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 Robbe / Futaba 10.12.2011 
 
Megatech T4 PKS
Fernsteuerung


Schon als die Fernsteuerungen noch Quarze hatten, spielten Anlagen der Firma Futaba stets in der ersten Liga mit. Mit der 3PJ, der 3PK, 4PK und ihre sämtlichen Variationen war stets ein Futaba-Modell mit in der ersten Reihe zu finden. Nicht anders verhält es sich mit dem neuesten Futaba Spitzenmodell, der Megatech T4 PK Super. Sie spiegelt den Stand des Machbaren sowohl in puncto Zuverlässigkeit und Störsicherheit als auch in der Auswahl der zur Verfügung stehenden Features und Möglichkeiten wieder.

Lieferumfang

Für einen nicht ganz billigen Einstandspreis von leicht über 500 Euro erhält der Erwerber nicht nur den Sender, sondern auch noch das Gegenstück, den Empfänger R 614 FF, einen Lenkradadapter zur Veränderung der Lenkradposition, ein Senderakkupack 5 NiMh 1700 mAh sowie einen Steckdosenlader mit zwei verschiedenen Ausgängen, einen für die Ladebuchse und einen für die BEC-Stromversorgung, für welche auch noch ein Schalterkabel beiliegt.

Abgerundet bzw. ergänzt wird das Ganze durch ein 130 Seiten starkes Instruction Manual, welches allerdings komplett in Englisch abgefasst ist. Für den deutschen Importeur Robbe stellt dies jedoch kein Problem dar. Der Endkunde, welcher die Anlage regulär im Handel erwirbt, erhält die deutsche Bedienungsanleitung dazu, wovon beim Erwerb über das Internet in Fernost nicht auszugehen ist. Zudem kann nur derjenige Garantie-Leistungen in Anspruch nehmen, auf dessen Anlage sich das offizielle Robbe-Prüfsiegel befindet.
Dass die deutschsprachige Anleitung mit ca. 55 Seiten nur knapp die Hälfte des Instruction Manual umfasst, kann vernachlässigt werden, sie enthält alles, was man zum Leben bzw. zum Bedienen der Fernsteuerung benötigt.

Inbetriebnahme

Wenn man schon einmal einen der Vorgängersender in Gebrauch hatte, ergeben sich beim Verständnis der neuen Anlage leichte Vorteile. Grundbedingung ist dies jedoch nicht, der Futaba-Neueinsteiger muss lediglich die Anlage in die Hand nehmen, einschalten und chronologisch anhand der Bedienungsanleitung den Sender für seine Zwecke konfigurieren. So braucht der 1:5er Verbrennerpilot wesentlich andere Features als ein Offroader oder ein 1:10 Elektro-Tourenwagenfahrer, von einem 1:5 Motorrad-Eigner oder Bootfahrer einmal ganz abgesehen.

Der Sender erschließt sich dem Erwerber am besten, wenn man die Anleitung Schritt für Schritt durchspielt.
Zunächst ist es wie bei allen Fernsteuerungen, welche im 2,4Ghz-Modus arbeiten nötig, eine Sender/Empfänger-Anbindung vorzunehmen. Dadurch wird bewirkt, dass der Empfänger nur noch auf die Signale des Senders reagiert, dem er zugeordnet wurde.
Die Anbindung ist in diesem Falle denkbar einfach: Alle Komponenten einschalten, dann am Empfänger die kleine SW Taste für 1 sec oder länger drücken. Danach leuchtet die LED des Empfängers permanent grün und alles ist erledigt. Man kann auch problemlos mehrere Empfänger gleichzeitig an den selben Sender anbinden.

