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 Hobbico / Revell 11.09.2015 
 
Arrma Typhon 6S
1:8 Elektro Off Road


Hobbico hat jetzt auch einen im Programm: Der Arrma Typhon 6S ist nämlich der erste Brushless Buggy im populären Maßstab 1:8, der das Portfolio des Anbieters Hobbico ergänzt bzw. verstärkt.
Von einer Verstärkung kann man allein deshalb schon reden, weil der Typhon durch seine Ausstattung die Voraussetzungen mitbringt, in etwa an der 100 km/h Marke zu kratzen, die immerhin in den meisten Bereichen des RC Car Sports so etwas wie eine „Schallmauer“ darstellt.

Die Bezeichnung „6S“ im Namen verdeutlicht, dass der Einsatz von zwei 3S LiPo Packs möglich ist, zudem wird mit dem Fahrzeug zusätzlich noch ein größeres Motorritzel ausgeliefert, welches bei reinen Topspeed Fahrten Verwendung finden soll, allerdings nur dann, denn im Gelände wäre die dadurch erzielte Übersetzung doch zu lang.


Ready to Run

Wenn man sich entschließt, knapp unter 400,- Euro auf die Ladentheke zu blättern, erhält man dafür einen großen und schweren Karton mit der entsprechenden RTR Ausstattung.
Darunter versteht man das komplett zusammengebaute 4WD Chassis des Typhon mit der gesamten Bordelektronik, welche betriebsbereit montiert, verkabelt und aufeinander abgestimmt wurde.
Auch die Cross Bereifung ist bereits aufgezogen sowie mustergültig und haltbar mit den schwarzen Kunststoff Felgen verklebt.
Abgedeckt wird das ganze mit einer aufwendig dekorierten und fehlerfrei ans Chassis angepassten Lexankarosse.

Ferner gibt es im Karton auch noch einen Beutel mit ergänzenden Kunststoffteilen sowie einem Werkzeugset.
Für den Piloten gibt es einen 2,4 GHz Sender, nämlich den ARRMA ATX 100. Es ist keinesfalls überraschend, dass dieser nur über die Basics an Einstellungsmöglichkeiten verfügt, handelt es sich doch um einen typischen RTR Sender, wie er oftmals in Komplett Sets zu finden ist.
Wie auch immer, er ist betriebssicher und ermöglicht das störungsfreie Pilotieren des Typhon bei genügender Reichweite.

Bedienungsanleitung

Das beigefügte Instruktion Manual ist mehrsprachig mit relativ einfachen Skizzen angelegt. Anhand dieses Heftes kann man sich jedoch einen Überblick über den Wagen und seine Einzelteile verschaffen, zugleich auch über die Schwestermodelle TALION, KRATON und SENTON, für die das Heft ebenfalls Gültigkeit besitzt.

Im Bedarfsfalle ergeben sich hier auch Hilfestellungen zum Binden des Senders und Programmieren des Fahrtenreglers und des Unterspannungsschutzes, was aber beim Testobjekt bereits mustergültig ab Werk vorgenommen wurde.

Akkuauswahl

Man könnte quasi sofort starten, würden da nicht noch Stromquellen für Sender und Fahrzeug benötigt. Beim Sender ist dies schnell erledigt, die paar Mignons sind im Handumdrehen eingelegt.
Für die Fahrakku Auswahl stellt sich aber zunächst die Frage, ob 2 x 2S oder 2 x 3S Lipos Verwendung finden sollen, denn beides ist möglich.
Da bisher keinerlei Erfahrungen mit dem Typhon vorlagen, wurden zunächst einmal zwei 2S Lipo Packs mit den beiden Deans-Steckern des Fahrtenreglers verbunden und mit den beiden Klettbändern auf dem Akkuschacht verzurrt.

Geht dies alles noch ganz einfach vonstatten, ist man beim Einsatz von zwei 3S Packs schon echt gefordert, denn nun wird der vorhandene Platz im Schacht ganz eng und reicht bei weitem nicht für alle 3S Akku Größen.
Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Karosse auch noch angebracht werden muss, die Einbauhöhe der Akkus kann also nicht beliebig nach oben variieren, sonst gibt es Platzprobleme.

