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 Thunder Tiger 16.05.2012 
 
RTA4
1:8 Verbrenner Short Course


Als Basis für den RTA4 dient das Chassis des seit vielen Jahren als MTA4 bekannten Monstertrucks von Thunder Tiger. Der MTA4 gilt seit der ersten Version als absolut zuverlässiges Hardcore Offroad-Modell. Mit wenigen Änderungen mutiert der MTA4 nun zum RTA-4 Short Course Truck, vom Monstertruck zum Racing-Truck.

Einleitung

Der erste MTA4, bestückt mit einem 3,5 ccm Motor, wurde abgelöst vom S28, der neben dem stärkeren Motor nur etwas Facelift bekam.
Diese S28 Version erhält nun kürzere Querlenker, andere Radachsen, kleinere Räder, eine veränderte Abstimmung der Stoßdämpfer, andere Front- und Heck-Rammer, eine längere Übersetzung des Antriebs und eine Short Course Trophy-Truck Karosse - fertig ist der Racing-Truck.
Mit der schicken Short Course Truck Karosse könnte der RTA4 schon beinahe als Großmodell eingeschätzt werden – 60 x 34 cm sind schon beachtlich groß.

RTA4 Änderungen im Vergleich zum MTA4 S28

• Short Course Truck Karosserie
• LKW-Räder mit Straßenbereifung ca. 114 x 44 mm
• Front-Rammschutz, stoßabsorbierend
• Heck-Rammschutz mit Schmutzabweiser
• Gekürzte Querlenker
• Spurstangen ohne L/R-Gewinde
• Härtere Abstimmung der Stoßdämpfer
• Kürzere CVD-Antriebswellen
• 17 mm Radaufnahmen mit Radmuttern für Standard 1:8 Räder
• Kupplungsglocke mit 23 Zähne Ritzel
• Hauptzahnrad mit 46 Zähnen

Lieferumfang RTA4

• RTA4 mit montierten Rädern
• Trophy-Truck Karosserie bedruckt und beklebt
• Antriebswelle für Pro-Starter-System bzw. Akkuschrauber
• RC-Anlage 2,4 GHz DSM
• Empfänger-Batterie Box
• Diverse Unterlegscheiben
• Abstandhalter für die Federvorspannung und
zusätzliche Stauscheiben
• 5 Inbusschlüssel
• Je 1 Multi-Sechskant-Schlüssel klein und groß
• Anleitungen Motor, RC-Anlage und RTA4

Quick-Check

Der RTA4 ist ein 1:8 SC Race-Truck mit Glühzünder-Verbrennungsmotor in Ready To Run Ausführung mit einer modernen 2,4 GHz DSM RC-Anlage. Nach dem Einbau der Akkus und dem Antennenröhrchen muss der Truck nur noch aufgetankt und gestartet werden.
Die Verarbeitungsqualität aller Teile ist gut. Alle Schrauben am Testmuster sitzen fest und das Zahnflankenspiel zwischen Hauptzahnrad und Ritzel der Kupplungsglocke ist korrekt eingestellt.

• Karosse stabil, attraktiv lackiert und beklebt
• Robuster, übersichtlicher Aufbau
• Sehr stabiles Kastenprofil aus Alu statt Bodenplatte
• Gekapseltes und aufwändiges Umkehr-Hauptgetriebe
• Je 2 Gänge vorwärts und rückwärts
• Großer Treibstoff-Tank
• Hauptzahnrad und Kupplungsglocke gut zugänglich
• Einfach demontierbare RC-Einheit
• Überrollbügel
• Quer eingebauter .28 Big-Blog Thunder Tiger PRO-28 Motor
• Dual Motorstart mit Seilzug oder Pro-Start
• Großer Schalldämpfer aus Alu
• Großer, zweistufiger Luftfilter (nicht geölt)
• 8 Öldruck-Stoßdämpfer
• Pivot-Radaufhängung vorne und hinten
• Doppelte Trapez-Querlenker
• Spurstangen ohne L/R-Gewinde
• Straffe Fahrwerksabstimmung

