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 Krick 22.10.2011 
 
ZD Racing ZRE 1
1:8 Elektro Off Road


Während der Saison 2010 war bereits ein zunehmender Trend zu leistungsstarken 1:8 Offroad-Fahrzeugen mit Brushless-Technologie zu beobachten. Wer dies für eine saisonal bedingte Erscheinung gehalten hatte, musste allerdings feststellen, dass sich der Trend eher noch verstärkt hat und ungebrochen weiter geht. Ein Ende ist nicht in Sicht und auch nicht zu befürchten. Für denjenigen, welcher erstmalig in die 1:8 Off-Road Elektro-Szene reinschnuppern will, hat ZD-Racing nun den 4WD-Buggy ZRE-1 auf den Markt gebracht.

Allgemein
Bereits im letzten Jahr wurden an dieser Stelle die von Krick Modellbau vertriebenen Fahrzeuge von ZD-Racing, der Truck ZRT-1 und der Buggy ZRB-1 vorgestellt. Von der Ausführung her handelte es sich hierbei um Hightech-Produkte mit leistungsstarken Brushless-Antrieben. Wenn man es damit richtig fliegen lassen will, ist schon eine relativ kundige Hand vonnöten, sonst könnte es Bruch geben. Es werden teilweise höhere Fahrleistungen erzielt als mit Verbrennern.
Der neue 4WD-Buggy ZRE-1 verfügt über die meisten Features des ZRB-1, jedoch in gemäßigter Ausführung, sowohl von den verwendeten Materialien her als auch vom Preis, der doch um ca. 170,- Euro günstiger ist als der des großen Bruders.

Ready to Run
Es handelt sich hier ebenfalls um eine Ready-to-Run-Ausführung, kurz RTR genannt. Deshalb ist auch alles dabei, was man benötigt, um den Buggy sofort in Betrieb zu nehmen, sieht man einmal von den Batterien für den Sender ab.
Die Bedienungsanleitung kommt in mehreren Sprachen und behandelt auch den Zusammenbau des Buggys. Da es sich um ein RTR-Modell handelt, hat dieser Teil nur informativen Charakter, ist aber bei Reparatur- und Wartungsarbeiten eine gute Hilfe.
Die Explosionszeichnungen und Teilelisten mit Ersatzteil-Nummern sind ebenfalls von Nutzen, wenn mal was kaputt geht und nachgeordert werden muss.
Wie beim ZRB-1 ist auch hier eine 2,4 GHz-Fernsteuerung Bestandteil des Sets. Die Zeit der Billiganlagen mit 27 MHz AM scheint also endgültig der Vergangenheit anzugehören.

Fernsteuerung
Die T3G-2400 ist ein 3-Kanal Sender, wobei der dritte Kanal dazu dient, um Zusatzfunktionen auszuführen. Zum Fahren ist er nicht notwendig. Es müssen übrigens nur 4 Batterien in den Senderfuß eingelegt werden. Nimmt man statt dessen Akkus, besteht eine Lademöglichkeit per integrierter Buchse am Sender.
Man kann am Sender quasi alles einstellen: Servo-Reverse und Weg, Trimmung von Gas und Bremse. Dabei wird der Status der Trimmung durch im Halbkreis angeordnete hell leuchtende Dioden angezeigt, ungewöhnlich aber praktisch. Die Trimmung erfolgt durch elektronische Taster hinter dem Lenkrad, oben für die Lenkung und links für Gas/Bremse.

Der 3-Kanal –Empfänger R3 2400 ist extrem klein. Bei diesem Fahrzeug hat man in Fahrtrichtung rechts vorne eine spritzwassergeschützte Empfängerbox spendiert, in welcher der Winzling verschwinden kann. An dieser Stelle war beim ZRB-1 das Lenkservo liegend montiert.
Beim ZRE-1 befindet es sich nunmehr auf der linken Seite, allerdings erfolgte die Anbringung stehend. Es handelt sich auch hier um ein 9 Kg-Servo mit Metallgetriebe, welches über einen integrierten Servosaver auf die Lenkung einwirkt. Allerdings wirkte zunächst einmal gar nichts, da der Saver erst einmal richtig zugedreht werden musste, weil er total soft eingestellt war.

