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 Kyosho 05.01.2012 
 
Spada 09L GP TW
1:12 Verbrenner Glattbahn


In der RC-Car Szene finden sich zahlreiche Exoten die sich später als eigene Klasse im Rennsport etabliert haben; beim Spada fallen mir spontan die Pan Cars ein, auch der alte Kyosho Spider drängt sich auf. Schon auf den ersten Blick in den Baukasten fallen die hochwertigen Teile auf und schnell hat einen der Flair des Minis erfasst, die Cooper Karosse könnte nicht passender sein.

Allgemeines

Auch wenn der Spada 09L mit 224 mm Chassis-Länge etwas größer ausgefallen ist, zählt er zur Klasse 1:12 Scale, auch die Karosse entspricht diesem Maßstab.
Die Technik des Spada 09 wurde laut Kyosho aus dem Evolva 2005 verkleinert übernommen, mir fällt da schon eher der alte Spider ein, der in der Race-Version viel mit dem Spada gemeinsam hat: z.B. der 4WD Riemenantrieb, das 2-Gang Klinkengetriebe, das Kugeldifferential und die seitliche Bremsanlage.

Technisches Konzept

Einfach und robust ist die Devise. Der Spada 09L ist auf eine 3 mm dicke Platte aus Duraluminium aufgebaut. Vorne eine Starrachse und die Hinterachse mit Kugeldifferential.
Bei der Aufhängung wurde auf Stoßdämpfer verzichtet und die Federn sind kaum zu sehen. Der Antrieb erfolgt vom quer eingebauten Verbrennungsmotor auf ein 2-Gang Klinken-Getriebe und von dort über 2 Zahnriemen auf die beiden Achsen.
Der kleine Tank ist mittig auf dem Chassis untergebracht und Empfänger und Batteriebox auf der rechten und linken Fahrzeugseite.
Für die Ansteuerung von Gas/Bremse sowie für die Lenkung können optionale Servos in Standard-Größe verbaut werden.

Antrieb und Fahrwerk

Der Antrieb ist komplett kugelgelagert und daher leichtgängig, die Kraftübertragung vom 2-Gang Hauptgetriebe auf die Achsen erfolgt über Zahnriemen.
An der Vorderachse treiben kurze Kardan-Steckwellen die Räder an, während sie hinten auf Radaufnahmen sitzen, die direkt an der Hinterachse befestigt sind.
Die Lenkhebel drehen sich in starr auf der Bodenplatte verschraubten C-Hubs. Auch an der Hinterachse gibt es keine Querlenker.

Der Spada besitzt ein minimalistisches Fahrwerk mit zwei Starrachsen ohne Federung und Dämpfung (die eingebauten Federfragmente würde ich nicht als Federung bezeichnen), das erinnert an die „Hackbretter“ der 70er Jahre.
Das Kugeldifferential an der Hinterachse kann im Gegensatz zum Fahrwerk durchaus als modern bezeichnet werden. Die Bremsanlage ist sehr effektiv und sollte den leichten Renner aus jeder Fahrsituation heraus sicher zum Stehen bringen.

Motor

Der 1,47 ccm Sirio S09 verfügt über einen im Kurbelgehäuse integrierten Schiebevergaser, der über eine Hauptdüsennadel eingestellt wird.
Der Vergasereinlass mit der Aufnahme für den Luftfilter liegt leider so nahe am Zylinderkopf, dass ein kleiner Kabelbinder zur Sicherung des Luftfilter-Schlauches gerade noch dazwischen passt.
Das Innenleben der Maschine besteht aus einer zweifach Kugelgelagerten Kurbelwelle, einer ABC-Laufgarnitur mit 2 Überstrom-Fenstern und einem Spezial-Pleuel.
Der Brennraum ist in den Kühlkopf eingebaut und mit einem Gewinde für Standard-Glühkerzen versehen. Kyosho empfiehlt die Verwendung der speziellen Sirio S09 Glühkerzen.

