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 Krick 09.03.2011 
 
Himoto MT10 Mega E
1:10 Elektro Truck


Von Krick / Himoto existieren zwei technisch identische Fahrzeuge, der Buggy XB 10 und der Truck MT 10.
Von den technischen Features her sind beide Fahrzeuge völlig gleich aufgebaut, lediglich in den Buggy bzw. Truck–spezifischen Maßen wie Schwingen, Chassislänge, Karosserie und Dimension der Felgen und Reifen haben sie differierende Abmessungen, damit sie in ihre jeweilige Klasse passen.


Ready to Run
Hier wird der Monstertruck MT 10 unter die Lupe genommen. Der Erwerber kann zum Preis von 259,- Euro über die RTR-Ausführung verfügen.
Man kann nach dem Auspacken des Autos quasi sofort losfahren, lediglich 8 Batterien sind noch in den Senderfuß einzusetzen.
Sollte man sich zum Einsatz von Akkus entschließen, können diese direkt über die Ladebuchse des Senders aufgeladen werden.

Fernsteuerung
Der Himoto 2-Kanal-Sender arbeitet im 27 MHz AM-Modus. Er verfügt über verschiedene Feineinstellungen wie Trimmung von Gas/Bremse und Lenkung sowie über EPA für Gas und Bremse sowie Links und Rechts getrennt, das ist schon etwas mehr als bei anderen Sendern, welche sonst den RTR-Autos beiliegen.
Das Gegenstück zum Sender bildet der Himoto LS-103-R Empfänger. Er verfügt über 2 Kanäle, mehr braucht man für ein Elektroauto nicht. Hervorzuheben ist, dass er wirklich sehr klein gehalten ist, er findet wirklich überall Platz, in diesem Falle auf der linken Fahrzeugseite, noch vor dem Akku.

Brushless
Warum ist eigentlich der der Truck ca. 100,- Euro teurer als der Buggy? Die Lösung ist ganz einfach, man kommt bereits vor Öffnen des Kartons darauf, wenn man alles aufmerksam durchliest:
Wir haben es hier nicht mit einer normalen Standard-Bürstenmotorisierung zu tun, vor dem Erwerber steht die kraftvolle und wartungsfreie Brushless-Ausführung.
Bereits im Fahrzeug verbaut ist ein gediegen aussehendes 9,5 turn Brushless Agggregat mit dem Namen Himoto Vega 9,5. Den Strom zugeteilt bekommt der Motor durch den ebenfalls bereits installierten Black Magic Brushless-Regler. Mit einer Grundfläche von 3,5 x 4,0 cm ist er nicht zu groß geraten.Oben auf dem Kühlkörper ist ein kleiner elektrischer Lüfter montiert, welcher bei Einschalten des Stromes sofort anläuft.

Neben den üblichen Kabeln ist auch ein Power-Kondensator mit 2200 µF angelötet. Der Regler verfügt über Gas/Bremse/Rückwärts und kann alle üblichen NIMh und auch Lipo-Akkus vertragen.
Als Clou kann zwischen Motor und Regler noch ein Sensorkabel gesteckt werden, welches hier bereits geschehen ist. Für denjenigen, der gerne an Regler-Einstellungen spielt, sind zahlreiche Programme enthalten. Akku-Abschaltspannung, Temperaturschutz, Gasannahme- Sensibilität und DRAG-Bremseinstellung seien hier nur exemplarisch erwähnt.
Müßig der Hinweis, dass sich auch die Akkukapazität gegenüber der Brushed-Version verbessert hat: Für den Vortrieb steht hier ein 6 Zellen Himoto-Racepack mit 3000 mAH NiMh-Power zur Verfügung. Sollte es anfangs noch an einem Ladegerät mangeln, kann man sich des beiliegenden Stecker-Laders bedienen, welcher natürlich kein Ersatz für ein richtiges Ladegerät darstellen kann.

Anleitungen
Das im Set enthaltene und mit Schwarz/Weiß Fotos versehene Anleitungsheft ist lediglich in Englisch abgefasst. Aus diesem Grunde hat Krick Modelltechnik für den deutschsprachigen Markt eine eigene Kopie fertigen lassen, welche über deutsche Texte verfügt.
Es handelt sich allerdings hier nicht um eine Bauanleitung im herkömmlichen Sinne, da das Fahrzeug ja bereits fertig montiert kommt. Vielmehr wird auf den ersten zehn Seiten sehr umfangreich auf die erste Inbetriebnahme und auf evtl. notwendige Überprüfungen nach dem Fahrbetrieb eingegangen. Einiges an Praxistipps ist dort ebenfalls enthalten.
Auf weiteren fünf Seiten findet man Fotos aller Einzelteile sowie die zugehörigen Ersatzteilnummern, falls einmal was nachbestellt werden muss. Das wichtigste kommt zum Schluss, nämlich eine doppelseitige Explosionszeichnung des gesamten Fahrzeuges. Wenn man sich mit dieser auseinandergesetzt hat, sollte man den nötigen Überblick haben, um auftretende Probleme beheben zu können.
Nach so viel Vorbereitung ist es jetzt an der Zeit, sich mit dem Auto, dem Elektro-Truck MT 10 mit 4 WD-Antrieb zu beschäftigen. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich um eine ready-to-run Ausführung.

