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 DF-Models 17.12.2011 
 
Mali Speedfighter II
1:8 Elektro Off Road


Mali-Racing ist die Exklusivmarke der Firma DF-Models. DF ist verkürzt und steht für Drive and Fly. Da es sich nicht um einen der etablierten Großhersteller handelt, dürfte es interessant sein, zu erfahren, was für Fahrzeuge von dort auf die Beine bzw. auf die Räder gestellt werden.
Der hier vorgestellte Speedfighter II gehört in die Klasse der 1:8 4WD-Offroad-Buggys mit Brushless-Antrieb. Grundsätzlich sind dies bärenstarke Fahrzeuge mit hoher Endgeschwindigkeit und sehr guter Standfestigkeit, zum großen Teil sogar der Verbrenner-Klasse im gleichen Maßstab überlegen.
Mali-Racing gibt für das Auto mit der vorhandenen Ausstattung eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 70 km/h an, damit dürfte die Bezeichnung „Speed“ im Namen schon mal zutreffen.


Ready-to-Run

Unzweifelhaft stammt der Speedfighter vom Verbrenner ab. Die Alu- Chassisplatte ist allerdings neu designed, eine Aussparung für die Schwungscheibe des Verbrenner-Motors ist nicht mehr vorhanden.
Das Konstruktionsprinzip mit drei Differenzialen lässt aber auf Verbrenner-Gene schließen, zumal die Böcke für das Mitteldiff noch über die Aussparungen für die Wellen der beiden Zentralbremsen verfügen, welche ja bei einem Elektrofahrzeug nicht notwendig sind.
Der Speedfighter kommt in RTR-Ausstattung. Wenn man den großen farbig bedruckten Karton auspackt, kommt ein komplett montiertes Auto zum Vorschein, dessen Karosse im gleichen Design wie der Karton gehalten ist. Sie ist fertig ausgeschnitten und bedruckt, mir Schriftzügen und Werbung ist man sparsam umgegangen, außer den beidseitigen Speedfighter II-Decals ist nichts vorhanden.

Aufbau

Nach Abnahme der Karosserie hat man den komplett montierten Buggy vor sich stehen. Die Chassiplatte bildet die Basis für den Speedfighter. Bei dem verwendeten Material handelt es sich um 3,0 mm starkes, mit einer blauen Eloxatschicht versehenes Aluminium.
Die Platte ist vollkommen gerade, lediglich die Seiten sind unmerklich nach oben abgekantet. An beiden Seiten wurde ein Spritzschutz aus durchsichtigem Lexan angebracht. Dieser harmoniert gut mit der Karosse und verhindert weitgehend eine Verschmutzung im Fahrbetrieb.
Allerdings entspricht das verwendete Material in etwa dem Lexan, aus welchem auch die Karosserien gefertigt werden, hier sollte man evtl. über eine standfestere Lösung nachdenken, gute Beispiele gibt es genug.

Die Vorderachskonstruktion ist auf einem leicht nach oben gewinkelten Kunststoffteil montiert, welches übergangslos ans Chassis geschraubt ist, ohne eine störende Kante zu bilden. In einem teilbaren Kunststoff-Diffgehäuse findet sich das Kegeldiff, genau wie seine beiden Gegenstücke für Mitte und hinten mit einem 4-Spider-Innenleben.
Beim Drehen fühlen sich alle drei gut an, es ist von einer ausreichenden Fettfüllung auszugehen. Die Aufhängung selbst verfügt über Schwingen oben und unten, wobei an den oberen Schwingen ein Rechts/Links-Gewinde zur Sturzverstellung vorgesehen ist.
Außen an den Schwingen befinden sich C-Hubs, welche die Lenkhebel aus Aluguss aufnehmen. Die Kraftübertragung wird durch stählerne Kardans sichergestellt. Der gesamte Antriebsstrang läuft übrigens in Kugellagern.