Anleitungen

Die Anleitung für die ACE Cougar RC-Anlage erklärt sehr ausführlich alle Funktionen und ein zusätzliches Merkblatt versucht die Besonderheiten der Antennen-Geometrie in Bezug auf die Polarisationsebene zu erklären.
Die Beschreibung zum Motor enthält alle wichtigen Informationen vom Treibstoff über die Glühkerze bis zur Vergasereinstellung. Explosionszeichnungen und Teilelisten vervollständigen das Dokument.
Das Manual zum RTA4 beginnt mit Sicherheitshinweisen und einer Aufzählung der enthaltenen und zusätzlich benötigten Werkzeuge und Teile. Die Seiten 5-10 beschäftigen sich mit der Einstellung des Senders bzw. der Servo-Anlenkungen.
Auf den Seiten 11-13 wird der Umgang mit dem Motor erklärt. Wie der Schaltpunkt des 2-Gang Getriebes eingestellt wird, kann auf Seite 14 und Hinweise zur Fahrwerkseinstellung auf Seite 15 gelesen werden.
Hinweise zur Fehlersuche finden sich auf Seite 16. Auf den Seiten 17 bis 27 helfen Explosionszeichnungen sowie bebilderte und numerisch sortierte Teilelisten, Ersatz- und Tuningteile zu finden.
Alle Dokumente unseres Testmusters sind nur in Englisch bzw. Chinesisch verfasst, wir gehen jedoch davon aus, dass die Modelle für den deutschen Markt auch mit deutschen Unterlagen ausgeliefert werden.

Karosse

Die Karosse ist aus ca. 1,2 mm Lexan gezogen und sehr ansprechend bedruckt, die zahlreichen Aufkleber sind ordentlich angebracht, sollten jedoch sorgfältig nachgearbeitet werden um lange Freude daran zu haben.

TIPP: Aufstehende Ränder verschmutzen und das Dekor sieht dann schnell unschön aus oder wird beschädigt. Mit einem Föhn werden deshalb die Aufkleber vorsichtig erwärmt und mit einem weichen Tuch fest angedrückt. Die so bearbeiteten Dekor-Aufkleber haften auch an den Rändern perfekt und sind deutlich länger haltbar.

Chassis

Der RTA4 ist, wie auch seine MT-Kollegen, auf ein sehr steifes Kastenprofil aus Aluminium aufgebaut. Der äußerst stabile Rahmen kommt dem Konzept der 1:1 Truck-Vorbilder sehr nahe.
Seitlich angeschraubte Plastikwannen schützen die Komponenten vor Schmutz und mechanischen Beschädigungen von unten.
Beide Achs-Differentiale sind über Bulkheads mit dem Chassis verschraubt und werden auf der Unterseite durch Alu-Skid-Plates und den bis unter die Achse gezogenen Rammern geschützt.
Schrauben verbinden die massiven Dämpferbrücken mit dem Chassis und zusätzlich mit den Differentialen. In der Mitte des Kastenprofiles sitzt das gekapselte Getriebe in einer Aussparung, gehalten von 8 Schrauben.
Hinter der Dämpferbrücke der Vorderachse ist die RC-Einheit platziert, sie besteht aus den Boxen für Empfänger und Akku und den Trägern der 3 Servos. Auf der rechten Seite gleich hinter dem RC-Modul ist der Tank befestigt.

Der Big Block Verbrennungsmotor mit Resonanz-Abgasanlage nimmt den ganzen Raum zwischen Getriebe und hinterer Dämpferbrücke ein. Vier Sechskant-Flachkopf-Schrauben halten den Motorträger von unten am Chassis-Rahmen.
Der stabile, 3 mm dicke Überrollbügel spannt sich ca. 4 cm vor dem Kühlkopf über das Getriebegehäuse, zusammen mit der Karosse kann er bei einem Überschlag den Motor vor Beschädigung schützen.
Die Radträger hängen einzeln an doppelten Querlenkern mit je 2 Öldruckstoßdämpfern. Die Kraft des Motors wird über das Getriebe ohne Ausgleich auf beide Achsen übertragen. Dem Fahrer steht auch ein Rückwärtsgang als Serienausstattung zur Verfügung.
Der stoßabsorbierende Front-Rammschutz kann einen Aufprall dämpfen und reduziert die Beschädigungsgefahr. Die Karosse steht seitlich deutlich über die Wannen hinaus und kann die Verschmutzung der Chassis-Oberseite im Gelände nicht verhindern.

TUNING TIPP: Damit der Überrollbügel bei Überschlägen das Dach nicht ausbeult, was nach kurzer Zeit zu Rissen führt, kann die Dachfläche auf der Innenseite der Karosse mit einer dicken Acryl-Folie aufgedoppelt werden. Zur Dämpfung mit einer 1 mm Schicht Silikon aufkleben und evtl. mit 4 kurzen Schrauben an den Ecken fixieren.

Der Tankdeckel lässt sich einfacher öffnen, wenn ein kurzer Griff angebracht wird. Dazu einfach einen Kabelbinder am Deckel befestigen und auf das Ende einen Silikonschlauch aufstecken, der mit einem zweiten Kabelbinder gekontert wird, die Enden können beliebig gekürzt werden.


