossenen Gewindebüchsen und die C-Hubs mit Büchsen aus Hudy-Stahl ausgerüstet.
Der Nachlauf von 20° ist fest eingestellt und ergibt sich durch 10° Kickup der Bodenplatte und 10° Nachlauf der C-Hubs.
Die Spur kann an der Vorderachse über die Links-/Rechts-Gewinde der Spurstangen stufenlos eingestellt werden, an der Hinterachse sind Spur und Anti-Squat durch den Querlenkerhalter fest auf 3 bzw. 2° vorgegeben.
Der vordere Querlenker-Halter ist für 0° Anti-Dive ausgelegt. Optionale Alu Querlenker-Halter bieten über Kunststoffeinsätze weitere Einstellmöglichkeiten. Alle Achsträger und die hintere Dämpferbrücke bieten verschiedene Aufhängungs-Positionen für die oberen Querlenker.

Für die Stoßdämpfer sind in den Querlenkern verschiedene Montagemöglichkeiten und an den Brücken zahlreiche Befestigungspunkte vorhanden.
Das Gehäuse der 15,3 mm Big-Bore Stoßdämpfer ist mit einem Gewinde und einer Rändelschraube zur stufenlosen Einstellung der Federvorspannung der Tonnenfedern ausgestattet. Einteilige Dämpferkappen aus Alu, Kolbenstangen aus 3,5 mm dickem Stahl und Faltenbälge aus Gummi sind weitere Merkmale.

Lenkung
Die Lenkung erfolgt über eine Lenkplatte aus Kohlefaser verschraubt auf zwei Lenkhebel, die kugelgelagert auf den Drehachsen sitzen.
Ein Hebel ist als Servosaver mit Druckfeder aufgebaut, der O-Ring in der Rändelschraube für die verstellbare Federspannung sorgt für verdrehsicheren Sitz.
Die Lenkstangen aus Hudy-Federstahl sind mit Links-/Rechtsgewinden ausgestattet. Die Lenkplatte bietet 2 verschiedene Ackermann-Einstellungen. Die Aufhängung bringt mehr Lenkung, auch durch geringere Beeinflussung beim Einfedern.
Der Nachlauf von 20° ist fest eingestellt und ergibt sich durch 10° Kickup und 10° Nachlauf der C-Hubs. Die Lenkung ist spielfrei und sehr leichtgängig.

Antrieb und Bremse
Der XB808 verfügt über ein klassisches Allrad-Antriebskonzept über 3 Differentiale, ausgestattet mit 4 Kegel- und 2 Tellerrädern und Kardanwellen.
Die neuen Differentialgehäuse des XB808 2010 nehmen an den Ausgängen die größeren 8x16x5 mm Dichtlager auf (die Plastikkappen des 2009 kommen hier nicht mehr zum Einsatz) und auch der Lagersitz für die Trieblinge ist größer für die verstärkten 13x20x4 mm großen Dichtlager mit Metallabdeckung.

Alle Antriebsteile sind erleichtert und die Getriebe werden direkt von den Wellenaufnahmen angetrieben. Die Gehäuse der Differentiale schützen die Eingänge vor dem Eindringen von Schmutz.
Alle Wellen sind als Gelenkwellen aus Hudy Federstahl hergestellt und zum Schutz braun hart eloxiert, nur die Köpfe zum Mitteldifferential sind als Kugel mit Stift (Knochen) ausgeführt.
Der Kraftschluss erfolgt über eine 3-Backen Kupplung auf die Stahlglocke, wobei die 1,71 Gramm Alu-Backen ein hohes Drehmoment ermöglichen.

Das 16 Zähne Stahlritzel der Glocke treibt das 42 Zähne Hauptzahnrad am Mitteldifferential an, auf dessen Ausgängen die geschlitzten Stahlbremsscheiben sitzen.
Die neuen Bremsscheiben ohne Belüftungsschlitze werden von Stahlbacken, die mit Ferodo belegt sind, verzögert. Beide Scheibenbremsen können getrennt angesteuert werden.
Die Lagerböcke für das Mittel-Differential sind geteilt, nach dem Lösen von nur vier Schrauben kann das Getriebe herausgenommen werden. Auch das Hauptgetriebe läuft auf den größeren Kugellagern.
Stahlstifte arretieren die 17 mm Alu Sechskant-Felgenmitnehmer auf den 8 mm Radachsen, Wurmschrauben fixieren die Stifte. Die Räder werden von 17 mm Radmuttern gehalten.

Anlenkungen der Servos
Die Gestänge aus Stahldraht funktionieren zusammen mit den Plastik-Gelenken perfekt. Die stabilen Servo-Hörner liegen dem Baukasten in drei Versionen bei, für Futaba, Hitec und Kopropo.
Für das Lenk-Servo können schmale und breite Halter Halter eingebaut werden, je nach Größe des Servo-Gehäuses.

