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 XRAY 06.11.2011 
 
RX8
1:8 Verbrenner Glattbahn


Der RX-8 ist das erste Fahrzeug, mit dem der tschechische Hersteller XRAY in der Königsklasse VG 1:8 antritt. Mit dem Erscheinen dieses Fahrzeugs hat sich Juraj Hudy einen persönlichen Wunschtraum erfüllt, welcher ihn schon seit langem beschäftigte. Ein 1:8-Glattbahner sollte es sein, welcher in puncto Verarbeitung, Performance und Zuverlässigkeit den Stand des derzeit Machbaren repräsentieren kann.
Eine gute Basis war bereits mit dem 1:10 Verbrennerfahrzeug NT-1 geschaffen worden. Dieser konnte immerhin im Jahre 2010 die 1:10 Scale-Weltmeisterschaft in den USA für sich entscheiden, genau diesen Weg soll der RX8 auch in der größeren Klasse gehen, dafür wurde er konstruiert.


Baukasten und Bauanleitung
Auch wenn sich viele Detaillösungen bereits im NT-1 bewährt haben, handelt es sich beim RX-8 um ein neues Fahrzeug in einer anderen Klasse. Da man aber ein RC-Car nicht ständig neu erfinden kann und zudem auch bestimmte Eckpunkte durch das Reglement vorgegeben werden, kommt man an gewissen grundsätzlichen Features einfach nicht vorbei, will man erfolgreich sein.
Wenn der Erwerber es geschafft hat, die sehr knapp sitzende Umhüllung vom eigentlichen Baukasten abzustreifen, fällt sein Blick auf eine nicht enden wollende Menge von Beuteln, gefolgt von weiteren losen Komponenten und Unterlagen.
Die zentrale Bedeutung kommt hier dem Instruction Manual zu. Ohne dies ist es kaum möglich, das Fahrzeug fachgerecht zusammenzusetzen. Hält man sich jedoch an die Anleitung, wird man mit einem leichtlaufenden Fahrzeug belohnt, welches sich bereits in einer guten Basis-Abstimmung befindet.

Die Bauanleitung umfasst in diesem Falle ca. 35 Seiten. Der größte Teil wird dabei von den einzelnen Bauabschnitten belegt. Jeder Abschnitt ist in eine Gesamtübersicht und danach in Bauphasen unterteilt.
Man findet hier auch immer die entsprechende Abbildung aller dazu nötigen Kleinteile in Originalgröße. Alles ist illustriert durch die schon legendären farbigen CAD-Zeichnungen von Hudy.
Da fällt es auch nicht mehr groß ins Gewicht, dass man sich mit englischen Erläuterungen begnügen muss, dies ist halt heute bei großen internationalen Herstellern so üblich.
Man sollte unbedingt die Montage-Reihenfolge der Bauanleitung unverändert übernehmen, dann ist in jedem Falle sichergestellt, dass der Zusammenbau ohne größere Probleme verläuft.

Erstmals kann man im Falle des RX-8 leider nicht auf ein Setup-Book zurückgreifen, wie das bei bisherigen Fahrzeugen dieser Marke bisher üblich war. XRAY verweist hier lediglich noch auf einen link im Internet, wo die notwendigen Setup-Informationen abgerufen werden können. Man begründet dies damit, so immer die aktuellsten Setups des Teams zur Hand haben zu können.
Der Baukasteninhalt wird komplettiert durch weitere Einzelteile wie die Bodenplatte aus 5mm dickem Swiss 7075 T6 Aluminium, dem Tank mit 125 cc Inhalt, einen Frontrammer und die hintere Karosseriebrücke. Auch Setup-Sheets, Aufkleber und weitere Unterlagen sind vorhanden.
Felgen, Reifen, irgendwelche Antriebskomponenten oder gar Elektronik sind hingegen nie Bestandteile eines reinrassigen Wettbewerbs-Baukastens.
Eine Karosserie gehört ebenfalls in diesem Falle nicht zur Grundausstattung, wurde jedoch freundlicherweise vom Importeur mitgeliefert.