Fahrwerk

Die Einzelradaufhängung des Fahrwerks besteht aus einem Radträger und den doppelten Trapez-Querlenkern, die sich an Stahlachsen unten am Differential und oben an massiven Haltern aus Aluminium gelagert, drehen.
Alle Achsschenkel hängen drehbar an 2 großen Pivot-Schrauben an den Querlenkern, die Widerlager bestehen aus verschleißfestem Nylon. An der Hinterachse halten massive Spurstangen aus Stahl die Achsträger in der Spur.
Für guten Bodenkontakt sorgen je Achse 4 Öldruckstoßdämpfer. Die Dämpfergehäuse aus Plastik halten in der Praxis selbst beim Springen hohen Belastungen stand. Für extreme Belastungen gibt es jedoch Alu-Dämpferkappen und Alu-Gehäuse.
Über die verschiedenen Befestigungs-Positionen an Dämpferbrücke und Querlenker kann das Fahrwerk zusätzlich abgestimmt werden.

Die Spurstangen verfügen leider über kein Links-/Rechtsgewinde, dadurch ist die Spureinstellung an beiden Achsen nur möglich, wenn die Spurstangen einseitig demontiert werden.
Neben der einfachen Mechanik ist die einfache Sturzeinstellung ein weiterer Vorteil der Pivot-Aufhängung. Das Pivot-System wird im Offroad häufig als Nachteil angesehen, im RTA4 sind damit jedoch keine Probleme bekannt.
Achsträger und Querlenker können vorne und hinten und links und rechts verwendet werden, was die Ersatzteil-Versorgung vereinfacht.

Lenkung

Die Lenkung erfolgt über einen direkt am Servo montierten Servosaver. Die Spurstangen können nur an einem Punkt befestigt werden, wodurch die Räder parallel ohne Ackermann-Effekt lenken.
Die wartungsfreien Gleitlager der Mechanik sorgen für eine leichtgängige und ausreichend präzise Lenkung. Das Servohorn mit dem Saver wird durch eine stabile Schürze an der Plastik-Wanne vor Beschädigung geschützt.
Die Lenkmechanik aus Plastik hält den Belastungen im Gelände sehr gut stand, auch wenn es auf den ersten Blick wie eine Schwachstelle aussieht. Wenn das Spiel zu groß wird, verhelfen einige Distanzscheiben zu neuer Präzision. Für extreme Belastungen gibt es optional auch eine Mechanik aus Alu mit integriertem Servo-Saver.

Antrieb

Um das hohe Drehmoment des Pro-28 Motors sicher auf den Antrieb zu bringen, gewährleisten 4 Kupplungsbacken den Kraftschluss mit der stählernen Kupplungsglocke, welche die Kraft über ein gehärtetes Ritzel an das Hauptzahnrad weiter gibt.
Die Rutschkupplung (Slipper) verhindert, richtig eingestellt, eine Beschädigung des Antriebs durch das hohe Drehmoment des 4,75 ccm Motors und treibt das Hauptgetriebe an.
Das völlig gekapselte und auffällig groß wirkende Getriebegehäuse verbirgt eine robuste 2-Gang Getriebemechanik für Vorwärts- und Rückwärts-Antrieb. Zwischen den beiden starr verbundenen Getriebeausgängen erfolgt kein Ausgleich. Gelenkwellen verbinden die Achsgetriebe mit dem Mittelgetriebe.
Der Rückwärtsgang als Serienausstattung ist in dieser Klasse selten, wer ihn nicht braucht, kann ihn mit einem optionalen Teil ausbauen.

Die Achs-Differentiale, aufgebaut mit 4 unterlegten Satelliten-Kegelrädern und 2 Tellerrädern, können der permanent hohen Beanspruchung im Gelände sehr gut trotzen, allerdings sollte der Verschleiß an den Kugellagern regelmäßig kontrolliert werden. Rechtzeitiger Tausch verbrauchter Lager erhöht die Lebensdauer der Getriebe.
Über gehärtete Kardan-Gelenkwellen treiben die Differentiale die Räder an. Alle Wellen und die Aufnahmen an den Differentialen bestehen aus gehärtetem Stahl, die Aufnahmen am Hauptgetriebe jedoch aus leichtem Aluminium.
Stahlstifte und Stiftschrauben verbinden die Kardangelenke und Aufnahmen mit den Wellen. Diese Stifte können im Gelände sehr stark beansprucht werden und können brechen, daher ist es eine gute Idee, einige dieser Teile auf Vorrat zu haben. Passende Stahlstifte gibt es auch im Fachhandel für Schrauben.

