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 LRP 08.10.2017 
 
Maverick Strada DT
1:10 Elektro Off Road


Der Wüstentruck Strada DT in der potenten Brushless Variante wurde hier bereits vorgestellt, nun folgt das gleiche Fahrzeug in der Brushed Version zum direkten Vergleich.

Einleitung zum Strada DT

Der Maverick Strada DT ist einer von vielen in der Maverick Baureihe von LRP. Sie beinhaltet insgesamt sieben Modelle verschiedenen Zuschnitts, welche jedoch alle die Maverick Plattform gemeinsam haben.
Neben den verschiedenen Ausführungen Strada XB, XT, MT, TC, SC und RX gibt es dort auch die Variante Strada DT, welchen der letzte Testbericht zum Gegenstand hatte. Bei dieser Variante handelte es sich ja bekanntlich um den Wüstenbuggy.
Dieser ist in zwei Varianten erhältlich, nämlich als Brushed und als Brushless Version. Dieses Mal soll nun der Blick auf das einsteigerfreundliche Modell, nämlich die Ausführung mit dem Bürstenmotor fallen.

Desert Karosserie

Augenscheinlichstes Unterscheidungsmerkmal zu den übrigen Maverick Fahrzeugen ist auch hier die Desert Buggy Karosserie, wobei der Begriff Karosserie wohl zu einfach gegriffen ist.
Das Konstrukt besteht nämlich aus einem Gestell aus hochflexiblen Kunststoffstreben, welche aber zugleich die notwendige Festigkeit aufweist, die von einem Überrollkäfig erwartet werden darf.
Die entsprechenden Lexan Karosserieteile sind auf den Käfig aufgeschraubt, unter dem Lexandach sind Fahrer und Beifahrer nebst Sturzhelmen zu sehen und über der Hinterachse befindet sich ein detailgetreues Ersatzrad.
Dieses ist jedoch nur Attrappe und kann nicht im Fahrbetrieb verwendet werden.

Nach Lösen der vier Befestigungsclipse kann die Karosserie nicht einfach abgehoben werden, denn sie ist zusätzlich am hochflexiblen Frontrammer befestigt und wird einfach über diesen hochgeklappt, so dass der Blick nun ungehindert auf das Chassis des Strada DT fallen kann.
War der Überrollkäfig der Brushless Version noch mit roten Lexan Karosserieteilen beplankt, so findet man jetzt hier blaue Karosserieteile vor.

Ready to Run Brushed

Der Desert Buggy kommt in einem der Fahrzeuggröße angemessenen Karton zum Kunden. Darin finden sich neben dem betriebsbereiten Fahrzeug ein NiMh Fahrakku Pack mit 7,2 V und 1800 mAh aus der Maverick Element + Serie und ein Stecker-Ladegerät, das allerdings einige Stunden zum Volladen des Akkus benötigt.
Um aber ein RTR Set zum konkurrenzfähigen Preis anbieten zu können, sind solche einfachen Ausrüstungsgegenstände nun einmal unabdingbar. Man erkennt hier schon, dass ein Akku mit weitaus weniger Kapazität zum Einsatz kommt, weil der zur Verfügung stehende Bürstenmotor auch einen weitaus geringeren Energiebedarf hat.

Fernsteuerung

Der beiliegende 2,4 Ghz Sender MTX 243 entspricht genau dem des leistungsstärkeren Bruders. Es bleibt nach wie vor ein typischer RTR Sender, welcher aber störungsfrei funktioniert und der den Einsteiger nicht durch übermäßig viele Einstellmöglichkeiten verwirrt.
Die zum Betrieb notwendigen 4 Mignons sind allerdings nicht dabei und müssen noch besorgt werden.
Abgerundet wird auch hier alles durch Unterlagen über den Sender, den Fahrtenregler und das Instruction Manual, welches auch für alle übrigen Variationen der Maverick Strada Serie Verwendung finden kann.

Chassis

Die Chassiskonstruktion ist exakt baugleich zur Brushless-Version, und es bleibt dem Autor nur, diese noch einmal wie gehabt, anzuführen, also:
Der DT ist auf einem stabilen, aus Kunststoff gegossenem Wannenchassis aufgebaut, dessen Unterseite völlig glatt ist und über gesenkte Schraubenbohrungen verfügt. Vorne ist fast unmerklich ein ganz geringer Kickup vorhanden, allerdings nicht so stark ausgeprägt, wie ansonsten im Offroad Sektor üblich.

Der Wagen ist wie es sich für einen RTR gehört, vollständig zusammengebaut, alle Komponenten sind an ihrem Platz und elektrisch miteinander verdrahtet.
Auch die Kompletträder sind fahrbereit, die Mischbereifung ist dauerhaft mit den Felgen verklebt.

