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 Carson 30.12.2014 
 
Virus 4.0 Brushless
1:8 Elektro Off Road


Als seinerzeit Ansmann seine RC Car Rennabteilung auflöste, übernahm Carson den kompletten Bestand. Darunter befand sich auch der Brushless Buggy Virus 3.0 im gängigen Maßstab 1:8. So verwundert es nicht, dass Carson zum jetzigen Zeitpunkt mit einem aktuellen Nachfolger, dem Virus 4.0 Brushless auf den Markt kommt.

Ready-to-run

Der Virus 4.0 gelangt in der RTR Version in die Hände des Käufers. Darunter ist zu verstehen, dass er über ein fahrfertig aufgebautes und abgestimmtes Fahrzeugmodell mit allen notwendigen Einbauten und Komponenten von den aufgeklebten Reifen bis zur fertig lackierten Karosse verfügen kann.

Fast allen RTR´s ist allerdings gemeinsam, dass sowohl die Mignons für den Sender, in diesem Falle 4 Stück, als auch der Fahrakku nicht im Lieferumfang enthalten sind, die muss man selber besorgen oder bereits besitzen. Dann aber kann man sofort loslegen.

Antrieb und Differenziale

Wie ist der Brushless Virus nun aufgebaut? Zu diesem Zwecke entfernt man zunächst einmal die ansprechend bedruckte Karosserie, welche perfekt an das Fahrzeug angepasst ist. Nacharbeit ist hier nicht erforderlich.

Der Virus verfügt über einen 4WD Antrieb. Die Motorkraft wirkt auf ein Mitteldiff, von dort aus wird sie über Antriebsknochen auf das Front- und Heckdiff verteilt.
Bei den Differenzialen handelt es sich bei allen dreien um Kegeldiffs mit 2 Spider Stahl- Innenleben.

Werksseitig ist alles mit einer Fettfüllung versehen, man könnte diese aber auch durch Differenzialöle in verschiedenen Viskositäten ersetzen, wenn die Sperrwirkung verändert werden soll. Dicht genug sind die Gehäuse hierfür in jedem Fall.
Warum man bei diesem Fahrzeug nicht auf die weiter verbreitete und höher belastbare 4-Spider Ausführung zurückgegriffen hat, bleibt unerschlossen.

Das mittlere Diff wird in zwei Böcken auf die Chassisplatte aus 3 mm starkem Aluminium geschraubt.
Der vordere Bock besteht aus einer 6 mm dicken rot eloxierten Aluminiumplatte, welche auch zugleich als Motorhalterung dient.
Der Motor kann durch Langlöcher zwecks Regulierung des Zahnflankenspieles verschoben werden. Für das Material des hinteren Diffbockes wurde Kunststoff als ausreichend erachtet.

Front- und Heckdiff finden ihren Platz in Getriebeboxen und bleiben dadurch vor Verschmutzung weitgehend verschont.
An diesen Getriebeboxen werden auch die Stoßdämpferbrücken, welche aus 4 mm starkem Aluminium gefertigt wurden, angeschraubt und sie dienen zugleich als Zentrum der gesamten Radaufhängung. Vorne sind drei, hinten vier Dämpferpositionen möglich.

Vorderachse und Lenkung

Die Lenkung ist unmittelbar hinter der Vorderachse zu finden, sie ist als 2 Pfostenlenkung angelegt, im rechten Pfosten findet sich der integrierte Servosaver.
Seine Einstellung sollte relativ stramm gewählt werden, damit sich eine verzögerungsfrei ansprechende Lenkung ergibt.

An der zentralen Lenkstrebe aus 3mm dickem rot eloxierten Alu können die Lenkstangen in drei verschiedenen Positionen eingehängt werden, so ist der Ackermann Effekt der Lenkung problemlos zu verändern. Werksmäßig wurde hier auf die mittlere Position zurückgegriffen.

Auf der oberen Abschlussplatte der Lenkung ist zugleich die vordere Karosserieaufnahme angebracht, während hinten die Anbringung direkt an der Dämpferbrücke erfolgt ist.

Die Vorderachse hat breite Schwingen unten und relativ schmale Schwingen oben.
Die Lenkhebel sind daran mit Pivot Balls befestigt. Über diese kann einfachst der Sturz verändert werden. Der Nachlauf ist beim Virus 4.0 leider nicht zu regulieren.

