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 Hobbico / Revell 22.10.2015 
 
Durango DEX 8
1:8 Elektro Off Road


Wenn der Name Durango erwähnt wird, denkt man zunächst einmal an die schnellen Elektro Offroader im verbreiteten 1:10er Maßstab, welche sowohl in der 2WD als auch in der 4WD Klasse ziemlich erfolgreich und immer konkurrenzfähig sind, nicht zuletzt auch dank der fahrerischen Qualitäten eines Jörn Neumann.

So scheint es nur logisch, auch einen Offroader in der sehr beliebt gewordenen 1:8 Elektro Offroad Klasse ins Rennen zu schicken. Hierbei ist vorauszusetzen, dass nur qualitativ hochwertige Zutaten und ein solides 4WD Konzept in Frage kommen, will man auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern agieren oder sie vielleicht noch übertrumpfen.


Baukasten

Das bewährte Konzept eines 1:8 Elektro Allradlers sieht in den meisten Fällen einen hinten rechts längs zur Fahrtrichtung liegenden Motor vor, welcher durch den davor angeordneten Fahrtenregler und das noch weiter vorne liegende Lenkservo ergänzt wird.

Der Platz auf der linken Seite wird von der Empfängerbox und dem Platz für die 4S LiPo Power beansprucht. Diese Anordnung gewährleistet meist eine ausgeglichene Gewichtsverteilung. Die Anordnung könnte auch anders herum erfolgen, jedoch macht der DEX 8, so heißt der Neue, hier keine Ausnahme gegenüber vielen anderen Fabrikaten.

Die Lieferung erfolgt als reiner Baukasten. Dieser enthält lediglich alle zum Bau des Chassis benötigten Teile, sämtliche Elektrokomponenten sowie Kompletträder sind nicht vorgesehen, auch Betriebsmittel für Stoßdämpfer und Differenziale sucht man vergebens.

Es wird vorausgesetzt, dass der Wettbewerbsfahrer, für den ja der DEX 8 augenscheinlich konzipiert ist, all diese Teile selber beisteuert, wobei ja auch entscheidend ist, in welcher Rennserie mit welcher Materialvorgabe er sich bewegen möchte.

Eine fertig ausgeschnittene Karosserie aus glasklarem Lexan nebst Decalbogen und Fenstermasken sowie ein unkaputtbarer hochflexibler Heckspoiler gehören allerdings zum Lieferumfang.

Der Karton selbst eröffnet dem Erwerber zunächst einmal eine übersichtliche Display Anordnung mit baugruppenweise bereits fertig montierten Einheiten wie Dämpfer oder Differenziale und Radaufhängungen.
Damit man den Durchblick behält, kann man über ein 30seitiges Anleitungsheft verfügen, welches keine Wünsche offen lässt.

Chassis und Baugruppen

Die Basis, auf welcher alles aufgebaut wird, besteht aus einem 3mm starken Aluminiumchassis aus hochwertigem Werkstoff, versehen mit einer Harteloxatschicht, welches an den Längsseiten und der Frontpartie leicht nach oben abgekantet ist, wie bei Offroadern meist üblich.

Die an den Seiten anzuschraubenden Seitenwannen aus flexiblem aber dennoch starkem Kunststoff bieten einen guten Schutz gegen interne Verschmutzung, da sie sehr gut mit der Karosse harmonieren und ziemlich dicht anliegen.

Spätestens wenn man alle Beutel mit den Baugruppen ausgepackt hat und auch die darin enthaltenen diversen Untergruppen Beutel vor einem liegen, verfügt man über ca. 44 große und kleine Beutel. Das ist eine stattliche Anzahl, die es abzuarbeiten gilt.

Nachfolgend zunächst einmal eine ungefähre Übersicht über den Zusammenbau, damit man sich ein Bild über die Konstruktion und den Aufbau des DEX 8 machen kann.

