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 Ansmann Racing 05.11.2011 
 
Mad Monkey 2WD
1:10 Elektro Off Road


Ansmann hat ein umfangreiches Sortiment an Elektrofahrzeugen im Maßstab1:10, besonders im Offroad Bereich im Angebot. Davon verfügt der größte Teil über einen 2 WD-Antrieb nach herkömmlichen Muster. Weshalb also noch einen 2WD?
Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten: Beim neuen Mad Monkey hat man zwar das 2 WD Antriebs-konzept übernommen, wenn man aber die Karosse abgenommen hat, fällt einem auf, dass etwas anders ist als bei den bisherigen Fahrzeugen.


Ready-to-Run
Befand sich bei 2WD Fahrzeugen bisher der Motor immer hinter der Hinterachse ganz am Ende des Fahrzeuges, so findet man ihn beim Mad Monkey weit vor der Hinterachse, noch vor dem Getriebe und so tief wie möglich platziert, quasi könnte man von einem Mittelmotor sprechen.
Davor ist der Platz für den Akku reserviert und zwar quer zur Fahrtrichtung und nicht auf der Längsachse des Fahrzeuges wie bisher.
Der Mad Monkey kommt als RTR und im Karton findet man das fertig aufgebaute Auto, eine Bauanleitung und einen Sender. Man benötigt lediglich noch einen Fahrakku und Senderbatterien.

Die Reifen weisen das typische 2 WD-Profil auf: Hinten Minipin und vorne Längsrillenprofil. Sie sind bereits einschließlich der mittelharten Einlagen fertig auf den Felgen verklebt, der Käufer muss hier nicht mehr Hand anlegen. Genau wie bei Heckspoiler und Karosse, diese sind bereits farbig bedruckt und ausgeschnitten.
Das Fahrzeug ist komplett zusammengebaut, alle Elektrokomponenten sind installiert und abgestimmt bzw. eingestellt, so dass sich der Fahrer darauf konzentrieren kann, das Auto auf die Bahn zu setzen und Gas zu geben. Hierfür ist, genau wie beim Blizzard , der Ansmann W5 Sender gedacht. Da in dessen Fahrbericht bereits ausführlich darauf eingegangen wurde, soll er hier nicht erneut besprochen werden.

Aufbau
Für den Mad Monkey hat man ein Kunststoff-Wannenchassis vorgesehen. Ob der Kunststoff faserverstärkt ist, ließ sich leider nicht feststellen. Das Chassis erhält aber in jedem Falle eine zusätzliche Festigkeit durch etliche Verstärkungsrippen im Inneren.
Um den weiteren Aufbau des Mad Monkey zu verstehen, bildet die trotz RTR-Ausführung beigefügte Bauanleitung eine gute Grundlage.
Das Chassis ist dreiteilig ausgeführt. Vorne und hinten an die Chassiswanne werden die Aufnahmen für die Vorder- und Hinterachse angeschraubt, wobei die vordere Offroad-Typisch um einige Grad nach oben abgewinkelt ist.
Da es sich um einen 2WD handelt, ist die antriebslose Vorderachse relativ einfach gestrickt. An einem Halter werden die unteren Schwingen mit Querlenkerstiften und E-Clipsen befestigt
Die obere Führung wird von Gewindestangen, wenn auch leider ohne Rechts/ Links-Gewinde, übernommen.

Die Lenkhebel ruhen in C-Hubs. In den Lenkhebeln sind die Achsstummel für die Vorderräder gelagert, die Lagerung erfolgt jedoch bedauerlicherweise in Messingbuchsen statt in Kugellagern.
Direkt hinter der Achskonstruktion ist die Lenkung angeordnet, welche allerdings durch den Einsatz von Bundlagern über eine vorbildliche Lagerung verfügt. Die gesamte Achs- und Lenkungskonstruktion wird von oben mit einer Kunststoffabdeckung geschützt und verstärkt.
Aus diesem Grunde sollte man sich auch bereits für eine Vorab-Einstellung des Servosavers entscheiden, da man hinterher nur noch sehr umständlich an die Rändelmutter gelangen kann.
Genau wie die Gewindestangen der Radaufhängung haben die Lenkstangen kein Rechts/ Links-Gewinde, dafür aber ausreichend dimensionierte Kugelköpfe und Pfannen.