Antrieb
Der ZRE-1 entspricht bei der ersten Inaugenscheinnahme seinem stärkeren Bruder. die Unterschiede liegen hier im Detail und fallen erst bei genauerer Betrachtung auf.
So hat man z.B. statt der 3mm Alu-Bodenplatte einer Chassis - Wanne aus Composite-Material den Vorzug gegeben. Hier sind genau wie beim Alu-Pendant alle Bohrungen voll gesenkt. Die Aufnahme für die Hinterachse ist eben, die vordere ist etwas nach oben gewinkelt.
Der in dieser Klasse gängige Standard sieht vor, ein zentral positioniertes Mitteldifferenzial, welches die Motorkraft über Wellen auf jeweils ein Front-und Heckdifferenzial weiterleitet, zum Einsatz zu bringen. Es handelt sich bei allen dreien um solide 4-Spider- Diffs.

Zwischen den beiden Tellerrädern drehen sich insgesamt vier Kegelräder, allesamt aus gehärtetem Stahl. Ab Werk sind alle drei Diffs mit einer Fettfüllung versehen, auch eine Befüllung mit verschieden dicken Ölen liegt hier im Bereich des Möglichen, falls man die Sperrwirkung verändern möchte.
Die Weiterleitung aller Antriebskräfte erfolgt über solide Stahl-Antriebsknochen, lediglich an der Vorderachse hat man sich zum Einsatz von Kardans, ebenfalls aus Stahl, entschlossen, was wegen der auftretenden Kräfte bei grossen Lenkeinschlägen durchaus Sinn macht.
Der komplette Antriebsstrang einschließlich der Radachsen ist komplett kugelgelagert, alles andere würde hier auch keinen Sinn machen.
Auf den stählernen Radachsen sind die Alu-Sechskant-Mitnehmer in der hier üblichen 17 mm Ausführung mit ebensolchen Radmuttern aufgeschraubt, man kann also auch Fremdräder zum Einsatz bringen, wenn man möchte.

Aufhängung
Bei der vorderen und hinteren Radaufhängung ergibt sich kaum ein Unterschied zum ZRB-1.
Die Querlenkerwellen werden in Kunststoffhaltern direkt auf dem Chassis aufgeschraubt. Die unteren Schwingen sind ausreichend dimensioniert und bestehen aus faserverstärktem Kunststoff. Die schmalen oberen Querlenker weisen solide Rechts/Links-Gewinde zur Einstellung des Sturzes auf, ebenso die Lenkgestänge.
Achschenkel vorne und Radträger hinten sind hier allerdings aus Composite-Kunststoff gefertigt, ein Zugeständnis an den günstigen Preis, aber nicht unbedingt ein Manko.
Die gesamtem Einheiten der Vorder-und Hinterachse sind gegen die Chassisplatte abgestützt, damit sich das ganze nicht verwinden kann. Die eloxierten Abstützungen des ZRB-1 findet man allerdings nicht, auch hier gilt: Composite-Kunststoff statt Aluminium.

Bei den Dämpferbrücken hat man jedoch nicht auf Aluminium verzichten wollen. Die Anzahl der Befestigungspunkte ist hier allerdings vorne und hinten auf drei pro Dämpfer reduziert worden.
Die Dämpfer machen ihrem Namen „Big Bore“ alle Ehre, verfügen sie doch über reichlich dimensionierte Kunststoffgehäuse mit 16 mm Durchmesser. Die schönen Alu-Gehäuse mit Feingewinde bleiben allerdings dem ZRB-1 Fahrer vorbehalten, in diesem Falle hat man sich mit Kunststoffgehäusen und Clips begnügt.
An der hinteren Brücke befindet sich zudem die Halterung für den verstellbaren Heckspoiler. Dieser ist so flexibel, dass ihm auch Überschläge im Gelände nichts ausmachen dürften.
Auch an der Lenkung wurden etliche Alu-Teile durch Kunststoff ersetzt, wohl im Hinblick auf den günstigen Preis. Die verschiedenen Anlenkungen zur Veränderung des Ackermann-Effektes sind jedoch erhalten geblieben.
Nach wie vor erfreulich ist auch das Vorhandensein von Front - und Heckstabis ohne Aufpreis. In den Schwingen sind sie in Kugelgelenken sehr vorbildlich befestigt.