Bauvorbereitung und Aufbau
Die Bauanleitung ist mehrfarbig und vorbildlich, sie ist logisch aufgebaut, sehr gut bebildert und zu den wichtigen Bauabschnitten gibt es ausführliche Beschreibungen.
An Bauabschnitten mit Fahrwerkseinstellungen wird auf das „Off-Road Set-Up Book“ verwiesen. Alle Anleitungen sind in Englisch verfasst.
Neben allgemeinen Hinweisen sind auf den ersten Seiten auch Infos über Treibstoff, Glühzünder-Motoren, Elektrik und Aufbau-Tipps zu finden. Auf Seite 4 sind alle Werkzeuge die zum Bau benötigt werden und benötigtes Zubehör beschrieben, dem Baukasten liegen leider keine Werkzeuge bei.
Auf Seite 5 werden einige wichtige technische Tipps gezeigt. Auf den Seiten 37 und 38 finden sich Wartungs-Angaben und eine Problem-Liste mit Lösungsvorschlägen. Die Änderungen der 2010 Spec sind auf 4 DIN A4 Seiten eines beigelegten Faltblattes beschrieben
Ich sortiere die Folienbeutel nach den Nummern auf den Aufklebern und prüfe sie, zusammen mit den losen Teilen, auf Vollständigkeit. Zum Aufbau verwende ich Hudy-Werkzeug.

WICHTIG
- Von allen Kunststoffteilen sollten evtl. vorhandene Nasen
   von den Spritzlingen mit einer feinen Feile sorgfältig
   entfernt werden.
- Alle Schraubverbindungen in Metall mit mittelfestem
   Schraubenlack sichern.
- Alle Kanten der Kohlefaser-Teile können vor eindringender
   Feuchtigkeit geschützt werden, dazu werden sie mit
   feinem Schleifpapier geschliffen und mit Sekundenkleber    versiegelt. An engen Öffnungen kann der Kleber gut
  mit einem Stück Kabelbinder aufgetragen werden.
- Jeden Bauabschnitt in der Anleitung genau studieren,
   der Teufel steckt immer im Detail.

Hinterer und vorderer Antrieb
(Bag 02)
Der Beutel mit den Kugellagern wird ebenfalls benötigt. Zusätzlich zur Bauanleitung müssen auch die Hinweise im Ergänzungsblatt zum 2010 Spec beachtet werden. Nicht vergessen, den Plastikstopfen in den Triebling einzusetzen.
Die Wurmschrauben der Pinhalter haben eine flache Auflagefläche, trotzdem muss etwas mittelfester Schraubensicherungslack auf das Gewinde.

Sind die Maden eingeschraubt, etwas Graphitfett auf Pinhalter und Wellenköpfe geben und die Welle anbauen.
Der Triebling wird jetzt mit den Lagern und dem Distanzring in das Gehäuse geschoben. Die Schrauben werden vorsichtig aber fest angezogen und danach wieder ganz leicht geöffnet (max. 1/8 Umdrehung).
Vor dem weiteren Zusammenbau müssen die Differentialgetriebe gebaut und eingepasst werden.

Front- Heck- und Mittel-Differential
(Bag 1.1-1.3)
Zusätzlich wird der Beutel mit den Ölen gebraucht. Nein, die Staubdeckel der Kugellager fehlen nicht, sie sind den größeren Lagern gewichen, siehe Beiblatt zum 2010.
Die O-Ringe in der Tüte sind für die Achsaufnahmen aller drei Getriebe vorgesehen und müssen eingebaut werden, damit das Öl nicht auslaufen kann. Auf die Silikon-Dichtringe und in die Schmiernuten der Wellenaufnahmen Graphitfett geben.
Die Schrauben werden vorsichtig eingedreht um die Gewinde im Kunststoffgehäuse nicht zu beschädigen und über Kreuz angezogen. Wichtig ist auch auf guten Sitz der Dichtung zu achten.

TIPP
Vor dem Befüllen der Getriebe muss das Zahnflankenspiel des großen Tellerrades mit dem Triebling der Antriebswelle geprüft werden, dazu Getriebe und Triebling in das Differential-Gehäuse einbauen und bei Bedarf Distanzscheiben unterlegen.


Passt das Zahnflankenspiel, werden die Getriebe je nach Setup mit Öl befüllt, jetzt dürfen die Getriebe nicht mehr verwechselt werden. Die fertig aufgebauten Differentiale können anhand der Länge der Wellen und der Dämpferbrücken unterschieden werden. Beim Testmuster müssen keine Distanzscheiben verwendet werden.

