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 LRP / HPI 10.07.2012 
 
Sprint 2 Flux BMW M3
1:10 Elektro Glattbahn


Den Sprint von HPI gibt es bereits seit Anfang dieses Jahrtausends. Zunächst sollte er ein preiswertes Gegengewicht gegen das Topmodell von HPI, den aus Kohlefaser und Aluminium geschaffenen PRO bilden.
Er erwies sich aber schnell als so einfach zu fahren und zu warten und war obendrein nahezu unkaputtbar, dass man heutzutage getrost von einem eigenständigen Modell mit einer eigenen Historie sprechen kann. Am Ende dieser mit Sicherheit noch nicht beendeten Entwicklungsreihe steht der derzeit aktuelle Sprint 2 Sport.


Ready-to-Run

Prinzipiell hat der aktuelle Sprint noch ganz viele Gemeinsamkeiten mit seinem Urahn, im Laufe der letzten zehn Jahre sind aber naturgemäß etliche Änderungen bzw. Verbesserungen eingeflossen, so dass man auch heutzutage von einem durchaus aktuellen Fahrzeug sprechen kann. Unterstrichen wird dies durch eine aktuelle Eloxierung der Alu-Teile in Orange.
Der Sprint 2 Sport wird als komplettes und umfangreiches RTR-Set an den Kunden ausgeliefert und zwar in der Version Sprint 2 FLUX. Dazu gehören eine Bauanleitung des Sprint 2 Sport, aktualisiert durch eine mehrseitige Einlage für die FLUX Version.
Die Bauanleitung ist eigentlich mehr ein Hinweisheft für alle Eventualitäten. Wenn man Wartungsarbeiten, Reparaturen oder den Austausch von Verschleißteilen vornehmen will, hat man hier eine ausgezeichnete Arbeitsgrundlage zur Hand.
Umfangreiche Teilelisten und Explosionszeichnungen runden das Ganze ab. Auch bei der Einstellung des Fahrtenreglers sowie der Fernsteuerung wird man nicht allein gelassen.

Fernsteuerung und Servo

Fernsteuerungsmäßig hat sich einiges getan: Statt der antiquierten 27 MHz AM-Geschichte kann man jetzt auf zeitgemäße Übertragungstechnik in Form der HPI TF 40 Anlage setzen, alles andere wäre auch nicht mehr angemessen.
Alle notwendigen Trimmungen können vorgenommen werden, im Bedarfsfalle kann man über einen dritten Kanal verfügen und der RF 40 Empfänger ruht geschützt in einer wasserdichten RC-Box. Als Stromquelle für den Sender werden lediglich nur noch 4 Mignons benötigt, diese muss man allerdings hinzukaufen, ebenfalls den Fahrakku.
Entscheidet man sich für einen LiPo, ist unbedingt vor der ersten Inbetriebnahme der Regler auf LiPo-Modus einzustellen, damit der Akku nicht tiefentladen und damit irreparabel geschädigt wird.

Ebenfalls wasserdicht konstruiert sind das SF-10 W Lenkservo und der Flux Vapor Fahrtenregler. Wenn man nun noch bedenkt, dass auch alle im Fahrzeug verbauten Kugellager hochwertig und wasserdicht sind, steht einem Ausflug auf die verregnete Rennstrecke nichts mehr im Wege, eine durchaus reizvolle Sache. Kostspielige Ausfälle wegen ertrunkener Elektrik sollten damit der Vergangenheit angehören.

Chassis und Aufhängung

Der Sprint 2 ist bereits komplett aufgebaut. Als Grundlage dient hier ein verstärktes Nylon-Chassis mit einem umlaufenden Rand. Das Oberdeck besteht aus dem gleichen Material, der daran angebaute Akkuhalter, welcher in seinen Maßen verstellbar ist und somit alle Arten von Akkus aufnehmen kann, ist über die Zeit ziemlich gleich geblieben. Lediglich bei den ganz dicken LiPo´s der allerneuesten Generation wird man hier womöglich ein Platzproblem bekommen.
Die Schwingenkonstruktion ist bereits seit Jahren bewährt. Es gibt nach wie vor für jeden Dämpfer zwei Befestigungsmöglichkeiten pro Schwinge. Auch eine Madenschraube zur Ausfederwegbegrenzung findet sich und ist bereits korrekt eingestellt.
Das gleiche gilt auch für den Radsturz, für dessen Einstellung stählerne Rechts/ Links-Gewinde zur Verfügung stehen. Deren Anlenkung ist zur Veränderung der Aufhängungsgeometrie sowohl an den Radträgern als auch innen an den Dämpferbrücken mehrfach veränderbar.
Alle Aufhängungsteile wie Radträger, Lenkhebel und C-Hubs bestehen wie schon beim Vorgänger aus einem harten, aber dennoch nicht zu spröden Kunststoff, der sich Zerstörungen durch Crashs widersetzen dürfte. Das gilt auch für die Dämpferbrücken, an denen die Dämpferpositionen vorne drei und hinten vierfach verändert werden können.