Eine Besonderheit des RTA4-Getriebes ist die 90° Umlenkung wodurch der Motor quer eingebaut werden kann. Bei sehr hoher Belastung kann diese Umlenkung eine Schwachstelle sein, daher müssen die Kugellager an der Umlenkung regelmäßig auf Spiel kontrolliert werden. Die Kugellager sind nicht teuer und rechtzeitig getauscht, verhindern sie hohen Verschleiß am Hauptzahnrad und am Getriebe.
Das Hauptzahnrad aus Kunststoff muss kein Nachteil sein, wenn folgende Dinge beachtet werden: richtiges Zahnflankenspiel, kein zu großes Spiel der Lager an der Umlenkung, richtig eingestellte Rutschkupplung, verbrauchte Slippertonnen tauschen.
Ein Hauptzahnrad kann selbst in hartem Geländeeinsatz sehr lange seinen Dienst verrichten, trotzdem sollte auch dieses Teil in der Ersatzteilekiste vorrätig sein.

Das höhere Gewicht und der rabiate Vortrieb muss natürlich auch kontrolliert werden, dafür sorgt die Einscheiben-Bremsanlage. Die Bremswirkung der Faserscheibe kann bei Nässe nachlassen, es kann auch zum Bruch kommen.
Für sehr hohe Beanspruchung gibt es Tuning-Bremsscheiben, auch aus Stahl. Die Bremsbacken können mit einem 2 mm Inbus einfach nachgestellt werden.
Nicht nur die Antriebswellen müssen sowohl den Brems- als auch den Antriebskräften standhalten, sondern auch die Felgen der Räder. Daher kommen am RTA4 17 mm Felgenmitnehmer aus Alu zum Einsatz, dies ermöglicht auch die Verwendung von 1/8 Buggy Rädern, die auch in der Größe genau zum RTA4 passen.
Der komplette 4WD Antrieb des RTA4 ist mit Kugellagern ausgestattet und trotzt auch dem härtesten Offroad-Einsatz.

TUNING TIPP: Manchmal brechen die Pins am Antrieb weil das Material zu hart ist, hier helfen Edelstahl-Stifte aus dem Schraubenhandel, der Verschleiß ist höher, aber sie brechen nicht. Alle Stift- und Madenschrauben am Antrieb müssen gut mit mittelfestem Schraubenlack gesichert werden. In der Praxis hat sich ein Stück Schrumpfschlauch über den Wellenaufnahmen am Hauptgetriebe als Sicherung der Pins bewährt.

Motor

Als Herz schlägt im RTA4 der Thunder Tiger PRO-28 den Takt. Der PRO-28 ist ein sehr solides Triebwerk und liefert mit seinen 17,6 mm Hub ein hohes Drehmoment, die Drehzahl ist mit ca. 35000 RPM zwar nicht mit Renntriebwerken vergleichbar, aber dafür ist der PRO-28 sehr zuverlässig und robust.
Der PRO-28 ist ein sauber verarbeiteter 3-Kanal Motor mit Heckauslass, er arbeitet mit einer ABC Garnitur mit 3 Überstrom-Fenstern. Das Kolbenhemd ist im Bereich des Spülkanals abgefräst.
Das große Einlassfenster der Kurbelwelle ist strömungsgünstig, rund ausgefräst, die Welle jedoch nicht weiter bearbeitet. Der Brennraum ist in den Kühlkopf eingearbeitet und für Standard-Kerzen mit kurzem Gewinde ausgelegt.

Der 2-Nadel Schiebevergaser aus Alu verfügt über einen 8 mm Venturi-Einlass und am Küken sorgt eine Rückholfeder für eine sichere Leerlaufposition. Der große Kühlkopf mit 56 mm Durchmesser ist mit 10 Kühlrippen bestückt.
Die montierte TT Kerze mit dem Wärmewert R3 gehört zur Serienausstattung. Über die Dual-Start Backplate kann der Motor entweder mit Seilzug oder über eine mitgelieferte Welle und einem optionalen Starter oder Akkuschrauber gestartet werden.
Die Treibstoffversorgung erfolgt sehr zuverlässig aus einem großen Tank mit eingebautem Sinterfilter. Über einen Silikonbalg in der Treibstoffleitung kann der Modellbautreibstoff einfach und komfortabel zum Vergaser gepumpt werden.

Laut der Anleitung zum Motor können lange Standard-Kerzen verwendet werden, bei der Serien-Kerze von TT handelt es sich jedoch um eine kurze Version. Die TT-Kerze schließt nicht ganz mit dem Brennraum-Rand ab, eine lange kann jedoch etwas darüber hinaus stehen.
Den richtigen Wärmewert muss man je nach Bedarf in der Praxis ermitteln. In der Offroad-Praxis haben sich z.B. die Typen OS R5 und #10 bewährt.