Hinterachse
Den Kernpunkt der Hinterachse bildet die hermetisch geschlossene Getriebebox, in welcher das Kugeldifferenzial und das Zwischengetriebe ihren Dienst verrichten. Hier ist alles kugelgelagert und auch ausreichend gefettet.
Die Getriebebox und die grün eloxierte Motorhalteplatte bilden den rückwärtigen Abschluss des Buggy´s. Der Motor, und das ist neu, kommt nun nicht mehr zum Schluss, sondern ist so tief wie möglich vor dem Getriebe positioniert, was eine sehr gute Gewichtsverteilung verspricht.
Die Motorhalteplatte stellte bei früheren Ansmännern wie z.B. dem Magnum ein Problem dar. Wenn man die Getriebehalteschrauben fest anzog, war es sofort um das Gewinde geschehen.
Dieses Phänomen scheint man jedoch nun weitgehend eliminiert zu haben, die Schrauben können jetzt fester angezogen werden, ohne dem Gewinde sofort den Garaus zu machen.

Die Schwingen und die hinteren Radträger bestehen aus dem gleichen Kunststoff wie die vorderen Pendants, auch hier keine Rechts/ Links- Gewinde zur Sturzeinstellung und auch hier Messingbuchsen statt Radlager.
Um so angenehmer überrascht ist man dann, wenn man feststellt, dass statt Antriebsknochen hochwertige Antriebstechnik in Form von CVD-Kardans verbaut wurde.
Durch Veränderung der Motorposition muss man allerdings einen gewissen Schräglaufwinkel dieser Kardans in Kauf nehmen, was aber nicht unbedingt heißen soll, dass damit höherer Verschleiß verbunden wäre.
Die Öldruck-Dämpfer mit Kunststoffgehäusen sind sehr filigran und entsprechen genau denen des Blizzard. Sie sind ebenfalls vorne etwas kürzer als hinten. Die Federvorspannung der schwarzen, linear gewickelten Standard-Federn erfolgt auch hier per Clips.

Elektronik
Die Elektronik ist fahrfertig und verkabelt. Vorne, direkt hinter der Lenkung liegt das Lenkservo mit 3 kg Stellkraft. Es entspricht somit dem des Blizzard, hat allerdings kein Teil-Alugehäuse.
Fahrtenregler und R5-Miniempfänger befinden sich zentral im Chassis und entsprechen ebenfalls denen des Blizzard. Der Regler kann auch hier mit 60 A dauerbelastet werden.
Auch der Motor entspricht dem des 4WD-Kollegen. Obwohl er als 12.5 t Brushless angekündigt wird, ist hier ebenfalls die Bezeichnung 10T aufgelasert. Wenn es dann wirklich ein 10T sein sollte, ist dazu nur anzumerken: Etwas mehr Leistung hat noch keinem geschadet.

Praxis und Fazit
Quer zur Fahrtrichtung, noch relativ weit zur Fahrzeugmitte ist der Akkuschacht angeordnet. Der Akku kann nach Abnahme der Sicherung, welche mit vier Clipsen arretiert wird, von oben eingelegt werden.
Auch dieser Akkuschacht verfügt bewußt nicht über die früher üblichen Ausformungen für NiMh-Akkupacks, somit können problemlos alle gängigen Akkupacks zum Einsatz kommen.
Wenn alles geladen und mit dem 2S-Lipo verkabelt ist, gibt es keinen Hinderungsgrund mehr, um nicht sofort das Rollout zu starten.
Auf dem Garagenhof, trocken und staubfrei, können sowohl der Antrieb als auch der Griff der Reifen überzeugen. Trotz des nach vorne gewanderten Motors sind hier auch Wheelies möglich, wenn gewünscht. Auch auf Rasenflächen verhält sich der Mad Monkey gutmütig und ist unkompliziert beherrschbar.

Auf der Strecke des AMC Langenfeld mit Kunstrasen, vielen Wellen und mehreren Sprüngen ist dann etwas mehr Konzentration angesagt.
Für den Kunstrasen könnten vorne Schumacher Stagger Lee und hinten Schumacher Mini Pins eingesetzt werden, das ergibt ein ausgezeichneten Fahrverhalten. Das Sprungverhalten erscheint unproblematischer dank der neuen Einbauposition des Motors.
Der Mad Monkey ist keinesfalls mad, sondern ein vernünftiger Entschluss, wenn man relativ kostengünstig Offroad-fahren will.

Bericht: „„Ernst Conty““
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Ansmann Mad Monkey

• 1:10 Elektro Buggy 2WD
• RTR - Set mit 2,4 GHz - Fernsteuerung Ansmann W 5
• Ansmann - Brushless Motor mit 10 T
• Regler mit 60A Dauerbelastung
• 3 KG - Lenkservo
• Minipin - Offroad-Bereifung hinten, Längsrillen vorne
• 2 WD - Wannenchassis
• Kugeldiff, Antrieb mit CVD - Kardans

Abmessungen
• Länge 385 mm
• Breite 245 mm
• Höhe 110 mm
• Radstand 275 mm
• Bodenfreihiet 30 mm
• Gesamt fahrbereit ohne Akku: 1.190 Gramm



PDF-Download: Anleitung






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