Aufbau
Der XRAY RX-8 ist grundsätzlich ähnlich aufgebaut wie sein kleinerer Bruder, der NT-1, wenngleich er auch in einigen wichtigen Features deutlich abweicht.
In den vorderen und hinteren Bulkheads wird man in diesem Falle keine Differenziale antreffen, sondern die 1:8er typische Bestückung: an der Hinterachse wurde eine Starrachse vorgesehen, während vorne ein Frontfreilauf zum Einsatz kommt.
Die Riemenspannung der kurzen Riemen kann per Excenter verändert werden, während der lange seitliche Riemen über einen separaten Riemenspanner verfügt.
Das klassentypische Zweigang-Getriebe befindet sich auf einer Zwischenwelle, welche unmittelbar hinter dem Motor und direkt vor der Hinterradaufhängung angeordnet ist. Auf der gleichen Welle findet man ebenfalls die zentrale Scheibenbremse mit innenbelüfteter Stahlscheibe vor.
Auf die Hinterachse geht von hier aus ein kurzer Antriebsriemen, den Kraftschluss nach vorne stellt der bereits erwähnte lange Riemen sicher, der an der vorderen Zwischenwelle endet.
Diese ist auch für die Weiterleitung der Antriebskraft auf den Frontfreilauf zuständig. Vor dieser Zwischenwelle hat man die Lenkung positioniert.

Zwischen den vorderen Bulkheads und den Mittelböcken findet man das Kohlefaser-Oberdeck. Darauf, genau in Fahrzeugmitte, ist der Treibstofftank in schwingungsdämpfenden Ösen gelagert.
Zwischen dem Tank und der Chassisplatte ist noch gerade so viel Luft, dass es zur Unterbringung eines Empfängerakkus reicht.
Ähnlich wie beim NT-1 wird das Gas/Brems-Servo rechts neben dem Tank in die Radioplatte geschraubt. Davor, jedoch in liegender Position findet das Lenkservo unterhalb der Radioplatte seinen Platz.
Ganz rechts außen an der Radioplatte befindet sich eine wasserdichte RC-Box für den Empfänger. Diese wurde unverändert vom NT-1 übernommen, wo sie sich bereits als zuverlässig erwiesen hat.
Es überrascht nicht, dass auch beim RX-8 wie bei fast allen übrigen Verbrennern die sogenannte Pivot-Ball-Aufhängung Verwendung findet. Ansonsten kommen konventionelle Schwingen unten und Dreieckslenker oben an beiden Achsen zum Einsatz.

An die Räder gelangt die Antriebskraft vorne über Federstahl-Kardans, während hinten Antriebsknochen, ebenfalls aus Federstahl, ihren Dienst verrichten.
Wenn man sich ernsthaft mit dem RX-8 beschäftigt, sollte man sich nun die einzelnen Zusammenbauphasen einmal genauer ansehen:
Die hintere Starrachse ist in Sekundenschnelle zusammengesteckt. Nicht viel mehr Zeit muss man für den Frontfreilauf aufbringen. Bevor die Abtriebe aus Federstahl dort hineingesteckt werden, sollte man jedoch eine kleine Menge „One-Way-Lube“ einträufeln, damit die empfindlichen Sperrlager nicht trockenlaufen.
Durch unzählige kleine Bohrungen an den Flanken aller Riemenräder soll übrigens ein gewisser Selbstreinigungseffekt der Riemenlauffläche entstehen.

Hinterachse
Bei der hinteren Aufhängung ist die Möglichkeit zur Sturzverstellung in die oberen Dreieckslenker integriert. Man muss hier lediglich einen kleinen Dorn durch ein Loch stecken und kann so stufenlos das entsprechende Rechts/Links-Gewinde verstellen.
Die Kugeln der Pivot Balls werden übrigens genau wie beim neuen NT-1 nicht mehr durch Aluminium-Einsätze fixiert, sondern durch entsprechende Teile aus Composite-Kunststoff. Dadurch wird bewirkt, dass sie sich nicht mehr so leicht im Gewinde verdrehen. Eine ständige Nachjustierung des Kugelspieles wird somit weitestgehend überflüssig.
Die Lagersitze in den hinteren Radträgern kann man wahlweise in zentrierter oder excentrischer Ausführung einbauen.
Das hat Auswirkungen u.a. auf das Rollcenter.
Die stählernen Radachsen nehmen zugleich auch das Schnellwechselsystem auf, denn in dieser Klasse werden die Räder nicht verschraubt, sondern einfach nur aufgeklickt. Die Halter für die Querlenkerstifte ruhen ebenfalls in variierbaren Einsätzen, welche Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie haben. Die Anleitung sieht hier zunächst eine neutrale Einstellung von +/- 0 mm vor.