Außerdem haben sich in der Offroad-Praxis Treibstoff-Mischungen mit 25% Nitromethan und Ölmischungen zwischen 12 und 15% als optimal erwiesen, wobei im Funbereich ein Ölanteil von 15% eine gute Wahl ist.
Ich selbst habe beste Erfahrungen mit einem Anteil von 3-5% Rizinusöl gemacht (z.B. 5% Rizinus und 10% Synthetik, bitte nur fertige Mischungen kaufen, nicht jedem synthetischem Öl kann Rizinus beigegeben werden).
In der englischen Anleitung wird sowohl zum Einfahren als auch für den späteren Betrieb Treibstoff mit 75% Methanol und 25% Öl angegeben. Für mehr Leistung wird dort eine Mischung mit bis zu 30% Nitro und 20% Öl genannt wobei empfohlen wird, Ölmischungen mit Rizinus-Anteil zu bevorzugen. Kraftstoff mit weniger als 20% Öl sollte laut TTs Manual nicht zum Einsatz kommen.

Servos und Anlenkungen

Die Anlenkungen von Gas, Bremse und Schaltung funktionieren zuverlässig und werden über zwei ACE S 1903 Standard-Servos mit 3,8 Kg Stellkraft bewegt.
Die Lenkung wird von einem ACE S 2008 MG angetrieben, ein Servo mit Metallgetriebe und 9,8 Kg Stellkraft an 6 Volt, stark genug für die Lenkung.
Die Ansteuerung der Lenkung des Vergasers und der Bremse müssen am Testmuster nachjustiert werden. Leider ist die eingebaute Spiralfeder am Bremsgestänge zu weich und verhindert die gewünschte Bremswirkung.

TUNING TIPP: Die Bremskraft kann deutlich gesteigert werden, indem die eingebaute Feder gegen eine stärkere Feder oder ein 2 cm langes Stück festen Silikon-Schlauches ersetzt wird.

Wer von Anfang an ein agiles Fahrzeug haben möchte, sollte den Batteriekasten gegen einen 6 Volt Akku-Pack tauschen, das S 2008 MG Servo von der Lenkung auf Gas/Bremse bauen und dafür ein ACE DS 1015 (14,5 kg Stellkraft und 0,108 S/60° Stellgeschwindigkeit an 6 Volt) einsetzen.


RC-Anlage

Der RTA4 ist mit einer modernen RC-Anlage ausgestattet, die keine Wechselquarze mehr benötigt und sich selbständig eine freie Frequenz sucht. Die Übertragung des Steuersignals erfolgt codiert und ist daher absolut störsicher.
Im Fall eines Signalverlustes schützt das Fail-Safe vor dem Kontrollverlust des Modells. Die Anlage besteht aus dem 2,4 GHz 3-Kanal FHSS Empfänger ACE TRS 402ss mit BAT-Buchse und dem 2,4 GHz FHSS 3-Kanal Drehknopf-Sender ACE Cougar P3.
Der Empfänger kann mit 4 Mignonzellen AA oder besser mit einem 6 Volt Akku-Pack mit Spannung versorgt werden. Auch ein 2S Lithium-Polymer Akku kann als Stromversorgung für den TRS 402ss dienen, allerdings müssen in diesem Fall die Servos gegen Typen getauscht werden, die ebenfalls mit 7,4 Volt Spannung arbeiten können ohne Schaden zu nehmen – der TRS 402ss besitzt kein BEC System.

Der Empfänger ist mit einem Fail-Safe ausgestattet. Ein Batteriekasten für 4 AA-Zellen ist im Set enthalten.
Der Cougar P3 Sender ist kein Designobjekt, liegt aber gut in der Hand und steht sicher auf dem breiten Fuß. Zur Stromversorgung werden 6 AA-Zellen benötigt, die in einem herausnehmbarem Akku-Fach untergebracht sind.
Statt des Akku-Faches kann auch ein Akku-Pack eingesteckt werden. Zum Laden von NiMH Akkus im Gerät, steht eine Ladebuchse zur Verfügung.
Die Ausstattung des Senders beschränkt sich auf die Funktionen, die für den RTA4 benötigt werden: Lenkung mit DualRate Einstellung, Gas/Bremse mit ATV-Regler (Adjustabel Travel Volume = Servo-Weg Begrenzung), Trimmung für Lenkung und Gas/Bremse und ein Taster für Vorwärts-/Rückwärts-Betrieb.
Zusätzlich besitzt der Cougar P3 Sender über einen Ein-/Aus-Schalter mit Kontroll-LED, 3 LEDs zur Anzeige der Batteriespannung mit Low-Bat Warnung, eine Stellschraube unter dem Lenkrad zur Einstellung der Federspannung, einen Dipschalter für den Übertragungs-Mode und die Servoumkehr-Funktion.
Der rote Taster auf der Rückseite des Senders wird zum Binden des Empfängers benötigt. Die Antenne kann zum Transport umgeklappt werden. 2,4 GHz Anlagen arbeiten nur zuverlässig bei Sichtverbindung zwischen Sender und Modell, daher empfehle ich vor der Fahrt auf einem neuen Gelände, dringend einen Reichweiten-Test.

