START    BERICHTE   
 
Bild 1 (Bilder anklicken zum Vergrößern)
 Bild 2

 Bild 3

 Bild 4

 Bild 5

 Bild 6

 Bild 7

 Bild 8

 Bild 9

 Bild 10

 Bild 11

 Bild 12

 Bild 13

 Bild 14

 Bild 15

 Bild 16

 
 
 Kyosho 06.03.2011 
 
EP Fazer McLaren
1:10 Elektro Glattbahn


Im Kyosho Sortiment wird man gleich mehrmals fündig, wenn man einen Fazer sucht. Gemeinsam ist allen der Maßstab 1:10, ansonsten gibt es ihn als Verbrenner GP, als Offroader Kobra, als EP Rallye und schließlich noch als Elektro-Glattbahner, nämlich den hier vorgestellten EP Fazer mit einer sehr schönen Karosserievariante.

Karosserien
Der EP-Fazer ist als Ready-to-run Modell mit drei verschiedenen Karosserievarianten erhältlich. So gibt es ihn als Aston Martin DBR 9 2008, als Porsche 911 GT3 RSR oder wie hier besprochen, als den Klassiker McLaren F1 GTR Gulf.
Allen Karossen zu eigen ist die hohe Naturtreue und die sehr detaillierte Farbgebung und Dekoration der jeweiligen Rennversion.

Aufbau
Im Display-Karton findet man neben dem fahrfertig aufgebautem Chassis mit allen notwendigen Komponenten eine Kyosho Perfex KT 6 Fernsteuerung und die bereits erwähnte Karosserie vor. Ergänzt wird alles noch durch eine Bedienungsanleitung sowie eine Bauanleitung.
Diese wäre zwar nicht notwendig, weil alles betriebsbereit zusammengebaut ist, sie stellt aber für den Reparatur-oder Wartungsfall einen guten Leitfaden dar, wie man vorgehen sollte.
Man benötigt zum Betrieb also nur noch 8 Batterien für den Sender und einen Fahrakku.
Kyosho hat sich in puncto Fahrwerkstechnik an den bereits ausgereiften Komponenten der GP Verbrennerversion bedient, keine schlechte Lösung.
Lediglich der Antriebsstrang mußte in diesem Falle neu in das Fahrzeug hineinkonstruiert werden. Hierbei fällt die ultraleichte in der Mitte verlaufende Kardanwelle aus Faser-Kunststoff ins Auge.
Das darauf montierte Hauptzahnrad nimmt die Antriebsenergie des rechts hinten in Längsrichtung liegenden Motors auf. Dieser trägt durch seine extrem tief liegende Einbauposition zu dem sehr niedrigen Schwerpunkt des Fahrzeuges bei.

Vorne wird die Kraft durch eine Starrachse über die Antriebsknochen an die Räder weitergeleitet, hinten geschieht dies vermittels Kegel-Differenzial, wie allgemein üblich.
Der gesamte Antriebsstrang ist nicht nur gewichtsoptimiert, sondern auch komplett kugelgelagert und somit sehr leichtgängig. Insgesamt wurden 17 Kugellager verbaut.
Diff, Starrachse und Zahnrad sind voll gekapselt und so vor Verschmutzung weitestgehend geschützt. Das ganze ruht in einem Wannenchassis aus faserverstärktem Kunststoff, welches durch seinen sehr hohen Rand auffällt.
Hier hat Verwindung keine große Chance, zumal auch noch verschiedene integrierte Profile und Versteifungen dem Tweak entgegen wirken.
Die Radaufhängungen bzw. Schwingen selbst bestehen aus schlagfestem Kunststoff. Große Schäden sind hier nur bei schweren Crashs zu befürchten, und notfalls ist ja auch noch der großflächige Frontrammer aus PU-Schaum da.

