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 Krick 06.05.2012 
 
Himoto Raider XL
1:8 Elektro Truck


Mit der MegaE-Serie ist die Firma Himoto, vertrieben durch Krick Modelltechnik schon seit einiger Zeit auf dem Markt, vorwiegend in der 1:10 Abteilung, dann aber auch im Maßstab 1:8.
Mit dem allradgetriebenen Monstertruck Raider XL Brushless im großen 1:8er Maßstab wird ein Fahrzeug angeboten, welches wie im vorliegenden Falle in der RTR-Ausführung sofortigen Fahrspaß ohne große Vorbereitung oder gar Montageaufwand garantiert.


Ready-to-Run

Schon die Abmessungen des Transportkartons sind beachtlich. Beim Auspacken des Raider XL benötigt man beide Hände dazu, denn mit 60 cm Fahrzeuglänge und gut 40 cm in der Breite sowie einem Gewicht von über 4 Kg zuzüglich Akku, Ladegerät, Sender und Unterlagen hat man einiges aus der Verpackung zu befreien.
Es ist wirklich alles dabei, was eine RTR-Ausstattung ausmacht. Die Tatsache, dass hier noch vier Mignons für den Sender zu besorgen sind, wird man unter diesen Umständen leicht verschmerzen.
Beim Fahrakku hingegen kann man über ein 3S Lipo-Pack im Hardcase mit 2700 mAH Kapazität verfügen. Aus diesem kommen zwei Kabel heraus, welche jedoch nicht mittels eines Tamiya-Steckers an den Regler angeschlossen werden, sondern mit zwei hochstromfesten 4 mm Goldkontakt Steckern ausgestattet sind.

Auch am Fahrtenregler sind hier die entsprechenden Gegenstücke gleich angelötet. Des weiteren kommt noch ein Balancer-Stecker aus dem Akku-Hardcase, bei Mehrzellern wie dem 3S unabdingbar. Um den LiPo auf seine Nennspannung von 11,1 V zu bringen, wird einfach der Balancer-Stecker mit der entsprechenden Buchse am beiliegenden Himoto E3 Lader verbunden, weitere Anschlussmöglichkeiten sind auch gar nicht vorhanden.
Der Akku wird somit ausschließlich über den Balancer geladen, und zwar mit 800 mA und bis zu 3S Lipo-Packs. Es erscheint zwar ungewöhnlich, aber es funktioniert, der Akku wird voll, wie die grün leuchtenden LED`s schließlich bestätigen, zwar nicht in Rekordzeit, aber das verlangt man ja auch gar nicht von einem solch kleinen Kompaktlader mit Netzanschluß.

Fernsteuerung

Die Himoto 2-Kanal-HTX Fernsteuerung arbeitet im zeitgemäßen 2,4 GHz FHSS Modus. Vorbei ist die Zeit der schrecklichen 27 MHz AM-Funken, welche oftmals nur als RTR Alibi beigefügt waren.
Der Sender ist ein Leichtgewicht und hauptsächlich aus Kunststoff konstruiert, was man sofort am Gewicht merkt. Das Gewicht erhöht sich auch nicht nennenswert, wenn die vier Batterien in den Senderfuß eingelegt werden. Sollte man sich für Akkus entscheiden, können diese über die rückwärtige Ladebuchse aufgeladen werden.
Eine Antenne sucht man vergebens, sie ist nämlich im Gehäuse des Senders integriert. Die Finger finden automatisch das übliche Lenkrad und den Gas/ Bremshebel an der gewohnten Position. Alles andere wird auf der Kopfseite des Senders, direkt im Blickfeld des Fahrers, eingestellt.
Es gibt Reverse für Gas/Bremse und Lenkung, ebenso Dual-Rate und Trimmung für diese Funktionen. Der Gashebel lässt sich zudem mechanisch von 50:50 auf 70:30 umstellen. Man glaubt es kaum, aber die Anlage verfügt über ein Failsafe. dieses ist in Sekundenschnelle programmiert, ebenso problemlos geht der bei 2,4 GHz notwendige Bindungsvorgang vonstatten.

