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 Absima / TeamC 26.08.2015 
 
TD 10 Driftcar
1:10 Elektro Glattbahn


Konnte man bisher in der 1:10 Elektro Onroad Klasse über zwei Fahrzeuge, nämlich den Hightech Tourenwagen TC10 und sein preiswerteres Pendant, den TR10 verfügen, wird die Modellpalette nun durch ein Driftcar, den TD 10 vervollständigt.

Bezüglich der Ausstattung verfolgt der Hersteller die gleiche Philosophie wie beim Low Budget Auto TR 10. Auch hier wird der im Vergleich zum TC 10 weitaus günstigere Preis von ca. 169,- Euro durch den Verzicht auf exotische bzw. kostenintensive Materialien wie Kohlefaser, Titan oder Aluminium möglich gemacht.

Von den Abmessungen her sind alle drei Fahrzeuge nahezu identisch, auch das Konstruktionsprinzip ist fast gleich. Da es sich beim TD 10 aber um ein Driftcar handelt, mussten einige Anpassungen vorgenommen werden.


ARR Ausführung

Genau wie der TR 10 wird der Drifter nicht als Baukasten, sondern in der ARR Ausführung angeboten. Darunter versteht man ein fertig montiertes Rolling Chassis, mit Kompletträdern versehen, aber sonst nichts weiter.

Die gesamte Elektronik ist hier nicht enthalten, eine Karosserie ebenfalls nicht. Trotz des vormontierten Zustandes ist auch hier eine komplette Bauanleitung in Schwarz/Weiß, sehr detailliert, in Deutsch und Englisch beigefügt.

Zum Verständnis des Autos sollte sich derjenige, welcher noch kein solches oder ähnliches Fahrzeug gebaut hat, all dies erst einmal in Ruhe anschauen und die technischen Zusammenhänge verinnerlichen. Bei Wartungsarbeiten und Austausch von Defektteilen wird dies später in jedem Falle von Nutzen sein.

Chassis

Aufgebaut ist der TD 10 genau wie der TR 10 auf einer CNC gefrästen Chassisplatte aus Glasfiber mit 3,0 mm Materialstärke. Auch das 2,0 mm dicke Oberdeck besteht aus diesem Werkstoff.

Das Chassis ist genau wie beim TR 10 recht schmal, was zur Folge hat, dass sich die gesamte eingebaute Elektronik ziemlich nah um die Fahrzeug-Mittelachse konzentrieren kann, eine Erscheinung, welche auch bei allen ernstzunehmenden Mitbewerbern derzeit zu beobachten ist.

Ein kurzer Überblick anhand der Bauanleitung verdeutlicht nachfolgend am besten, wie der TD 10 aufgebaut ist und mit welchen Detaillösungen er aufwarten kann.

Vorder- und Hinterachse

Vorne findet sich eine Frontstarrachse. An dieser gibt es keine mechanisch wirkenden Teile, sie besteht aus Vollkunststoff, lediglich ein Kragen auf das Riemenrad muss noch aufgeklipst und am besten mit Sekundenkleber dort verklebt werden.

Da es sich beim TD 10 um ein Driftcar handelt, findet sich an der Hinterachse exakt die gleiche Konstruktion wie vorne. Beide Starrachsen verfügen über eine Zähnezahl von 38, die Riemenräder auf der Mittelwelle sind ebenfalls mit je 20 Z gleich.

Hieran lässt sich unschwer erkennen, dass der Wagen vorne und hinten gleich übersetzt ist, es handelt sich somit um einen klassischen 50/50 Drifter, welcher sich insbesondere für einen Drift Neueinsteiger wesentlich angenehmer ums Eck bringen lässt als bei einem Car, welches bereits serienmäßig auf Oversteer ausgelegt ist.

Diffböcke und Motorhalterung

Wie beim TR 10 zeigt sich ein Unterschied beim Betrachten der vorderen und hinteren Diffböcke: Sowohl diese als auch die Halter für die Hauptwelle bestehen nicht aus dem gefrästen und eloxierten 7075 T6 Aluminium wie es beim Hightech – Tourenwagen der Fall ist, sondern in diesem Falle aus faserverstärktem Kunststoff.

Das ist in dieser Kategorie kein Mangel, dient aber in jedem Falle der Reduzierung des Anschaffungspreises. Die Motorhalterung besteht jedoch aus 3 mm Alu- Material, auf welches hier schon aus Gründen der Wärmeableitung des Motors nicht verzichtet werden kann.

Achsen und Antrieb

Beide Starrachsen sind kugelgelagert in Excentern eingebaut. Diese verändern je nach Einbaulage Höhe und Riemenspannung.
Mit den 38Z der Starrachsen und den 20Z der Riemenräder ergibt sich für den TD 10 eine interne Untersetzung von 1,9. Eine Übersetzungstabelle ist auch in diesem Falle nirgends zu finden, also heißt es auch hier: Selber rechnen macht schlau.