Die Lenkung befindet sich unmittelbar hinter der Achskonstruktion. Ihre obere Abdeckplatte dient gleichzeitig zur Versteifung und Abstützung der gesamten Vorderradaufhängung. Auch die Lenkstangen verfügen über stählerne Rechts/Linksgewinde, mit welchen sich die Spur der Vorderräder beeinflussen lässt.
Die Hinterachse ist ähnlich aufgebaut, lediglich die Radträger sind anders, außerdem bestehen sie hier aus Kunststoff statt aus Aluguss.
Auch hinten gibt es stählerne Antriebskardans, ebenfalls die Rechts/Links-Gewinde zur Sturzeinstellung. Desweiteren hat man an beiden Achsen Stabis serienmäßig eingebaut, das ist nicht schlecht.

An beiden Getriebeboxen sind die Stoßdämpferbrücken angebracht. Es handelt sich hier um Kunststoffprofile, welche das obere Dämpferauge von beiden Seiten sicher umschließen.
Diese Lösung macht einen vertrauenserweckenden Eindruck. Bei allen vier Dämpfern sind drei verschiedene Anlenkpunkte jeweils oben und unten vorgesehen.
Die Dämpfer selbst haben Gehäuse aus Kunststoff von 16 mm Durchmesser, also fast schon BigBore-Abmessungen. Es gibt blau eloxierte Rändelmuttern zur Federvorspannung und blau eloxierte Dämpferkappen.
Alle Dämpfer sind hier blasenfrei und ohne Luft befüllt. Die linear gewickelten weißen Federn weisen eine mittlere Härte auf.

Hinter der Hinterachse, also am Fahrzeugende, befindet sich zum Abschluss eine vierfach neigungsverstellbare Spoilerhalterung. Der Spoiler aus flexiblem Kunststoff kann durch lösen von nur zwei Splinten abgenommen werden.
Zentral im Fahrzeug befindet sich das Mitteldiff. Es ist in zwei Böcken gelagert , der hintere besteht aus Kunststoff, der vordere aus Aluguß. Das hat seinen Grund, denn der vordere ist nach rechts verlängert und bildet so gleichzeitig die Halteplatte für den Motor, welcher rechts vorne längsliegend installiert ist und über eine Modul 1-Verzahnung auf das Hauptzahnrad des Mitteldiffs eingreift.

Zwischen Mitteldiff und den beiden Getriebeboxen befindet sich ein zweiteiliges Oberdeck aus dem gleichen Material wie die Chassisplatte. Hierdurch wird die nötige Gesamtsteifigkeit des gesamten Fahrzeuges hergestellt.
Auf den Radachsen sind Alu-Sechskant-Radmitnehmer in der handelsüblichen 17 mm-Abmessung angebracht. Sie werden durch einen Splint gesichert. Leider sitzt dieser sehr locker und kann herausfallen, wenn gerade kein Rad aufgesteckt ist und die Bohrung senkrecht steht. Man sollte hier immer das nötige Augenmerk darauf richten.
Die Multi-Spike-Reifen sind nebst mittelharten Einlagen fertig mit den Felgen verklebt und sofort einsatzbereit.

Motor und Elektrik

Bei dem bereits erwähnten Motor handelt es sich um ein Brushless Aggregat mit 2230 KV. In Verbindung mit dem KL 90 Regler, welcher über einen integrierten Lüfter verfügt, ergibt sich eine unglaubliche Beschleunigung und eine hohe Endgeschwindigkeit.
Der Regler und der Empfänger sind ebenfalls auf der rechten Fahrzeugseite in einer eigens dafür angepassten RC-Box verpackt. Auf dieser befindet sich der Ein/Aus-Schalter und es ist eine Öffnung, durch welche der Lüfter die Kühlluft ansaugen kann, vorgesehen. Dadurch ist sie zwar nicht komplett wasserdicht, hält jedoch das Gröbste ab.