Nachdem die Hinterachskonstruktion mit dem Chassis verschraubt wurde, folgen die Bulkheads mit der Getriebe- und Bremswelle. Die Stahlbremsscheibe ist innenbelüftet, die Bremsbeläge sind bereits auf Trägerplatten aufgeklebt.
Man kann die Bremse später auch in eingebautem Zustand durch zwei Bohrungen noch problemlos einstellen. Die hintere Starrachse ist ebenfalls mit excentrischen Lagersitzen ausgestattet, um die Riemenspannung anpassen zu können.
Erwähnt werden sollte noch, dass der gesamte Antriebsstrang in hochwertigen Hudy-Leichtlauflagern aufgebaut ist.
Vor dem Anbringen der oberen Dreieckslenker sollte man nicht vergessen, die Antriebsknochen einsetzen, dies ist später sonst nicht mehr ohne große Klimmzüge möglich.
Übrigens kommt an der Hinterachse ein sehr vorbildlicher Heckstabi mit 2,8 mm Drahtstärke zum Einsatz. Er ist spielfrei in Kugellagern befestigt und sehr wirkungsvoll.

Ein besonderes Feature bei 1:8 VG Fahrzeugen ist die hintere Karosseriebrücke. Diese ist schwimmend in Stahlbuchsen auf den hinteren Radträgern angebracht, ohne deren Beweglichkeit einzuschränken.
Die Auflagepunkte für die Karosse sind stufenlos einzustellen. Damit das Ganze nicht schwammig wird, gibt es für diese Konstruktion noch eine zusätzliche zentrale Führung an der hinteren aus 2,5 mm starkem Carbon gefertigten Dämpferbrücke, welche auch für jeden Dämpfer vier Befestigungspunkte bereithält.
Nun ist lediglich noch das linksseitige Riemenrad auf die Getriebewelle aufzustecken und auf der rechten Seite das Zweigang-Getriebe zu montieren. Dieses entspricht dem üblichen Aufbau und birgt keinerlei Wunder oder gar bahnbrechende Neuerungen.
Man muss beim Zusammenbau des Getriebes lediglich darauf achten, dass die Fliehkraftgewichte in der korrekten Richtung eingebaut werden und die Einstellschrauben genau nach Anleitung eingedreht werden.
Auch hier sollte man dem Sperrlager einen Tropfen One-Way-Lube gönnen.
Wenn man keine schwerwiegenden Fehler gemacht hat, sollte das Getriebe später auch einwandfrei schalten.
Am Heckteil des Wagens gibt es jetzt nichts weiter zu tun, nun erfordert der Aufbau der Vorderachse die Aufmerksamkeit des Erbauers:

Vorderachse
Im Gegensatz zu hinten hat man sich wegen des Einschlagwinkels bei der Lenkung vorne für CVD-Kardans entschieden, eine gute Wahl. Als Material dient der spezielle Hudy- Federstahl.
Die Lenkhebel werden ebenfalls mit Pivot-Balls an den Schwingen angebracht. Auch hier kann durch zentrische oder gegebenenfalls exzentrische Radlagersitze direkten Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie genommen werden.
Man sollte sich aber zunächst mit den Werten aus der Anleitung zufrieden geben, Veränderungen sollten erst im fortgeschrittenen Stadium vorgenommen werden.
Die Schwingen und Dreieckslenker finden nun ihren Platz an den vorderen zweiteiligen Bulkheads, dann sollte man den Frontfreilauf mit bereits aufgelegtem Antriebsriemen dazwischen stecken und das Ganze auf die Chassisplatte schrauben.
Zu guter Letzt kommt noch ein wirkliches Highlight ins Spiel, der Messerstabi. Bei der Montage sollte man sich Zeit nehmen und alles sorgfältig einstellen, dann hat man ein äußerst präzise wirkendes Teil an der Vorderachse.
Die Kohlefaser-Dämpferbrücke mit je 3 Befestigungspunkten rundet den Bauabschnitt ab.

