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 LRP / Hot Bodies 06.10.2011 
 
D8
1:8 Verbrenner Off Road


Der HB D8 1:8 Wettbewerbsbuggy, der sich in Nordamerika großer Bekanntheit erfreut, ist in Deutschland noch nicht so verbreitet. Hier sind es eher die HPI Modelle die häufig zu sehen sind. Der D8 dürfte daher für viele Offroad-Fans noch ein Geheimtipp sein.

Chassis

Der HB D8 ist auf einer 4 mm dicken Bodenplatte aus eloxiertem 7075 Flugzeug-Alu aufgebaut, sie ist seitlich zur Versteifung und vorne für einen Kickup von 10° abgewinkelt.
Alle Sechskantschrauben sind in der Bodenplatte sauber versenkt und außer den üblichen Ausschnitten im Bereich der Achsen gibt es keinerlei Schwachstellen. Die Platte ist in den Bereichen Motor, Kupplung und Servos ausgefräst, um den Schwerpunkt möglichst tief zu halten.
Die Öffnung für das Treibrad einer Startbox ist sehr großzügig ausgelegt, was in der Praxis sehr hilfreich sein kann. Seitlich schützen stabile Plastikwannen vor Schmutz und Beschädigung.

Die Differentiale sind mit je 4 M4 Sechskantschrauben vorne und hinten auf die Bodenplatte montiert. Die Dämpferbrücken aus 4 mm Aluminium sitzen auf den Differentialen und sind auffällig niedrig gehalten.
Hinterachse und Vorderachse werden durch Streben aus Composite-Kunststoff zum Chassis hin abgestützt. Die RC-Einheit nimmt die komplette rechte Chassis-Seite ein, zur optimalen Gewichtsverteilung nimmt die vordere Box den Akku auf.
Die Box ist für einen Hump-Pack sehr knapp bemessen und ein Lipo-Pack passt bestenfalls ohne Spannungsregler hinein. Der Schraubverschluss der Akku-Box ist in der Praxis eher unpraktisch.

Das Mitteldifferential mit dem Hauptzahnrad und der doppelten Scheibenbremsanlage sitzt etwa in der Chassis-Mitte jedoch etwas rechts von der Längs-Achse. Dadurch ist der schwere Motor mehr nach innen gerückt.
Der Motor wird von einem praktischen 3-teiligen Motorträger gehalten, der einen schnellen Ein- und Ausbau ermöglicht. Vor dem Motor hängt der Tank auf Gummi gelagert an 2 Stützen.
Die Gewichtsverteilung ist sehr gut gelöst durch die zentrale Anordnung der Teile mit großer Masse. Durch die vordere Akku-Box ist auch die Achslast optimiert.
Der Anbau für den Heckflügel ist an der Dämpferbrücke verschraubt und die Auflage für den Spoiler ist 4-fach verstellbar.

Fahrwerk

Auffällig sind die unteren Trapez-Querlenker, die Zwischenräume der Verstrebungen sind nicht durchbrochen. Die Radträger sind daran an 3 mm dicken Stahlachsen aufgehängt, die Querlenker drehen sich auf 4 mm dicken Achsen, die in stabilen Alu-Haltern gelagert sind.
Alle Achsen werden seitlich durch Schrauben gesichert. Die oberen Querlenker bestehen aus Kugelpfannen und Gewindestangen aus Stahl mit L/R-Gewinden. Der Ausfederweg kann über Madenschrauben an den unteren Querlenkern begrenzt werden.

Die Spur und Anti-Squat wird hinten von den Querlenker-Haltern vorgegeben (3°), vorne kann die Spur stufenlos über die Gewindestangen eingestellt werden, der Nachlauf ist über den Kickup (10°) der Bodenplatte und die Neigung der vorderen Radträger (10°) vorgegeben.
Die Hinterachse ist nach hinten geneigt um den Eintauch-Effekt beim Beschleunigen zu reduzieren (Anti-Squat).
Der Radsturz kann an beiden Achsen über die Gewinde der oberen Querlenker einfach verstellt werden, das Rollzentrum kann über die Befestigungspunkte an den Dämpferbrücken variiert werden.