Der 09 besitzt eine Backplate aus Kunststoff mit einem Gewinde und kann mit einem 8 mm Außensechskant-Schlüssel wie eine Schraube in das Kurbelgehäuse gedreht werden, ein O-Ring dichtet dabei den Verschluss ab.
Der Verzicht auf einen Seilzugstarter lässt den Sirio 09 höhere Drehzahlen erreichen, da weniger Masse bewegt werden muss. Der Heckauslass bietet bessere Gas-Strömung im Motor um die Beladung mit Frischgasen zu optimieren.
Der Aluminium-Krümmer wird mit zwei Federn am Kurbelgehäuse gehalten und eine Silikon-Dichtung schließt die Verbindung perfekt ab.
Auf dem Krümmer steckt ein Resonanzrohr aus Kunststoff welches genau auf den Motor abgestimmt und für optimale Leistungsausbeute verantwortlich ist.

TIPP: Den Schaumstoff des Luftfilters immer gut einölen und regelmäßig wechseln.

Startbox

Zum Starten des Sirio S09 wird eine Startbox benötigt. Nicht jede große Startbox ist für den kleinen Ausschnitt im Chassis geeignet. Hier ist etwas technisches Geschick erforderlich.
Egal welche Lösung gefunden wird, das Treibrad darf nicht an der Bodenplatte anliegen. Ich verwende meine kleine Hudy Startbox, die schnell angepasst werden kann, der Spada muss allerdings quer aufgesetzt werden.

Bausatz

Der Spada 09 wird als Baukasten in einem stabilen Karton mit bedrucktem Umkarton geliefert. Der Karton mit Tragegriff kann später zum Transport oder zur Aufbewahrung des Modells dienen.
Bis auf den Motor, die Bodenplatte und die Karosse, sind alle weiteren Bauteile in 7 Folienbeutel aufgeteilt. Zunächst werden alle Tüten auf dem Basteltisch sortiert.
Die Beutel bzw. Teile können nur anhand der Bauanleitung auf Vollständigkeit geprüft werden, eine Liste über den Inhalt des Baukastens gibt es leider nicht.
Die Karosse mit dem Spoiler sowie Motor, Felgen und Reifen lege ich zurück in den Karton, auch den Beutel mit den Dekorbögen und den Scheibenabklebern, diese Teile werden alle erst ganz am Ende benötigt. Die Bauanleitung lege ich mir gleich griffbereit auf den Tisch.

Lieferumfang

• Lexan Haube (Mini Cooper)
• 2 Dekorbögen mit Dekorplan
• Scheibenabkleber
• 4 Reifen (Sliks) mit Einlagen und 4 Felgen
• Bodenplatte aus Alu
• Motor Sirio 09S
• Resonanz-Abgasanlage
• 8 Folienbeutel mit Bauteilen
• Bauanleitung zum Spada 09L

Werkzeug und Materialien

Der Baukasten enthält folgendes Werkzeug: ein Multi-Sechskant-Schlüssel 4/5/5,5/7 mm, je ein Inbus-Schlüssel 1,5/2/2,5 mm und ein Döschen mit Fett. Für den Aufbau des Spada verwende ich weitere Werkzeuge und Materialien:

• Sekundenkleber
• Reifenkleber
• Schraubensicherung mittelfest
• Kugellager-Öl
• Lexan-Lackspray weiß
• Lexan-Schere gerade oder Haushaltsschere
• Lexan-Schere gebogen oder Nagelschere
• Karosseriebohrer
• Cuttermesser spitz
• Seitenschneider klein (Elektronik)
• Feile klein, flach
• Flachzange klein
• Stabile Pinzette
• Schraubenzieher Kreuzschlitz PH 00, 0, 1, 2
• Messschieber

TIPP: Verwenden Sie immer Qualitätswerkzeug, besonders für die Innensechskant- und Kreuzschlitz-Schrauben, so vermeiden sie das ärgerliche Ausdrehen der Schraubenköpfe.

Aufbau

Die in Englisch und Japanisch verfasste Bauanleitung des Testmusters mit detaillierten Zeichnungen und guten Beschreibungen stellt für einen erfahrenen Modellbauer keine Herausforderung dar, sofern er Englisch oder Japanisch beherrscht.
Ob allen Spada Baukästen nur diese Anleitung beiliegt, entzieht sich meiner Kenntnis, wenn ja, besteht die Möglichkeit, sich von der Kyosho Internetseite eine Deutsche Anleitung herunter zu laden (oder natürlich hier am Ende des Berichts). Diese enthält zusätzliche Informationen zu Antrieb, Wartung und Betriebsstörungen.