Die oberen Querlenker sowie die Lenkgestänge sind einteilig ausgeführt. Sturz und Spur sind hiermit vorgegeben, es gibt nichts einzustellen.
Wer individuelle Einstellwerte wünscht, muss nachrüsten, was aber für einen Modellbauer keinen großen Aufwand darstellen dürfte.
Für die Befestigung der Öldruck-Stoßdämpfer sind relativ dicke Kunststoffbrücken vorgesehen, welche oben auf den Diff-Gehäusen montiert sind. Die Dämpfer selber verfügen über schwarze Kunststoffgehäuse mit Alu-Kappen. Die Vorspannung der schwarzen Standardfedern erfolgt durch Clipse, von denen genügend beiliegen.
Reifen und Einlagen sind einwandfrei mit den Felgen verklebt. Hier hat Kyosho differenziert und für die Vorderachse Reifen mit 40, hinten hingegen mit 30 Shore Härte spendiert.
Es macht durchaus Sinn, hinten weichere Reifen als vorne aufzuziehen, bei den meisten RTR´s findet man aber meist trotzdem rundum die gleichen Reifen vor.

Elektronik
Links im Chassis ist der Platz für den Akku reserviert, für dessen Halt sorgt ein stabiler Kunststoffhalter. Platz im Chassis finden sowohl NiMh-Akkus als auch LiPo´s, auch der Regler kann beide vertragen.
Beim Regler handelt es sich um einen Kyosho Perfex KA 16, mit Sicherheits-Abschaltung für den Fall, dass man sich für LiPo´s entscheidet. Er ist rechts vorne im Chassis, direkt hinter der Achse angebracht.
Unter dem Regler wirkt verdeckt und liegend montiert, das Lenkservo, ebenfalls ein Kyosho Perfex. Die liegende Montageweise kommt ebenfalls dem niedrigen Schwerpunkt zugute. Highlights in Bezug auf Leistungswerte bietet es nicht, das muss aber auch nicht sein, es funktioniert einfach und störungsfrei.

Ebenfalls auf der rechten Fahrzeugseite, allerdings hinten in Längsrichtung liegend werkelt der G27 Highpower-Motor, wobei Highpower hier als ein relativer Begriff anzusehen ist, handelt es sich doch um einen 1000fach überall zum Einsatz kommenden Standard-Dosenmotor.
Aber nichts für ungut, er ist wartungsfrei und sorgt für den nötigen Vortrieb des Fazer. Wem das nicht reicht, der kann auch eine Brushless-Version ordern.
Auf dem verbliebenen Platz zwischen Motor und Regler wurde der Perfex-Regler montiert, allerdings war dies nur noch hochkant möglich. Da ein Empfänger aber bekanntlich zu den leichtgewichtigen Komponenten gehört, kann dies akzeptiert werden.
Den Perfex KT 6-Sender hier noch näher zu beschreiben hieße „Eulen nach Athen zu tragen“. Er ist schon in so vielen RTR´s zum Einsatz gekommen, daß er überall bekannt sein dürfte. Er funktioniert halt im AM-Modus und verfügt über alle notwendigen Einstellmöglichkeiten.

Fazit
Vom Fahrbetrieb her ist der Fazer mit dem vorhandenen Motor in keiner Weise überfordert und lässt sich willig durch die Kurven treiben. Interessant dürfte der Vergleich mit einer Brushless-Version sein, aber das Fahrwerk hat genügend Reserven, weil viele Komponenten ja auch aus dem Verbrenner adaptiert wurden.
Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, beide sind hier relativ gut bedient, der erstere durch das unproblematische Fahrverhalten und die einfache Wartung, letzterer durch die Aufrüstmöglichkeiten und die Reserven, welche noch aus dem Fazer herausgekitzelt werden können.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus D. Nowack



 BILDERSERIE 
 



  Copyright Verlag rc-car racing / © www.rc-carracing.de / Alle Rechte vorbehalten.
Insbesondere dürfen Nachdruck, Aufnahme in Online-Dienste und Internet sowie Vervielfältigung
auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM etc. nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von
rc-car racing erfolgen. Alle Fotos sind ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt.
Anfragen für eine gewerbliche Verwendung der Fotos an eMail: kdn@nowack-fotodesign.de
 
START    BERICHTE