Das Hauptzahnrad aus weißem Polyamid besitzt eine 64 dp Teilung und verfügt in diesem Falle über 118 Z. Da diese Teilung zwar mehr Leichtlauf ergibt als 48 dp, aber auch schmutzanfälliger ist, sieht man schon, dass dem Einsatz auf Driftstrecken im Indoorbereich hier hauptsächlich das Augenmerk gilt.

Der Antriebsstrang ist bei diesem Fahrzeug vollständig mit ABEC 5 kugelgelagert und wird komplettiert durch filigrane CVD Wellen aus Aluminium an beiden Achsen. Blades werden hier wegen der Kunststoffabtriebe nicht benötigt.

Ein kugelgelagerter Riemenspanner ist auch hier auf dem Oberdeck verbaut. Er spannt aber nicht wirklich, da hierfür ja die Excenter in den Bulkheads zuständig sind.
Allerdings ist er ein gerne angewandtes Mittel, um das Schlagen oder Flattern des langen Antriebsriemens bei Lastwechseln zu vermindern.
Stabis sucht man am TD 10 vergeblich, fraglich ist ja auch, ob sie am Driftcar überhaupt Sinn machen.

Kunststoffteile

Bei den Querlenkerhaltern, den Haltern für die Dämpferbrücken und den Dämpferbrücken selbst bemerkt man erneut, dass es sich hier um eine Low Budget Version handelt: Sie sind samt und sonders aus Kunststoff gefertigt, welcher allerdings faserverstärkt ist.
Das tut der Funktionalität keinen Abbruch, aber man muss schließlich seitens des Herstellers auch sehen, wie man den im Vergleich zur Wettbewerbsversion weitaus günstigeren Preis zustande bekommt.

In Puncto Schwingen gibt es keinen Unterschied zum TC 10 und TR 10. Genau wie dort fällt ins Auge, dass sie denen des tschechischen Mitbewerbers sehr ähnlich sind.
Hinten stimmen sie in den Dimensionen genau überein, vorne weichen sie ein wenig ab.

Auch die Radträger, die C-Hubs und die Lenkhebel könnte man beliebig tauschen. Einziger Unterschied: die Lenkhebel haben 3 Befestigungen für die Spurstangen, also eine mehr als der Tscheche.
Auch hier fühlt sich das Kunststoffmaterial gut an, es wird ebenfalls ein Kunststoff mit Faseranteil verwendet.

Lenkung

Die Lenkung ist voll kugelgelagert und besteht aus Kunststoff- Komponenten, ebenfalls mit Faseranteil. Sie ist exakt symmetrisch in Fahrzeugmitte auf den beiden Alupfosten aufgebaut.
Der Servohalter ist einteilig aus Kunststoff hergestellt. Die Befestigung erfolgt durch drei Schrauben genau über der Fahrzeugmittelachse. Zur Chassis Außenseite hin ist er freischwebend.

Wenn das Servo montiert ist, liegt es nicht auf der Chassisplatte auf, es ist also quasi entkoppelt und kann durch diese Montageart keinen unerwünschten Tweak ins Chassis bringen.
Erstmals sah man diese Lösung bei X-Ray Tourenwagen, wie auch andere Lösungen von dort eingeflossen zu sein scheinen.

Einen Servosaver sucht man vergebens. Er ist im Interesse einer direkten Lenkung wohl nicht vorgesehen.
Im Fahrbetrieb war der alleinige Einsatz eines Ruderhornes allerdings völlig problemlos. Stellte der Servohalter beim TR 10 noch ein Problem dar, ist beim Driftcar hier nichts zu beanstanden.

Der Halter ist zwar immer noch nicht so steif wie ein Kohlefaser/Alu Halter, fühlt sich aber irgendwie stabiler an und entwickelte auch nicht mehr ein so starkes Eigenleben, eventuell hat man ihn anders dimensioniert oder vielleicht das Material geändert.

Dämpfer und Akkuhalter

Die Dämpfer sind der heutigen Entwicklung entsprechend, sehr kurz gehalten, sie kommen nicht über 45 mm. Durch satte 12 mm Innendurchmesser wird aber dennoch ein ausreichendes Ölvolumen erzielt.
Die kurzen Federn mit linearer Kennung lassen sich einfach einstellen, da es sich hier um Gewindestoßdämpfer handelt.

Im Fahrzeug sind 3-Loch Kolben aus Teflon verbaut, zusammen mit dem laut Anleitung eingefüllten 300# Silikonöl ergibt sich hier ein sensibles Ansprechverhalten mit sehr geringem Losbrechmoment.
Die Dämpfer entsprechen exakt denen der Rennversion, es sind Alu Gehäuse verbaut, auch alle R/L Gewindestangen bestehen aus Aluminium, hier hat man an nichts gespart.

Auch das vorbildliche Akkuhalter Prinzip, bei welchem der Akkupack mittels Klettband in Position gehalten wird, fand seinen Weg nicht nur in den TR 10, sondern auch in das Driftcar.