TUNING-TIPP: Den verklebten Empfänger vom Boden der Box vorsichtig ablösen, ein Stück Schaumstoff in die Box legen und den Empfänger lose darauf legen, so können die Erschütterungen besser abgefangen werden und Feuchtigkeit dringt von der unten offenen Box nicht an den Empfänger.

Der RTA4 in der Praxis

Für den Betrieb des RTA4 benötigen wir noch folgende optionale Artikel:

• Modellbautreibstoff
• Kerzenglüher
• Schlitzschraubendreher
• Infrarotthermometer
• Akkus für Sender und Empfänger

Als Treibstoff verwenden wir eine für Offroad geeignete Mischung von Topsprit (25% Nitromethan, 5% Rizinusöl, 10% Synthetiköl, 60% Methanol). Sender und Empfänger werden mit 6 bzw. 4 AA NiMH Mignon-Akkus gespeist.

Der Pumpenbalg ist sehr praktisch um den Treibstoff zum Vergaser zu saugen. Den Motor werfe ich mit dem Seilzugstarter an, er startet schon nach wenigen Zügen.
Die erste Tankfüllung fahre ich mit dem sehr fett eingestellten Gemisch. Mit dem Einkammer-Abgasrohr geht es recht laut zu, ein schepperndes, ungewohntes Geräusch.
Nach jeder Tankfüllung wird das Gemisch am Vergaser neu eingestellt. Für den fertig eingefahrenen Motor muss darauf geachtet werden, dass das Gemisch nicht zu mager gestellt wird, auch wenn es den Anschein hat, der Motor liefe zu fett, besteht schnell die Gefahr, dass er bei zügigem Beschleunigen ungenügend Treibstoff bekommt und aus geht. Bei der Einstellung verhält sich der Vergaser empfindlich, daher nur in kleinen Einstellschritten agieren.

TIPP: Falls das Küken des Vergasers, wie bei unserem Testmuster, hakt, sollte die Anlenkung überprüft werden. In unserem Fall haben wir die Inbusschraube am Kugelkopf gegen eine Madenschraube getauscht und den Kugelkopf solange nach oben gedreht, bis die Anlenkung waagerecht verlief, das Küken konnte jetzt ohne zu kanten bewegt werden.

Der Motor ist keine Rennmaschine, dafür aber robust, er dreht sehr schön und bietet ein hohes Drehmoment. Mit der langen Übersetzung wird der RTA4 selbst mit den kleinen Rädern sehr schnell. Der zweite Gang kommt zuverlässig und zum richtigen Zeitpunkt, beim Beschleunigen sieht das sehr flüssig aus.
Das Fahrwerk nimmt Unebenheiten der Fahrbahn sehr lässig, solange es geradeaus geht, kein Problem. Kurven sollten umsichtig gefahren werden, zügiges Beschleunigen aus der Kurve quittiert der RTA4 mit Übersteuern bis hin zu heftigen Überschlägen, schuld ist der hohe Schwerpunkt und die reduzierte Spurbreite. Schnelle Lastwechsel verstärken dieses Verhalten.
Natürlich relativiert sich das Kurvenverhalten mit abnehmendem Gripp, sobald der RTA4 in den Drift gehen kann, ist auch die Rollneigung über die Längsachse gebannt. Geht man die Kurven entsprechend vorsichtig an, steht dem Fahrspaß nichts im Wege.
Wie schon der MTA4 ist auch der RTA4 ein ausgewogener Springer, allerdings deutlich agiler durch das geringere Gewicht.