Chassis

Was erhält denn nun der Käufer eines Typhon für seine knapp 400,- Euro? Um diese Frage beantworten zu können, sollte man das Auto einmal ganz genau unter die Lupe nehmen.
Bei dieser Gelegenheit kann auch wie im vorliegenden Falle eine Teildemontage erfolgen, bei welcher innenliegende Features sowie der Zusammenbau ab Werk beurteilt und nochmals überprüft werden können.

Die Basis des Typhon besteht wie bei sehr vielen Mitbewerbern in dieser Klasse aus einer Aluminiumplatte mit seitlichen flexiblen Kunststoffwannen, welche im Zusammenspiel mit der Karosse eine Abschirmung gegen eindringenden Schmutz bieten.
Die Aluplatte ist fast plan bis auf unmerkliche Abkantungen an den Seiten und vorne. Alle Schraubenbohrungen sind versenkt, die einzige Unterbrechung auf der sonst glatten Fläche bildet die Aussparung unter dem Hauptzahnrad.

Antrieb

An zentraler Stelle im Chassis, fast genau in der Fahrzeugmitte befindet sich die Aufnahme für das ebenso zentrale Mitteldiff.
Auf diesem befindet sich das stählerne Hauptzahnrad, über welches der rechts hinten im Fahrzeug liegende, längs zur Fahrtrichtung positionierte Brushless Motor per Metallritzel seine Antriebskraft weiterleitet.
Die Motorhalterung besteht in diesem Falle aus einem sehr dicken rot eloxierten und CNC gefrästem Aluminiumprofil, das spricht für Haltbarkeit und eine gute Wärmeableitung.

Von dort geht es über stählerne Antriebsknochen jeweils zum vorderen und hinteren Kegeldifferenzial.
Alle drei Diffs sind als 4 Spider Ausführung mit widerstandsfähigem Stahl- Innenleben ausgelegt. Vorne und hinten sind sie in je einem Getriebegehäuse untergebracht, mit Hilfe eines Winkeltriebes wird hier die Antriebskraft auf die entsprechenden Räder verteilt, vorne kommen stählerne CVD Wellen, hinten Antriebsknochen, ebenfalls aus Stahl, zum Einsatz.
Beim gesamten Antriebsstrang ist festzustellen, dass überall hochwertige Kugellager zum Einsatz kommen, nur leider nicht auf der Lenkung. Dieses Phänomen, welches auch bei vielen anderen Herstellern beobachtet werden kann, wird vermutlich auf ewig unergründet bleiben.

Dämpfer

Auf den Getriebegehäusen sind die aus 5mm dickem Alumaterial bestehenden Dämpferbrücken angeschraubt. Genau wie das Chassis sind sie schwarz eloxiert.
Allen diesen Aluteilen ist zu eigen, dass sie nicht gefräst, sondern zur Kostenminimierung einfach ausgestanzt wurden, wie sich an den Seiten leicht erkennen lässt. Das tut aber der Funktionalität keinen Abbruch.
Vorne und hinten kann man jeweils 3 verschiedene Aufhängungsmöglichkeiten für die Dämpfer wählen.

Die Dämpfer selbst sind voluminös und ausreichend für ein Fahrzeug dieses Kalibers dimensioniert. Vorne sind sie etwas kürzer als hinten, was bei den meisten Offroadern ja der Fall ist.
Es handelt sich bei einem Gehäusedurchmesser von 18 mm hier um BigBore Dämpfer. Beim Aufbau ergeben sich keine exotischen Lösungen.
Die Entlüftung erfolgt über die Bohrungen in den Bleeding Caps. Auf den Dämpfergehäusen aus rot eloxiertem Alu - Material finden sich Kunststoff-Rändelmuttern mit Feingewinde zur Einstellung der Bodenfreiheit.

Es kommen die silbernen Standard Federn mit linearer Kennung zum Einsatz. Löblich ist auch das Vorhandensein von sog. „Shock Socks“, das sind kleine Gummitüllen über den Kolbenstangen, welche ausgezeichnet gegen Verschmutzung wirken.
Beide Achseinheiten stützen sich mit dicken Kunststoffstreben gegen das Chassis ab. So bleibt der Verwindung kaum eine Chance.
Ein Stabiset für Vorder- und Hinterachse gehört außerdem zur Serienausstattung.