Auf der Gegenseite, vorne links, ist liegend das Lenkservo B 7018 montiert. Es verfügt nicht nur über eine Stellkraft von 9 Kg sondern auch über ein Metallgetriebe, alles Features, welche bei einem 1:8 Brushless-Buggy das Minimum darstellen, damit er auch ordentlich abbiegt.
Links dahinter ist dier Platz für den Akku vorgesehen. Man hat eine Halterung konstruiert, welche den Akku nicht flach sonderrn hochkant aufnimmt.
Bei diesem handelt es sich um einen 3S LiPo im Hardcase mit 11,1 V, 25 C und einer Kapazität von 3200 mAh. die Kabel sind fest installiert.
Die Verbindung zum Bordnetz erfolgt über Deans Hochstromstecker. Mit im Set befindet sich, und das ist der Clou, ein Balancer Charger incl. Steckernetzteil mit 2,0 A.
Die Ladung erfolgt über das Balancer-Kabel und ist sowohl für 2S als auch für 3S Akkus möglich. Einfach einstecken und los geht der Ladevorgang. Das ist mal RTR in Perfektion.

Sender

Nicht ganz so perfekt ist es um den Sender bestellt. Allerdings geht es hier nur um Äußerlichkeiten. Die Funktion im 2,4 GHz-Modus ist einwandfrei und störungssicher, alle Grundfunktionen lassen sich nach Öffnen einer Klappe einstellen und alles ist einwandfrei mit dem Fahrzeug verbunden und abgestimmt.
Lediglich 8 Mignons müssen noch erworben und eingelegt werden. Wenn man sich für Akkus entscheidet, können diese direkt über die Ladebuchse im Sender aufgeladen werden. Selbst eine DSC - Buchse ist vorhanden.
Das Unwohlsein entsteht lediglich durch das starke "Plastic - Gefühl", wenn man den Sender zur Hand nimmt. Aber das ist wohl bei vielen RTR-Anlagen so, ein Vergleich mit einer Spitzenanlage von Futaba oder Sanwa wäre hier wohl unfair.

Praxis und Fazit

Im Fahrbetrieb verhielt sich der Speedfighter unauffällig: Er war schnell, gut abzubremsen und folgte willig den Befehlen des Piloten. In winkligen Ecken war er, wohl wegen des langen Radstandes, etwas behäbig, aber das störte nicht wirklich. Bei hohen Geschwindigkeiten wurde dadurch eher der Geradeauslauf stabiler, wie sagt der Seemann: "Länge läuft".
Da kein Crash auftrat, kann hier nichts über die Stabilität der Komponenten ausgesagt werden, mehrere Sprünge wurden gut verdaut. Auch ein sichtbarer Verschleiß war nach einigen Akkus nicht zu erkennen. Ob alles hält, kann vermutlich erst nach einer längeren Betriebsphase beurteilt werden. Zunächst einmal sollte man festhalten: Ein schnelles Auto mit Komplettausstattung zu einem günstigen Preis.

Bericht: "Ernst Conty"
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Mali Racing Speedfighter II

• Klasse: 1:8 Elektro Glattbahn 4WD
• Doppeldeck-Chassis aus eloxiertem Aluminium
• 4 Disk-Felgen mit Multispikereifen
• 4 stufenlos einstellbare Alu Öldruckstoßdämpfern
• Buggy Karosserie und Heckflügel ausgeschnitten und bedruckt
• 2,4 GHz Empfänger, bereits eingebaut und abgestimmt
• Brushless Elektromotor mit Kühlkörper
• Programmierbarer elektronischen Fahrtregler KL-60 mit Lüfter
• RS 90 MGBB Servo mit Metallgetriebe,
doppeltem Kugellager und 9kg Stellkraft
• 3S 11,1Volt 3200mAh LiPo Akku
• 2,4 GHz 2Kanal Fernsteuersender
• 3 Differentiale
• Achsschenkel aus Alu
• Seitlicher Spritzschutz
• Bindungsstecker
• USB Kabel für den Anschluss des Senders an den PC
zur Steuerung von Simulationsprogrammen
• Bedienungsanleitung für das Modell
• Bedienungsanleitung für Fernsteueranlage und Fahrtregler

Abmessungen
Gesamtlänge: 458 mm
Radstand: 340 mm
Breite: 305 mm
Höhe: 165 mm
Bodenfreiheit: 30 mm




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