Radaufhängung

Am bereits erwähnten Wannenchassis werden vorne und hinten mit jeweils 4 Schrauben die kompletten Radaufhängungen aufgeschraubt.
Bemerkenswert ist hier, dass die Radaufhängungen vorne und hinten quasi baugleich sind. Das betrifft nicht nur die beiden Getriebeboxen, in welchen die beiden Differenziale, es handelt sich um 2-Spider Kegeldiffs, eingebaut sind. Auch alle Schwingen und die Sturzstreben mit Rechts/Links Gewindestangen sind baugleich.
Allerdings findet man vorne die weit verbreiteten C-Hubs und Lenkhebel, während hinten lediglich Radträger zum Einsatz kommen.

Antrieb

Die Verbindung zwischen den beiden Differenzialen wird durch eine lange goldeloxierte Kardanwelle aus Aluminium hergestellt.
Vorne greift sie unmittelbar in den Stahlabtrieb des Frontdiffs ein, am rückwärtigen Ende hingegen, liegt zwischen Diff und Welle erst noch das Hauptzahnrad zusammen mit der Motorhalterung aus gegossenem Aluminium, welche den links hinten längs zur Fahrtrichtung positionierten Motor aufnimmt.
Die Weiterleitung der Antriebskräfte zu den Rädern erfolgt über stählerne Antriebsknochen.

Der gesamte Hauptantrieb ist voll gekapselt, eindringenden Schmutz wird man hier nicht finden.
Auch ist lobend zu erwähnen, dass der gesamte Antriebsstrang einschließlich der Radlager komplett in Kugellagern läuft, in Puncto Standfestigkeit ist man hier sozusagen auf der sicheren Seite.

Oberdeck

Die Torsionsfestigkeit der gesamten Chassiskonstruktion wird durch das mit den beiden Getriebeboxen verschraubte Oberdeck hergestellt.
Es besteht aus dem gleichen Alu Material wie die beiden Dämpferbrücken, auch diese Teile sind mit der gleichen goldfarbenen Eloxatschicht wie die Kardanwelle versehen.

Akkuposition

Der Platz für den Akku befindet sich auf der rechten Chassis Seite. Dieser wird einfach eingelegt und mit einer Kunststoffstrebe und zwei Clipsen gesichert.
Durch die spezielle Formgebung können sowohl Stickpacks als auch Side by Side Akkus eingelegt werden.
Allerdings kam hier wie bereits erwähnt, ein Exemplar mit geringerer Kapazität, nämlich 1800 mAH zum Einsatz, welches leider auch wieder über den sattsam bekannten Tamiya Stecker verfügte.
Die Lobeshymne über die Verwendung von Deans Hochstromsteckverbindungen kann also nur im Falle des Brushless Autos angestimmt werden.

Lenkung

Die komplett aus Kunststoff konstruierte Lenkung unterscheidet sich nicht von den meisten Mitbewerbern. Sie befindet sich direkt hinter der vorderen Getriebebox und ist als Zweipfostenlenkung ausgelegt.
Der Servosaver befindet sich im linken der beiden Lenkpfosten, die Lagerung der Pfosten erfolgt unten im Chassis und oben im Oberdeck des Wagens.

Öldruckstoßdämpfer

Die vier Öldruckstoßdämpfer bestehen bis auf die gold eloxierten Alukappen komplett aus Kunststoff. Sie sind blasenfrei befüllt, die Vorspannung der schwarzen Standardfedern und somit die Einstellung der Bodenfreiheit geschieht auf einfachste Weise, nämlich durch aufsteckbare Clips.
Schaut man sich die Federn genauer an, wird man feststellen, dass sie über eine progressive Kennung verfügen. Die Dämpfergeometrie lässt sich übrigens durch diverse Befestigungspunkte an den Dämpferbrücken einfach variieren.

Die gesamte Technik wird wie bereits erwähnt durch die robuste Überrollkäfig/Karosserie Konstruktion geschützt, welche ja am flexiblen Frontrammer angelenkt ist. Eventuelle Überschläge des Wagens sollten hier anstandslos verkraftet werden. Der Rundumschutz nach hinten wird durch einen ebenfalls flexiblen, sehr wirksamen Auffahrschutz komplettiert.

Elektrik

So weit so gut, die nochmalige Beschreibung des Fahrzeugaufbaus. Bei der eingesetzten Elektronik zeigen sich die Unterschiede der beiden Modellvarianten:

Das Lenkservo ist auch hier das MS-22 Servo eingebaut, ein Standard Servo mit Teil Aluminiumgehäuse. Bildete dies beim Brushless Auto doch indirekt eine Schwachstelle, welche verbesserungswürdig erschien, findet das Standardservo jedoch hier beim erheblich moderateren Antrieb voll seine Berechtigung.
Auch hier kommt der gleiche MRX 243 3-Kanal Miniempfänger zum Einsatz, denn es handelt sich ja auch um den gleichen Sender.