Differenziale

Die Differenziale, es handelt sich um 4-Spider Ausführungen mit sehr präzise gefertigtem Stahl Innenleben, sind zwar bereits gebaut, aber nicht befüllt.
Sie müssen daher wieder aufgeschraubt und vorne mit 5000er, hinten mit 2000er und mittig mit CSt 7000 Silikonölen befüllt werden.
Dennoch kann die werksseitige Vormontage durchaus als Zeitgewinn beim Zusammenbau angesehen werden.

Stoßdämpfer

Das gleiche ist auch bei den Öldruck-Stoßdämpfern der Fall. Sie sind ebenfalls vormontiert, müssen aber noch vorne mit 450 CSt und hinten mit 400 CSt Silikonöl befüllt werden.
Mit einem Durchmesser von außen 18,5 mm und Innen 16,0 mm handelt es sich hier um Dämpfer im BigBore Format.

Sie punkten zudem mit Feingewinde und Rändelmuttern zur Einstellung der Fahrzeughöhe sowie sehr sinnvollen Gummitüllen über den Kolbenstangen, welche jegliche Verschmutzung von den Dichtungsringen fernhalten.
Die sehr präzise gefertigten Dämpfergehäuse und die Kappen mit eingelasertem Firmenlogo sind ein echter Eyecatcher.

Halterung Mitteldiff, Lenkung und
Getriebeboxen


Bemerkenswert ist bei diesem Fahrzeug die Halterung des Mitteldiffs. Um das Zahnflankenspiel korrekt einstellen zu können, lässt sich diese in Längslöchern in der Chassisplatte verschieben, wogegen der Motor in einer starren Halterung festgeschraubt ist.

Bei den meisten anderen Fahrzeugen verhält sich dies genau umgekehrt.
Ein Motorritzel fand sich übrigens nicht im Baukasten. Das Problem sollte sich aber bei einem ambitionierten Racer mit einem Griff in die Kleineisen Kiste erledigen lassen.

Die Lenkung ist als Baugruppe bereits fertig zusammengebaut. Die 3mm Alu- Lenkplatte bietet eine vierfache Ackermann Verstellung.
Alles ist voll kugelgelagert. Im rechten Lenkpfosten findet sich zudem ein sehr starker Servosaver.

Front- und Heckdiff sind nebst ihrem Winkeltrieb in Getriebeboxen eingebaut. Man sollte diese Winkeltriebe mit Getriebefett versehen, damit es später alles weich laufen kann.

Die Verbindung zum Center Diff erfolgt mittels CVD Wellen aus Stahl, hinten 80mm und vorne 92 mm lang. Auch an den Antriebsrädern versehen gleichartige Wellen ihren Dienst.

Dämpferbrücken

Die installierten Dämpferbrücken aus sehr dickem Alumaterial bieten vorne und hinten jeweils fünf Befestigungsmöglichkeiten pro Dämpfer.
Dämpferbrücken und Wellenhalter bieten eine große Vielfalt an Einstellmöglichkeiten für die Aufhängungsgeometrie an beiden Achsen, sei es durch diverse Befestigungsbohrungen oder durch wechselbare Kunststoffeinsätze z.B. in den Halterungen für die Schwingenstifte, welche in genügender Anzahl beigefügt sind.

Man sollte aber in jedem Falle zunächst einmal den Grundwerten der Anleitung vertrauen, welche ein gutes Universal Setup darstellen, mit welchem man problemlos vorankommen wird.

Aufhängung

Der Sturz an der Hinterachse wird durch groß dimensionierte Rechts/Links Gewindestangen reguliert.
An der Vorderachse hat man sich für eine aus dem Verbrennerbereich stammende Pivot Ball Suspension entschieden.
Diese Lösung stellt sich zwar etwas weniger pflegeleicht und technisch anspruchsvoller dar als die C-Hub Variante, der wahre Profi aber wird es zu schätzen wissen.

Die Aufhängungen vorne und hinten sind einschließlich Kardans bereits fertig montiert und müssen lediglich noch an die Schwingen angeschraubt werden.
Stabis mit 2,5 mm vorne und 2,7mm hinten runden das ganze ab. Auch die Mud Guards an den hinteren Schwingen sollten nicht unerwähnt bleiben, sie stellen eine echte Hilfe gegen den Schmutz dar.