Für den nötigen Bodenkontakt sorgen die Big-Bore Alu Öldruck-Stoßdämpfer. Die 16 mm Gehäuse sind vorne und hinten gleich lang, durch die Dimensionierung der Zylinder sind längere Dämpfer für die Hinterachse nicht nötig.
Die 4 mm dicken Kolbenstangen werden durch Gummi-Boots geschützt. Die hinteren Dämpfer sind 1 mm länger gebaut und mit etwas härteren Federn ausgestattet.
Die Federvorspannung kann über Rändelschrauben stufenlos eingestellt werden. Die Bügelstabilisatoren (2,4 mm vorne und 2,8 mm hinten) sorgen für zusätzliche Kurvenstabilität.

Lenkung

Die Spurstangen aus Stahl mit Links-/Rechts-Gewinden sind mit Kugelpfannen an den Lenkhebeln der Achsschenkel und an der 3 mm dicken Alu-Lenkplatte in Metallbüchsen angeschraubt.
Die Lenkplatte verbindet die beiden Hebel der Lenkmechanik, die sich auf Kugellagern auf den Achsen drehen, sie bietet nur eine Befestigungsmöglichkeit, der Ackermann-Effekt kann daher nicht verstellt werden.

Der Servosaver mit einstellbarer Druckfeder ist über Kugelpfannen mit dem Servo-Horn des stehenden Lenk-Servos verbunden. Die Rändelschraube des Servo-Safers ist von oben gut zugänglich.
Bei den meisten Buggies drehen sich die Lenkhebel in einem C-Hub, ein Träger der wie ein C geformt ist und kippbar auf einer Achse am Querlenker befestigt ist. Beim D8 ist dies genau umgekehrt, der Lenkhebel ist c-förmig und dreht sich auf dem Träger an zwei Kingpins. Die Lenkung ist präzise und sehr leichtgängig.

Antrieb / Bremse

Der 4WD-Antrieb ist komplett mit Dicht-Kugellagern einer Größe ausgestattet. Über eine 3-Backen Kupplung erfolgt die Kraftübertragung vom Motor auf die Glocke aus Stahl die mit dem 16 Zähne Stahlritzel das 48 Zähne Stahl-Hauptzahnrad des Getriebes antreibt.
An beiden Getriebeausgängen sitzt je eine gelochte Epoxy-Bremsscheibe die unabhängig voneinander über Metall-Bremsbacken gut dosiert angesteuert werden können und für optimale Verzögerung sorgen.

Die Gestänge der Bremsen sind von oben sehr gut erreichbar. Die Kraftverteilung auf die beiden Achsen erfolgt über Kardan-Gelenkwellen aus Stahl.
Alle drei Differentiale sind mit 4 Satelliten- und 2 Teller-Kegelrädern aus Stahl aufgebaut. Die stählernen Trieblinge und äußeren Tellerräder (43 Zähne) sind spiralverzahnt und gehärtet und daher sehr haltbar.
Die Räder werden ebenfalls über Kardan-Gelenkwellen angetrieben. Die Felgen werden über 17 mm Alu-Mitnehmer angetrieben und durch Radmuttern, die innen verzahnt sind, sicher gehalten.

Motor und Tank

Der HB D8 ist für .21 Wettbewerbsmotoren ausgelegt. Der 3-teilige Motorträger ermöglicht einen schnellen Ein- und Ausbau der Maschine. Die beiden oberen Träger sind als Ersatzteil alleine erhältlich, so kann z.B. der Trainings-Motor damit ausgerüstet werden.
Die Schrauben des Trägers haben eine große Auflage und sollten auch ohne Schraubenlack sicher und fest sitzen. Der großzügige Ausschnitt unter dem Schwungrad in der Bodenplatte ermöglicht einen unkomplizierten Antrieb des Motors über eine Startbox.

Der im Bausatz enthaltene Luftfilter ist super flach gebaut mit großer zweilagiger Filterfläche. Die Treibstoffversorgung übernimmt ein 125 ml großer Tank mit eingebautem Sinterfilter und Diffusor im Tankdeckel.
Das Besondere daran ist der Sinterfilter an einem Schlauch, der sich wie ein Pendel im Tank bewegen kann, so ist die Treibstoffversorgung gewährleistet auch wenn der D8 auf dem Rücken liegt. Die Schlauchhalter sind am Tank verschraubt und halten die Spritleitungen sicher und aufgeräumt.