Motor und Regler
In Fahrtrichtung rechts hinten befindet sich der Brushless-Motor ZD-Racing B 3656 mit 2700 kV. Das ist jetzt kein Ausbund an Explosivität wie das im ZRB-1 eingesetzte Triebwerk, reicht aber für manierliche Fahrleistungen und sehr ordentliche Beschleunigungswerte voll aus.
Für die richtige Dosierung der Power ist der aufs Chassis aufgeklebte Brushless-Fahrtenregler zuständig. Er verfügt neben dem Kühlkörper auch über einen fest installierten Ventilator, welcher immer mitläuft.
Der Regler erlaubt den Einsatz von 2S bis 4S LiPo´s und ist mit 120 A Dauerstrom belastbar.
Das linksseitig angeordnete Fach für den LiPo ist etwas eingeschränkt: Auch wenn der Regler bis zu 4S LiPo´s verkraftet, so nimmt das Fach maximal einen 3S mit 11.4 Volt auf. Das ist auch gut so, denn bei Einsatz von 4S Akkus wäre vermutlich bei den Kunststoffteilen mehr Verschleiß vorprogrammiert als beim Aluminium Pendant, und ob dies der Lebensdauer zuträglich wäre, erscheint fraglich. Ein 3S - LiPo mit 3000 MAh ist dem Set übrigens beigefügt.

Praxis
Beim ersten Rollout wurde erstmal der Geradeauslauf getrimmt. Das Zahnflankenspiel des Antriebs wurde nochmals kontrolliert. Alles war bereits sauber eingestellt und es konnte sofort losgehen.
Nach Verbinden des Akkus mit dem Regler und dem Betätigen des Schalters ertönt eine melodische Tonfolge, eine Leuchtdiode, zwischen rot und grün blinkend, bleibt schließlich permanent auf grün stehen, dann ist alles klar.
Auf Aspalt bei 0° ist mit den Minipin-Reifen ein sehr guter Vortrieb zu erzielen, das sollte man dem doch relativ kleinen Aggregat gar nicht zutrauen. Auch der Griff in den Kurven ist bei hohen Geschwindigkeiten neutral bis leicht untersteuernd.
Auch auf einem welligen Rasenstück durchsetzt mit Wurzeln gab es keinerlei Probleme zu vermelden. Alle Befehle des Fahrers wurden astrein umgesetzt. Stimmte zunächst die vermeintlich geringe Bodenfreiheit etwas bedenklich, so konnte doch festgestellt werden, dass nichts durchschlug und die Dämpfer feinfühlig die Räder auf dem welligen Untergrund hielten.

Da in Anbetracht der Jahreszeit und des kalten Wetters eine Rennstrecke gerade nicht zur Verfügung stand, musste ein Feldweg herhalten. Warm verpackt konnten hier 3 Akkufüllungen verbraten werden. Sprünge konnten hier allerdings nicht probiert werden, es ist jedoch zu vermuten, dass das Sprungverhalten dem des ZRB-1 sehr nahe kommt.
Nach Abblasen des Autos und genauerer Untersuchung konnte keine Unregelmäßigkeit, kein Verschleiß und kein Schaden vermeldet werden wenn man davon absieht, dass einmal das Motorritzel festgezogen werden musste. Auch die Verklebung der Reifen hatte einwandfrei mitgespielt.

Fazit
Man kann sagen, der ZRE-1 ist sein Geld wert und garantiert einen hohen Spaßfaktor. Der Anfänger kann zunächst mal einen 2S LiPo einsetzen, um sich an die Fahrleistungen heranzutesten. Dann kann nichts schiefgehen.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Krick ZD-Racing ZRE-1

Lieferumfang des RTR-Sets
• 1:8 Buggy ZD-Racing ZRE-1
• Brushless-Set
• 2,4 GHz - Fernsteuerung T3G 2400
• Fertig dekorierte und angepasste Karosse
• Flexibler Heckflügel
• Offroad-Reifen auf Felgen verklebt
• Elektronik komplett installiert und eingestellt
• Komplette schriftliche Unterlagen

Abmessungen
• Länge: 486 mm
• Breite: 306 mm
• Höhe: 203 mm
• Radstand: 325 mm
• Spurweite vorne: 260 mm
• Spurweite hinten: 255 mm

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