Wird die Vorderachse mit einer Strebe von der Lenkabdeckung zum Chassis gegen Torsion abgestützt, so übernimmt das hinten die durch die Dämpferbrücke ins Fahrzeuginnere ragende Spoilerhalterung in Kombination mit der daran befestigten Strebe, eine sehr innovative und dauerhafte Lösung.

Positionierung der Elektronik

Vor dem Motor ist eine glatte, ebene Kunststoffplatte aufzuschrauben, darauf wird dann später der Fahrtenregler aufgeklebt.
Genau davor befindet sich der Hilfsrahmen zur Aufnahme des Lenkservos, welches in stehender Position befestigt und mittels Ruderhorn und Rechts/Linksgestänge mit der Lenkung verbunden wird.

Schwenkt der Blick nach links vorne, erblickt man die kleine wasserdichte RC-Box. Ein Gummidichtring zwischen der oberen und unteren Hälfte stellt die Wasserdichtigkeit sicher.
Die Box ist nicht allzu groß, sehr voluminöse Empfänger sind darin schwierig unterzubringen, bei dem verwendeten Futaba R 614 FF gab es jedoch keine Probleme.

Hinter der Box wird der restliche Platz auf der linken Chassis Seite von der Halterung für die beiden 2S LiPo Packs benötigt.
Diese wurden hochkant eingesetzt, die Verbindung mit Kabeln und Anschluss an das Bordnetz gestalteten sich etwas fummelig, das Problem war aber lösbar und letztendlich konnten die Akkus mit den Klettbändern in ihrer Position fixiert werden.

Komplettierung

Als Lenkservo wurde ein Futaba S 9450 digital für ausreichend erachtet. Eine Brushless Combo von Absima, nämlich der Fahrtenregler CTS 8 in Verbindung mit dem kräftigen und leistungsstarken 2300 KV Motor, komplettiert die elektrische Ausstattung des DEX 8.

Die Lackierung und Beklebung der Karosse war schon im Vorfeld geschehen und so konnte der Durango nach Laden der beiden 5700er LRP LiPo´s endlich die Fahrbahn unter die Räder nehmen, in diesem Falle mit AKA Crossbrace Bereifung versehen.

Praxis und Fazit

Auf reinem griffigen Asphalt ist die Beschleunigung gigantisch. Dabei lässt sich der Durango jederzeit gut steuern und auch abbremsen ohne auszubrechen.
Auch in schnell gefahrenen langgezogenen Kurven erfolgt ein Drift über alle vier Räder erst sehr spät bzw. wenn die Kurve enger wird.

Die ausgezeichneten Crossbrace Reifen tragen hier außerdem ihren Teil dazu bei. Diese und auch der Wagen selbst machen auch im Gelände keine schlechte Figur.
Wellige Abschnitte werden durch die ausgezeichneten, hochwirksamen BigBore Dämpfer fast vollkommen egalisiert, das Lenkverhalten ist hierbei immer vertrauenerweckend.

Auf losem Untergrund kann man beliebig hin und her wedeln und dabei das Fahrzeug jederzeit wieder einfangen, bei Sprüngen ist falls nötig, in der Luft jederzeit eine Korrektur machbar.

Der Durango ist nicht nur ein Spaßmacher ersten Ranges, sondern auch oder hauptsächlich dazu bestimmt dem Spitzenfahrer die entsprechenden Siege zu ermöglichen.

Die Zuverlässigkeit, welche hierbei unabdingbar ist, liegt beim DEX 8 vor, während der ganzen Testdauer, und das waren mehrere Akkus, trat kein Defekt auf und ein messbarer Verschleiß an den wichtigen Teilen war nicht festzustellen.
Das Vergnügen hat allerdings auch seinen Preis, mit einer UPE von etwas über 500,- Euro dürfte der Personenkreis auf die ernsthaften Interessenten beschränkt sein.