Beim Fahrtenregler findet man allerdings hier einen anderen Kandidaten vor, nämlich den MSC-30BR-WP mit Vorwärts/Rückwärts Funktion und einem Motorlimit für Bürstenmotoren von 12 Turns.
Auch hier können Lipo oder NiMH Akkus verwendet werden. Bei LiPo Einsatz gibt es auch eine Schutzabschaltung, um die wertvollen LiPo´s vor Tiefentladung zu schützen.
Einen elektrischen Lüfter findet man hier nicht, genau wie einen Setup Taster am Ein/Aus Schalter, welcher auch keine Gummiarmierung gegen Nässe aufweist.

Den eklatantesten Unterschied stellt der Bürstenmotor, Modell MM 22 dar. Es handelt sich hier um einen einfachen, sogenannten Dosenmotor mit 22 Turns, welcher keine weitere Aufmerksamkeit oder Wartung erfordert.
Solche Motoren funktionieren einfach, auch über einen langen Zeitraum. Sie können als absolut anfängertauglich angesehen werden.

Praxis und Fazit

Absolut anfängertauglich ist auch das Fahrverhalten des Strada DT zu bezeichnen. Da der Motor kein Ausbund an Kraft ist, bleibt der Wagen in allen Fahrsituationen und auf allen Untergründen beherrschbar und ein Anfänger ist damit nicht überfordert.
Der Fortgeschrittene wird allerdings nach kurzer Zeit lieber nach der erheblich agileren Brushless Variante greifen, aber so ist das ja wohl auch gedacht.

Anfängerfreundlich ist hier auch der Preis: Für 199,- Euro erhält man ein ausgewogenes, leicht beherrschbares Auto mit großer Haltbarkeit.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt
LRP Maverick Strada DT Brushed RTR


• Motor; MM-22 Standard, 22 T, Baugröße 540
• Fahrtenregler MSC-30BR-WP wassergeschützt.
• Lenkservo: MS - 22 Standard, wassergeschützt
• Fernsteuerung 2,4 GHz MTX-243
• Länge: 470 mm
• Breite: 260 mm
• Höhe: 155 mm
• Radstand: 270 mm
• Gewicht: ca. 1750 g.
• UPE: 199,00 Euro



Bildverzeichnis
LRP Maverick Strada DT Brushed RTR



Bild 1 und 2: Scalemäßiger detaillierter Aufbau
kennzeichnet den Strada DT 01.

Bild 3: Die Fronthaube wird von 2 Clipsen gehalten.

Bild 4: Die gesamte Konstruktion kann einfach nach
vorne aufgeklappt werden.

Bild 5: Auf der linken Seite befindet sich die gesamte Elektronik...

Bild 6: ...während rechts der Platz für den Akku vorgesehen ist.

Bild 7: Die Unterseite des Chassis ist ohne Ecken
und Kanten, nichts steht hervor.

Bild 8: Gut zu sehen ist der Ausfederwegbegrenzer
via Madenschraube.

Bild 9: Alle Schrauben sind versenkt, für die
Lenkungsschrauben gibt es separate Löcher.

Bild 10: Das Oberdeck aus Aluminium bildet sozusagen
das Rückgrat des Wagens.

Bild 11: Der Empfänger wurde aus Platzgründen auf
dem Servo positioniert.

Bild 12: Die Servoanlenkung ist durch
Rechts/Links-Gewinde verstellbar.

Bild 13: Der Regler hat bei dieser Ausführung keinen
Lüfter, sondern einen Kühlkörper.

Bild 14: Auch auf den Standardmotor wurde ein
Kühlkörper aufgeklipst.

Bild 15 und 16: Das Getriebe ist gekapselt und
bestens gegen Schmutz geschützt

Bild 17: Leider erfolgt der Akkuanschluss hier nur
per Tamiya Steckverbindung.

Bild 18: Kein Ausbund an Power, aber bei RTR
ausreichend: Der NiMH Akkupack.

Bild 19: Zur Weiterleitung der Antriebskräfte dienen
stählerne Antriebsknochen.

Bild 20: Rechts/Links-Gewinde erleichtern die Einstellungen.

Bild 21: Die Diffs liegen geschützt in ihren Gehäusen.

Bild 22: Für die Dämpfer gibt es verschiedene
Positionierungs-Möglichkeiten.

Bild 23 und 24: Auch die Position der Sturzstreben kann
variiert werden.

Bild 25: An der Hinterachse sind ebenfalls verschiedene
Dämpferpositionen möglich.

Bild 26: Der Sender, ein typisches RTR-Exemplar ist
ausreichend fürs Fahren.

Bild 27: In den Senderfuß kommen 4 Mignons.

Bild 28: Der Steckerlader ist mit Adaptern für fast alle
Länder bestückt.

Bild 29 und 30: Fahrer und Beifahrer-Attrappen erhöhen
spürbar die Authenzität.

Bild 31: Das Karosserieset umfasst neben den
zwei Fahrerattrappen und ein Ersatzrad.

 BILDERSERIE 
 



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