Was das Lenkservo betrifft, ist man auf der sicheren Seite: Das neue Carson Reflex CS-9 hat nicht nur ein blau eloxiertes Teilaluminium Gehäuse, sondern auch ein Metallgetriebe mit 9 Kg Stellkraft. Das sollte für einen 1:8er Buggy vollkommen genügend sein.
Stabis sucht man an beiden Achsen vergebens, obwohl eine Stabi Vorbereitung zu erkennen ist.
Das macht nichts, aber 2 Stabis als kleine Dreingabe wären nicht unbedingt verkehrt gewesen.

Beide Achskonstruktionen sind hingegen mit reichlich dimensionierten Streben gegen die Aluminium Chassisplatte abgestützt, um dem Tweak keine Chance zu lassen.

Hinterachse und Kraftübertragung

Die Hinterachse verfügt ebenfalls über großdimensionierte Schwingen, oben allerdings erfolgt die Anlenkung über Schubstreben mit großen Rechts/ Links- Gewinden, über welche der Sturz der Hinterräder einzustellen ist.

Die Vorspur ist nur zu verändern, wenn andere Schwingenstifthalter verwendet werden, was aber nur für Spezialisten notwendig erscheint. Der RTR Hobbyfahrer benötigt dieses Feature nicht so dringend.
An allen Schwingen finden sich Madenschrauben zur Einstellung des Ausfederweges.

Alle drehenden Komponenten des Antriebsstranges sind im übrigen komplett kugelgelagert. Alles andere wäre aber bei einem Fahrzeug dieser Größe und Gewichtsklasse auch nicht akzeptabel.

Vom Mitteldiff zu den Achsen sowie an der Hinterachse werden stählerne Antriebsknochen eingesetzt.
Anders verhält es sich an der Vorderachse: Hier hat man aufgrund des Lenkeinschlages der Räder Kardans den Vorzug gegeben.


Dämpfer

Die Dämpfer haben sehr schön eloxierte Alu Gehäuse. Noch schöner wären sie allerdings gewesen, hätte man Feingewinde und Rändelmuttern zwecks Einstellung der Federvorspannung verwendet.
Dies erfolgt nun allerdings durch die beigefügten Kunststoffclipse.
Aufgrund des großen Durchmessers von 16 mm kann man hier ohne weiteres von BigBore Dämpfern sprechen.

Heckspoiler

Hinten ist in Buggy typischer Manier eine solide Spoilerhalterung angebracht, welche auch in der Neigung verstellbar ist.
Der darauf befestigte Heckspoiler besteht aus schlagfestem Kunststoff, welcher auch den ein oder anderen Überschlag aushalten dürfte.
Vom Farbdesign her ist der Spoiler mit der farbig bedruckten Lexankarosse genau abgestimmt.

Reifen und Felgen

Die Reifen mit Mini Pin Profil sind fahrfertig mit den schwarzen 7fach geschlitzten Kunststofffelgen verklebt, eine mittelharte Einlage ist hier ertastbar.
Die sonst auf der Felgeninnenseite meist vorhandenen Ausgleichsbohrungen findet man bei dieser Bereifung auf der Lauffläche.
Das hat den Vorteil, dass anhaftender Schmutz durch die auftretenden Fliehkräfte abgeschleudert wird und nicht ins Reifeninnere dringen kann.

Akkuhalter, Fahrtenregler und Elektromotor

Im hinteren Teil des Chassis befindet sich links und rechts je eine Akkuwanne.
Darin kann je ein 2S LiPo hochkant untergebracht und mit zwei Klettbändern fixiert werden. NiMh Packs sind hier nicht mehr vorgesehen.

Der Fahrtenregler wurde mittig im Fahrzeug oberhalb des Diffs auf einer Plattform aufgeklebt und zusätzlich mit einem Kabelbinder gesichert. Er kann mit 2S und 4S Lipo´s betrieben werden.
Werksmäßig ist die Verkabelung für zwei 2S Lipo´s mittels Deans Steckern bereits angelötet. Ströme bis 80A sollten keine Schwierigkeiten bereiten.
Obendrauf befindet sich ein reichlich dimensionierter Lüfter, der Ein/Aus Schalter sowie die Powerkondensatoren sind dahinter angeordnet.