Die Optik mit aufgesetzter Karosse ist genial, sieht aus wie ein 1:1 und die Abmessungen kommen nahezu an ein Großmodell heran. In entsprechendem Gelände kommt sofort das richtige Rallye Feeling auf.
Hier kommt auch der zuverlässige Rückwärtsgang ins Spiel, es ist nicht nur ein Hingucker, wenn ein RC-Car rückwärts fahren kann, es ist in vielen Situationen im Gelände auch sehr hilfreich. Der RTA4 ist ein robustes und attraktives Offroad-Modell mit hohem Fun-Faktor.

TUNINGTIPP: Als sinnvolles Tuning bietet Thunder Tiger Europe eine 2-Kammer Masterfix Resonanz-Abgasanlage an, sie bietet eine höhere Motorleistung und ein angenehmeres Auslassgeräusch. Ein weiterer Effekt ist ein einfacheres Einstellen des Vergasers durch die bessere Aufladung mit Frischgasen.

Fazit

Der RTA4 besitzt die solide und ausgereifte Technik des bereits viele Jahre erfolgreichen MTA-4. Die Technik bietet keine Neuerungen, ausgenommen der 2,4 GHz RC-Anlage.
Der Aufbau wirkt für das Auge etwas altbacken, in der Praxis entschädigt der RTA4 jedoch mit langen Standzeiten, Zuverlässigkeit, einfacher Handhabung und Reparaturfreundlichkeit.
Für den RTA4 gibt es keine Probleme mit der E-Teile Versorgung da ja die meisten Teile vom MTA-4 bzw. MGT (Monster GT) passen. Auch sinnvolle Tuning-Teile gibt es zahlreich und jede Menge Tipps für Umbauten im Internet. Außerdem können Teile vom Sledge-Hammer verbaut werden.
Der RTA-4 erfreut durch einfache Handhabung und gute Fahrleistungen. Das Dualstart-System bewährt sich besonders im Offroad, wo Seilzüge durch Staub und Sand nicht immer zuverlässig funktionieren.
Der Rückwärtsgang im RTA4 wird vor allem die Fun-Fahrer begeistern. Auch bei den Zuschauern erregt der attraktive Trophy-Truck aufsehen, wenn er wie sein großes Vorbild vorwärts und rückwärts gefahren wird.

Bericht: Edgar Reichler
Fotos: Klaus-D. Nowack
Praxis Fotos: Edgar Reichler




Querschnitt Thunder Tiger RTA4

Abmessungen
• Maßstab: 1:8
• Länge: ca. 60 cm
• Breite: ca. 34 cm
• Höhe: ca. 24,5 cm
• Radstand: 36,8 cm
• Bodenfreiheit: ca. 6 cm in der Mitte (5 cm unter der Achse
bis max. 7,5 cm in der Mitte kpl. ausgefedert)
• Gewicht: ca. 4,95 kg
• Tankinhalt: 150 ml
• Räder: Universal Profil ca. 114x44mm, 17mm Felgen-Mitnehmer

Motor
• Typ: Thunder Tiger PRO-28BD
• Hubraum: 4,63 ccm
• Garnitur: ABC, 3 Überstrom-Ports
• Pleuel: Messerpleuel
• Brennraum: Im Kühlkopf integriert, für Standard-Kerzen
• Glühkerze: N3 (kurzes Gewinde)
• Vergaser: 2-Nadel Alu Schieber, 8 mm Venturi-Einlass
• Auslass: Heckauslass
• Bohrung: 18,3 mm
• Hub: 17,6 mm
• Leistung: 2,4 PS bei 30000 U/Min.
• Startsystem: Pro-Starter
• Abgassystem: 1-Kammer Resonanzrohr aus Aluminium

Kraftübertragung
• Kupplung: 4-Backen
• Glocke: Stahl, Ritzel integriert 23T
• Getriebe: 2 Gang Automatik
• Übersetzung: 23 / 46 Zähne
• Antrieb: 4WD über Kardan-Gelenkwellen
• 2 Kegelrad-Differentiale

Fahrwerk
• Aufhängung: Einzelrad, doppelte Querlenker mit Pivots
• Dämpfer: 8 Öldruckdämpfer Kunststoff
• Einstellungen: Spur und Sturz vorne und hinten

