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 Thunder Tiger / Asso 17.10.2011 
 
SC 10
1:10 Elektro Short Course


In der Offroad-Szene Elektro 1:10 kommt man im Wettbewerb der Klassen 2WD und Monster an den Fahrzeugen von Associated nur sehr schwer vorbei. Gerade erst sind die RTR-Versionen B 4.RS, B 4.1 und T 4.1 in den Händen der Kunden angekommen, da bringt Asso nun, dem allgemeinen Trend folgend, ebenfalls eine Short Course Version der Offroader heraus.

Allgemein
Wie bei den meisten SC-Autos ist auch beim SC10 die RTR-Version deshalb so verbreitet, weil der typische Short Course-Freak sich nicht erst lange mit Schrauberei und Montagearbeiten aufhalten, sondern sofort Gas geben will.
Das kann man mit dem RTR-Set des Asso SC 10, denn bis auf den Fahrakku und die acht Mignons für den Sender ist alles dabei.

Asso befindet sich beim Bau eines Short Course Renners in einer komfortablen Situation, kann man doch auf die Technik und die Konstruktionsmerkmale der bereits vorhandenen ausgereiften 2WD-Offroader zurückgreifen.
Genau das hat Asso auch getan, denn der SC 10 ist technisch weitestgehend mit dem Monstertruck T4.1 identisch. Lediglich das Chassis aus Composite-Kunststoff musste SC-Typisch in die Länge gezogen werden und die Räder des T 4.1 waren auch nicht Short Course tauglich.

Ready to Run
Der SC 10 kommt in einem sehr großen Karton, sehr groß deshalb, weil darin auch ein Auto mit einer sehr großen Karosserie untergebracht werden muss.
Das Karosseriedesign gibt es in vier Variationen: LUCAS OIL, Speed Technologies, Pro Comp und Rockstar, wobei das Testauto mit der letzteren Version ausgestattet ist.
Nach dem Öffnen des Kartons steht er da, der SC 10 in der RTR-Ausführung. Darunter versteht man in diesem Fall:
Reifen mit Einlagen auf den Felgen verklebt, Karosserie fertig ausgeschnitten und angepasst sowie in Farbgebung des Energiedrinks ROCKSTAR lackiert und beklebt. Ehrlich gesagt ist diese vorwiegend in schwarz lackierte Karosse mit ihren Aufklebern die eleganteste Variante.

Die komplette Elektrik ist an Bord und fahrfertig angeschlossen, es handelt sich hier um ein Lenkservo SHV1504 MG, wobei das Kürzel MG für Metallgetriebe steht.
Es gibt zwar auch eine Brushed-Version, hier ist als Fahrtenregler aber ein XP Digital XP SC450-BL installiert. Er ist für 2-3S LiPo´s oder wahlweise bis zu 8 NiMh-Zellen ausgelegt.
LiPo Low Voltage Cutoff zur Vermeidung von Tiefentladungen ist vorhanden, ebenfalls Vor und Rückwärtsfahrt, wobei der Rückwärtsmodus sich deaktivieren lässt. Es sind noch weitere Reglereinstellungen möglich, welche aber nicht Gegenstand dieses Fahrberichtes sein sollen.
Zum Anschluss des Akkus ist bereits ein Deans-Stecker vorgesehen, diese Hochstromstecker setzen sich immer mehr durch.

Der XP-Regler teilt dem im Fahrzeug befindlichen Brushless-Motor Reedy 540R mit 3300 Kv den Strom zu. Auch dieser verträgt bis zu 3S-LiPo´s oder bis zu 8 NiMh´s und kommt ohne Sensortechnik aus.
Die Verbindung zwischen Regler und Motor wird benutzerfreundlich mit 3,5 mm Goldkontakt-Steckern hergestellt.
Die komplette elektronische Bestückung entspricht also dem bereits auf dem Markt befindlichen T 4.1

Das trifft ohne Einschränkungen auch auf die Fernsteueranlage zu. Bei Asso scheint die Zeit der 27 MHz AM-Billigfunken definitiv vorbei zu sein, für andere Anbieter von RTR-Sets ist dies unbedingt zur Nachahmung empfohlen.
In diesem Falle stellt eine zeitgemäße 3-Kanal 2,4 GHz Fernsteuerungsanlage XP3-SS die Verbindung zum Fahrer her. Der zugehörige, extrem kleine Empfänger hätte auch in einem 1:18er ausreichend Platz.

Chassis
Das wannenförmige Chassis besteht aus Composite-Kunststoffmaterial. Die hohen Ränder sowie die innen liegenden Versteifungsrippen bilden eine verwindungssteife Einheit.
Wegen des Einsatzes im SC-Bereich ist es wie eingangs erwähnt, etwas länger als beim Monstertruck ausgefallen, ansonsten aber fast gleich.
Die Akkuaufnahme, passend für bis zu acht Zellen Sub C-Akkus oder 2S LiPo´s ist in der Mitte des Fahrzeuges längs zur Fahrtrichtung vorgesehen, rechts und links davon findet sich genügend Platz für Fahrtenregler und Empfänger.
Der Akkuhalter ist jetzt nicht mehr durch Clipse gesichert, sondern kann aufgeklappt und später durch Bajonettverschlüsse festgehalten werden, ein deutlicher Gewinn an Servicefreundlichkeit.