Serienmäßige Variationsmöglichkeiten

Noch mehr Variationsmöglichkeiten werden durch weitere, im RTR-Set enthaltene Komponenten geboten: Eine zweite, flachere Dämpferbrücke erlaubt den Einsatz von GT-Karossen, welche im vorderen Bereich bekanntlich eine geringere Bauhöhe haben.
Die serienmäßig eingebauten hinteren Radträger sind für eine Vorspur von 3° ausgelegt. Beigefügt sind aber auch noch weitere Radträger, bei deren Einsatz sich die Vorspur auf 2° verringert. Das kann gemacht werden, wenn z.B. sehr viel Grip auf der Strecke vorhanden ist.
Der Nachlauf an der Vorderachse wird durch die Geometrie der C-Hubs bestimmt. Zum Einsatz kommen hier zunächst die C-Hubs mit 6°. Baut man auf die weiteren beiliegenden Hubs um, verringert sich der Nachlauf auf 4°, was bei griffigem Belag eine durchaus sinnvolle Maßnahme sein kann.

Dämpfer, Lenkung und Antrieb

Die Dämpfer, welche ohne technische Extras ganz normal aufgebaut sind, haben keine Änderungen erfahren, lediglich die Alu-Verschlusskappe erstrahlt jetzt ebenfalls in Orange.
Die Vorspannung der schwarzen, linear gewickelten Federn erfolgt über Clipse, da auf den Kunststoffgehäusen kein Feingewinde vorhanden ist. Clipse in verschiedenen Stärken sind aber in ausreichender Menge vorhanden. Die Dämpfer sind blasenfrei befüllt und erscheinen dicht.

An der Lenkung und der Servoanlenkung findet man die gleichen Rechts/Links-Gewinde wie an der oberen Radaufhängung vor, bei früheren Sprints gab es hier nicht einstellbare Plastik-Anlenkungen.
In der Lenkung ist bereits ein Servosaver integriert, welcher durch eine Alu-Rändelmutter in seiner Härte einzustellen ist.

Der Allrad-Antriebsstrang läuft komplett in hochwertigen, ebenfalls gegen Feuchtigkeit gedichteten Kugellagern. Er unterscheidet sich in der Konstruktion nicht von anderen 4 WD-Riemenantrieben.
Die Motorkraft gelangt über das Hauptzahnrad auf die Zwischenwelle und von dort aus über einen langen vorderen und einen kurzen hinteren Riemen zu den beiden Kegeldifferenzialen. Vier Antriebsknochen besorgen von da ab den Antrieb aller vier Räder.
Zur Serienausstattung gehört beim Sprint 2 Sport auch ein gleitgelagerter Riemenspanner für den vorderen langen Riemen.

Flux-System

Für den Vortrieb des Sprint 2 sorgt das Flux-System, bestehend aus dem Brushless Motor Flux-Vector 5900 Kv und dem Fahrtenregler Flux Vapor Pro Waterproof.
Beim ersten Sprint Flux mit Classic-Karosse sorgten noch der Flux Warp 5700 Brushless-Motor und der Flux Motiv Regler für den Vortrieb. Letzterer war allerdings noch nicht wasserdicht.
Die Verbindung zwischen Motor und Regler erfolgt über 4mm Goldstecker am Regler. Lötarbeiten sind hier nicht mehr erforderlich. Für den Akkuanschluss ist hier ein Deans-Hochstromstecker vorgesehen.

Praxis und Fazit

Beim Check vor der Inbetriebnahme fiel noch auf, dass zwischen Ritzel und Hauptzahnrad keinerlei Spiel vorhanden war. Im Fahrbetrieb wäre hier das Hauptzahnrad nach kurzer Zeit am Ende gewesen. Aber sowas ist ja problemlos in kürzester Zeit zu korrigieren.
Da ein LiPo-Akku zum Einsatz kommen sollte, wurde gem. der Setup-Anleitung noch schnell der LiPo-Cutoff programmiert, dann stand dem Fahrvergnügen nichts mehr im Wege, da alles andere bereits funktionsfähig eingestellt war.
Der Hardcase-LiPo ging zwar sehr stramm in die Halterung hinein, aber es passte schließlich.

Bei schönem Wetter konnte der Test auf der Glattbahn eines Verbrenner-Vereins im Großraum Köln vorgenommen werden. Aufgrund eines am Wochenende stattgefundenen Events war noch guter Grip auf der Fahrbahn.
Der Sprint 2 war mit HPI Fertigrädern bestückt, auf welchen die bekannten X-Pattern aufgezogen waren. Da auf der Bahn keine Haftmittel eingesetzt werden durften, benötigte es schon einige Runden bis zum Aufbau einer komplett guten Haftung, bis dahin wurde nochmals alles am Sender abgestimmt, insbesonders wurde der Lenkeinschlag ziemlich zurückgenommen.
Das Brushless-Antriebssystem erwies sich als sehr potent, der Vortrieb war nicht von schlechten Eltern. Sollte ein Neueinsteiger dies Fahrzeug erwerben, wäre zunächst mal Zurückhaltung angesagt. Der Erfahrene hingegen kann den Sprint 2 fliegen lassen, alle Komponenten machen dies ohne Wenn und Aber mit.