Lenkung
• Servo: stehend
• Servosaver: direkt auf dem Servo

EVP: 529,- Euro



Bildverzeichnis Thunder Tiger RTA4

Bild 4: LKW-Räder mit Beadlock Optik und Straßen-Bereifung.
Bild 5: Ausladender Rammschutz vorne und hinten
mit Schmutzlappen aus Gummi.
Bild 5: Hohe Geländegängigkeit durch das hoch liegende
Kasten-Chassis.
Bild 2:Viel Bodenfreiheit, aber hoher Schwerpunkt.
Bild 7: Realistischer Aufbau wie beim großen Vorbild,
Skid-Plates vorne und hinten.
Bild 8: Seitliche Plastikwannen schützen die Aufbauten
mit Vorbereitung für seitliche Abgasanlage.
Bild 9: Lenkservo mit Servosaver gegen Kollision geschützt
eingebaut.
Bild 10: Die vordere Skid-Plate aus Alu schützt die Lenkmechanik.
Bild 11: Geräumiges Chassis mit übersichtlichem Aufbau.
Bild 12: Gute Gewichtsverteilung, Motor hinten, RC-Einheit
vorne und Tank mit Getriebe mittig.
Bild 13: Großer 150 ml Tank für langes Fahrvergnügen.
Bild 14: Identischer Aufbau der Fahrwerks-Aufhängung an
allen Achsen.
Bild 15: Achsschenkel mit Pivot-Aufhängung zur einfachen
Einstellung von Radsturz und Spur.
Bild 16: Zwei mögliche Dämpfer-Befestigungspunkte am
unteren Querlenker zur Abstimmung des Fahrwerks.
Bild 17: 4 Öldruck-Stoßdämpfer mit langen Federwegen
an jeder Achse.
Bild 18: Die RC-Einheit kann mit wenig Aufwand komplett
abmontiert werden.
Bild 19: RC-Einheit mit getrennten Boxen für Empfänger
und Stromversorgung.
Bild 20: Kopfüber eingebautes Lenkservo und Schalt-Servo
des 2-Gang-Getriebes.
Bild 21 und 22: Gut zugängliche und präzise funktionierende
Anlenkungen und Gestänge.
Bild 23: Mächtiges Getriebegehäuse mit verschließbarer
Öffnung zum Einstellen des Schaltzeitpunktes.
Bild 24: Praktischer und robuster Balg zum einfachen
Treibstoff Pumpen.
Bild 25: Große Kupplungsglocke aus Stahl mit 23 Zähne
Ritzel und 46 Zähne Hauptzahnrad mit Slipper-Kupplung.
Bild 26: Vergaser mit Venturi-Einlass und Rückholfeder für
den Schieber.
Bild 27: Einscheiben-Bremsanlage – durch den Durchtrieb
im Getriebe wirkt die Bremse auf beide Achsen.
Bild 28: Quer eingebauter TT Pro-28 Motor mit großem
Kühlkopf und Dual-Startsystem.
Bild 29: Alu-Einkammer-Resonanzrohr und großer
2-stufiger Luftfilter.
Bild 30: Die Ausgleichsbehälter (Piggyback) sind natürlich
nur Attrappe.
Bild 31: Der nach unten verlängerte Auslass des Auspuffs
reduziert die Verschmutzung durch austretendes Öl.
Bild 32: Gewindestangen mit Kugelpfannen fixieren die
hinteren Achsschenkel.
Bild 33: 17 mm Felgenmitnehmer mit Radmuttern
in 1/8 Standard.
Bild 34: 2,4 GHz FHSS 3-Kanal Drehknopf-Sender
ACE Cougar P3.
Bild 35: Trimmung und Servo-Wegbegrenzung sowie
Dual-Rate direkt bedienbar.
Bild 36: Taster zum Binden und Dippschalter für Übertragungs-
Mode und Servo-Umkehr auf der Rückseite des Senders.
Bild 37: Umfangreicher Werkzeugsatz und Antriebswelle
für Pro-Starter oder Akkuschrauber.
Bild 38: Die RTA4 Karosserie mit einer alternativen
Lackierung von rc-car-magazin.
Bild 40: 4-Backen Fliehkraftkupplung.
Bild 41: Doppelt kugelgelagerte, unbearbeitete Kurbelwelle.
Bild 42 Gut verarbeitetes Kurbelgehäuse.
Bild 43: Strömungsgünstig, rund ausgefräste Steueröffnung
der Kurbelwelle.
Bild 44: Dual-Startsystem mit Seilzug, Backplate und Mitnehmer.
Bild 45: Kolben mit ausgefrästem Hemd und Messer-Pleuel.
Bild 46: 2-Nadel Alu-Vergaser mit Venturi-Einlass,
Rückholfeder am Küken und Düsenstock aus Alu und Messing.
Bild 47: 3-Kanal Büchse mit Chrombeschichtung innen.
Bild 48: Kühlkopf mit integriertem Brennraum für
Standard-Kerzen.
Bild 49: Umlenkkopf des Hauptgetriebes mit Hauptzahnrad.
Bild 50: Alu-Wellenaufnahme an den Ausgängen des
Hauptgetriebes.
Bild 51: Verstärkte Kupplungsglocke aus Stahl.

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