Die Verbindung zum links vorne liegenden Motor erfolgt über drei Kabel mit 4 mm Goldkontaktsteckern. Das System arbeitet sensorlos.
Beim Motor handelt es sich um einen vollkommen geschlossenen Dragster 4S mit 1980 KV. Durch die geschlossene Bauweise ist er wasserfest, was auch auf den Fahrtenregler zutrifft.

Fernsteuerung

Die Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrer erfolgt über einen Carson Reflex Wheel Pro Sender. Dieser ist der einfachste Sender der Reflex Reihe.
Man braucht deshalb hier nicht genauer auf ihn einzugehen, wenn man zur Kenntnis nimmt, dass er nur die Basics kann und störungsfrei im 2,4 GHz Modus arbeitet.
Auch das Gegenstück, der Empfänger dürfte von Störungen verschont bleiben, da er wassergeschützt in einer RC Box neben dem Lenkservo verstaut ist.

Fazit

Der Virus 4.0 in der Brushless Version ist ein ausgereiftes Fahrzeug, welches ein Upgrade mehrerer Vorgänger darstellt, die auch alle schon recht gut waren.
Unter Verzicht auf unnötige technische Gimmicks und Spielereien erhält man für einen sehr moderaten Preis einen zuverlässigen Buggy, welcher auch noch neben seinen Qualitäten im Gelände durch seine 4S Technik einige Qualitäten als Highspeed-Beast mit über 70 Km/h an den Tag legt.

Bericht: „Ernst Conty“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Carson Virus 4.0

• 1:8 Offroad Brushless 4WD
• Länge 515mm
• Breite 305 mm
• Höhe 205 mm
• Radstand: 345 mm
• Bodenfreiheit 37 mm
• Gewicht 3080 Gramm ohne Akku
• UVP: 310,-€

Zur Komplettierung werden lediglich noch ein Fahrakku
und vier Batterien für den Sender benötigt.



Bildverzeichnis Carson Virus 4.0

Bild 2 und 4: Der Virus kommt fahrfertig aus der Packung,
es braucht nichts mehr getan werden.

Bild 6: Chassis Unterseite nebst Chassis-Wannen
präsentieren sich völlig eben.

Bild 7: An der Vorderachse findet sich die Pivot Ball
Aufhängung aus dem Verbrenner-Sektor.

Bild 8: Die Empfängerbox ist verschraubt und
spritzwassergeschützt.

Bild 9: Der obere Abschluß der Lenkung dient zugleich
als Karosserieaufnahme.

Bild 10: Als vorbildlich ist der Einsatz von CVD Wellen
anzusehen.

Bild 11 und 12: Sind alle Elektrokomponenten onboard,
ist das Chassis voll ausgefüllt.

Bild 13: Der Regler mit Lüfter und Schalter wurde aus
Platzgründen obendrauf positioniert.

Bild 14: Ein einstellbares Gestänge verbindet das stehend
montierte Servo mit der Lenkung.

Bild 15: Der Platz in der Box reicht für den Empfänger
gerade eben aus.

Bild 16: Der Ackermann an der Lenkung ist dreifach zu
verstellen.

Bild 17: Ein großflächig verrippter Kühlkörper sorgt für
die nötige Wärmeabfuhr am Motor.

Bild 18: Das Zahnflankenspiel ist sehr einfach zu
kontrollieren und einzustellen.

Bild 19: Der Lüfter läuft nach Einschalten des Systems sofort an.

Bild 20: Der Anschluss der beiden Akkupacks erfolgt über
Deans-Hochstromstecker.

Bild 21 und 22: Die Verbindung zwischen den Diffs erfolgt
durch Antriebsknochen.

Bild 23: Die Akkuschächte befinden sich links und rechts,
das ist gut für die Fahrzeugbalance.

Bild 24: Für die Federvorspannung sind Clips zuständig.

Bild 25: An der Hinterachse wurden Antriebsknochen für
ausreichend erachtet.

Bild 26: Zwei Aufhängungspunkte für die Dämpfer finden
sich an den Schwingen.

Bild 27 und 28: Der Heckspoiler ist mehrfach in der
Neigung verstellbar.

Bild 29: Flexibler Kunststoff ist das Material für den
Heckspoiler, quasi unkaputtbar.

Bild 30: Der Reflex Wheel Pro ist ein typischer RTR Sender.

Bild 31: Die Karosse im Cab Forward Design ist fertig
dekoriert und ausgeschnitten.


 BILDERSERIE 
 



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