Wie bei Kyosho üblich, werden die Teile nicht nach Bauabschnitten verpackt, daher entnehme ich die für eine Baugruppe benötigten Teile den Beuteln und lege sie mir zurecht, die Beschriftungen der Beutel stecke ich in den Beutel, sofern er noch nicht leer ist, dies erleichtert die Suche für weitere Bauabschnitte.

TIPP: Vor Baubeginn unbedingt die komplette Bauanleitung durchlesen und auf den Bildern den Verlauf der Montage verfolgen, so erhält man einen Überblick. Kennt man bei einem Bauabschnitt bereits die folgenden, kann häufig Fehlbau vermieden werden, das spart Zeit und Ärger.

Die Schrauben bitte in den einzelnen Beuteln lassen bzw. wieder zurückschütten, sie sind grob nach Bauabschnitten vorsortiert, wer sie zusammenschüttet wird noch mehr Zeit mit suchen verbringen.

TIPP: Die Plastikteile mit dem Seitenschneider oder dem Cuttermesser von den Spritzlingen abtrennen und anschließend die Nasen und Grate mit Messer und Feile sorgfältig entfernen, es sollten keine scharfkantigen oder rauen Stellen zurückbleiben.

TIPP: Vorsichtig mit dem Sekundenkleber umgehen, es sind schnell ungewollt Teile verklebt.


Bauabschnitt 1-3
Hauptgetriebe und Bremsanlage

Das Seitenteil des Riemenrades wird mit Sekundenkleber fixiert, es darf dabei kein Kleber auf die Lauffläche geraten. Beim Aufbau des Getriebes darauf achten, dass sich das große Zahnrad frei nach hinten drehen muss, zwischen den beiden Zahnrädern die Distanzscheibe nicht vergessen.
Vor dem Einbau in die Kugellager 1-2 Tropfen Kugellager-Öl geben. Die Bremsbeläge mit Reifenkleber auf die Backen (Klebeseite mit Sandpapier anschleifen) kleben, dabei auf die richtige Seite achten.

Bauabschnitt 4-5
Vorderachse und Frontrammer

Riemenrad und Kugellager wie in Abschnitt 1-3 behandeln. Beim Einbau der Achse nicht vergessen den Riemen auf das Riemenrad zu legen. Die Lenkhebel sind beschriftet, hier auf die richtige Seite achten. Die kleinen Federn kommen auf den unteren Kingpin, wobei die große Windung in Richtung Lenkhebel zeigt.
Auf die Köpfe der Kardan-Steckwellen kommt etwas Fett aus dem Baukasten oder Graphitfett. Nach dem Zusammenbau die Lenkhebel auf Leichtgängigkeit hin überprüfen.

Bauabschnitt 6-7
Hinterachse und Kugeldifferential

Die kleinen Schwingen der Hinterachse müssen sich ganz leicht bewegen lassen. Die Kugellager bekommen wieder etwas Öl und die Madenschrauben sowie der Radträger auf der Seite des Differentials etwas mittelfeste Schraubensicherung.
Auf das Riemenrad muss wieder die seitliche Führung geklebt werden. Die Öffnungen im Riemenrad mit Fett bestreichen und die Kugeln einlegen. Der Radträger ist mit einem Linksgewinde ausgestattet.

Bauabschnitt 8-13
Radioplatte, Servos und Anlenkungen

Je nach verwendete Servos kann es sehr eng werden. Vorsicht mit dem Servo-Saver, unbedingt auf die Verwendung des passenden „Horns“ achten. Die Anlenkungen von Gas und Bremse müssen mit besonderer Sorgfalt aufgebaut werden, es ist wenig Platz zwischen dem Horn und dem Getriebe. An dieser Stelle kann schon überlegt werden, ob ein Ein-/Aus-Schalter eingebaut wird, wie die Kabel geführt werden und wo der Empfänger platziert werden soll.