Technik
Alle Komponenten sind bereits fahrfertig im Fahrzeug eingebaut: Links der Akku und davor der Empfänger, rechts hinten der längs zur Fahrtrichtung liegende Brushless-Motor, davor der Regler, beide mit Sensortechnik.
Das liegend installierte Lenkservo ist auf der rechten Seite die vorderste Komponente. Auch hier ist eine Verbesserung eingetreten: Statt 3,2 kg liegen nun 6,0 kg Zugkraft an, außerdem findet man ein Teil-Alugehäuse vor.
Das Zahnflankenspiel zwischen dem Ritzel mit 23 und dem Hauptzahnrad mit 69 Zähnen ist korrekt eingestellt. Es ergibt sich hiermit eine Gesamtuntersetzung von 8,8:1.
Vier Öldruckstoßdämpfer mit blauen Alu-Kappen und Federn mit progressiver Dämpfungscharakteristik übernehmen die Dämpfungsarbeit, die Bodenfreiheit des Fahrzeuges wird nicht durch Rändelmuttern, sondern durch Unterlegen mit Clipsen verändert.

Die Geländereifen mit Grobstollenprofil sind vorne und hinten jeweils 60 mm breit und bereits sauber auf den weißen Kunststofffelgen mit 60 mm Durchmesser verklebt.
Zur Verdeutlichung der Konstruktion wird nun nochmals kurz auf den Aufbau des MT 10 eingegangen: Auf einem stabilen Kunststoff-Wannenchassis, welches sehr verwindungssteif durch die mittigen Verstärkungsrippen konstruiert ist, werden vorne und hinten die Getriebegehäuse aufgesetzt, welche jeweils ein Kegeldifferenzial enthalten.
Die Diffs sind in den Getriebegehäusen weitestgehend vor Verschmutzung in vorbildlicher Art und Weise geschützt. Das Oberdeck, welches die beiden Diffgehäuse miteinander verbindet und verstärkt, ist tunnelförmig ausgebildet.

Zusammen mit dem mittigen Profil des Chassis ergibt sich so ein abgeschlossener Tunnel, in welchem die blau eloxierte Kardanwelle unbeeinflusst von außen ihren Dienst verrichten kann. Sie verfügt am hinteren Ende über das Hauptzahnrad, auf welches das Motorritzel des hinten rechts längs zur Fahrtrichtung eingebauten Motors eingreifen kann.
Vorne übernimmt das Oberdeck gleichzeitig die obere Lagerung der Lenkung, welche vom unmittelbar dahinter liegenden Servo angesteuert wird. Der integrierte Servo Saver ist stufenlos einstellbar. Hinter dem Servo sind Regler und Motor angeordnet, dann ist die rechte Fahrzeugseite so gut wie ausgefüllt.
Auf der linken Seite ist der Platz für den Akku vorgesehen, ein 3000 MAh Akku ist bereits eingebaut und wartet auf Ladung. Der Platz ist so reichlich bemessen, dass alle Arten von Akkus unter dem stabilen Akkuhalter Platz finden dürften.

Die Schwingen sind mit separatem Haltern an den Getriebegehäusen befestigt. Sie bestehen aus schlagfestem, aber zähen Kunststoff und sind solide dimensioniert. Madenschrauben zur Einstellung des Ausfederweges sind vorhanden.
Die oberen Aufhängungsstreben sowie die Lenkgestänge bestehen ebenfalls aus zähem Kunststoff und sind nicht einstellbar, die Werte sind somit vorgegeben, auch wenn verschiedene Anlenkpunkte zur Veränderung der Fahrwerksgeometrie vorhanden sind. Es sind aber auch hier Ausführungen mit einstellbarem Rechts/Links-Gewinden erhältlich.
Die Kraftübertragung zu den Rädern erfolgt über Antriebsknochen aus poliertem Stahl, welche zwischen den ebenfalls stählernen Diff-Abtrieben bzw. Radachsen ihre Arbeit verrichten. Lobenswert erwähnt werden muss auch, dass das Fahrzeug über eine Voll-Kugellagerung mit hochwertigen Lagern verfügt.
Die auf den Getriebegehäusen angebrachten Dämpferbrücken aus 2mm starken blau eloxiertem Aluminium haben sehr viele Anlenkpunkte für die Stoßdämpfer.
Zu guter Letzt wird noch eine komplett farbig bedruckte und beklebte Karosse aufgesetzt, welche in vier Farbvarianten zu bekommen ist. In diesem Falle hat die Karosse mit dem schwarzen Grundton Verwendung gefunden.

Praxis und Fazit
Für den Fahrversuch musste diesmal ein Waldweg herhalten, der eine gute Mischung der verschiedenen Untergründe bereithielt. Selbst kleine Sprünge waren im Angebot und eine leichte Böschung konnte auch ins Programm eingebaut werden.
Bei trockener aber kalter Witterung war der MT 10 nicht wirklich zu beeindrucken und steckte von der steinigen Buckelpiste bis zum leichten Sprung alles klaglos weg. Auch reagierte er in der Luft sehr feinfühlig auf Gasgeben oder Wegnehmen, was für eine sehr gute Gewichtsverteilung spricht.
Die doch deutlich vorhandene Mehrleistung durch das eingebaute Brushless Set wurde anstandslos umgesetzt und stellte das Fahrzeug vor keine Probleme, ein Indiz dafür, dass bei der Konstruktion noch Sicherheitsreserven eingeplant wurden.
Auch wurde hinterher kein messbarer Verschleiß festgestellt, nachdem der Strom von 5 Akkuladungen durch den Regler gejagt wurde.
Der MegaE MT 10 ist den Mehrpreis gegenüber der Brushed-Ausführung in jedem Falle wert, da der Fahrspaß durch die höhere Leistung erheblich zunimmt, egal ob er von einem Einsteiger oder einem Fortgeschrittenen pilotiert wird.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack



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