Servo Anlenkung

Das Lenk-Servo ist gut zugänglich und kann einfach getauscht werden. Alle Anlenkungen sind gut von oben erreichbar. Die Hebel zum Antrieb der Lenkung laufen parallel, die Mechanik ist daher sehr effizient.
Die Anlenkung von Gas und Bremse ist mit viel Liebe zum Detail erstellt, die Einstellung der Bremsen wird durch die beiden oben liegenden Gestänge sehr erleichtert. Alle Anlenkungen funktionieren präzise ohne zu haken.

Baubeschreibung
Bauanleitung
Die Bauanleitung ist mehrsprachig, auch Deutsch ist dabei, und in Graustufen gedruckt. Alle Texte und Abbildungen sind in sehr guter Qualität.
Der erste Abschnitt enthält zum Betrieb des Modells benötigte Teile, die nicht im Baukasten enthalten sind und die Werkzeuge, die zum Aufbau nötig sind.
In Abschnitt 2 werden alle Bauteile übersichtlich mit Abbildungen, Beschreibungen und Teilenummern aufgelistet. In Abschnitt 3 beginnt die eigentliche Bauanleitung.
Im Anschluss folgen ein Set-UP Blatt mit den Grundeinstellungen und ein leeres Set-Up Blatt zum Notieren der eigenen Einstellungen.

Abschnitt 4 beinhaltet eine Explosionszeichnung des Modells und Listen der Ersatz- und Tuning-Teile.
Die Bauabschnitte erfolgen in alphabetischer Reihenfolge und die Bauteile sind entsprechend in großen Beuteln mit den Buchstaben A bis I verpackt, nur die Beutel der Bodenplatte, der Öle und der Felgen sind nicht beschriftet.
Diese Beutel enthalten kleinere Beutel mit den Bauschritten innerhalb der Abschnitte, diese sind mit Step A## beschriftet und enthalten alle für den jeweiligen Schritt nötigen Teile.
Auf Seite 19 habe ich in Schritt B15 durch Zufall einen kleinen Fehler entdeckt: die Schrauben 94351 müssen 94531 heißen.

Abschnitt A
Lenkung, Wannen
Für die meisten Bausätze ein ungewöhnlicher Anfang, der Aufbau der Lenkung und der seitlichen Wannen ist jedoch ein Kinderspiel.
Schon jetzt wird klar, perfekte Bauanleitung, perfekt organisierte Teile, höchste Qualität, Präzision und Passgenauigkeit. Die Feile kommt nur zur Perfektion des Finish der Plastikteile kurz zum Einsatz.

TIPPS: Auf alle Gewindeschrauben die in Metall verschraubt werden, etwas mittelfesten Sicherungslack geben. Auf alle Wellenteile aus Stahl, die in Lagern oder Hülsen laufen und auf alle Gelenke und Kardanköpfe etwas Graphitfett geben.

Abschnitt B
Vorderachse
Auf die Achsen der Differentialausgänge und die Sitze der Kugellager gebe ich etwas Graphitfett. Beim Verschrauben des Getriebes muss darauf geachtet werden, dass sich äußeres und inneres Tellerrad nicht verkanten.
Falls das Getriebe trotzdem schwergängig ist, kann es daran liegen, dass zu viel Öl im Gehäuse ist, durch vorsichtiges Lösen der Madenschraube im Gehäuse kann etwas Öl abgelassen werden.
Die Kardan-Gelenkwelle ist bereits vormontiert, ich muss daher nur noch etwas Graphitfett in das Gelenk geben.
Beim Einbau des Trieblings etwas Fett auf die Achse geben und nicht vergessen zwei Distanzscheiben zwischen Gehäuse und innerem Lager zu legen.