TIPP: Die Gas/Brems-Anlenkung nach Bauplan aufbauen und danach das Servo mit der RC-Anlage einstellen. Der Probelauf sollte erst nach Einbau des Motors und Montage der Treibstoff-Schläuche erfolgen, beim Probelauf werden Probleme schnell erkannt. Ich habe diese Anlenkung mehrmals umgebaut, bis es nach meiner Vorstellung funktioniert hat.

Bauabschnitt 14-22
Einbau Motor mit Abgasanlage

Beim Einbau des Motors ist besonders auf das Zahnflankenspiel zwischen Hauptzahnrädern und Glocken-Ritzel zu achten, es sollt so gering wie möglich sein, die Räder müssen jedoch noch leichtgängig drehen. Bei zu hohem Spiel können leicht Zähne vom Hauptzahnrad abbrechen.
Die Silikonschläuche müssen so verlegt werden, dass die Bewegung des Gestänges nicht behindert wird und der Druckschlauch nicht am Getriebe anliegt, außerdem muss sich der Tankdeckel weit genug öffnen lassen.

Bauabschnitt 23-24
Reifen und Felgen

Die Reifen müssen mit den Felgen verklebt werden, damit sie bei Kurvenfahrten fest auf der Felge sitzen. Als Kleber sollte ein Sekundenkleber verwendet werden, der nicht komplett aushärtet, bei Belastung könnte er sonst brechen.
Die Reifen werden mit den Einlagen auf die Felge geschoben, danach biegt man mit dem Daumen die Flanke von der Felge weg und füllt in den Spalt vorsichtig Kleber.
Die Kunst dabei besteht darin, den Reifen gut zu verkleben, ohne die Reifenflanke oder die Felge mit Kleber zu besudeln.
Bei der Montage ist darauf zu achten, dass die weichen Räder nach hinten und die harten nach vorne gehören.

Bauabschnitt 25-26
Einstellen des Kugeldifferentials und des 2-Gang-Getriebes

Beides kann erst nach einer Probefahrt erfolgen. Der Schaltpunkt des Getriebes kann erst nach dem Einfahren des Motors erfolgen.

Bauabschnitt Karosse

Die Karosse wird zunächst an den Konturen ausgeschnitten, die Radkästen bleiben dabei noch unberührt. Die Löcher für die vorderen Karosserieträger werden gebohrt.
Falls die seitlichen Träger schon montiert sind, sollten sie wieder abgenommen werden, die Räder müssen jedoch angeschraubt sein. Jetzt kann die Karosse aufgesetzt und ausgerichtet werden. Anschließend können die Löcher für die seitlichen Halter angezeichnet und gebohrt werden.
Die Radkästen können jetzt je nach verwendeten Rädern ausgeschnitten werden. Wer ein Loch für den Kerzenglüher bohren möchte, der sollte das vor dem Lackieren erledigen. Wenn alles perfekt passt, werden alle Kanten mit feinem Sandpapier glatt geschliffen.

TIPP: Zum Ausschneiden verwende ich eine gute Haushaltsschere, eine gebogene Nagelschere und ein scharfes Folienmesser für die kleinsten Ausschnitte. Das beste Werkzeug zum Bohren der Löcher ist ein konischer Karosseriebohrer. Die Aufkleber mit Seifenwasser aufbringen, ausrichten und mit einem Papiertuch abtupfen, anschließend mit einem Fön erwärmen und an die Konturen anpassen.

Änderungen

Im Rennsport kommen nur Baukästen zum Einsatz (Ausnahmen bestätigen die Regel), frei nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, will jeder sein Fahrzeug selbst bauen und dabei seine Bedürfnisse berücksichtigen.
Auch ich habe beim Spada 09L zwei Planänderungen vorgenommen, die Gas/Brems-Anlenkung und die Räder. Das Gestänge für die Bremse wird von mir so modifiziert, dass trotz Schläuche der Tankdeckel gut geöffnet werden kann.
Bei den Rädern entscheide ich mich für 1:10 Moosgummiräder auf Speichenfelgen. Die 30 mm breiten Hinterräder werden Maßstabsgerecht auf 305/25 geschliffen, damit sieht der Cooper S wie sein großes Vorbild aus.