Auf der vorderen Zwischenwelle besteht die Möglichkeit, je nach verwendetem Reifendurchmesser ein Riemenrad mit 28 oder 29 Zähnen anzubringen. Die Anleitung sieht hier zunächst einmal die 29 Z.-Ausführung vor.
Wenn man dann auch noch die Mittelböcke mit dem Riemenspanner und dem Überrollbügel montiert hat, kann der lange seitliche Riemen aufgelegt werden und der Kraftschluss ist von vorne bis hinten hergestellt. Alles läuft extrem leicht, wie bereits angedeutet, kommen überall die speziellen Hudy-Leichtlauflager, welche mit extrem dünnflüssigem Aero Shell Fluid 12 spezialbehandelt wurden zum Einsatz.
Zwischen Vorderachse und vorderer Mittelwelle ist der Platz für die Lenkung vorgesehen. Die zentrale Komponente enthält einen stufenlos einstellbaren, voll kugelgelagerten Servosaver, an welchem der Ackermann-Effekt der Lenkung vierfach variiert werden kann.
Auch hier gilt: Erst einmal die Grundeinstellung aus der Anleitung übernehmen, gespielt werden kann später, wenn´s nötig werden sollte.

Oberdeck
Der zentrale Punkt des XRAY ist das aus 2,5 mm dicken Carbon gefertigte Oberdeck. Genau in dessen Mitte ist die Aussparung für den Tank vorgesehen.
Dieser besitzt einen integrierten Filter und außerdem kann man durch den Einfüllstutzen eine Volumenreduzierung einsetzen, falls sich Probleme mit dem zulässigen Tankinhalt beim Rennen ergeben sollten. Zur Abmilderung von Vibrationen ist der Tank in Gummi gelagert.
Unmittelbar unter dem Tank in einer Chassis-Aussparung ist der Platz für den Empfängerakku vorgesehen. Wenn genügend Platz vorhanden sein sollte, kann der Tank bis zu 3mm tiefer eingebaut werden, was im Interesse des Fahrzeugschwerpunktes nicht zu verachten ist.
Die hintere Lagerung des Oberdecks kann wahlweise in Alu-oder Kunststoffeinsätzen erfolgen. Hierdurch verändert sich der Flex des Gesamtfahrzeuges: Alu = wenig Flex, Kunststoff = mehr Flex.
Über die Einbauweise der beiden Digital-Servos sowie der wasserdichten Empfängerbox wurde bereits an früherer Stelle gesprochen. Nach oben abgesichert wird alles durch einen massiven Überrollbügel aus Stahldraht, wie er in dieser Klasse üblich ist.

Komplettierung
Die Stoßdämpfer haben in diesem Falle Aluminiumgehäuse, ansonsten unterscheiden sie sich nicht von den tausendfach bewährten XRAY-Dämpfern.
Zu erwähnen ist hier, dass die hinteren Dämpfer mit längeren Federn als die Front-Dämpfer bestückt sind, wobei die Gehäuselängen vorne und hinten die gleiche Länge aufweisen. Mit dem 600er Öl und starren 2-Loch Kolben ergab sich ein sensibles Ansprechverhalten.
Nach Anbringung des vorderen Rammers war das Chassis fertig gestellt. Der Rammer kann übrigens in seinen Abtriebswerten verändert werden, indem man links und rechts vorgestanzte Öffnungen im Kunststoff freilegt, welche den Fahrtwind durchströmen lassen.
Da gerade Shepherd-Reifen mit 37° vorne und 35° hinten zur Verfügung standen, wurden diese kurzerhand montiert.
Nun konnte die volle Aufmerksamkeit auf die Antriebsquelle gerichtet werden. Bekanntlich werden Autos vom Schlage eines RX-8 immer als Baukasten ohne weiteres Zubehör geliefert.