Anleitung

Das beiliegende Anleitungsheft ist keine Bauanleitung im herkömmlichen Sinne, da der Raider ja bereits betriebsfertig aus der Packung kommt. Es sind vielmehr einige Informationen sowohl allgemeiner Art als auch speziell über das Fahrzeug enthalten, man findet weiterhin viele Teilelisten und Abbildungen sowie Explosionszeichnungen von Einzelkomponenten wie z.B. den Diffs oder der kompletten Radaufhängung.

Aufbau

Vor Inbetriebnahme sollte man den Truck zunächst einmal vor sich auf die Werkbank stellen und sich genauer anschauen, worum es eigentlich geht.
Beim Raider handelt es sich um einen allradgetriebenen Truck im großen Maßstab 1:8. Der Antrieb erfolgt über drei Differentiale, welche die Kraft des 2075 KV Brushless-Motors nach Bedarf an die Räder verteilen.
Da es sich um eine Ready-to-Run Ausführung handelt, sind alle Komponenten bereits fahrfertig im Fahrzeug eingebaut: Links der Akku in einem mit Klettverschluss ausgestatteten Halterahmen, und dahinter der Regler, welcher mit 80 A dauerbelastbar ist. Auf seiner Oberseite befindet sich ein Ventilator, welcher regulierend eingreift, wenn es mal zu heiß wird. Weitere Regler-Angaben sind nicht bekannt, man braucht sie als RTR-Fahrer aber auch nicht zwingend, solange im Betrieb alles glatt läuft.

Lenkung

Rechtsseitig ist direkt hinter der Lenkung das Lenkservo eingebaut und zwar stehend. Es handelt sich um einen alten Bekannten aus früheren Himoto-RTR´s , verfügt über ein Metallgetriebe und ist mit 9 kg Stellkraft angegeben, die sind bei einem solchen Koloss auch dringend nötig.
Bei der Masse des Fahrzeuges sollte zudem der Servosaver so stramm wie möglich einjustiert werden, sonst müsste man ein relativ schwammiges Fahr- und Lenkgefühl in Kauf nehmen. Das Servo punktet zudem noch mit einem Teil-Alugehäuse.
In unmittelbarer Nähe befindet sich die wassergeschützte Empfängerbox. Solche Boxen setzen sich im Offroad-Bereich immer mehr durch. Man findet kaum noch ungeschützt montierte Empfänger vor.
Durch Entfernen von nur einem Splint kann man den Deckel der Box abheben und der Empfänger kann entnommen oder eingestellt werden.

Brushless-Motor

Hinter diesen Komponenten ist längs zur Fahrtrichtung der Brushless-Motor mit einer Leistung von 2075 KV eingebaut. Das klingt ganz ordentlich, wird aber auch benötigt, um die gut 4 Kg auf Tempo zu bringen.
Alle Verkabelungen und Anschlüsse sind ordentlich ausgeführt. auch der An/Aus-Schalter ist so aufs Chassis hinter den Regler geklebt, dass er bei aufgesetzter Karosse jederzeit zu erreichen ist.

Chassis

Die Chassisplatte selbst besteht aus 3 mm starkem Aluminium, an den Seiten leicht abgekantet und komplett mit einer Eloxatschicht versehen. Damit nichts an der Unterseite hervorsteht, sind alle angebrachten Bohrungen komplett versenkt.
Die seitlich angebrachten Kunststoffabschlüsse schützen zudem das Chassis mit allen darauf befindlichen Komponenten einigermaßen vor Verschmutzung.

Differentiale und Antrieb

Würde man die drei baugleichen Differenziale öffnen, könnte man feststellen, dass es sich um 4-Spider Diffs mit stählernem Innenleben handelt. Das Aufschrauben unterblieb jedoch, da in der Vergangenheit Himoto-Diffs immer vollständig befüllt und auch dicht waren.
Bei den Diffs untereinander und an der Vorderachse kommen stählerne Kardans zum Einsatz, wogegen an der Hinterachse Knochen die Antriebskräfte an die Räder weiterleiten. Dass der gesamte Antriebsstrang komplett kugelgelagert ist, versteht sich bei einem Modell dieser Preisklasse ja von selbst. Die interne Untersetzung wird mit 11,3 : 1 angegeben.