Der Spada 09L in der Praxis

Zum Betrieb des Modells wird noch folgendes Zubehör benötigt:

• 2-Kanal RC-Anlage
• 2 Standard-Servos für Steuerung und Gas/Bremse
• Kerzenschlüssel
• Kerzenglüher
• Akkus für Sender und Empfänger
• Startbox
• Tankflasche
• Modelbausprit

Startvorbereitung

Statt des Batteriekastens für 4 AAA-Zellen entscheide ich mich für einen 2S Lithium-Polymer-Akku mit 1500 mAh, der etwa die Größe des Batteriekastens hat.
Den DSM-Empfänger platziere ich nicht, wie vorgesehen auf der linken Seite des Modells sondern auf dem Lenk-Servo (Vorsicht bei 40 oder 27 MHz, der Empfänger könnte durch den Servo-Motor gestört werden). Auf der linken Seite findet dafür der Spannungsregler einen guten Platz.
Der Vorteil dieser Stromversorgung ist eine stabile Spannung und die hohe Kapazität des Akkus. Durch die kurze Antennenlänge des DSM-Empfängers muss ich kein Loch für die Antenne in die Karosse bohren.

Motor einfahren

Zum Einfahren entscheide ich mich für Topsprit in der Mischung: 16% Nitromethan, 5% Rizinus-Öl, 7% Synthetik-Öl, 72% Methanol. Der Motor startet mit der Werkseinstellung sofort.
Der Vergaser reagiert sehr sensibel auf die Einstellung, daher sollte die Hauptdüsennadel nur in kleinen Schritten verändert werden. Das Gemisch darf nicht zu mager eingestellt werden, auch wenn der Motor etwas fett klingt, bei rascher Beschleunigung, z.B. aus Kurven, würde er sonst ausgehen.
Der Spada 09L wird ohne Karosse gefahren, die Temperator des Motors bewegt sich zwischen 80 und 100 Grad (Außentemperatur 5°).

Fahreindrücke

Der Spada 09L fährt sich erstaunlich gut und lässt sich auch gut kontrollieren. Der Lenkradius ist durch den geringen Lenkeinschlag relativ groß und bei hoher Geschwindigkeit wird die Lenkung sehr unruhig.
Durch die minimale Federung und die fehlende Fahrwerks-Dämpfung, werden schon geringe Unebenheiten zur Sprungschanze. Nach kurzer Gewöhnung an die Eigenheiten des spartanischen Fahrwerks ist Fahrspaß angesagt.
Die Beschleunigung mit den kleinen Serien-Rädern ist gut, mit den größeren 1/10 Rädern ist die Beschleunigung deutlich geringer, aber dafür wird der Spada 09L richtig schnell.

Fazit

Der Spada 09L kann durchaus kontrovers beurteilt werden, auf der Haben-Seite die gute Qualität der Bauteile aus Kunststoff, Alu und Stahl, die 3 mm Bodenplatte, das 2-Gang-Getriebe, das Kugeldifferential und der kleine Sirio 09 Glühzünder, nicht zu vergessen die attraktive Cooper Karosse und auf der Soll-Seite das Fahrwerk aus der 70er RC-Car Aera.
Der Bausatz erfordert schon etwas Modellbau Erfahrung, daher würde ich einem Anfänger raten, sich von einem erfahrenen Modellbauer unterstützen zu lassen.
Fahrtechnisch ist der Spada 09L für einen Anfänger nicht die erste Wahl, für einen fortgeschrittenen oder erfahrenen Fahrer ist er jedoch keine große Herausforderung, dafür aber jede Menge Fahrspaß. Der fertige Spada 09L mit der Cooper S Karosse ist ein echter Hingucker.