Das Tellerrad des Differentials fette ich erst unmittelbar vor der Montage auf der Bodenplatte, das vermeidet versehentliches Beschmieren der Hände mit Fett.
Die Madenschrauben des Stabilisators am Differentialgehäuse werden nacheinander angezogen bis der Bügel fixiert ist und dann wieder so weit geöffnet, bis er sich wieder frei bewegt.
Auch die Gelenkwellen der Räder sind vormontiert und müssen nur noch gefettet werden. Die Konterschrauben der C-Hubs sind 6 mm lang, nicht mit den kürzeren Konterschrauben der Querlenkerhalter verwechseln.
Die Gewindestangen der oberen Querlenker in gleicher Richtung verbauen, die Nut kennzeichnet das Rechtsgewinde.
Vor der Montage der Achse auf der Bodenplatte, muss auf das Tellerrad des Differentials Graphitfett aufgetragen werden.

Abschnitt C
Mittelgetriebe
Der Aufbau des Differentials erfolgt wie in Abschnitt B beschrieben. Eine Bremsscheibe muss ich innen etwas abfeilen, sie geht sehr streng auf die Kardanaufnahme. Die Scheiben sollen sich auf den Aufnahmen leicht verschieben lassen.
Bevor die Getriebeplatte verschraubt wird, muss der Luftfilter-Halter angebracht werden.

Abschnitt D
Hinterachse
Der Aufbau des Getriebes, der Achsen und der Aufhängung erfolgt im Prinzip wie in Abschnitt B für die Vorderachse beschrieben. Die Achsböcke und die unteren Querlenker müssen an den Nahtstellen etwas mit der Feile geglättet werden.
Ganz wichtig ist es, dass auch hier wieder beide untere Querlenker frei und leicht auf der Achse zu drehen sind, beim Testmuster werden dazu beide Querlenker etwas nachgearbeitet.
Vor der Endmontage der Hinterachse auf der Bodenplatte, muss das große Tellerrad des Getriebes großzügig mit Fett versorgt werden.

Abschnitt E
Stoßdämpfer
Die Stoßdämpfer sind einfach zu bauen, das Verschrauben der Kugelpfannen auf die richtige Länge ist jedoch nicht ganz ohne.
Ich verschraube erst die Kugelpfannen mit den Kolbenstangen, dabei halte ich die Stangen kurz hinter dem Gewinde mit einem Seitenschneider fest, dadurch wird nur eine sehr kleine Fläche belastet (keine Flachzange verwenden, sie beschädigt die Kolbenstange auf einer großen Fläche).
Die Gesamtlänge der Dämpfer differiert laut Set-Up Blatt um 1 mm, leider ist das Maß von Mitte Auge zu Mitte Auge angegeben, was schwierig zu messen ist.

Das genaue Ablängen mache ich nach dem Zusammenbau, auch die Büchsen und Kugeln müssen dazu eingepresst sein.
Die Kolbenstangen werden mit Öl bestrichen um beim Eindrehen die Dichtungen nicht zu beschädigen, auch die O-Ringe der Rändelschrauben reibe ich mit Öl ein. Die Stauscheiben setze ich mit der runden Kante nach unten in den Zylinder.
Die Shockboots ziehe ich erst zuletzt über die Kugelpfannen. Die Boots sind sehr lang und können nach Bedarf gekürzt werden.
Die Schrauben für die Querlenker haben unterschiedliche Gewinde, die silbernen Schrauben besitzen ein Linksgewinde und sind für die linke Seite vorgesehen (immer von der Sicht auf die Schrauben aus gesehen, siehe Bauanleitung).

Abschnitt F und G
RC-Einheit
Die RC-Einheit ist in einem Stück und wird mit 5 Schrauben an der Bodenplatte fixiert.
Tank
Der Tank steht auf 2 Füssen und lässt sich einfach montieren. Die Schrauben auf den beiden Sockeln nicht zu fest andrehen.

Abschnitt H
Motor und Luftfilter
Die Sechskantschrauben für den Motorträger haben eine große Auflagefläche, solche Schrauben setzen sich gerne fest, daher verwende ich hier keinen Schraubensicherungslack, entgegen der Anleitung.
Dreiteiliger Motorträger zur schnellen Montage des Motors. Halter für Reso aus Alu, Haltebügel wird am Tank vorbei geführt, keine Gefahr bei Seitenaufprall.
Großflächiger, zweilagiger Luftfilter mit flacher Bauweise. 16 Zähne Ritzel, 3 Karbon-Backen. Luftfilteröl ist im Bausatz nicht enthalten.