Bericht: Rolf Röder
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Hobbico Team Durango DEX 8

• Klasse: 1:8 Elektro - Offroad
• Länge: 515 mm
• Breite: 300 mm
• Radstand: 325 +/- 2 mm
• Höhe: 180 mm
• Gewicht: je nach Ausstattung

Da es sich um einen Chassisbausatz handelt,
wird noch folgendes benötigt:
Fernsteuerung, Brushless Motor, Fahrtenregler,
Lenkservo, 2 x 2S LiPo´s, Kompletträder,
Lexanfarbe für die Karosse.
UPE des Herstellers: 529,00Euro



Bildverzeichnis Hobbico Team Durango DEX 8

Bild 2 und 4: Nach erfolgtem Zusammenbau präsentiert
sich der Durango sehr aufgeräumt.

Bild 6: Die glatte Chassisunterseite verfügt über gerundete
Kunststoff-Seitenwannen.

Bild 7: Alle Schraubenbohrungen sind komplett versenkt.

Bild 8: Der Center-Diffbock lässt sich in Längslöchern
verschieben.

Bild 9 und 10: Die Vorderachse arbeitet mit der
sogenannten Pivot-Ball Aufhängung.

Bild 11: Von außen ist die Aufhängung leicht einzustellen.

Bild 12: Die Lenkstangen dürften einiges aushalten.

Bild 13: Die Kraftübertragung erfolgt ausnahmslos über
Kardans.

Bild 14: Die Dämpferbrücken bieten viele Aufhängungspunkte.

Bild 15: Die Dämpfung wird von BigBore Dämpfern übernommen.

Bild 16: Die Federvorspannung lässt sich durch
Feingewinde sehr einfach anpassen.

Bild 17 und 18: Alles ist zur Aufnahme der Bordelektronik bereit.

Bild 19: Der Nachlauf der Vorderachse kann mit Clipsen
verändert werden.

Bild 20: Für das Lenkservo ist ein separater Hilfsrahmen
vorgesehen.

Bild 21: Die wasserdichte Empfängerbox ist über jeden
Zweifel erhaben.

Bild 22: Klettbänder und Kunststoffunterlagen hindern
die beiden Lipos am Fortkommen.

Bild 23: Der Fahrtenregler wird auf eine ebene
Kunststoffplatte aufgeklebt.

Bild 24 und 25: Die zweigeteilte Diffhalterung erlaubt
einfache Entnahme des Center-Diffs.

Bild 26: Nach oben gibt es eine wirksame Abschirmung.

Bild 27: Der gesamte Antriebsstrang läuft in hochwertigen
Kugellagern.

Bild 28: Die Abstützung der Hinterachse erfolgt mittels
einer durchdachten Abstützvorrichtung.

Bild 29: Die Heavy Duty-Kardans können einiges an
Belastung vertragen.

Bild 30: In die Abstützvorrichtung der Hinterachse ist die
Spoilerhalterung integriert.

Bild 31: Gummitüllen über den Kolbenstangen sind ein
probates Mittel gegen Verschmutzung.

Bild 32: Die 17mm Radaufnahmen erlauben den Einsatz
fast aller handelsüblichen Felgen.

Bild 33: Die Mud-Guards verhindern eine
Schmutzbefeuerung der rückwärtigen Kardans.

Bild 34: Mittels Madenschrauben kann der Ausfederweg
begrenzt werden.

Bild 35 und 36: Stabis sind vorne und hinten serienmäßig
vorhanden.

Bild 37: Eine Unmenge Anlenkpunke sind für die hinteren
Sturzstreben vorgesehen.

Bild 38: Die Halterung für den Heckspoiler kann angepasst
werden.

Bild 39: Der Heckspoiler ist unkaputtbar und verfügt über
wechselbare Abrisskanten.

Bild 40: Die bereits ausgeschnittenen Karosse muss noch
lackiert und beklebt werden.

Bild 41 und 42: Grün und umweltfreundlich präsentiert sich
der Durango.

Bild 43 und 44: Alles an Bord, der Platz für die Akkupacks
ist allerdings recht beengt.

 BILDERSERIE 
 



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