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 Thunder Tiger 06.11.2011 
 
MT4 G3
1:8 Elektro Truck


Nach dem Erfolg des Brushless Buggy´s EB-4 G3 legt jetzt Thunder Tiger noch einmal nach und schickt den Monster Truck MT-4 G3 ins Rennen. Der gewaltige 1:8er RTR hat viele Einzelheiten seines Buggy-Pendants übernommen, wie z.B. die komplette RC-Anlage und die Elektro-Komponenten.

Ready-to-Run
Der Truck wird ausschließlich als Ready-to-Run geliefert, und das ist auch gut so - der Kundenkreis, für den ein solcher 5 KG-Gigant infrage kommt, will mit Sicherheit nicht lange schrauben und basteln, sondern auspacken, einschalten und ab ins Gelände.
Und genau das ist in diesem Falle möglich. Lediglich die entsprechenden Stromquellen, sprich: Fahrakku und Batterien für den Sender sind noch zu besorgen und ab geht die Post.
Der riesige Karton beinhaltet alles, was zur Inbetriebnahme gebraucht wird: Zunächst einmal das fertig aufgebaute und bereits eingestellte Auto mit lackierter und angepasster Karosse.
Die riesigen Geländereifen mit grobstolligem Offroadprofil sind bereits fertig auf den Felgen verklebt. Diese kommen im Beadlock-Style daher, aber das täuscht, es ist lediglich ein optisches Gimmick, es handelt sich um konventionelle Kunststoff-Felgen.
Die Montage- und Betriebsanleitungen liegen im englischsprachigen Original bei, aber keine Sorge, für den deutschsprachigen Raum gibt es auch alles noch mal in Deutsch dabei.

Fernsteuerung
In Puncto Fernsteuerungen für RTR-Autos setzt Thunder Tiger gerne die Messlatte. Hier findet sich keine überalterte 27 MHz-AM-Anlage, sondern meistens, wie auch in diesem Falle die zeitgemäße 2,4 GHz Anlage Cougar PS3i mit einem winzigen TRS 401 ss-Empfänger.
Der Sender bietet alle erdenklichen Einstellmöglichkeiten, verfügt über ein LCD-Display und kann zehn Modelle abspeichern. Selbst die Anbindung des Empfängers an den Sender war bereits erfolgt.
Genau wie für den Sender muss man auch für das Auto die entsprechenden Stromspender besorgen. Für den Fall, dass man 2 x 2S LiPo´s einbauen möchte, wovon auszugehen ist, liegt ein Adapter mit Deans-Stecker bereits dabei.

Elektronik / Motor
Bei den Antriebskomponenten hat man keine Experimente gemacht und die Motor/Regler Combo aus dem Buggy übernommen. Es gab aber auch wirklich keinen Grund, davon abzuweichen.
Der ACE RC BLC 80 C-Fahrtenregler besticht mit LiPo-Unterspannungsschutz, automatischer LiPo-Zellenerkennung, Spritzwasserschutz und elektrischem integrierten Lüfter. Außerdem ist er bereits fahrfertig kalibriert und eingestellt und verfügt über zahlreiche Einstellmöglichkeiten.

Der Brushless-Motor der Marke Ripper ist ebenfalls ein alter Bekannter. Seine Leistung wird mit 2000 kV, also 2000 Umdrehungen pro zur Verfügung stehendem Volt angegeben, damit liegen beim Einsatz eines 4S-LiPo gut 30000 U/min an.
Ein durchschnittlicher Wert, doch das täuschte schon beim Buggy. Der Vortrieb ist bemerkenswert, der Truck hebt bei voller Beschleunigung sogar vorne ab.
Das S2008MG-Servo hat man ebenfalls vom Buggy übernommen, wobei das Kürzel MG für Metallgetriebe steht, was bei der Gewichtsklasse auch ratsam ist, ein Kunststoffgetriebe würde hier schnell schlappmachen.
Mit 9 kg Power lt Herstellerangabe ist das Servo auch keinesfalls unterdimensioniert, allerdings ist es auch nicht übermäßig schnell.