Abschnitt I
Heckflügel, Räder, Karosse
Der Heckflügel muss nur noch verschraubt werden, er ist schon fertig beklebt. Im Baukasten sind Felgen enthalten aber keine Reifen.
Die Buggy-Karosse ist ungeschnitten, unlackiert und mit der üblichen Deckfolie versehen. Das Lexan entspricht der üblichen 0,8 mm Qualität, die Karosse ist relativ stabil.
Die Ausschnitte für Motor, Tank und Reso-Auslaß sowie die Bohrungen für Karosseriehalter und die Antenne müssen noch gebohrt werden, dabei helfen die gut sichtbaren Konturen.

Fazit Baukasten

Der Hot Bodies D8 ist ein reinrassiger Wettbewerbs-Buggy und technisch nahezu perfekt. Nahezu deshalb, weil ich mich mit der sehr kleinen Akku-Box nicht anfreunden kann, es passt kein Lipo-Pack mit Spannungsregler hinein und selbst bei einem Hump-Pack geht es sehr eng zu.
Die vielleicht gut gemeinte Verschraubung des Deckels kommt noch erschwerend hinzu und die Stoppmuttern fallen auch leicht heraus. Der Spritnippel liegt sehr nahe am linken Lenkhebel und wird bei vollem Lenkeinschlag eingedrückt.
Eigentlich schade, aber bis auf die Akku-Box brilliert der D8 mit feinster Technik in sehr guter Qualität und zahlreichen Detaillösungen: verzahnte Radmuttern, Pendelabsaugung im Tank, verschraubte Schlauchhalter, 3-teiliger Motorträger, obenliegende Bremshebel, gut zugänglicher Servo-Safer, großflächiger Luftfilter, Sicherungslack an wichtigen Gewindeschrauben, spiralverzahnte Tellerräder, vormontierte Gelenkwellen, M4 Schrauben auch für die Radioeinheit.

Der Baukasten ist der Perfektion ganz nahe, einzelne Plastikteile mussten beim Testmuster etwas versäubert werden und die unteren Querlenker klemmten zwischen den Haltern, es musste etwas Material abgefeilt werden.
Die sehr gute Bauanleitung hat uns besonders gefallen, mit deren Hilfe kann auch ein technisch begabter Einsteiger das Modell bauen.
Für den schnellen Baufortschritt ist neben der Bauanleitung die perfekte Organisation der Bauteile verantwortlich, kein Suchen und nur seltene Maßkontrollen der metrischen Schrauben.
Die Schrauben sind fest und maßhaltig, mit gutem Werkzeug wurde beim Bau keine einzige Schraube beschädigt.

Der D8 ist für den Wettbewerbseinsatz vorgesehen und dafür sehr gut ausgestattet, alles was er dazu an Ausstattung braucht, bringt er bereits mit.
Für die individuelle Abstimmung auf den Fahrer bietet Hot Bodies ein umfangreiches Angebot an Tuning-Teilen.
Bei den echten Wettbewerbs-Modellen ist die Leistungsdichte sehr hoch, der D8 ist ganz vorne dabei. Wer einen der besten Baukästen sucht, liegt mit dem D8 genau richtig.

PRAXIS BERICHT

Was noch benötigt wird:
• Farben für die Karosse
• Reifen und Einlagen oder komplette Räder
• Verbrennungsmotor .21 mit Abgasanlage
• Gute Servos für Lenkung und Bremse
• RC-Anlage mit 2 Steuerkanälen
• Startbox und Kerzenglüher
• Modellbautreibstoff
• Rad- und Kerzenschlüssel
• Übliches Modellbauwerkzeug

Einleitung

Baukasten-Modellen fehlen wichtige Teile wie RC-Anlage, Motor und Räder, der Grund ist, dass die Zielgruppe meistens aus Käufern besteht, die im Wettbewerb fahren oder im Verein mit entsprechend hohen Ansprüchen.
Die Fahrer haben spezielle Bedürfnisse in Bezug auf die RC-Anlage und den Motoren, die es ja in großer Auswahl gibt. Für zwei gute Servos z.B. müssen 100 bis 200 Euro investiert werden und auch dabei sind die Ansprüche sehr individuell.

