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KYOSHO rief und die Welt kam in die Region Aigen/Schlägl in Oberösterreich, nur ein paar Kilometer von Linz entfernt. KYOSHO Deutschland und der ortsansässige Verein MAV Aigen-Schlägl organisierten vom 1. bis 3. August 2008 die 7te Ausgabe des KYOSHO World Cup World Finals.
Nach Austragungsorten wie Hawaii, Peking, Dubai und zuletzt Paris fand man sich in diesem Jahr erneut auf europäischem Boden wieder, um die Weltmeister in den beiden KYOSHO Rennklassen „Exhibition“ und „KWC“ zu küren. Während die „Exhibition“ Klasse als Einzelrennen mit bestritten wird, gehen in der „KWC“ Klasse Teams mit jeweils zwei Fahrern an den Start. Teilnehmer aus 19 Nationen fanden den Weg in die Alpenrepublik. Vor allem das Deutsche Team war sehr stark vertreten, denn schließlich galt es den Weltmeistertitel in der „KWC“ Klasse von den letzten beiden WM’s erneut zu verteidigen.

Nachdem der Freitag dem intensiven Training genutzt wurde und die Gruppeneinteilung für die Vorläufe neu sortiert worden war, stand das erste Highlight des Wochenendes auf dem Programm. Im urigen Ambiente der Schlägler Stifts-Brauerei wurde zur „Drivers Party“ empfangen. Nachdem im Innenhof des Stifts das offizielle WM-Bier durch KYOSHO Japan Repräsentant Herrn Watanabe und KYOSHO Deutschland Geschäftsführer Bernd Möbus angezapft wurde, machten es sich die Fahrer und deren Begleiter im anliegenden Festsaal bequem. Nachdem alle teilnehmenden Nationen vorgestellt wurden, stand einer ausgelassenen Party nichts mehr im Wege. Und vor allem die Portugiesen und Spanier machten ihrem Namen als temperamentvolles und ausgelassenes Völkchen alle Ehre und sorgten für mächtig gute Stimmung.
Am Samstagmorgen begannen die Vorläufe. Da sich die Strecke während der ersten beiden Durchgänge noch recht feucht präsentierte, nutzten einige Fahrer die Zeit, um noch etwas zu relaxen oder in der extra täglich für das World Final erstellten Sonderausgabe des KYOSHO „Power & Action“ Magazins zu blättern. Doch spätestens nach der Mittagspause war die Entspannung komplett vorbei und es begann die Hatz nach den begehrten Direktqualifizierten Plätzen für das Finale.
Die nun trockene Strecke bot immer mehr Griff und so purzelten auch die Rundenzeiten von Vorlaufgruppe zu Vorlaufgruppe und am Ende des Tages ging der Titel des TQ in der „Exhibition“ Klasse an Rico Kröber aus Deutschland und in der „KWC“ Klasse an das Team Bösiger / Schwendimann aus der Schweiz. Und wer den KYOSHO World Cup kennt, der weiß, dass dieser nicht nur aus Rennaction besteht und so wurde auch am Samstagabend zum gemütlichen Zusammensein eingeladen. Bis spät in die Nacht genossen die Teilnehmer das zubereitete Spanferkel und viele köstliche Getränke und stärkten sich für die Finalläufe am nächsten Tag.
Nun war es dann soweit, der Sonntag war da und die Sonne strahlte über Österreich wie es für eine WM nur würdig ist. Dies bot die perfekte Kulisse für den offiziellen Einmarsch der Nationen und den anschließenden offiziellen Worten von den Chef-Organisatoren Martin Mayrhofer (MAV Aigen-Schlägl) und Daniel Haas (KYOSHO Deutschland) sowie den Bürgermeistern der Region Schlägl Herrn Moser und Herrn Mitterlehner. Auch wurde die schönste Karosserie im „Councours D'Elegance“ gekürt und wie auch schon zur WM in Paris ging damit der erste Titel nach Deutschland, diesmal an Tom Krägefski der viele Stunden Arbeit in sein Renndesign steckte.
Auf dem Gelände tummelte sich immer mehr lokale und internationale Fachpresse sowie Fernsehteams, um von der Entscheidung des KYOSHO World Cup World Final zu berichten. Pünktlich um 10 Uhr starteten die Unterfinale und dies war auch die letzte Chance, um sich einen Startplatz für das Finale zu erkämpfen, denn nur jeweils 3 Fahrern war der Aufstieg in das nächst höhere Finale vergönnt.
Gegen Nachmittag erreichte die Spannung ihren Siedepunkt, denn das Finale der „Exhibition“ Klasse stand auf dem Programm. Während die ersten Minuten noch ein Kampf um Zentimeter zwischen Rico Kröber aus Deutschland und Stefan Mayrhofer aus Österreich waren, musste Rico seine Siegesambitionen leider gegen Mitte des Rennes begraben, da ein technisches Problem ihn immer wieder zu längeren Boxenstopps und Reparaturarbeiten zwang. Stefan Mayrhofer führte, auf seiner Heim- und Hausstrecke, das 30 Minuten andauernde Finale von nun an souverän an und auch ein in den letzten Minuten immer stärker werdender Eduardo Dulac aus Brasilien konnte ihn nicht daran hindern, den Weltmeistertitel in dieser Kategorie mit nach Hause zu nehmen. Das Podest komplettierte Pierre Pfeil aus Deutschland.
Nach der ersten Runde der Glückwünsche kehrte schnell wieder Ruhe auf der Bahn ein, denn das Finale der so genannten Königsdisziplin im KYOSHO World Cup der „KWC“ Klasse stand auf dem Programm. Speziell die lange Laufzeit von 60 Minuten und der Fahrerwechsel zur Mitte des Rennens haben schon viele Entscheidungen herbeigeführt und Träume verplatzen lassen. Wie schon erwähnt, war das deutsche Team als Titelverteidiger in dieser Klasse angereist und als dreimaliger Weltmeister waren die 5 im Finale vertretenen deutschen Teams Favorit für den Sieg.
In der ersten Rennhälfte sah mit 3 Teams in Führung auch alles nach einem Sieg für Deutschland aus. Nur ist das Rennen 60 Minuten lang und neben einem Fahrzeugwechsel aufgrund des hohen Reifenverschleißes stand auch der Fahrerwechsel noch auf dem Programm. Leider sollte sich diesmal die Routine gegen die Titelverteidiger wenden. Nachdem die führenden beiden Teams Probleme mit ihren Fahrzeugen bekamen schlossen die Verfolger aus Österreich und Japan immer mehr auf. Und kurz vor Schluss ereilte auch das führende Team Leikeb / Müller aus Deutschland der elektronische Defektteufel am Gasservo und so war der Weg für das junge Team Wöran / Eichbauer frei, um das Double für den lokalen Club und die Österreicher nach Hause zu fahren.
Auf Platz 2 kam das Team Japan II ins Ziel und das Team Spuhl / Schöniger aus Deutschland sicherte mit Platz 3 noch einen Podiumsplatz für die Titelverteidigernation. Für die Österreicher gab es nach diesem Doppelsieg kein Halten mehr und die Siegerehrung wurde zu einer Party in rot-weiß-rot.
Auch wenn dies ebenfalls die Farben der Firma KYOSHO sind standen zu diesem Zeitpunkt die Helden des MAV Aigen-Schlägl im Mittelpunkt. In beiden Klassen konnten die Fahrer ihren Heimvorteil ausspielen und als neue Weltmeister die Titel mit nach Hause nehmen.
(Bericht: Kyosho)


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