Bericht: Edgar Reichler
Fotos: Klaus-D. Nowack
Praxis Fotos: Edgar Reichler




Querschnitt Kyosho Spada 09L Cup-Racer

Allgemein
Maßstab: 1:12
Länge: 302,5 mm
Breite: 175 mm
Höhe: 82 mm
Radstand: 224 mm
Spurweite: 150 mm
Gewicht: 1200 Gramm
Reifen: 55x24 mm (Originalräder)
Getriebe: 5,89/4,62:1
Karosse: Mini Cooper S

Motor
Typ: Sirio S09
Hubraum: 1,47 ccm
Garnitur: 2-Kanal ABC
Pleuel: Standard
Brennraum: Standard am Kühlkopf
Glühkerzen: Standard kurzes Gewinde (OS)
Vergaser: 1-Nadel-Vergaser (+ Standgas-Schraube)
Auslass: Heckauslass
Startsystem: Startbox
Abgassystem: Kunststoff-Resonanzrohr

Kraftübertragung
Kupplung: 2 Backen Kupplungsbeläge
Glocke: geschraubte Ritzel 15/19 T
Getriebe: 50 / 47 T
Antrieb: 2 Zahnriemen, 2 Kardanwellen,
Starrachse vorne, Kugel-Differential hinten

Fahrwerk
Aufhängung: Starrachsen ohne Querlenker
Dämpfer: keine, jedoch Mini-Schraubfedern vorne und hinten
Einstellungen: keine

Lenkung
Servo liegender Einbau
Servosaver: integriert im Servo-Horn



Bildverzeichnis

Bild 2: Übersichtlicher Aufbau trotz kurzem Chassis.
Bild 4: Auf der linken Seite findet der Empfänger Platz.
Bild 6: Auf der rechten Seite ist die Stromversorgung
untergebracht.
Bild 7: Stabile 3 mm dicke Bodenplatte mit versenkten Schrauben.
Bild 8: Gute Straßenlage durch sehr niedrigen Schwerpunkt.
Bild 9: Starrachse vorne mit Mini-Kardanwellen zu den Radachsen.
Bild 10: 12 mm Radmitnehmer, passend für 1:10 Standard-Felgen.
Bild 11: Sehr direkte Lenkung mit Servo-Saver.
Bild 12: Lenkhebel in starren C-Hubs.
Bild 13: Sehr effektives Bremssystem mit Stahl-Bremsscheibe.
Bild 14: Hinterachse mit direkt gekoppelten Radachsen.
Bild 15: Ein verstellbares Kugeldifferential sorgt für optimale
Kurvenfahrten.
Bild 16: Das 2-Gang Klinkengetriebe bringt den Spada auf
eine beachtliche Endgeschwindigkeit.
Bild 17: Batteriekasten für 4 AAA Micro Zellen.
Bild 18: Abgestimmte Schlauchführung und Anlenkungen.
Bild 19: Die Gas-Anlenkung erfordert besondere Sorgfalt, hier darf nichts klemmen oder reiben.
Bild 20: Drehfreudiger S09 Sirio-Motor mit
leistungssteigerndem Resonanz-Abgasrohr.
Bild 21: Sirio S09 mit 1,47 ccm Hubraum und 1-Nadel
Schiebevergaser.
Bild 22:Kompakter Tuning-Kühlkopf mit großflächigen Kühlrippen.
Bild 23: Edles Tuning, Masterfix-Resonanz-Abgassystem
von Mielke.
Bild 24: Die Saison ist schon beendet und es liegen viele
Fremdkörper auf der Fahrbahn, daher wird der Spada mit Standard 1:10 Hohlkammer-Rädern ausgerüstet, für mehr Bodenfreiheit.
Bild 25: Klassische Kraftverteilung von einer Center-Welle über 2 Zahnriemen auf Vorder- und Hinterachse.
Bild 26: Mit dem einstellbaren Kugeldifferential bietet der
Spada ein erstaunlich gutes Handling.
Bild 27: Klassischer Riemenantrieb, wie im Onroad
Wettbewerb üblich.
Bild 28: 2-Gang Klinkengetriebe mit überraschend weichem
Schaltübergang.
Bild 29: Die leistungsfähige Scheibenbremse hat den Spada
immer im Griff.
Bild 31: Oben, zwischen Alu-Achse und Lagerbock ist eine
Windung der Mini-Federung zu erkennen.
Bild 32: Für den Fahrtest wird der Spada mit einem 2S Lipo-Akku
links, einem Spannungsregler rechts und einem 2,4 GHz DSM Empfänger auf dem Servo bestückt.
Bild 33: Cooper S mit high gripp Hohlkammer-Bereifung.
Bild 34: Cooper S mit maßstabsgerecht geschliffenen
Moosgummi-Rädern.



PDF-Download: Anleitung






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