Karosse

Die Haube kann ausgeschnitten werden, auch die Bohrungen für die Befestigung und die Antenne, sowie die Tanköffnung können schon angebracht werden, die Öffnungen für den Motor und das Auslassrohr des Auspuffs sollten erst geschnitten werden, sobald der Motor montiert wird – Kühlköpfe sind unterschiedlich groß und Resonanz-Rohre unterschiedlich lang.
Bei der Lackierung kann jeder seiner Phantasie freien Lauf lassen, zwei Dinge sind jedoch zu beachten: es sollte eine Farbe sein, die nicht komplett aushärtet (Lexanfarbe) und die Farbgebung sollte so gewählt werden, dass der Buggy später auf der Bahn gut sichtbar ist.

Elektronik

Beim Einbau der Elektronik würde ich mir teilweise mehr Platz wünschen. Je nach verwendeten Servos kann es im Bereich der Kabel sehr eng werden. In der Akku-Box ist das Platzangebot alles andere als üppig, zusätzlich ist der Deckel der Box verschraubt, wobei die Muttern aus den Haltern fallen können, alles zusammen dürfte einen schnellen Akku-Wechsel zur Herausforderung werden lassen.
Im Testmuster des D8 verbaue ich zwei sehr kräftige Digital-Servos mit Metallgetriebe, die Stromversorgung erfolgt aus einem Lithium-Polymer Akku und gesteuert wird zeitgemäß mit einer 2 GHz DSM Computer RC-Anlage.

Set-Up

Als Grundsetup eignen sich die Angaben aus der Bauanleitung sehr gut, sie ergeben eine neutrale Basis um den D8 auf den eigenen Fahrstil und auf die Bedingungen der Offroad-Bahn abzustimmen.
Zu beachten sind dabei die zwar gleich großen Gehäuse der Stoßdämpfer, die auch mit gleicher Öl-Dicke befüllt, jedoch mit unterschiedlich langen Kolbenstangen bestückt sind.

Fahreindrücke

Die Lenkung ist sehr leichtgängig und präzise, wie man es von einem Modell dieser Klasse erwarten kann. Der Servo-Saver ist durch die oben liegende Rändelmutter einfacher einzustellen als bei Modellen mit unten liegender Einstellmutter, das macht sich gleich positiv bemerkbar, da ich die Feder über diese Mutter spannen muss, damit die Räder in schnellen Kurven nicht nachgeben können.
Als Besonderheit müssen auch die geschlossenen Querlenker erwähnt werden, sie sind nicht nur sehr stabil sondern verhindern auch, dass sich z.B. Lehm oder Steinchen darin festsetzen.
Die ersten Fahreindrücke mit dem Grundsetup können als absolut neutral bezeichnet werden, der D8 ist berechenbar und leicht zu beherrschen. Bei gut eingestellten Bremsen ist die Verzögerung aus hoher Geschwindigkeit erstaunlich gut, der D8 bleibt in der Spur ohne Lastwechselprobleme, neben der effektiven Bremsanlage ist dafür auch eine optimale Gewichtsverteilung verantwortlich.
Eine gute Balance ist auch die Voraussetzung für gute Flug-eigenschaften bzw. einfaches Handling bei Sprüngen, die es ja auf jeder Bahn zu meistern gilt und je perfekter die Landung, desto schneller ist Buggy wieder unter Kontrolle auf der Fahrbahn.
Das Kurvenverhalten ist mit den Bügelstabilisatoren an beiden Achsen perfekt, sofern das Geläuf es noch zulässt, der D8 meistert Kurven auch bei hohen Geschwindigkeiten sehr gut.
Alle Einstellmöglichkeiten, die nötig sind, den D8 auf jedes Geläuf und den persönlichen Fahrstil abzustimmen, sind zahlreich vorhanden.

Aufgefallen

Wie schon im Baubericht genannt, erfordert die sehr enge Akku-Box und die getrennte Anordnung von Empfänger und Akku, eine sorgfältige Kabelführung und ein passend konfektioniertes Schalterkabel zur Akku-Box.

TIPP: Die Muttern der Akku-Box können durch einen Silikon-Klecks vor dem Herausfallen gesichert werden.