Komplettierung

Da bei einer ARR Ausführung keinerlei Elektrik enthalten ist, wurde auf folgendes Zubehör zurückgegriffen:
Ein Futaba S9450 Servo sollte genügen, beim Driften benötigt man ja ein relativ schnelles Servo, um kurze Reaktionszeiten beim Gegenlenken zu haben.
Die Motorisierung wurde mit einem X11 - Motor mit 17,5 t in Verbindung mit einem älteren, aber immer noch zuverlässigen Sphere Fahrtenregler sichergestellt.

Als Karosse kann jede gängige Tourenwagen Karosse verwendet werden, man kann sich beim Driften aber auch von persönlichen Vorlieben leiten lassen und etwas Exotisches aufs Auto setzen, denn hier kommt es ja nicht nur auf atemberaubende Driftwinkel, sondern auch auf einen guten Showeffekt an.

Die fertig verklebten Kompletträder bilden den augenscheinlichsten Unterschied zum Tourenwagen, es wurden nämlich 26 mm breite spezielle Driftreifen aufgezogen. Diese bestehen aus einem knochenharten Kunststoffmaterial und bieten keinerlei Griff, in diesem Falle ist das ja auch unbedingt erwünscht.

Praxis und Fazit

Eine Setup Veränderung brauchte nicht vorgenommen zu werden, es wurde lediglich darauf geachtet, dass auf beiden Seiten gleiche Werte vorhanden waren.
Das Driften ist eine etwas unübliche Art der Fahrzeug Fortbewegung und kommt einem zunächst echt ungewohnt vor.
Nach kurzer Eingewöhnungsphase merkt man aber schnell, dass dies eine tolle Sache ist.

Wenn man sich dann auch noch mit Gleichgesinnten driftend um den Kurs bewegen kann, fährt man einfach, bis der Akku zur Neige geht.
Der TD 10 von Absima bietet für dieses Vergnügen beste Voraussetzungen zu einem sehr günstigen Preis.
Und wer den Drifter mal zum Tourenwagen umrüsten möchte, benötigt hierfür lediglich ein Heckdiff und eine andere Bereifung.

Bericht: "Axel Linther"
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Absima TeamC TD 10 Driftcar

• Driftcar 1:10 Elektro
• Riemenantrieb, 4 WD
• Chassis u. Oberdeck aus Fiberglas
• Dämpferbrücken aus faserverstärktem Kunststoff
• Starrachse vorne und hinten
• CVD - Kardans, vorne und hinten aus Alu
• 4 Öldruck Stoßdämpfer, mit 3-Loch Kolben und Alugehäuse
• Preis ca. 169,- Euro

Technische Daten

• Radstand: 255 - 260 mm
• Spurweite vorne: 160 mm
• Spurweite hinten: 160mm
• Breite: 190 mm
• Bodenfreiheit 6mm
• Gesamtlänge des Fahrzeugs: 420 mm, je nach Karosse
• Gesamthöhe: ca. 115 mm, je nach Karosse
• Gewicht fahrfertig: je nach Ausstattung.



Bildverzeichnis TeamC Absima TeamC TD 10

Bild 1: Mit dem TD 10 lässt sich gut driften !

Bild 2, 3 und 4: Klar und übersichtlich ist der TD10
aufgebaut - lediglich die Elektrik ist zu ergänzen.

Bild 5: Das Chassis baut sehr schmal und besitzt einen
niedrigen Schwerpunkt.

Bild 6: Rechts/Links Gewindestangen erleichtern die Einstellung.

Bild 7: CVD Wellen gibt´s hier serienmäßig.

Bild 8: Nach Abziehen der Radmitnehmer fällt der Blick
auf die Kugellager.

Bild 9: Beide Starrachsen verfügen über Kunststoff - Abtriebe.

Bild 10 und 11: Das Lenkservo ist nur in der Fahrzeugmitte
fest mit dem Chassis verbunden.

Bild 12: Die Lenkung besteht komplett aus Kunststoffteilen.

Bild 13: Sorgt für die nötige Spannung: der kugelgelagerte
Riemenspanner.

Bild 14: Die Aluminium Motorhalterung ist aus dem
Vollen gefräst.

Bild 15: Das Hauptzahnrad besteht aus reibungsarmem
Nylon-Material.

Bild 16: Die Riemenspannung beider Riemen lässt sich
durch Excenter einstellen.

Bild 17: Die Alu–Dämpfergehäuse haben Feingewinde,
Clipse zur Verstellung sind nicht nötig.

Bild 18: Für die Dämpferbefestigung sind verschiedene
Anlenkpositionen möglich.

Bild 19: Beide Dämpferbrücken bestehen aus dickem
Kunststoffmaterial.

Bild 20: Sehr löblich sind die hinteren zusätzliche
n Karosserieabstützungen.

Bild 21: Brettharte spezielle Driftreifen gehören beim
Driftcar unbedingt dazu.

Bild 22 und 23: Das rolling Chassis wurde komplettiert,
nun kann´s losgehen.
 BILDERSERIE 
 



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