Hintere Aufhängung
(Bag 03-04)
Vor der Montage lohnt sich ein Blick in das Setup-Buch bzw. das Setup-Blatt um abweichende Einstellungen hier gleich zu berücksichtigen.
Die Schrauben für die Ausfederweg-Begrenzung werden von oben in den Querlenker geschraubt, die genaue Einstellung mache ich später am fertigen Modell.
Die unteren Querlenker haben auf den Drehachsen trotz Distanzscheiben deutlich Spiel, die Muttern auf den Drehachsen werden angezogen, bis nur noch ein kleiner Abstand bleibt, der hintere Halter verbiegt sich dabei ganz leicht, das ist ok. Die Querlenker müssen sich auf den Achsen völlig frei und leicht bewegen lassen.

Vordere Aufhängung und Montage auf der Bodenplatte
(Bag 05-06)
Falls noch nicht geschehen, sollten vor der Montage der Achsen auf die Bodenplatte, die Tellerräder der beiden Achsdifferentiale mit Graphitfett geschmiert werden.

TIPP
Pivot-Gelenke lassen sich einfach und schnell mit einer kleinen, verstellbaren Rohrzange in die Pfannen einpressen, die Kugeln von der Seite mit dem glänzenden Rand einsetzen, auf dieser Seite ist die Öffnung etwas größer.

Lenkung
(Bag 07)
Hier ist darauf zu achten, dass die Distanzscheiben unter der Lenkabdeckung und der Lenkplatte nicht vergessen werden, auch die äußeren Kugelpfannen der Spurstangen dürfen nicht verwechselt werden. Die aufgebaute Lenkung ist spielfrei, präzise und sehr leichtgängig.

Mitteldifferential und Bremse
(Bag 08)
Die Bremsbacken und Ferodo-Beläge in der richtigen Reihenfolge zurechtlegen und dann erst mit Sekundenkleber fixieren, zu schnell hat man sonst einen Belag auf die falsche Seite geklebt.

Tank, Wannen, Motor und Resorohr
(Bag 09)
Der Tank darf nicht zu fest auf die Gummilager geschraubt werden, er muss noch schwingen können.
Die Schlauchhalter werden beim XB808 mit Schrauben am Tank befestigt.
Für den Schutz des Auslasses des Resorohrs, müssen an der linken Wanne noch zwei 3 mm Löcher an passender Stelle gebohrt werden, daher kann die Montage erst mit dem Einbau des Motors erfolgen.

Radioplatte und Servo-Lenkgestänge
(Bag 10)
In die vorgesehene Öffnung in der Radio-Box kann ein optionaler Ein-/Aus-Schalter eingebaut werden, im Testmuster wird jedoch der im Baukasten enthaltene Blind-Deckel montiert.
Beim Einbau des Lenk-Servos muss auf die Kabelführung geachtet werden, das Kabel darf nicht hinter dem Brems-Servo verlegt werden, es könnte dort durch das Hauptzahnrad beschädigt werden.
Im Testmuster werden keine Servos verbaut. Es sind Servohörner für Futaba, Kopropo und Hitec im Baukasten dabei. Für das Lenk-Servo stehen je zwei schmale und breite Halter für verschiedene Gehäusegrößen zur Verfügung.

Stoßdämpfer, Aufbau und Montage
(Bag 11.1-11.2)
Der XB808 ist mit Big-Bore Stoßdämpfern ausgerüstet. Die Gewinde auf den Alu-Dämpfergehäusen ermöglichen die stufenlose Einstellung der Federvorspannung über Rändelschrauben. Die Nut an der unteren Alukappe nimmt die Faltenbälge aus Gummi auf.
Beim Zusammenbau ist besonders darauf zu achten, die Kolbenstangen nicht durch die Dichtungen zu schieben, sondern zu drehen, um die O-Ringe nicht zu beschädigen, dazu vorher etwas Öl auf die Gewinde geben.

Zur Montage der Kugelpfannen auf den Kolbenstangen können diese am besten mit einem Seitenschneider kurz vor dem Gewinde festgehalten werden, eine Flachzange würde die Oberfläche der Stangen beschädigen.
Um die Dichtungen am Dämpferboden einzubauen, sucht man sich am besten ein Hilfsmittel mit etwa dem Innendurchmesser des Dämpferbodens.
Die Distanzscheiben und die Kolbenteller aus Plastik müssen sorgfältig entgratet werden bevor sie eingebaut werden können. Die fertig montierten Kolbenstangen müssen paarweise gleich lang sein.

Fazit vor dem Fahrtest
Der XB808 konnte auch im 2010er Modell wieder verbessert werden, der Rennsport ist dabei eine wichtige Erfahrungsquelle.
Mit den Änderungen wurden hauptsächlich Schwachstellen des Vorgänger-Modells beseitigt, zusätzlich wurde an der Balance gefeilt.