Lenkung und Radaufhängung

Die Lenkung ist als Zweipfosten Ausführung mit integriertem Servosaver konstruiert worden. Es gibt hier auch die Möglichkeit, den Ackermann Winkel zweifach an der Aluplatte der Lenkung einzustellen.
Bei der Radaufhängung hat man vorne eine Pivot Ball Variante eingebaut, welche ursprünglich aus dem Verbrennerbereich stammt.
Die Achsschenkel vorne und hinten bestehen aus sehr widerstandsfähigem Kunststoff. Vorne sind dort mit je zwei Schrauben Alubleche als Lenkhebel angebracht.
Der zähe Kunststoff kommt auch bei den Schwingen und allen Kugelpfannen sowie der Halterung für den Heckspoiler zum Einsatz. Der Ausfederweg lässt sich an allen Rädern vermittels Madenschrauben einstellen.

Das Material der Schwingen wirkt sehr fest, verfügt aber trotzdem über die notwendige Flexibilität, um auch Rempler und Feindberührungen wegstecken zu können.
Der Sturz wird hinten über Rechts/Links Gewindenstangen, vorne über die Kugelgelenke der Pivot Ball Aufhängung eingestellt.
Vorne kann zudem auch noch der Nachlauf der Vorderachse durch Verschieben auf den Schwingenstiften und anschließender Fixierung durch kleine Clipse verändert werden.
Auf den stählernen Radachsen sind Alusechskante mit den in dieser Klasse üblichen 17 mm angebracht. Es können später also alle handelsüblichen Felgen dieser Klasse zum Einsatz kommen.

Elektronik

In Puncto Elektronik braucht man hier auch nicht tiefzustapeln: Der mit einem roten und stark verrippten Gehäuse ausgestattete Triebling namens Arrma BLX Four Pole wartet mit stattlichen 2050 KV auf.
Sensorlos steht ihm ein wasserdicht vergossener BLX 180 Fahrtenregler mit großem wirkungsvollem Lüfter zur Seite. Bei diesem lässt sich einiges programmieren, die Anleitung ist detailliert und hilft weiter.
Ein besonderes Augenmerk sollte hier auf die Einstellung des Batteriemodus gelegt werden, damit die LiPo´s keinen Schaden durch Tiefentladung nehmen können, denn zwei mal 3S sind nicht billig in der Anschaffung.
Aus der Bezeichnung 180 BLX lässt sich ableiten, dass der Regler 180 A Dauerbelastung verkraften kann.

Wasserdicht ist auch das stehend montierte Lenkservo vom Typ ADS-15 M. Es verfügt über eine Stellkraft von 15 kg, welche bei einem Fahrzeug dieses Zuschnitts keinen Luxus, sondern eine Notwendigkeit darstellt.
Mit dem Lenkgestänge ist das Servo über ein Ruderhorn aus Aluminium verbunden, bei den auftretenden Kräften wird einer Plastikausführung nicht das nötige Vertrauen entgegengebracht.

Praxis und Fazit

Zum Kennenlernen und für die ersten Fahrten kam der sonntags völlig freie Kaufhaus Parkplatz mit topfebenem Verbundpflaster in Betracht. Die Serienbereifung wurde gegen einen Satz wenig gebrauchte Ansmann Straßenbereifung, welche noch als Kompletträder vorhanden waren, ausgetauscht.
Als Stromlieferanten fungierten zunächst einmal zwei 2S Packs. Nicht nur, dass sie perfekt in die Halterung passten, auch der zur Verfügung stehende Strom sorgte für einen wahren Sprung nach vorne, wenn man Vollgas gab.

Unten herum kommt das elektronische Gesamtpaket, welches ja sensorlos arbeitet, in Puncto Feinfühligkeit nicht an ein sensorgesteuertes System heran, aber das ist ohne weiteres zu verschmerzen.
Da mit Hauptzahnrad und Motorritzel zwei stählerne Teil aufeinander treffen, ist die Geräuschkulisse entsprechend. Später, nachdem durch die entstehende Reibung die Kanten gebrochen waren und alles besser aufeinander passte, reduzierte sich das mechanische Geräusch nach und nach.

Als zweite Garnitur wurden nun zwei 3S Packs in den Schacht „hineingefummelt“, letztendlich waren sie aber so installiert, dass die Karosse gerade noch darüber passte.
Die jetzt vorhandene Beschleunigung war brachial, ganz leicht wurde der Vorderwagen geschoben und glücklicherweise war genug Auslauf vorhanden.
Laut Handy App-Geschwindigkeitsmesser wurden einmal 92,8 Km/h erzielt, bevor wieder abgebremst werden musste.