Anschließend sollte man sich mit den prinzipiellen Bedienelementen des Senders wie zB. den rund ums Lenkrad gruppierten Trimmtastern und den Einstellreglern am Handgriff vertraut machen. Was man wie betätigt, kann dabei leicht im Display verfolgt werden.
Weiterhin lassen sich verschiedene mechanische Parameter auf den Benutzer abstimmen. Gemeint sind hier die Einstellung von Bremshub und Anschlag am Gas/Bremshebel und die Federspannung für die Rückstellung des Lenkrades. Ein weiteres Plus ist die individuelle Positionierungsmöglichkeit des Lenkrades mittels eines beiliegenden Adapters, frühere Benutzer einer T3PK kennen und schätzen dies bereits.

Display

Der Zentrale Punkt der T4 PKS ist das Display. Es ist so angeordnet, dass man beim Fahren auch mal einen schnellen Blick darauf werfen kann, falls dies nötig sein sollte. Mit Hilfe des Displays lässt sich alles nach verfolgen, was eingestellt wurde. Da man die Parameter für bis zu 40 Modelle abspeichern kann, ist dies von entscheidender Bedeutung und sorgt dafür, daß man nicht den Überblick verliert.
Unmittelbar unter dem Display befindet sich der Ein/Aus-Schalter. Schiebt man ihn nach links, wird der Sender ohne Sendeleistung aktiviert, das ist entscheidend, wenn man beim Rennen mal etwas einstellen oder überprüfen möchte, ohne andere zu stören. Zur Verstellung am Modell selbst braucht man dann allerdings ein DSC-Kabel. Nach rechts geschoben, schaltet man den Sender komplett mit Sendesignal ein.

Menue-Varianten

Grundsätzlich kann auf alle Funktionen per Menue zugegriffen werden. Es gibt aber auch eine Direktauswahl über die Bedientasten einschließlich der 4-fach-Wippe unter dem Display. Die Wippe wird auch JOG-Taste genannt.
Hier sind die wichtigsten Funktionen bereits ab Werk hinterlegt. Dies ist jedoch nur als Empfehlung zu verstehen, man kann die Tastenbelegung individuell auf seine persönlichen Belange umprogrammieren, je nachdem, was einem wichtig ist und schnell zur Hand sein soll.

Möchte man Einstellungen über die Menue-Auswahl vornehmen, wird man feststellen, dass softwaremäßig fünf verschiedene Menues zur Verfügung gestellt werden:
Menue 1 ist der Beginner Level.
Menue 2 hat die meistgenutzten Funktionen für den
Fortgeschrittenen (Diese Funktion ist auch werksseitig eingestellt).
Menue 3 ist vor allem für den 1:5 Verbrennerfahrer interessant.
Menue 4 ist für den Experten vorgesehen.
Menue "Alloff" dient dazu, sich Mischer und solche Funktionen selbst zu programmieren, welche für spezielle Modelle abseits der Norm benötigt werden. Der Durchschnitts-Pilot dürfte hier kaum drauf zurückgreifen müssen.

Funktionen

Auf alle Software-Funktionen komplett einzugehen, dürfte den Rahmen dieses Berichtes sprengen, denn man kann hier auf 36 einzelne Funktionen zugreifen. Da hierbei aber wirklich alles hinterlegt ist, was man sich vorstellen kann, sollte man ganz beruhigt sich zunächst nur um die Features kümmern, die man zum Betrieb des eigenen Modells wirklich benötigt.
In der Anleitung findet man hierzu eine wirklich lückenlose Tabelle aller Funktionen vor, gegliedert in die einzelnen Level mit Angabe der Seite, auf welche darauf dann noch einmal ganz speziell und ausführlich eingegangen wird. Wenn man sich zunächst auf dem werksseitig hinterlegten Level 2 bewegt, was empfohlen wird, sollte alles problemlos bewältigt werden können.