Aufhängung

Die Getriebegehäuse dienen vorne und hinten jeweils als Basis für die Achskonstruktionen. Diese verfügen über lange und dennoch stabile Schwingen, die zu erreichenden Federwege sind der Größe und dem Einsatzzweck des Raider durchaus angemessen.
Der Ausfederweg lässt sich durch Madenschrauben begrenzen. Die oberen Sturzstreben wie auch die Lenkgestänge sind ebenfalls so kräftig dimensioniert, dass sie allen Kräften standhalten dürften.
Beide Achseinheiten werden durch kräftige Kunststoff-Stützen gegen das Chassis vor Torsionskräften geschützt.

Stoßdämpfer

Aufkommende Schwingungen werden durch die vier Stoßdämpfer in Grenzen gehalten. Der Größe des Fahrzeuges entsprechend verfügen auch sie über üppige Dimensionen. Werden bei kleineren RC-Cars manchmal völlig unnötigerweise BigBore-Dämpfer eingesetzt, hier machen sie in jedem Falle Sinn.
Obwohl es sich um Kunststoffgehäuse handelt, findet man darauf Feingewinde und Rändelmuttern zur Regulierung der Bodenfreiheit. Die schwarzen Federn weisen eine lineare Dämpfungscharakteristik auf.
Aus dem gleichen Material mit der gleichen Eloxierung wie die Chassisplatte sind die Dämpferbrücken gefertigt. vorne und hinten sind pro Dämpfer vier Anlenkpunkte vorgesehen.
Der Raider hat seinem Einsatzzweck entsprechend großdimensionierte Front und Heckbumper-Konstruktionen verpasst bekommen. Um deren Haltbarkeit braucht man sich genau wie um die der Karosseriestützen keine Sorgen zu machen.

Reifen und Felgen

Das ganze Fahrzeug rollt auf riesig anmutenden Rädern. Auf die voll verchromten Kunststoff-Felgen hat man Offroad-Reifen mit griffigem Profil aufgezogen und fachmännisch verklebt.
Bei einem Raddurchmesser von 150 mm ergibt sich vorne und hinten eine Radbreite von 85 mm. Damit dürfte man für künftige Geländeeinsätze gut gerüstet sein.

Praxis

Nachdem der 3S LiPo eingesetzt und mit den Klettverschlüssen festgezurrt ist, kann die mehrfarbig bedruckte und dekorierte Karosse aufgesetzt und mit vier Klipsen gesichert werden. Der ersten Ausfahrt des Raider XL steht nun nichts mehr im Wege.
Zum Kennenlernen hält wie so oft der Asphalt des Garagenhofes her. Das Wetter ist trocken bei einer Temperatur von 13°. Geradeauslauf und Lenkeinschlag werden immer als erstes eingestellt, dann kann mit kurzen Gasstößen getestet werden, wie der Raider sich verhält.
Man braucht quasi keinerlei Eingewöhnungsphase, das Vertrauen ist sofort da. Bei voller Beschleunigung radieren die Reifen über den Asphalt, dass es eine Pracht ist. auch die Beschleunigung erweckt Begeisterung. Lediglich die Größe des Garagenhofes setzt der Orgie ein Ende.

Auf einem Feldweg gröberen Kalibers kann ebenfalls schonungslos beschleunigt werden. Bedingt durch die große Masse ist der Raider nicht aus der Ruhe zu bringen, das Fahrwerk mit den großen Federwegen bügelt Unebenheiten einfach weg.
Bei der nächsten Session auf einer Industriebrache konnten mittels einiger Schalbretter verschieden hohe Sprünge aufgebaut werden. Beeindruckend, wie der Koloss auch diese Hürde trotz seiner großen Masse mit Bravour meisterte. Die wenigen Korrekturen, welche dabei nötig waren, dürften auch einen Anfänger nicht vor große Probleme stellen, wenn man es denn nicht übertreibt.