Das Lenkservo ruht quer hinter der Vorderachse. Die komplette Vorderradaufhängung wird separat an die vordere Chassisaufnahme angeschraubt.
Die Verbindung des Servos mit dem Lenkgestänge erfolgt über einen stufenlos einstellbaren Servosaver, der Schläge vom Lenkservo fernhält. Eine Verstellung in eingebautem Zustand ist allerdings wegen der beengten Platzverhältnisse relativ schwierig.
Die vorderen Schwingen entsprechen in den Abmessungen in etwa den Monster-Schwingen. Bei der Lenkung hat man konventionell gedacht: C-Hubs und Lenkhebel unterscheiden sich nicht großartig von den Mitbewerbern.
Lenkgestänge sowie Sturz der Räder sind mittels Rechts/Links-Gewinde aus Stahl zu verstellen.

Die Dämpferbrücken sind mit denen des T 4.1 identisch. Sie bieten je drei Aufnahmepunkte für die Stoßdämpfer, bei den Schwingen kann man zwischen zwei Punkten wählen.
Die Dämpfer selbst wurden unverändert vom T 4.1 übernommen. Die Gehäuse bestehen aus blau eloxiertem Aluminium und sind schnell zusammengebaut. Als Federn kommen vorne und hinten Standardfedern zum Einsatz, die Dämpfer sind hinten länger als vorne.
Beim SC 10 erfolgt die Federvorspannung per Clips. So kann wenigstens im Gelände kein Feingewinde verschmutzen oder gar beschädigt werden.

Dem Einsatzzweck angepasst sind die voluminösen, aus flexiblem Kunststoff hergestellten Front-und Heckrammer sowie die Karosseriehalter.
Am Heck sind zudem noch zwei authentische Schmutzfänger aus flexiblem Gummi angebracht, welche beim Fahren flattern wie beim großen Vorbild. Flankiert wird das ganze von sehr flexiblen seitlichen Prallbügeln, den so genannten Nerfbars.

Antireb
Auch beim SC 10 befindet sich der Reedy Brushless-Motor hinter der Hinterachse am äußersten Ende des Fahrzeuges.
Dessen Antriebskraft wird über ein Hauptzahnrad in 48 dp-Teilung mit integriertem Slipper an das Zwischengetriebe geleitet, welches geschützt in ein Getriebegehäuse eingebaut ist.
Darin befindet sich auch das 4-Spider Kegeldiff, man ist hier ansonsten bei den reinen Wettbewerbsfahrzeugen ein Kugeldiff gewöhnt. Beim Short Course macht die pflegeleichtere Kegel-Variante durchaus Sinn.
Die Kraftübertragung auf die Hinterräder wird von stählernen Antriebsknochen erledigt. Die Erfahrungen mit dem B4 RS und dem T 4.1 haben in der Vergangenheit gezeigt, dass hier keinerlei Probleme auftreten.

Die hinteren Schwingen sind von rechts nach links austauschbar, das vereinfacht die Lagerhaltung. Der Sturz ist auch hier durch stählerne Rechts/Links-Gewinde einstellbar.
Alle Kugelgelenke der Aufhängungen verfügen über die Asso-typischen Schaumstoffkragen zur Abdichtung gegen eindringenden Staub, eine einfache aber äußerst wirkungsvolle Lösung.
Bei der Radlagerung hat man hochwertige Kugellager eingesetzt. Die Radaufnahmen entsprechen der gängigen Norm, man kann somit auch andere als die vorhandenen KMC-Felgen mit den Multi Terrain Racetruck-Reifen aufziehen.
Die komplette Antriebseinheit nebst hinterer Radaufhängung ist an den rückwärtigen Teil der Chassiswanne geschraubt. Im Bedarfsfalle muss man nur wenige Schrauben lösen, um sie komplett abnehmen zu können.

Abgerundet wird die Ausstattung durch ein Werkzeugset aus Kunststoff. Da am Fahrzeug keine metrischen Schrauben zum Einsatz kommen, ist dies Set zumindest für den Anfang echt hilfreich.
Weiterhin kann man über eine sehr detaillierte Bauanleitung verfügen. Bei Wartungsarbeiten oder Austausch von defekten Teilen leistet sie gute Dienste, zumal dort auch Teilelisten, Einstellhinweise sowie Setup-Sheets abgedruckt sind.
Der SC 10 wirkt erheblich größer als ein herkömmlicher 1:10er. Das mag an der großen SC-Truck-Karosserie liegen.

Fazit
Auf dem Garagenhof bei trockener aber kalter Witterung baute sich im Vergleich zum T 4.1 mehr Griff auf, das mag an der Bereifung liegen. Schöne Drifts sind aber auch hier bereits möglich. Der Brushless-Motor sorgt dabei für genügend Vortrieb.
Der SC 10 ist aber nicht unbedingt für Asphalt konzipiert, sondern fühlt sich im welligen Gelände mit losem Untergrund viel wohler. Hier ist er in seinem Element. Auch Sprünge beherrscht er problemlos. Mit ein wenig Übung ist er für jeden beherrschbar.
Das Lenservo könnte ein wenig schneller sein, ansonsten gibt´s wirklich nichts zu meckern. Man erhält einen ausgereiften SC-Truck mit bildschöner Karosse, und das auch noch zu einem guten Preis.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack


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