Auf Teppich lieferten die mittlerweile schon recht gebrauchten X-Pattern nicht mehr das ausgewogene Fahrbild ab, so dass auf VTEC-Kompletträder umgerüstet wurde, mit vorne halber und hinten voller Schmierung. Es liegt in der Natur eines Sprint, dass er gutmütig zu fahren ist und alle Befehle ohne Murren umsetzt - auf Teppich kam dies besonders zur Geltung.
Das vorgegebene Setup erwies sich als alltagstauglich, der Könner würde allerdings noch einige Zeitspäne bei den Rundenzeiten abfeilen, indem er sich um noch peniblere Einstellungen kümmert.
Der Sprint 2 mit seiner wasserdichten Elektronik, dem Flux-Antriebssystem und der vorbildgetreuen BMW M3 Karosse kann ohne Einschränkung dem Anfänger empfohlen werden, verspricht aber auch für den Fortgeschrittenen jede Menge Fahrspaß.

Sondereinsatz

Unser Sprint 2 Testfahrzeug kam zusätzlich noch bei einem Praxis Sondereinsatz für Dreharbeiten zur neuen ZDF-Krimiserie „Heldt“ während zweier Drehtage auf der Rennbahn in Dormagen zum Einsatz, allerdings bestückt mit einer Lotus-Elise Karosserie.
Da es am ersten Drehtag stark regnete, konnte er hier mit seinen „waterproof“-Eigenschaften überzeugen. Der Sprint 2 war das einzige Fahrzeug, welches störungsfrei seine Runden drehte, ohne dass zusätzliche Maßnahmen erforderlich gewesen wären.
Die serienmäßigen X-Pattern-Reifen brillierten bei diesen Bahnverhältnissen durch außergewöhnlich gute Haftung.
Auch am zweiten, trockenen Drehtag waren sie jederzeit in der Lage, das Fahrzeug sicher und filmgerecht bewegen zu können. Der Sprint 2 in der Flux-Ausführung macht eben bei allen Einsatzzwecken eine gute Figur.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt LRP / HPI Sprint 2 Flux

• Klasse: 1:10 Elektro-Tourenwagen
• Detaillierte und vorbildgetreue BMW M3 Karosserie
• Motor: FLUX Vektor 5900 Kv Brushless
• Regler: FLUX Vapor Brushless
• Lenkservo: SF 10 W
• Wasserdichte Elektro-Komponenten
• Optionsteile beiliegend (Dämpferbrücke, C-Hubs, Radträger)
• Länge: 431 mm
• Breite: 200 mm
• Radstand: 254 mm
• Spurweite vorne: 160 mm
• Spurweite hinten: 165 mm
• Höhe: 127 mm
• Benötigte Teile: Fahrakku, 4 Mignon-Zellen für Sender.



Bildverzeichnis

Bild 2, 4 und 6: Das Ready-to-run Set ist bis auf den
Stromlieferanten betriebsbereit.
Bild 7: Bis auf diverse Belüftungsschlitze ist alles glatt
an der Unterseite.
Bild 8: Der Schaumstofframmer stellt einen wirksamen Schutz dar.
Bild 9: Die Karosseriestützen sind aufs Einfachste höhenverstellbar.
Bild 10 und 11: Rechts/Links-Gewinde sind obligatorisch.
Bild 12 und 13: Hinter der Vorderachse ist die Lenkung
mit liegendem Lenkservo montiert.
Bild 14: Der Akkuhalter kann an verschiedene Akkulängen
angepasst werden.
Bild 15: Der Regler ist wasserdicht, die Powerkabel können
leicht abgezogen werden.
Bild 16: Der Antrieb erfolgt über zwei Zahnriemen.
Bild 17: Ein Riemenspanner sorgt für die Spannung des
langen vorderen Riemens.
Bild 18: Zahnrad und Ritzel verfügen über 48 dp - Teilung.
Bild 19 und 20: Sensationell, die wasserdichte Empfängerbox.
Bild 21 und 22: Auch der Motor ist völlig gegen eindringende
Feuchtigkeit geschützt.
Bild 23: Die hinteren Karosseriestützen sind ebenfalls aufs
einfachste höhenverstellbar.
Bild 24: Der TF 40 Sender arbeitet im zeitgemäßen
2,4 GHz-Modus.
Bild 25: Der Moosgummibelag des Lenkrades ist
griffsympatisch und rutschsicher.
Bild 26 und 27: Die Einstellmöglichkeiten sind voll ausreichend.
Bild 29: Absolut problemlos ist ein Regeneinsatz.



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