Fazit

Mag der Einstandspreis anfangs für ein RTR-Auto nicht so supergünstig erscheinen, er ist es allemal. Man erhält einen dicken Brocken mit relativ unanfälliger, aber ausgereifter Technik und eine Menge Fahrspaß. Man kann bei der Ladetechnik und dem 3S LiPo nachbessern, muss aber nicht.
Es gilt die Devise: Raider XL in den Kofferraum, 2-3 Akkus mitnehmen, irgendwo hinfahren, auspacken und einfach krachen lassen.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt Krick Himoto Raider XL BL 1:8 RTR

Länge: 590 mm
Breite: 410 mm
Höhe: 225 mm
Radstand: 375 mm
Reifendurchmesser: 150 mm
Reifenbreite: 85 mm vorne und hinten
Bodenfreiheit: 45 mm
Gewicht: ca. 4020 g.
Motor: Himoto Brushless 2075 KV
Fahrtenregler mit 80 A belastbar, integrierter Lüfter
Lenkservo: 9.0 kg mit teilw. Alugehäuse

UPE des RTR-Sets: 469,- Euro
incl. fahrfertigem Auto,
2,4 GHZ Fernsteuerung,
3S LiPo Akku im Hardcase,
und E3 LiPo Automatiklader.



Bildverzeichnis Krick Himoto Raider XL

Bild 2, 4 und 6: Ein Truck von imposanter Größe ist der Raider XL.
Bild 8: Nichts steht an der Unterseite des Chassis hervor.
Bild 9 und 10: Auf dem Chassis ist alles übersichtlich
angeordnet, es ist genug Platz vorhanden.
Bild 11 und 12: Die Schwingen sind extrem lang, das
garantiert gute Federwege.
Bild 13: Im rechten der beiden Lenkpfosten ist ein stufenloser
Servosaver enthalten.
Bild 14: Alle Rechts / Links-Gewinde sind sehr kräftig ausgelegt.
Bild 15: Die eingebauten Kardans sind von hohem Standard.
Bild 16: Aufhängungstechnisch hat man sich für eine
C-Hub Suspension entschieden.
Bild 17: Auf den BigBore Dämpfern gibt es Rändelmuttern
und Feingewinde.
Bild 18: Am Lenkschlitten kann der Ackermann Winkel
mehrfach variiert werden.
Bild 19: Die Dämpfer können an mehreren Punkten
befestigt werden.
Bild 20: Das stehend befestigte Lenkservo kann mit 9 kg in
die Lenkung eingreifen.
Bild 21: In der wasserdichten RC-Box ist der Empfänger
gut aufgehoben.
Bild 22: Die Aluminium-Motorhalterung verspricht eine
gute Wärmeableitung.
Bild 23: Antriebstechnisch ist alles vom Feinsten, hier ist
kein Verschleiß zu befürchten.
Bild 24: Mit dem 2075 KV Brushless ist der Raider
adäquat motorisiert.
Bild 25: Der Fahrtenregler ist für 80A Dauerbelastung
ausgelegt und hat einen Lüfter.
Bild 26: Der beiliegende 3S LiPo im Hardcase wird von
Klettverschlüssen sicher gehalten.
Bild 27: Auch die hintere Aufhängung ist für große
Federwege ausgelegt.
Bild 28: Die 17 mm Radmitnehmer sind in dieser Klasse
heute Standard.
Bild 29: Natürlich sind vorne und hinten Stabis zur
Verringerung der Rollneigung vorhanden.
Bild 30: Der Ausfederweg ist durch Madenschrauben in
den Schwingen begrenzbar.
Bild 31: Das ist RTR: Ladegerät Himoto E3 für bis zu 3S LiPo´s.
Bild 32: Der 2,4 GHz Sender ist einfach, lässt aber keine
Wünsche offen.



 BILDERSERIE 
 



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