Aufbau
Der MT-4 ist auf einem Aluminium-Chassis mit 3mm Dicke aufgebaut. Darauf ist eine Kunststoffwannen-Konstruktion aufgeschraubt, in welcher alle weiteren Komponenten untergebracht sind. Der Rand dieser Wanne ist ca. 3 cm hoch und schirmt alles wirkungsvoll nach außen ab.
In der linken Hälfte findet man ganz vorne den wirklich winzigen Empfänger vor. Im rückwärtigen Teil hat man den Fahrtenregler angebracht, genau mittig zwischen den beiden Komponenten und längs zur Fahrtrichtung wurde der Ripper Brushless positioniert, das spricht für eine ausgewogene Gewichtsverteilung, da er die schwerste Komponente auf dieser Seite ist.
Der Ripper selbst bekam eine sehr solide Alu-Halterung mit Längslöchern zur Justierung des Zahnflankenspiels spendiert. Sie nimmt auch zugleich das Mitteldiff auf.
Beim Mitteldiff handelt es sich um ein Kegeldiff mit 4-Spider Stahl-Innenleben. Die Weiterleitung der Antriebskraft erfolgt über Stahlkardans jeweils zum Front- und Heckdiff in gleicher Bauart.

Beide Diffs liegen vorne und hinten geschützt in ihren Getriebegehäusen, welche das Kernstück der jeweiligen Achskonstruktion bilden.
Von dort aus wird die Power ebenfalls per Kardan auf die hohl gebohrten stählernen Radachsen geleitet. Der Antriebsstrang ist komplett mit Kugellagern versehen, was auch dringend notwendig erscheint.
Bisher nur vom EB4 bekannt ist auch der Schutz für das Kunststoff-Hauptzahnrad an der Chassis-Unterseite. Bodenunebenheiten haben hier keine Chance mehr, dem Zahnrad den Garaus zu machen, Zahnausfall durch Bodenkontakt gehört somit der Vergangenheit an.
An der Hinterachse kommen sehr lange Schwingen aus schlagzähem Kunststoff zum Einsatz, die Sturzeinstellung der Hinterräder kann mittels großzügig dimensionierter Rechts/Links-Gewinde, welche den oberen Teil der Aufhängung bilden, vorgenommen werden. Genauso verhält es sich mit den Rechts/Links-Gewinden der Lenkung.

An der Vorderachse hat man sich für die eher im Verbrenner-Sektor gebräuchliche Pivot-Ball-Aufhängung entschieden, diese Aufhängungsvariante braucht sich hinter der sonst gebräuchlichen C-Hub-Aufhängung sicherlich nicht zu verstecken.
Der Sturz der Vorderräder wird hierbei durch Ein- oder Ausschrauben der Kugeln einreguliert. Die oberen Streben können auf ihren Wellen nach vorne oder hinten verschoben und damit der Nachlauf verändert werden. Anschließend erfolgt eine Fixierung auf der Welle mit Clips.
Die metallenen Dämpferbrücken sind 4 mm dick und verfügen vorne und hinten über sechs Befestigungspunkte pro Dämpfer.
Diese sind einem Monster-Fahrwerk entsprechend sehr lang und verfügen über Alu-Gehäuse. Die Federn werden mit den entsprechenden Clipsen vorgespannt.
Die Kolbenstangen der Dämpfer sind mit Gummiüberzügen versehen. Diese halten sehr effektiv Staub und Schmutz von den Dichtungen fern, eine Lösung, welche im Geländesektor noch mehr Verbreitung finden sollte.

