| Robitronic Off-Road Cup | |   | | ROC on the Beach 2008 | |   | | Sandstrand in Holland | |   | | |   |

Es war ja bereits im Vorfeld klar, dass es etwas ganz Besonderes werden würde. Aber Was und Wie es dann war, hat alle, zugegebenermaßen bereits recht hohen Erwartungen des Robitronic Organisationsteams nochmals so positiv übertroffen, dass es wirklich schwer fällt, dafür die passenden Worte zu finden: Einfach nur rundum und total Phänomenal.
Und dies jetzt auch aus dem Munde derer, die als Alteingesessene der Szene schon sehr, sehr viele, wahnsinnig schöne und unvergessliche Erlebnisse mit dem Hobby RC-Car erlebt haben und deswegen relativ „abgebrüht“ nicht mehr ganz so leicht zu begeistern sind.
Dieses Wochenende am Sandstrand von Holland hat es geschafft, dass man sich daran als Beteiligter für immer mit dem charakteristischen, wohligen, ganz besonderen Kribbeln der ganz besonderen „RC-Car-Art“ zurückerinnern wird: „Da will ich immer wieder dabei sein…!“
Truggy.NL
Der „ROC on the Beach 2008“ war erstmals eine offizielle Koproduktion der populären Niederländischen Eventserie unter Federführung der Enthusiasten von „Truggy.NL“ (www.truggy.nl) und des Robitronic Offroad Cups. Als Saisonauftakt des ROC geht das Ergebnis wohl auch in die für 2008 neue Jahreswertung ein, aber angesichts des erlebten Mega-Freizeiterlebnisses inklusive eindeutigem Gänsehautfaktor positivster Natur verblassen Zahlen, Zeiten und Resultate unzweifelhaft zu Nebensächlichkeiten.
Klar, hat man sich auch diesmal darüber gefreut, wenn es für einen persönlich gut lief, aber das war bei weitem nicht der einzig entscheidende Faktor. Die wundervolle Ergänzung von „Fun und Urlaubsstimmung“ war unglaublich präsent. Neben dem Nitrodunst hatte man immer auch eine Mehrsalzbrise puren „Strand-Feelings“ in Nase und Gemüt. Eine Kombination, die einfach süchtig nach MEHR macht!
Dieser Event war einfach RC-Car-Hobby in Reinkultur. Genau so und kein bisschen anders sollte es eigentlich immer sein: unglaublich coole Location, unbeschreibliches Wohlfühl-Feeling, die entspannteste Atmosphäre, die man sich nur vorstellen kann, Sonne, Strand, Meer,…und leider noch keine Bikinis.
Aber dafür ein echtes Offroad-Fahrabenteuer, welches dem Charakter der Truggy-Kategorie endlich einmal wieder in seiner ursprünglichsten Art und Weise 100% gerecht wurde. Man kann den Hauptverantwortlichen vor Ort, Jaap und seiner „Truggy.NL“ Truppe, eigentlich gar nicht genug danken; es war einfach GIGANTISCH – DANKE…!