Wenn man mit 6S und den serienmäßigen Offroad Reifen ins Gelände geht, bedarf es eines abgeklärten Charakters. Auch ein zurückhaltender Gasfinger ist hier angesagt.
Beim Beschleunigen, zumal in welligem Gelände, wird alles ganz leicht und man befindet sich schneller in der Luft als man vermutet.
Aber das ist alles in den Griff zu bekommen und macht richtig Spaß. Dieser hört erst dann auf, wenn die Reglerprogrammierung greift, und wegen Unterspannung abgeschaltet wird.
Aber was soll´s, Akkus lassen sich laden und dann kann es weiter gehen.

Der Typhon 6S erweist sich als gute Wahl, macht sehr viel Spaß und geht nicht kaputt. Was will man mehr !

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Hobbico Arrma Typhon 6S

• Motor: Brushless 2050 KV
• Fahrtenregler: 180 A, sensorlos, programmierbar
• Lenkservo: 15kg
• Regler und Servo wasserdicht
• ARRMA ATX 100 Sender und Empf. mit 2,4 GHz-Technik
• Länge: 510 mm
• Breite: 310 mm
• Höhe: 190 mm
• Radstand: 330 mm
• Gewicht: ca. 3900 g, je nach Akku
• UPE des RTR-Sets: 399,- Euro ohne Akkus



Bildverzeichnis Hobbico Arrma Typhon 6S

Bild 2 und 4: Fertig angerichtet: Der Typhon kommt als
Komplett-Set und ist sofort fahrbereit.

Bild 6: Bis auf die Aussparung für das Hauptzahnrad
ist die Unterseite komplett kantenfrei.

Bild 7: Vorne fiel die Wahl auf eine Pivot-Ball Aufhängung.

Bild 8: Die Lenkhebel aus Alu sind separat angeschraubt.

Bild 9: CVD-Wellen erhöhen den Leichtlauf und die
Standfestigkeit.

Bild 10: Die BigBore Dämpfer brillieren mit Feingewinde
und Schutztüllen.

Bild 11: Alle Einbauten haben ausreichend Platz in der
Chassiswanne.

Bild 12: Auf der rechten Seite sind Motor, Fahrtenregler
und Lenkservo positioniert ...

Bild 13: ... während die linke Seite der Empfängerbox
und den Akkus vorbehalten bleibt.

Bild 14: Die obere Lenkungsplatte dient zugleich als
Karosserie- und als Torsions-Stütze.

Bild 15: Das Ruderhorn ist massiv aus Aluminium gefräst.

Bild 16: Für Ein/Aus Schalter und Setup Taster gibt es
ein separates Gehäuse.

Bild 17: Farbig isolierte Goldstecker stellen den Kontakt
zwischen Motor und Regler her.

Bild 18: Die kombinierte Motor- und Diffhalterung dürfte
durch nichts zu erschüttern sein.

Bild 19: Heiße Sache! Großflächige Verrippung sorgt
für ausreichende Wärmeabfuhr.

Bild 20: Die Empfängerbox ist klein, aber dicht.

Bild 21: Alles bereit zum Anschluß zweier LiPo-Packs.

Bild 22: Mit dieser Abstützung hat Verwindung keine Chance.

Bild 23: Mit den 17mm Sechskanten können auch
Fremdfelgen zum Einsatz kommen.

Bild 24: Vorne und hinten sind serienmäßig Bügelstabis
eingebaut.

Bild 25: Durch verschiedene Befestigungspunkte ergeben
sich etliche Abstimmungs-Möglichkeiten.

Bild 26: Die Rechts/Links Gewindestangen sind quasi
unkaputtbar.

Bild 27: Auch hier gibt es verschiedene Befestigungspunkte.

Bild 28: Die Spoilerhalterung erlaubt keinerlei Eigenleben
des Heckspoilers.

Bild 29: Der Heckspoiler ist aus flexiblem Material gefertigt,
das auch Überschläge aushält.

Bild 30: Verschiedene Einsätze für verschiedene Akkus
und ein Highspeed-Ritzel liegen bei.

Bild 31: Ein kleines Werkzeug Set rundet das Ganze ab.

Bild 32: Der ATX 100 Sender ist ein typischer RTR Kollege
und arbeitet mit 2,4 GHz.

 BILDERSERIE 
 



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