Exemplarisch seien hier einige Funktionen genannt, welche man fast immer benötigen wird:
Servo-Weg, Exponentialfuntion für Gas/Bremse oder Lenkung, Servogeschwindigkeit, ABS-Funktion, für Verbrenner noch die Autostart oder die Standgaserhöhungsfunktion.
Mit der Uhrenfunktion erschließen sich ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten. Die Alarme erfolgen hier sowohl akustisch als auch über Vibration im Handgriff.
Bei den programmierbaren Mischern z.B. findet man auch eine Crawler-Funktion. Wenn ein Crawler über Allrad-Lenkung verfügt, können mit Hilfe dieser Funktion die Achsen auf verschiedene Art und Weise angesteuert werden.
Die Failsafe-Funktion dürfte hingegen für fast alle Nutzer interessant sein. Auf die Einstellungen für Schiffsmodelle soll hier allerdings nicht näher eingegangen werden.

Modellspeicher

In der Modellspeicher-Funktion können wie bereits erwähnt bis zu 40 verschiedene Modelle hinterlegt werden.
Bei den Modellspeichern früherer Megatech-Anlagen konnte eine Erweiterung von 10 auf 20 Modelle mittels eines sogenannten CAMPac-Modules erfolgen, dies ist hier jedoch nun nicht mehr nötig. Wer mit den 40 Speicherplätzen nicht auskommt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Die normalen Einstellungsmöglichkeiten wie Dual Rate oder ATL sind selbstverständlich auch vorhanden, sie dürften aber jedem geläufig sein.
Sehr interessant ist in jedem Falle die RXSYS-Funktion. Hier stehen zwei Sendeformate zur Verfügung, das FASST C1 (3 Kanal) und das FASST C2 (4 Kanal) Verfahren. Zusätzlich kann man hier auch noch mit der Response-Funktion den genutzten Servotyp festlegen, wobei ab Werk vorab bereits auf Digitalservos eingestellt wurde.

Einstellungen

Mit den Systemeinstellungen kann man alle möglichen Anpassungen vornehmen, von Displaybeleuchtung und Kontrast über Beeper oder LED-Farben bis zum Senderakkutyp.
Auch eine Reihe von Fehlermeldungen kann angezeigt werden, es wird aber dem Wunsch Ausdruck verliehen, dass sie möglichst nicht auftauchen mögen.
Eins kann auch noch festgestellt werden: Die 4-fach Wippe, auch JOG-Taste genannt, wies beim Vorgängermodell des öfteren Ungenauigkeiten und schlechtes Ansprechverhalten auf. Dieser Mangel ist bei der T4 PKS vollständig abgestellt worden. Die dortige Taste ist ein Muster an Präzision.

Fazit

Im Betrieb überzeugte die Megatech T4 PKS durch völlige Störunanfälligkeit und Zuverlässigkeit. Wenn man sich einmal mit ihr angefreundet hat, geht alles wie am Schnürchen. Man braucht sich nur um diejenigen Parameter kümmern, die man gerade benötigt, hat aber im Bedarfsfalle das volle Programm zur Verfügung. Man kann uneingeschränkt behaupten, dass die Anlage ihren Preis wert ist. Eine gute Empfehlung.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Futaba Megatech T4 PKS

• Funktionen: 4/8 Servos
• Modulationsarten: FSK / HRS-FSK
• Frequenzband: 2,4...2,4835 GHz
• alternativ: 2,4...2,454 GHz
• Kanalraster: 2048 kHz
• Stromversorgung: 6,0 Volt 5 NC / NiMh-Akku
• Stromaufnahme: ca. 230 mA
• Abmessungen: 220 x 160 x 130 mm
• Gewicht: 680 Gramm
• Sonderfunktionen: DSC-Buchse
• Temperaturbereich: -15° . +55°

Empfänger R614FF

• Steuerkanäle: 4
• Modulationsarten: FSK / HRS-FSK
• Frequenzband: wie Sender
• Kanalraster: wie Sender
• Spannungsversorgung: 4,8 - 6,0 Volt
• Stromaufnahme: ca. 80 mA
• Abmessungen: 39 x 26 x 14 mm
• Gewicht: 14 Gramm
• Temperaturbereich: -15° - +55°



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