Je nach Motor kann es im Bereich der hinteren Welle sehr eng werden. In unserem Testmuster zeigen sich Schleifspuren an der Heckwelle, sie berührt die hintere Ecke des Flansches am Orion Alpha CRF. Es kann gut sein, dass an dieser Stelle am Motor etwas Material abgetragen werden muss.
Der flache Luftfilter ist so niedrig montiert, dass die Anlenkung der hinteren Bremse die Außen-Lage des Filters berührt. Hier muss auf die Rändelschraube und den Stellring geachtet werden, beide sollten den Schaumstoff nicht verschieben.

Fazit Praxis

Der Hot Bodies D8 ist ein reinrassiger Wettbewerbs-Buggy und technisch nahezu perfekt. Der D8 gefällt nicht nur beim Aufbau sondern auch in der Praxis, er ist stabil, dauerhaft und kann auch im Wettbewerb den Ton angeben.
Der D8 eignet sich für geübte Modellbauer was den Aufbau betrifft und kann von Anfängern bis hin zum Profi gefahren werden.
In Sachen Qualität und Fahreigenschaften ist der Hot Bodies D8 ein echter Tipp.

Bericht: Edgar Reichler
Fotos: Klaus-D. Nowack
Praxis Fotos: Edgar Reichler




Querschnitt: Hot Bodies D8

Allgemein
• Maßstab: 1:8
• Klasse: Verbrenner Off-Road

Chassis-Teile aus eloxiertem Aluminium
• 4 mm Bodenplatte und 3mm Lenkplatte
• 4 mm Dämpferbrücken
• Querlenker-Halter vorne und hinten
• 3-teiliger Motorträger

Antrieb
• 4WD-Kardanantrieb
• 3 Kegelraddifferenziale mit Öl teilgesperrt
• Kardan Gelenkwellen vorne und hinten
• 2 einstellbare Bremsen mit gelochten Epoxy-Scheiben
• Hauptzahnrad 48 Zähne
• Stahl-Glocke mit 16 Zähne Ritzel
• Kupplung mit 3 Backen
• Dicht-Kugellager kompletter Antrieb

Fahrwerk
• Einzelradaufhängung vorne und hinten
• Big-Bore Öldruckdämpfer
• Stufenlos verstellbarer Federvorspannung
• Kickup (Anti-Dive) 10° / Nachlauf gesamt 20°
• Spur vorne stufenlos über Spurstangen einstellbar
• 3° Vorspur hinten über Querlenkerhalter
• Sturz vorne und hinten stufenlos einstellbar
• Rollzentrum über die oberen Querlenker einstellbar
• Zahlreiche Dämpferpositionen zur Feinabstimmung
• 17 mm Alu Felgen-Mitnehmer mit Innen-Verzahnung

Lenkung
• Lenkung mit Kugellagern und Stahlbüchsen
• Servosaver mit von oben einstellbarer Druckfeder

Motor
• .21 Bigblog mit Heckauslass, Backplate, Schiebevergaser
• Ein Motor ist nicht im Baukasten enthalten

Abmessungen
• Länge: 480 mm
• Breite: 305 mm
• Radstand: 326 mm
• 125 ccm Treibstofftank mit Sinter-Filter und Diffusor
• Gewicht ca. 3600 Gramm (ohne Motor, Treibstoff und RC)

Plus
+ Sehr gute Bauanleitung
+ Sehr gut organisierte Bauteile
+ Sehr gute Verarbeitung und Präzision der Teile
+ Feste und maßhaltige Sechskant-Schrauben
+ Zahlreiche Detaillösungen
+ Stabile 4 mm 7075 Alu-Bodenplatte,
versenkte Schrauben
+ Solides aber ausreichend flexibles Chassis durch
Composite-Streben
+ Viele hochwertige Alu-Teile
+ Spiralverzahnter Antrieb der Achsgetriebe
+ Kardan-Gelenkwellen
+ Tiefer Schwerpunkt
+ Robuster und übersichtlicher Aufbau
+ Tank mit Diffusor und Pendel-Sinterfilter
+ Wirksame, gut dosierbare Bremsen
+ Leistungsfähige Big-Bore Alu-Öldruckstoßdämpfer
+ Sehr gute Gewichtsverteilung

Minus
- Sehr enge Akku-Box mit unpraktischem
Schraubverschluss



PDF-Download: Anleitung





PDF-Download: Bericht






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