Spätestens wenn das rolling Chassis fertig erbaut auf der Werkbank steht, stellt sich die Frage, welche Antriebsquelle denn nun zum Zuge kommen soll.
Im Falle eines RX-8 kann aufgrund des vorliegenden Konzeptes nur ein Triebwerk der oberen Leistungsklasse in Frage kommen, denn ein solches Auto will adäquat befeuert werden.
Zum Glück stand gerade ein Motor aus der SIRIO 3,5 ccm Motorenpalette zur Verfügung. Diese Palette umfasst derzeit acht Motoren und ist über Ansmann erhältlich.
Da ist für jeden Zweck, ob Buggy oder Glattbahn etwas dabei, in diesem Falle war es der SIRIO CL 7 R.
Die 3,5ccm Hubraum werden durch eine Bohrung von 16,20 mm bei einem Hub von 16,90 mm erzielt. Der Motor verfügt über eine SG-Welle mit 14,20 mm Durchmesser und eine ABC-Laufgarnitur, das Gemisch wird durch einen Guss-Aluminium CNC Schiebevergaser aufbereitet.
Vor dem Einbau ist der Motor mit der im Baukasten enthaltenen XRAY XCA-Kupplung zu bestücken. Wer schon einmal eine Centax Kupplung zusammengebaut hat, weiß wie es geht.
Man sollte sich hier sklavisch genau an die Bauanleitung halten und bei der Montage der Kupplung Zeit und Sorgfalt aufwenden. Nur so erhält man ein einwandfreies Resultat.
Übrigens: Wenn man bei der Montage auf diverse Hudy-Spezialwerkzeuge zurückgreifen kann, erleichtert das die Montage sehr.

Nachdem dies alles erledigt ist, kann der Motor ins Fahrzeug eingesetzt werden.
Die Bohrungen der Motorböcke sind nicht mittig gebohrt, man kann sie miteinander austauschen, damit Motorgehäuse mit unterschiedlichen Befestigungsmaßen verwendet werden können.
Grundsätzlich sollten die Befestigungsschrauben mit Sicherungslack eingedreht werden, damit sich im Betrieb nichts lockert. Da der Motor als Set geliefert wurde, war erfreulicherweise ein Resorohr, EFRA 2038 mit Krümmer und Masterfix-Befestigung dabei.
Zum Schluss erfolgt dann die Montage von Gas- und Bremsgestänge. Auch bei größter Sorgfalt sind hier allerdings im späteren Fahrbetrieb meist noch Nachjustierungen nötig.

Praxis und Fazit
Nach nochmaliger Überprüfung aller Werte auf dem Einstellboard, Betankung mit 25% igem Treibstoff, Einlegen des Empfängerakkus und Aufsetzen des Luftfilters und der Karosse steht der RX-8 startklar auf der Startbox.
Das Erwecken des nagelneuen SIRIO Motors zum Leben sowie die Einlaufphase und die diversen Nachjustierungen sind nicht Gegenstand dieses Tests.
Es handelt sich dabei um handwerkliche Tätigkeiten, welche aber gemacht werden müssen, was nicht immer einfach ist und zu gelegentlichen Gefühlsausbrüchen führen kann.
Wenn aber dann alles rund läuft, wird man für die ganze Mühe belohnt. Der Vortrieb ist trotz aller Brushless-Konkurrenz gigantisch, das Handling ist ausgezeichnet, wenn man es denn geschafft hat, Reifen mit dem korrekten Durchmesser einzusetzen, und man hat relativ schnell ein sicheres Gefühl für das Fahrzeug.

Das serienmäßige Setup erweist sich als goldrichtig zumindest für den Durchschnittsfahrer. Die auftretenden Belastungen verursachen kaum Verschleiß, dies bleibt auch so, es sei denn, man produziert einen kapitalen Abflug oder Ausrutscher.
Der RX-8 ist ein Spitzenfahrzeug für den Profi. Die vorhandene Technik will gepflegt und verstanden werden, damit man ausgezeichnete Resultate mit diesem Fahrzeug erzielen kann.
Der internationale Durchbruch in Form von Titeln steht noch bevor. Dies ist aber auch davon abhängig, welches Feintuning der geniale Tüftler Juraj Hudy dem RX-8 noch angedeihen lässt.
Die Basis dafür ist in jedem Falle viel versprechend.

Bericht: „Axel Linther“
Fotos: Klaus-D. Nowack




Querschnitt XRAY RX 8

• 1:8 Verbrenner Glattbahn 4WD
• 5mm Chassis aus Swiss 7075 T6 Aluminium
• Dämpferbrücken und Radioplatte aus Carbon
• 3 Riemen 4 WD Antrieb
• 2 Gang Getriebe, Untersetzung 6,63 bzw. 5,52
• Frontfreilauf , Starrachse hinten
• Vielfäche Einstellmöglichkeiten

Abmessungen
• Chassislänge: 388 mm
• Breite: 252 - 260 mm
• Radstand: 291 - 299 mm
• Gewicht fahrfertig: 2.290 Gramm




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