Rechts hinter der Vorderachsaufhängung ist das Lenkservo stehend angebracht. Die ungewöhnliche schräge Anordnung ist ja schon vom Buggy her bekannt. Es stellt die Verbindung zur Lenkung über den stufenlos einstellbaren Servosaver her.
Dahinter verbleibt noch genügend Platz für 1 bis 2 2S-LiPo-Packs, es wäre hier aber auch ein 3S-Pack möglich. Der Regler ist bis insgesamt 6S ausgelegt, aber abgesehen davon, dass es dann Platzprobleme geben würde, wäre die 6S-Power schon sehr grenzwertig.
Linksseitig im Fahrzeug ist der Platz für die bereits erwähnten Antriebskomponenten Motor und Fahrtenregler vorgesehen. Im Sinne der Gewichtsverteilung hat man eine ausgewogene Lösung gefunden, der Truck scheint recht gut ausbalanciert zu sein.
Nach Einlegen der Akkus kommt der eigentliche Clou des Chassis zum Einsatz: Über die komplette Chassiswanne wird eine Kunststoff-Abdeckung gelegt und durch Umlegen von vier Hebeln arretiert.
Damit sind die Akkus fixiert, alle Verbindungskabel verstaut und das Chassis erfährt noch eine zusätzliche, sehr wirksame Versteifung. Dafür nimmt man auch gerne in Kauf, vorab die Kabel etwas sortieren zu müssen, damit die Wanne auch problemlos darüber passt.

Zu guter Letzt setzt man die fertig bedruckte und ausgeschnittene Karosse auf. Der in der Wanne seitlich eingelassene Ein/Aus-Schalter für die Bordelektrik kann auch dann noch problemlos erreicht werden.
Im Karton befindet sich zudem noch ein Stabi, welcher optional an der Vorderachse eingebaut werden kann, der hintere ist bereits montiert.
Für den Wheelie-Fan ist außerdem ein stabiles Wheelie-Bar vorgesehen, welches am Heck des Wagens angebracht werden kann. Es soll verhindern, dass beim vollen Beschleunigen der MT-4 einen Salto rückwärts macht und ist in der Tat äußerst wirkungsvoll.
Wie weit der Wagen vorne aufsteigen soll, kann man zudem noch durch Austausch der Wheelie-Bar-Rollen beeinflussen, es liegen zwei verschieden große Durchmesser bei. Abgerundet wird das Zubehör durch verschiedene Halter für die Querlenkerstifte, deren Austausch sich auf die Spur auswirkt.
Für die Federvorspannung der Dämpfer sind eine große Anzahl Clipse in unterschiedlicher Dicke beigefügt.

Praxis und Fazit
Auffallend war, dass der Sturz der Vorderräder sehr positiv eingestellt war. Hier wurde noch vor Fahrtbeginn Abhilfe geschaffen und zumindest mal erträgliche +/- 0° eingestellt.
Nach erstem zurückhaltenden Rollout ist der MT-4 bereit für größere Taten.
Zurückhaltung ist angesagt, egal auf welchem Untergrund, beim Durchziehen des Gashebels ist immer Aufbäumen angesagt, und man ist froh über das vorsorglich angebaute Wheelie-Bar.
Aufgrund der riesigen Ausmaße und der großen Bodenfreiheit werden normale Unebenheiten schlicht „weggebügelt“. Die voluminösen Reifen tun bei Sprüngen alles, um die Landung abzufedern und problemlos zu gestalten. Dadurch kommt ein Gefühl der Sicherheit auf, welches den Fahrspass deutlich erhöht.

Eigentlich ist der Truck durch nichts und niemand aus der Ruhe zu bringen, er scheint unzerstörbar und ist für jedes Gelände geeignet.
Das Sprungverhalten ist unproblematisch und macht auch dem Newcomer Spaß.
Bereits mit 4S-Lipo´s ist die Leistungsentfaltung brutal. Wer über extrem starke Nerven verfügt, kann´s auch mal mit 6S versuchen. Aber das soll nicht Gegenstand dieses Fahrberichtes sein. Der MT-4 G3 wird seinem Ruf als Spaßmacher auch so gerecht.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Thunder Tiger MT4 G3

• 1:8 Elektro Monstertruck 4WD
• Länge: 532 mm
• Breite: 432 mm
• Höhe: 240 mm
• Radstand: 357 mm
• Spurweite vorne: 340 mm
• Spurweite hinten: 355 mm
• Räder Durchmesser: 172 mm
• Räder Breite: 80 mm
• Bodenfreiheit: 50 mm
• Gewicht fahrfertig mit 4S-LiPo: ca. 5 Kg

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