„Expeditions-Racing“
Ach ja, und ein Rennen wurde ja auch noch gefahren. Wobei man es sich aber sehr gut vorstellen kann, dass es in einer solchen, ja geradezu einmaligen Konstellation durchaus auch ein reines Treffen zum gemeinschaftlichen Spaßfahren hätte sein können, ohne dass dadurch die Wirkung dieses Gesamterlebnisses entscheidend gemindert worden wäre.
Das toll organisierte, aber dennoch entspannte Race war einfach nochmals eine Extra-Brise Gewürz in der ohnehin schon schmackhaften Suppe und machte aus dem Schmackhaften eine echte Delikatesse.
Obwohl es logischerweise eine Rundstrecke war, hatte es doch auch schon extrem viel von dem Gefühl eines klassischen Langstrecken-Etappenrennens.
Die Schnellsten der Schnellsten schafften es auch schon mal, eine Runde unter der 45-Sekunden-Marke hinzuzaubern, aber genauso schnell waren auch sie mal jenseits der 1-Minuten-Grenze und die Natur des Sandstrandes sorgte dafür, dass jede Runde - Runde für Runde - zu einem neuen Abenteuer wurde.
Das Layout war vorgegeben, aber das, was man dabei jeweils bewältigen musste, war höchst variabel.
Voraussicht, Nehmerqualitäten, blitzartige Anpassungsfähigkeit (im Sport spricht man dabei gerne von Antizipation…) und eine gehörige Portion fahrerische Taktik waren das A & O, um innerhalb dieses puren Baja-Feelings auch noch effizient schnell unterwegs zu sein.
Genau diese ureigenste Faszination des Hobbys RC-Car-Motorsport bleibt leider anderorts im zunehmenden Maße doch oftmals allzu sehr, sprichwörtlich auf der Strecke liegen; und das Teuflische dabei ist, dass man es, wie es nun mal bei schleichenden Prozessen so ist, meistens überhaupt nicht bewusst bemerkt.
Das Gefühl „Es ist nicht mehr so reizvoll, wie es mal war…“ schwelt schon irgendwie im Verborgenen, aber irgendwie kann man es auch nie wirklich richtig greifen.
Da muss es wahrscheinlich schon so etwas rundum Außergewöhnliches wie den „ROC on the Beach“ sein, um endlich mal wieder das erleben zu dürfen, was man ansonsten doch oftmals schmerzlich vermisst: den nahezu uneingeschränkten Genuss einer tollen Sache!

NL contra D…?
Es war wahrlich kein Wettkampf, der auch nur im Entferntesten einen negativen Touch gehabt hätte. Es war faires RC-Car-Fahren unter Freunden, auch wenn man sich vielleicht persönlich überhaupt noch nicht allzu sehr kannte. Aber die Stimmung war einfach so und es war GUT so! Auf dieser Bahn gab es wirklich keinen Heimvorteil und so war es dann die Deutsche Fraktion, die in den Vorläufen geschlossene Stärke bewies und das Tempo machte.
Neben Sebastian Faulhammer, Timo Blösser und Harald Cremer allen voran Stefan Petrich und Marc Kreisig, die somit auch geradezu exemplarisch die für 2008 neue Robitronic Racing Team Konstellation repräsentierten: Stefan und Marc: Team-Kollegen, aber mit zwei unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs. Marc auf dem Losi 8eight-T, Stefan mit seinem Robitronic Mantis und ganz offensichtlich beides überaus konkurrenzfähig.
Von Niederländischer Seite war es vor allem Bas de Konink, der Marc und Stefan auf der Jagd durch das tiefe Geläuf folgte. Nach spannenden Halbfinalen war Team Germany zwar auf drei Fahrer dezimiert, stand aber mit Stefan Petrich auf der „vermeintlichen“ Pole-Position und mit Marc Kreisig und Harald Cremer auf Startplatz 4 bzw. 9 in aussichtsreicher Lauerstellung.
Nach 30 harten Rennminuten waren es nur etwas mehr als 3 Sekunden, die Bas de Konink vor Marc Kreisig relativ glücklich ins Ziel retten konnte.
Dieses „Glücklich“ bezieht sich aber relativ wenig auf das eigentliche Geschehen auf der Strecke, denn dort war Bas sehr sicher und schnell unterwegs. So resümiert es auch Marc Kreisig: „Ich habe einfach im Abschnitt zwischen meinem ersten und zweiten Tankstopp durch zu viele Fehler zu viel Zeit liegen lassen.
Da war Bas einfach deutlich konstanter…Er hat den Sieg verdient. Gratulation!“.
Nein, das „Glücklich“ bezieht sich auf etwas Anderes: einen relativ deutlichen Startfehler, der im Rahmen einer „harten Konkurrenz“ ohne Zweifel zu einer nachträglichen Ergebniskorrektur am berühmten „Grünen Tisch“ geführt hätte, was aber innerhalb dieses „ROC on the Beach“ für die Betroffenen (ja, auch deutlich Benachteiligten…) zu keiner Zeit ein Thema war.
(Bericht: Robitronic)
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