Sowohl der Bausatz als auch das fertige Modell erfüllen höchste Qualitätsansprüche und auch die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. Der XB808 ist ein Buggy der Spitzenklasse für gehobene Ansprüche.
Mit der vorbildlichen Bauanleitung kann auch ein Modellbau-Anfänger den XB808 zusammenbauen, dabei helfen auch die Bauteile in höchster Passgenauigkeit und nahezu perfektem Finish.
Damit der ambitionierte Buggy-Fahrer auf das richtige Set-Up Know-How zurückgreifen kann, liegt dem Baukasten ein handliches Booklet zu dem Thema bei.

In der Praxis
Vorbereitungen
Für einen Fahrtest spendieren wir dem Chassis ein Triebwerk von Sirio mit passendem 2-Kammer Masterfix Resorohr. Der S21 BXT1 STI von Sirio liefert den nötigen Vortrieb und 2 ACE Digital-Servos sorgen für schnelle und kraftvolle Umsetzung der Steuerbefehle des 2,4 GHz Empfängers von Sanwa.
Der Empfänger und die Servos werden aus einem Lithium-Polymer Akku mit Spannung versorgt. Als Treibstoff verwenden wir Topsprit in der Mischung 25% Nitro + 2,5% Rizinus-Öl + 9,5% Synthetik-Öl + 63% Methanol.

Fahreindrücke
Schon vor der Fahrt fällt der leichtgängige Antrieb des 808 auf, er rollt sehr leichtgängig.
Es braucht kaum eine Runde um mit dem XB 808 Freundschaft zu schließen, er fährt sich absolut neutral mit dem Setup laut Setup-Blatt aus dem Baukasten.
Sprünge gelingen schon nach wenigen Versuchen und es ist erstaunlich wie gerade der 808 fliegt und nach der Landung sofort wieder kontrollierbar ist.
Die Lenkung ist sehr direkt und enge Kurven können mit viel Traktion am besten mit etwas Gas genommen werden.

Aus den Kurven kommt der 808 Raketen gleich und es ist faszinierend, welche Beschleunigung mit dem Chassis in Verbindung mit einem guten Motor möglich ist.
Verantwortlich für die Agilität sind das geringe Gewicht von ca. 3250 Gramm (fahrfertig), seine optimale Verteilung, der niedrige Schwerpunkt und nicht zuletzt die geringe rotierende Masse.
Je nach Motor und Gripp der Strecke könnten die Kupplungsfedern eventuell etwas zu hart sein, da helfen 1-2 mittelharte Kupplungsfedern.

Das Fahrwerk ist exzellent, es nimmt Unebenheiten und Dank der BigBore Dämpfer auch harte Sprünge ohne Probleme. Die großvolumigen Dämpfer ändern ihre Eigenschaften auch nach langer Fahrt kaum.
Der 808 ist gutmütig und lässt sich auch vom Einsteiger sehr gut beherrschen, aber in den Händen eines guten Fahrers wird er sofort zum Killer, so agil und explosiv sind seine Gene.
Die Haltbarkeit ist nicht nur im Wettbewerb ein Thema, auch ein Fun-Fahrer möchte ein standfestes Modell an dem er lange Fahrfreude haben kann und nicht ständig nachbessern muss.

Der XB 808 ist sehr haltbar, die Querlenker sind nahezu unzerstörbar und auch alle anderen Teile sind auf Verschleißfestigkeit ausgelegt.
Die Änderungen die in den 808 2010 Specs eingeflossen sind, zielen genau in diese Richtung, also höhere Standzeiten und längere Service-Intervalle.

TIPP: Die Antriebsteile an den Gelenken nach dem Reinigen mit Graphitfett schmieren. Die Pins der Kardanwellen auf Verschleiß kontrollieren und rechtzeitig tauschen, besonders die Pins der Center-Wellen unterliegen hoher Belastung. Abgeflachte Pins sorgen für hohen Verschleiß an den Cups.

Fazit nach dem Fahrtest
Der XB 808 2010 Spec überzeugt nicht nur beim Bau sondern auch in der Praxis.
Das Fahrzeug bietet mit dem Baukasten-Setup eine sichere Basis für viele Strecken, der Einsteiger kann sich daher ganz auf die Verbesserung seiner Fahrfertigkeiten konzentrieren.
Dem Profi-Fahrer bietet der 808 sehr viele Möglichkeiten der Anpassung und ein sehr umfangreiches Programm an Tuningteilen sollte selbst beim Profi keine Setup-Wünsche offen lassen.
Trotz geringem Gewicht und weniger Material am Antrieb hat die Haltbarkeit nicht abgenommen. Zusammen mit den guten Fahreigenschaften ergibt sich damit eine ideale Kombination.

Bericht und Fahraufnahmen: Edgar Reichler
Fotos: Klaus-D. Nowack






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